Die niederländischen Gasspeicher sind am 12. Februar 2026 nur noch zu 17,6 Prozent gefüllt – ein ungewöhnlich niedriger Wert für diesen Zeitpunkt im Winter. Nach mehreren kalten Phasen und anhaltend hoher Entnahme beschleunigt sich der Rückgang deutlich. Im historischen Vergleich mit den Jahren 2021 bis 2025 bewegt sich der aktuelle Verlauf am unteren Rand der bisherigen Bandbreite. Die Lage gilt als angespannt, auch wenn eine akute Versorgungsgefährdung derzeit nicht besteht. Entscheidend wird sein, wie sich Wetter und Importlage in den kommenden Wochen entwickeln.
Stromnetz am Limit In Flevoland, Gelderland und Utrecht hat das Hochspannungsnetz seine Belastungsgrenze erreicht. Wie der landesweite Netzbetreiber TenneT am 12. Februar mitteilt, sind trotz bereits ergriffener Maßnahmen zusätzliche und kräftige Eingriffe notwendig, um großflächige Störungen und Stromausfälle zu verhindern. Sollten diese Maßnahmen nicht ausreichen, droht ab diesem Sommer ein Anschlussstopp für Kleinverbraucher wie Haushalte, Mittelstand und Wohnungsbauprojekte. Betroffen wären neue Anschlüsse ebenso wie Verstärkungen bestehender Anschlüsse. Die Lage hat sich laut TenneT im Vergleich zum Vorjahr weiter verschärft.
Millionen Kundendaten sind nach einem Cyberangriff auf den Telekommunikationsanbieter Odido in die Hände von Kriminellen gelangt. Wie die NOS berichtet, hatten Unbefugte Zugriff auf ein System mit Daten von 6,2 Millionen Accounts. Betroffen sind neben Odido auch Kunden der Marke Ben, nicht jedoch Simpel. Laut Unternehmen stammen die Daten aus einem Kundendienstsystem. Passwörter, Gesprächsdaten oder Rechnungsdaten seien nicht betroffen. Die Autoriteit Persoonsgegevens wurde informiert. Die operative Dienstleistung bleibt laut Odido uneingeschränkt nutzbar.
Die niederländischen Gasvorräte sind erstmals in diesem Winter unter die Marke von 20 Prozent gefallen. Nach aktuellen Angaben des Nationaal Energie Dashboard liegt die gemeinsame Füllmenge der unterirdischen Gasspeicher derzeit bei 19,9 Prozent. Damit setzt sich der starke Rückgang fort, der bereits seit Beginn der Heizsaison zu beobachten ist. Noch Anfang November 2025 waren die Speicher zu mehr als 70 Prozent gefüllt, Anfang Januar lag der Wert knapp unter 50 Prozent. Der nun erreichte Stand markiert einen neuen Tiefpunkt und rückt die Versorgungslage erneut in den Fokus. Zwar gibt es laut Experten derzeit keine akute Gefahr für Haushalte, doch die niedrigen Reserven liegen deutlich unter den europäischen Zielwerten und befinden sich den kritischsten Niveaus der Energiekrisenjahre 2021 und 2022.
Niederlande Rückruf von Säuglingsnahrung nach EU Neubewertung. In den Niederlanden werden zahlreiche Nutrilon Produkte des Herstellers Danone vorsorglich zurückgerufen. Wie die niederländische Lebensmittel und Warenaufsichtsbehörde NVWA am 6. Februar 2026 mitteilt, kann in den betroffenen Säuglings und Folgemilchprodukten der Stoff Cereulide in Mengen enthalten sein, die über der neu festgelegten europäischen gesundheitlichen Richtwertgrenze liegen. Eltern werden dringend aufgefordert, die genannten Produkte nicht zu verwenden. Der Rückruf erfolgt freiwillig durch Danone und steht im Zusammenhang mit aktualisierten Vorgaben europäischer Behörden, darunter neue Bewertungen der EFSA. Betroffen sind mehrere Produktvarianten und zahlreiche Chargen, die ausschließlich über die offizielle Danone Übersicht eindeutig identifiziert werden können.
