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Corona in den Niederlanden: Kurznachrichten

KH & IC, Aufruf, Lockdown, Unruhig

Krankenhaus und Intensivstation

Die Gesamtzahl der aufgenommenen COVID-Patienten in den Niederlanden beträgt 2.420, das sind 114 Patienten mehr als gestern. Davon befinden sich 470 auf der Intensivstation, 4 mehr als gestern. Von den COVID-Patienten befinden sich 1.960 in den regulären Krankenstationen, 110 mehr als gestern. Gestern wurden 7 überregionale Verlegungen von COVID-Patienten mit dem Einsatz des LCPS realisiert.

Ernst Kuipers, Vorsitzender vom Landelijk Netwerk Acute Zorg, sagte heute während einer Pressekonferenz, dass man jetzt und auch in den nächsten Wochen nicht von einem "Code Zwart" sprechen kann. Die Situation muss allerdings sehr gut beobachtet werden. Wenn die Zahlen weiter so hoch gehen, dann haben wir in einer Woche das Maximum vom letzten Winter eingeholt.

Code Schwarz ist nicht nur die Situation in einem Krankenhaus oder einer Region, sondern würde landesweit gelten. Code Black würde bedeuten, dass die knappen IC-Betten auf alle Patienten verteilt werden sollen, auch auf die ohne Corona. Auf den Intensivstationen müsste dann ermittelt werden, welcher Patient ein Bett bekommt und welchem ​​geholfen werden kann und welcher nicht. Die Protokolle dazu wurden bereits im letzten Jahr geschrieben und der Ablauf wird nun besprochen, geübt und bei Bedarf angepasst. "Das sagt genug über die Dringlichkeit", so Kuipers. Zudem schafft die Verschiebung der regelmäßigen Pflege „Belastungssituationen“.

Deutschland wird nun doch wieder niederländische Patienten aufnehmen. Das wird voraussichtlich morgen das erste Mal in der neuen Welle sein. Zuvor hatte Deutschland angegeben, dass dies nicht möglich sei. Unterdessen wurden letzte Woche deutsche Patienten nach Südtirol verlegt.

Meldungen

Bis heute Morgen um 10:00 Uhr wurden 23.066 neue positive Cornatests dem RIVM gemeldet (nicht korrigiert). Das sind 2.372 mehr als gestern. Es ist die zweithöchste Zahl in den Niederlanden seit Beginn der Pandemie.

Dringender Aufruf

Der scheidende Premierminister Mark Rutte und Gesundheitsminister Hugo de Jonge haben einen dringenden Appell zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen ausgesprochen.

Das scheidende Kabinett fordert alle Niederländer noch einmal auf, sich in der kommenden Zeit wirklich an alle Maßnahmen zu halten. Die steigenden Infektionszahlen machen dies notwendig, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. Er betonte, dass der Druck auf das Gesundheitswesen zunehme. "Eine Veränderung ist erforderlich." Das niederländische Kabinett plant, am 3. Dezember zu prüfen, ob zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind. Wenn sich die Menschen nicht besser an die Maßnahmen halten, scheint es unvermeidlich, dass diese zusätzlichen Maßnahmen eingeführt werden, und zwar vor dem 3. Dezember, schreibt NOS. Auf die Frage, welche Maßnahmen möglich wären, antwortete Gesundheitsminister Hugo de Jonge, dass es sich um „lockdown-ähnliche“ Maßnahmen handele.

Rutte ruft auf:

  • Bei Beschwerden zu Hause bleiben und beim GGD testen lassen. Befolgen Sie die Anweisungen des GGD.
  • Arbeiten Sie zu Hause, es sei denn, dass dies absolut nicht möglich ist.
  • Empfangen Sie max. 4 Personen pro Tag und lüften Sie gut.

Das Outbreak Management Team hat dem Kabinett geraten, um nochmal auf die Maßnahmen hinzuweisen.

Alle Regeln und Maßnahmen stellen die Behörden unter https://www.rijksoverheid.nl/onderwerpen/coronavirus-covid-19/algemene-coronaregels zusammen.

Lockdown möglich

Auf die Frage, welche Maßnahmen das Kabinett zurückhält, antwortete Gesundheitsminister Hugo de Jonge in der Pressekonferenz, dass es sich um „lockdown-ähnliche“ Maßnahmen handele. Dazu zählen unter anderem geänderte Öffnungszeiten und die maximale Gruppengröße. De Jonge bezeichnete die täglichen Krankenhauseinweisungen als alarmierend und belastet, aber auch laut ihm ist die Situation noch "sehr weit entfernt" von Code Schwarz.

Allein die Entscheidung für einen Lockdown sei drastisch und der Schaden ist groß, sagte De Jonge. Rutte sagte auch, dass die Auswirkungen eines Lockdowns „gigantisch“ für „die Wirtschaft“ und unsere jungen Leute seien.

Die Pressekonferenz kann bei NOS angesehen werden.

Unruhig

Nach den schweren Krawallen in Rotterdam war es in den letzten nächsten auch in anderen Orten unruhig. Ordnungskräfte wurden durch Jugendliche mit Feuerwerkskörpern angegriffen und es gab auch kleinere Sachschäden. Die Ordungskräfte sind besser vorbereitet und Notverordnungen schneller erstellt, so dass Gebiete geräumt werden können. So in Zwolle wo zu einer Demonstration aufgerufen wird.

Justizminister Grapperhaus wies darauf hin, dass es sich nicht um Demonstranten handle, sondern um Randalierer. Neben dem jungen Alter der festgenommen Personen fällt auf, dass sich  bekannte Hooligan-Clubs an den Ausschreitungen beteiligen. Während durchweg alle Parteien das Verhalten der Randalierer scharf verurteilen, hat die rechtpopulistische Partei FvD keine Meinung.

In Rotterdam wechselte bei einer nicht angekündigten Demonstration gegen 2G und das Feuerwerkverbot die Stimmung. Aus einer kleinen Gruppe Demonstranten wurden hunderte Ranadalierer, die durch die Innenstadt zogen. Ordnungs- und Rettungskräfte wurde angegriffen und zahlreiche Fahrzeuge wurden angezündet. Mehrere Personen wurden mit Schußverletzungen ins Krankenhaus eingewiesen.

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