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Corona in den Niederlanden: Kurznachrichten

1G statt 2G, Betrug, Maximum erreicht, NRW

1G statt 2G?

Oppositionspartei GroenLinks spricht sich gegen die Einführung einer 2G-Nachweispflicht aus, bei dem nur Personen, die geimpft sind oder kürzlich Corona hatten, Zugang zu bestimmten Orten haben. Die Partei nennt die Verweigerung von Ungeimpften "eine sehr drastische Maßnahme". Über die Wirksamkeit der Maßnahme ist laut GroenLinks noch zu viel unklar und plädiert für eine 1G Nachweispflicht, meldet NOS heute. Auch die ChristenUnie hatte gestern diese Idee.

Es scheint, dass das Kabinett aktuell keine Mehrheit in der Tweede Kamer für die umstrittene Maßnahme bekommen kann. In den Niederlanden sollen Unternehmen die Wahl bekommen, ob 2G oder 3G eingesetzt wird. Der Unterschied ist, dass bei 3G Besucher einen Sitzplatz haben müssen und es eine maximale Besucheranzahl gegen soll. Bei 2G wäre das frei von Regelungen.

Die 3G-Nachweisstrategie ist den Zahlen positiver Coronatests, die derzeit gemeldet werden, nicht gewachsen. „Die Strategie zielt darauf ab, diese Situation zu verhindern. Wenn die Zahl der Infektionen bereits so hoch ist, sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich“, erklärt die RIVM-Epidemiologin Susan van den Hof im Gespräch mit NU.nl.

Coranatest-Anbieter hat Ärger

Spoedtest.nl hat eine interne Untersuchung des Vorwurfs der Fälschung von Impfausweisen eingeleitet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hat das Unternehmen in betrügerischer Absicht Impfbescheinigungen ausgestellt, möglicherweise durch ein System, das es Ärzten ermöglicht, Impfungen selbst im CoronaCheck zu registrieren. Ein Unternehmen wie Spoedtest.nl darf in diesem System nur Testzertifikate ausstellen, keinen Impfnachweis, schreiben NOS, das AD und andere Medien.

Das Unternehmen wurde umgehend vom System Testenvoortoegang.org entfernt und kann keine neuen QR-Codes für negativ getestete Kunden mehr generieren.

Das Erstellen, Handel und auch das Verwenden gefälschter QR-Codes kann in den Niederlande mit bis zu 4 Jahren Gefängnis bestraft werden. Es gilt eine "no mercy" Strategie für QR-Code-Betrug.

Maximale Testkapazität erreicht

Die niederländischen Gesundheitsämter (GGD) haben ihre maximale Testkapazität erreicht, meldet der Dachverband GGD GHOR Nederland. „Tausende Mitarbeiter arbeiten jeden Tag hart daran, alle Testanfragen zu planen und auszuführen, aber die Strecke ist vorbei“, sagt Covid-Programmdirektor Jaap Eikelboom. „Wir stoßen auf allen Seiten an das Maximum unserer Kapazitäten. Wir arbeiten mit aller Kraft an maximal 120.000 Tests pro Tag. Ob dies machbar ist, hängt von der Verfügbarkeit des Personals ab.“ Eigentlich beträgt die maximale Kapazität aller GGD-Standorte "nur" 90.000 Coronatests pro Tag.

Gestern (Montag) wurden über 116.000 Termine vereinbart. Das ist ein neuer Tagesrekord. Auch bei den durchgeführten Tests wurde ein Rekord gebrochen. Der alte Rekord stammt vom März 2021 und lag bei 89.000, doch gestern wurden mehr als 91.000 Personen getestet. Aktuell haben ungefähr 20% der Tests ein positives Ergebnis. Dies fürh unvermeidliche zu noch mehr Auslastung im Bereich der Kontaktverfolgung, insofern diese überhaupt noch durchgeführt wird.

GGD GHOR Nederland ruft Menschen, die nicht sofort einen Termin vereinbaren können, auf, sich an die Grundregeln zu halten: Bei Beschwerden drinnen bleiben, Abstand halten, Hände waschen und die Wohnung gut lüften. Viele Leute rufen morgens an, daher ist es ratsam, nachmittags oder abends anzurufen. Ein Termin kann 24 Stunden am Tag online über coronatest.nl vereinbart werden. Betroffene sollten eine Zeit wählen, in der weniger Leute online sind, lso abends oder sehr früh morgens.

NRW mit 2G

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) führt im Freizeitbereich 2G bzw. 2G+ ein. Die Regierung der an die Niederlande grenzenden Region mit den meisten Einwohnern aller deutschen Bundesländer will die steigende Zahl der Corona-Infektionen begrenzen.

2G bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu bestimmten Bereichen haben. In NRW soll das voraussichtlich ab nächster Woche unter anderem für Weihnachtsmärkte, Fußballveranstaltungen oder die Gastronomie gelten. 2G plus heißt, dass Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Coronatest präsentieren müssen. Das soll laut Ministerpräsident Hendrik Wüst etwa für Diskotheken, aber auch für Karnevalsfeiern in NRW gelten.

Fallzahlen

Bis heute morgen um 10:00 Uhr wurden 20.252 neue positive Coronatests dem RIVM gemeldet. Das sind 996 mehr als gestern. Die Zahlen sind etwas verzerrt, da es in den letzten Tagen zu Störungen kam und es mehr Nachmeldungen gibt.

Die Gesamtzahl der aufgenommenen COVID-Patienten in den Niederlanden beträgt 2.071, das sind 86 Patienten mehr als gestern. Davon befinden sich 385 auf der Intensivstation, 5 mehr als gestern. Von den COVID-Patienten befinden sich 1.686 in den regulären Krankenstationen, 81 mehr als gestern. Gestern wurden 7 überregionale Verlegungen von COVID-Patienten mit dem Einsatz des LCPS realisiert.

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