Die niederländische Lebensmittel und Warenaufsicht warnt vor einem im Internet angebotenen Nahrungsergänzungsmittel mit erheblichen Gesundheitsrisiken. Die Nederlandse Voedsel en Warenautoriteit Nederlandse Voedsel- en Warenautoriteit hat in dem Produkt Percita vital plus einen verbotenen Arzneistoff festgestellt. Das Mittel wird unter anderem über die Webseite powervital.eu als angeblich natürliches Nahrungsergänzungsmittel zur Verbesserung des Sexuallebens beworben. Laboruntersuchungen der Behörde ergaben jedoch, dass die Kapseln Sildenafil enthalten. Dieser Wirkstoff ist in Nahrungsergänzungsmitteln nicht zugelassen und darf ausschließlich in verschreibungspflichtigen Arzneimitteln eingesetzt werden. Nach Angaben der NVWA birgt die Einnahme erhebliche gesundheitliche Risiken, insbesondere bei Personen mit Vorerkrankungen oder bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente. Die Behörde rät dringend davon ab, das Produkt zu kaufen oder zu verwenden.
Asbesthaltiger Spielsand in Produkten für Kinder sorgt in den Niederlanden für große Verunsicherung. In mehreren hierzulande erhältlichen Spielzeugen mit Sandbestandteilen sind krebserregende Asbestfasern nachgewiesen worden. Das geht aus einer Laboruntersuchung hervor, über die das AD berichtet. Betroffen sind unter anderem Sandtische sowie Sets für Sandkunst und Sandbilder, die über bekannte Handelsplattformen und Spielwarenhändler verkauft wurden. Nach Angaben des AD wurde in der Hälfte der getesteten Produkte Asbest gefunden, teils in erheblichen Mengen. Die niederländische Lebensmittel und Warenaufsichtsbehörde NVWA bestätigt, dass Asbest in Spielzeug verboten ist, verweist jedoch darauf, dass eigene Untersuchungen notwendig sind, um Risiken offiziell bewerten zu können. Der Fund wirft grundlegende Fragen zur Produktsicherheit, zur Verantwortung von Händlern und zur Kontrolle importierter Spielwaren auf.
Ein seltenes Weeralarmereignis mit massiven Auswirkungen auf Verkehr und öffentliche Sicherheit prägt den frühen Mittwochmorgen in den Niederlanden. Für die nördlichen Provinzen Groningen, Friesland und Drenthe gilt seit der Nacht Code Rot wegen extremer Glätte durch Eisregen. Nach Angaben des KNMI bestehtconsiderable Unfallgefahr auf Straßen, Radwegen, Gehwegen und Brücken. Die Behörden raten eindringlich davon ab, sich im betroffenen Gebiet auf den Weg zu machen. Das Weeralarm ist bis Mittwochvormittag 10:00 Uhr gültig. In angrenzenden Regionen wie Teilen von Overijssel, Flevoland und den Watteninseln gilt Code Orange, während im Norden von Nordholland Code Gelb ausgegeben wurde. Parallel wurde in Nordniederland ein landesweiter Warnhinweis über NL Alert versendet, mit der Aufforderung, in Gebäuden zu bleiben und den Notruf nur bei akuter Lebensgefahr zu wählen.
Die Niederlande verkaufen einen Teil ihrer Beteiligung an TenneT Deutschland an den deutschen Staat. Konkret übernimmt Deutschland über die staatliche Förderbank KfW einen Anteil von 25,1 Prozent an der deutschen Tochter des Hochspannungsnetzbetreibers. Der Kaufpreis liegt bei rund 3,3 Milliarden Euro. Ziel der Transaktion ist es, die Kapitalbasis von TenneT Deutschland zu stärken, da für Ausbau und Erneuerung des Stromnetzes im Zuge der Energiewende erhebliche Investitionen notwendig sind. Neben dem deutschen Staat sind bereits drei große institutionelle Investoren beteiligt. Die niederländische TenneT Holding bleibt Minderheitsaktionär und behält wichtige Mitspracherechte. Die Vereinbarung wurde zwischen den Regierungen beider Länder, TenneT sowie den beteiligten Investoren erzielt und soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im europäischen Stromnetz langfristig absichern.
Im neuen Koalitionsvertrag von D66, VVD und CDA ist festgelegt, dass das niederländische Renteneintrittsalter AOW ab dem 1. Januar 2033 direkt an die steigende Lebenserwartung gekoppelt wird. Kern der Maßnahme ist eine Eins zu Eins Kopplung, bei der jedes zusätzliche Jahr Lebenserwartung unmittelbar zu einem zusätzlichen Jahr AOW Alter führt. Damit verabschiedet sich die Koalition von der bisherigen Systematik, bei der das AOW Alter langsamer stieg als die Lebenserwartung. Nach Angaben von NOS hätte dieser Kurs vor allem für Menschen unter 60 spürbare Folgen. Für jüngere Jahrgänge verschiebt sich der Rentenbeginn deutlich nach hinten und kann langfristig in Richtung 70 Jahre und darüber hinaus führen.
Geplante Abendübungen der niederländischen Luftwaffe sorgen derzeit für vermehrte Militärflüge über mehreren Provinzen. In festgelegten Zeiträumen starten Kampfflugzeuge von den Stützpunkten Volkel und Leeuwarden und bleiben bis 23 Uhr in der Luft. Die Maßnahmen dienen der Ausbildung des Personals für Einsätze bei Dunkelheit und finden an mehreren Abenden Ende Januar sowie Anfang Februar statt. Geflogen wird überwiegend über militärischen Übungsgebieten in Friesland, Drenthe, Overijssel und Noord Brabant. Die Übungen sind genehmigt und vorab angekündigt. Ziel ist es, Einsatzbereitschaft und Flugsicherheit auch unter Nachtbedingungen sicherzustellen, wobei Lärm, Routen und Höhen rechtlich geregelt und überwacht werden.
Karneval 2026 erreicht in den Niederlanden seinen Höhepunkt von Samstag, 14. Februar, bis einschließlich Dienstag, 17. Februar 2026. Gefeiert wird vor allem in Noord-Brabant und Limburg, mit Hochburgen wie Den Bosch, Eindhoven und Maastricht, die mit Umzügen, Musik und Kostümen das Bild prägen. Oberhalb der Flüsse ist das Programm oft kleiner, während im Süden Geschäfte früher schließen und viele Termine auf den Straßen stattfinden. Gleichzeitig wird Karneval stärker organisiert: Der Wagenbau wird teurer, Städte reagieren auf großen Andrang, und in den Innenstädten werden Preise und Zahlungsweisen zum Thema. Auch außerhalb der klassischen Hochburgen starten Umzüge in kleineren Orten.
Der Winter bleibt Thema: Das KNMI warnt für Dienstag und Mittwoch vor gefährlicher Glätte durch Eisregen. Für den Norden gilt am Dienstagabend und Mittwochmorgen Code Orange, in großen Teilen des restlichen Landes gilt Code Gelb. Das Wetterbild bleibt dabei regional unsicher: Ein Regengebiet zieht von Süd nach Nord, im Norden wird die Niederschlagsart laut KNMI voraussichtlich als Eisregen auftreten, während im Mittelteil und Süden noch nicht sicher ist, ob Regen oder Eisregen fällt. In mehreren Provinzen kann es dadurch auf Straßen, Radwegen, Gehwegen und Brücken zu Unfällen kommen. Die Warnlage ist zeitlich eng definiert und wird laut KNMI laufend aktualisiert, auch über ein Liveblog.
Die unterirdischen Gasspeicher in den Niederlanden sind zum Winterende deutlich geleert. Die aktuell gemeldete Füllmenge liegt nur noch bei 25,8 Prozent. Damit sind die Reserven innerhalb weniger Wochen spürbar gesunken, nachdem die Speicher Anfang Januar noch knapp zur Hälfte gefüllt waren. Bereits vor Beginn der Heizsaison lagen die Vorräte deutlich niedriger als im Vorjahr. Die Daten zeigen einen typischen Winterverlauf mit Entnahme in den kalten Monaten, gleichzeitig rückt die Frage in den Fokus, wie schnell sich die Speicher nach dem Winter wieder auffüllen lassen und welche zusätzlichen Versorgungswege bei hoher Nachfrage zur Verfügung stehen.
D66, VVD und CDA haben nach monatelangen Verhandlungen ihr Koalitionsabkommen für 2026 bis 2030 vorgestellt. Minderheitskabinett mit schmerzhaften Reformen lautet die zentrale Botschaft: Milliarden sollen zusätzlich in Verteidigung, die Lösung der Stickstoffkrise, den Wohnungsbau sowie Infrastruktur fließen. Gleichzeitig wollen die Parteien die stark wachsenden Ausgaben in Pflege, Gesundheit und sozialer Sicherung bremsen und dafür umfangreiche Kürzungen und Systemänderungen umsetzen. Wie NOS berichtet, sollen unter anderem das Eigenrisiko in der Krankenversicherung steigen, Leistungen im Sozialbereich begrenzt und die AOW Kopplung an die Lebenserwartung verschärft werden. Weil der Koalition eine feste Parlamentsmehrheit fehlt, ist die Umsetzung vieler Vorhaben abhängig von wechselnden Mehrheiten in Tweede Kamer und später auch in der Eerste Kamer.
Wachsende Sorge um die Sicherheit kritischer Infrastruktur auf der Nordsee prägt derzeit die sicherheitspolitische Debatte in den Niederlanden und bei den Anrainerstaaten. Hintergrund sind wiederholte Aktivitäten russischer Schiffe im niederländischen Teil der Nordsee sowie die stark zunehmende Bedeutung der Region für Energieversorgung und Datenverkehr. Die Niederlande setzen zunehmend auf Offshore-Windparks, Stromkabel und internationale Netzanbindungen, die große Teile der künftigen Stromversorgung sichern sollen. Gleichzeitig warnen Sicherheitsbehörden und die Regierung seit längerem davor, dass diese unterseeische Infrastruktur gezielt ausspioniert oder im Ernstfall sabotiert werden könnte. Vor diesem Hintergrund verstärkt die niederländische Marine ihre Präsenz auf See, begleitet russische Schiffe durch die ausschließliche Wirtschaftszone und stimmt ihr Vorgehen eng mit Bündnispartnern ab. Auch auf politischer Ebene wächst der Druck, Schutzmaßnahmen zu intensivieren und internationale Kooperationen auszubauen.
Erhöhte Feinstaubbelastung mit Gesundheitsrisiken prägt am Sonntag die Luftqualität in weiten Teilen der Niederlande. Nach Messungen des RIVM wurde in der nördlichen Landeshälfte Smog durch Feinstaub festgestellt. Betroffen ist vor allem das Gebiet nördlich einer gedachten Linie zwischen Amsterdam und Arnhem. Die Luftqualität gilt vielerorts als unzureichend und kann lokal sogar als schlecht eingestuft werden. Ursache ist eine anhaltende Ostströmung, die belastete Luftmassen aus dem europäischen Festland heranführt und sich wegen der ruhigen Wetterlage kaum verteilt. Besonders gefährdet sind Menschen mit bestehenden Atemwegs oder Herz Kreislauf Erkrankungen. Behörden raten zu Vorsicht und körperlicher Schonung. Eine Entspannung der Lage wird erst in der Nacht erwartet, wenn sich die Windrichtung ändert.
Mehrere große europäische Fluggesellschaften haben ihre Verbindungen in den Nahen Osten vorläufig eingestellt. Die niederländische Airline KLM fliegt nach eigenen Angaben bis auf Weiteres nicht mehr in die Region. Begründet wird der Schritt mit der angespannten geopolitischen Lage, ohne eine konkrete Einzelursache zu nennen. Aus Vorsicht meidet KLM den Luftraum über Iran, Irak und Israel sowie über mehrere Staaten der Golfregion. Betroffen sind unter anderem die Destinationen Tel Aviv, Dubai, Dammam und Riad, die bis auf Weiteres nicht angeflogen werden. Nach Angaben der Fluggesellschaft besteht aktuell kein offizielles Flugverbot. KLM steht jedoch in engem Kontakt mit den niederländischen Behörden und trifft die Entscheidung nach eigenen Sicherheitsabwägungen. Auch andere Airlines reagieren zurückhaltend und streichen Verbindungen in die Region, wie niederländische Medien berichten.
Ein vorsorglicher Produktrückruf betrifft aktuell Säuglingsnahrung von Nestlé, die in den Niederlanden verkauft wurde. Betroffen sind einzelne Produktionschargen der Produkte Little Steps 1 und Alfamino. Grund ist die mögliche Verunreinigung mit Cereulide, einem Toxin, das von dem Bakterium Bacillus cereus gebildet werden kann. Die Rückrufaktion erfolgt in Zusammenarbeit mit der Nederlandse Voedsel en Waren Autoriteit (NVWA) und richtet sich gezielt an Eltern und Betreuungspersonen von Säuglingen. Laut Hersteller handelt es sich um eine freiwillige und präventive Maßnahme, die ausschließlich klar definierte Chargen betrifft. Andere Produkte sind nach Angaben von Nestlé nicht betroffen und gelten als sicher. Eltern werden aufgefordert, die genannten Produkte nicht mehr zu verwenden und in den Verkaufsstellen zurückzugeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet.
Erneut hat das Königliche Niederländische Meteorologische Institut KNMI für Teile der Niederlande die Warnstufe Code Orange ausgerufen. Grund ist erneut gefährliche Glätte durch gefrierenden Regen und örtlich Schnee, die in der kommenden Nacht und am Samstagmorgen vor allem den Norden und Nordosten des Landes betrifft. Nach Angaben des KNMI kann es dort durch bevrorene, nasse Fahrbahnabschnitte zu verräterischer Glätte kommen. Die Warnung gilt ab 02:00 Uhr in der Nacht und endet voraussichtlich am Samstag gegen 11:00 Uhr. Betroffen sind unter anderem Friesland, Groningen, Drenthe, Overijssel, Flevoland mit dem Noordoostpolder sowie die Watteninseln. In Groningen besteht zusätzlich die Möglichkeit von Schneefall. Bereits am Freitagabend gilt in mehreren Regionen Code Gelb wegen örtlicher Glätte durch gefrierende Nässe.
Die Einführung eines landesweiten digitalen Straßenmaut-Systems rückt näher. Belgien bereitet eine grundlegende Reform der Verkehrsfinanzierung vor, bei der künftig auch Pkw-Nutzer für die Nutzung des Straßennetzes zahlen sollen. Konkret arbeiten Flandern und Wallonien an einem gemeinsamen elektronischen Wegenvignet, das auf Autobahnen und wichtigen Regionalstraßen gelten soll. Ziel ist es, zusätzliche Einnahmen für den Erhalt und Ausbau der Infrastruktur zu generieren und zugleich ausländische Fahrzeuge stärker an den Kosten zu beteiligen. Nach Angaben aus Politik und Verwaltung stehen die beiden Regionen kurz vor einer Einigung. Brüssel ist bislang nicht eingebunden. Eine konkrete Einführung ist noch nicht terminiert, gilt politisch aber als wahrscheinlich. Besonders betroffen wären ausländische Autofahrer, darunter viele Niederländer, die Belgien als Transitland nutzen.
Das niederländische Wetterinstitut warnt vor einer gefährlichen Glättelage im Norden des Landes. Für die Nacht auf Freitag und den Freitagmorgen gilt in mehreren nördlichen Provinzen Code Oranje wegen großflächigem Eisregen. Betroffen sind Friesland, Groningen, Drenthe sowie die Waddeneilanden. Durch gefrierenden Regen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt drohen spiegelglatte Straßen, Radwege und Gehwege. Die Glätte ist kaum sichtbar und damit besonders tückisch. In angrenzenden Regionen wie Flevoland, Overijssel sowie im Norden von Gelderland und Noord Holland gilt zeitweise Code Geel. Nach Angaben der Wetterdienste soll sich die Lage im Verlauf des Freitagvormittags von Süden her entspannen, zuletzt im Raum Groningen.
Die mögliche Übernahme des IT Dienstleisters Solvinity durch das US Unternehmen Kyndryl hat eine breite politische und gesellschaftliche Debatte ausgelöst. Im Zentrum steht die Frage, ob dadurch Risiken für die Sicherheit, Verfügbarkeit und Souveränität der niederländischen digitalen Identität DigiD entstehen. DigiD ist der zentrale Zugang zu staatlichen und öffentlich relevanten Diensten und wird täglich von Millionen Bürgern genutzt. Die Regierung betont, dass DigiD Eigentum des niederländischen Staates bleibt und in einem staatlichen Rechenzentrum betrieben wird. Gleichzeitig wächst im Parlament die Sorge, dass durch die Übernahme indirekte Einflussmöglichkeiten der USA auf kritische digitale Infrastruktur entstehen könnten. Mehrere Experten und Organisationen warnen vor möglichen Folgen für Datenschutz, nationale Kontrolle und die Position der Niederlande innerhalb der Europäischen Union.
Sieben PVV Abgeordnete haben die Fraktion von Geert Wilders verlassen und eine eigene Gruppe gegründet. Damit gerät das Modell der PVV als Ein Mann Partei politisch stärker unter Druck, während andere Parteien zugleich neue Chancen für Mehrheiten im Parlament sehen. Nach einer Fraktionssitzung, in der die Abweichler Kritik an Kurs, Wahlstrategie und fehlender innerparteilicher Mitbestimmung äußerten, startet die neue Gruppe unter dem Namen Groep Markuszower. Wilders reagierte nach Angaben von NOS überrascht und sprach von einem schweren Tag für seine Partei. Wie es mit der neuen Gruppe weitergeht, ist offen.
Gesetzliches Feuerwerksverbot mit kommunalen Ausnahmen: Das geplante landesweite Verbot von Konsumentenfeuerwerk soll möglichst zur kommenden Jahreswende 2026 2027 in Kraft treten. Gleichzeitig bleibt das Abbrennen unter engen Voraussetzungen weiterhin möglich, sofern organisierte Gruppen wie Vereine oder Stiftungen eine Ausnahmegenehmigung erhalten. Die rechtliche Grundlage dafür bildet die Wet Veilige Jaarwisseling, ergänzt durch eine allgemeine Maßnahme der Verwaltung, in der die Befugnisse der Bürgermeister konkret ausgearbeitet sind. Parallel ist die Einführung an weitere Bedingungen geknüpft, insbesondere an eine noch nicht abgeschlossene Entschädigungsregelung für die Feuerwerksbranche. Die Nationale Politie weist in ihrer Ausführungstoets zudem auf eine zunächst steigende Belastung hin, unter anderem durch verstärkte Grenzkontrollen.
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