Infos: Kurznachrichten | Fallzahlen Niederlande, Zeeland & Nordholland

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Niederlande - Coronavirus

Risikogebiet

Quelle: nederlandwereldwijd.nl

⇒ Deutschland aus niederländischer Sicht:
Stufe Orange (nur notwendige Reisen)

⇒ Niederlande
aus deutscher Sicht:
alle Provinzen sind als Risikogebiete eingestuft
alle Provinzen sind ab dem 6. April 2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft

⇒ niederländische Überseegebiete
aus deutscher Sicht:
Reisewarnung für Aruba und St. Maarten, Land Curacao
auch die Überseegebiete sind ab dem 6. April 2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft

Einstufungen

Beachten Sie, dass das Robert Koch Institut (RKI) folgende Unterscheidungen macht:

  • Virusvarianten-Gebiete
  • Hochinzidenzgebiete
  • Risikogebiete
  • kein Risikogebiet

Die Bundesregierung prüft fortlaufend, inwieweit Gebiete als Risikogebiete einzustufen sind. Daher kann es auch zu kurzfristigen Änderungen, insbesondere zu einer Erweiterung der Liste der Risikogebiete, kommen. Dabei erfolgt die Einstufung als Risikogebiet, Hochinzidenz- oder Virusvarianten-Gebiet jeweils erst mit Ablauf des ersten Tages nach der Veröffentlichung der Feststellung. Entsprechende Einstufungen als Risikogebiet werden durch das Robert Koch-Institut unter https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete veröffentlicht.

Alle niederländischen Provinzen sind seitens der deutschen Behörden ab dem 6. APril 2021 als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Bereits seit dem 17. Oktober wurden sie als Risikogebiet eingestuft.

Risikogebiet

Die Einstufung als Risikogebiet basiert auf einer zweistufigen Bewertung:

1) Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

2) In einem zweiten Schritt wird nach qualitativen und weiteren Kriterien festgestellt, ob z.B. für Staaten/Regionen, die den genannten Grenzwert nominell über – oder unterschreiten, dennoch die Gefahr eines nicht erhöhten oder eines erhöhten Infektionsrisikos vorliegt. Für die EU-Mitgliedstaaten wird seit der 44. Kalenderwoche hier insbesondere die nach Regionen aufgeschlüsselte Karte des Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berücksichtigt. Die Karte enthält Daten zur Rate der SARS-CoV-2-Neuinfektionen, zur Testpositivität und zur Testrate.

Hochinzidenzgebiete

Hochinzidenzgebiete sind Risikogebiete mit besonders hohen Fallzahlen.

Die Einstufung als Hochinzidenzgebiet basiert, wie auch bei den Risikogebieten, auf einer zweistufigen Bewertung:

1) Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab.

2) Anhand weiterer qualitativer und quantitativer Kriterien kann im zweiten Schritt festgestellt werden, ob trotz eines Unter- oder Überschreitens der Inzidenz ein besonders erhöhtes bzw. nicht besonderes erhöhtes Infektionsrisiko begründet ist.

Virusvarianten-Gebiete

Dies sind Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch verbreitetes Auftreten bestimmter SARS-CoV-2 Virusvarianten. Die aktuellen Virusvarianten in den Niederlanden finden Sie unter: https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/virus/varianten. Das RIVM beschreibt dort die Varianten und nennt auch die festgestellten Infektionen.

Bitte beachten Sie: Um eine Ausbreitung von Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 in der Bundesrepublik Deutschland zu verhindern, hat die Bundesregierung mit einer Rechtsverordnung ein Beförderungsverbot bis zum 31. März 2021 (24 Uhr) für Einreisende aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten – vorbehaltlich sehr eng begrenzter Ausnahmen - verhängt. Personen, die unter eine der eng begrenzten Ausnahmen nach der Coronavirus-Schutzverordnung fallen, müssen die Anmelde- und Testnachweispflicht der Coronavirus-Einreiseverordnung sowie die Quarantänebestimmungen Ihres Bundeslandes beachten.

Virusvarianten-Gebiete können Gebiete sein, in denen eine Virusvariante (Mutation) des Coronavirus SARS-CoV-2 verbreitet aufgetreten ist, die nicht zugleich in Deutschland verbreitet auftritt und von der anzunehmen ist, dass von ihr ein besonderes Risiko ausgeht. Solche besonderen Risiken können sich unter anderem daraus ergeben, dass die Virusvariante

  • vermutlich oder nachweislich leichter übertragen wird,
  • aufgrund einer anderen Eigenschaft die Infektionsausbreitung beschleunigt,
  • die Krankheitsschwere verstärkt
  • oder dass Personen, die bereits eine Impfung erhalten oder eine COVID-Infektion überstanden haben, gegen die Virusvariante allenfalls schwach immun sind.

Daten, Links und Fallzahlen

Mit dem Suchtool kann schnell analysiert werden, ob eine niederländische Gemeinde zum Risikogebiet gehört oder nicht. Das Ergebnis liefert verschiedene Informationen und die wichtigsten Links zu den Behörden und Fallzahlen.

Über 350 Gemeinden zählen die Niederlande. Es wurden auch über 2200 Orte hinzugefügt, um die Suche etwas zu vereinfachen. Tipp: Geben Sie die ersten Buchstaben des Ortes langsam ein, es erscheint dann eine Auswahlliste.

Wieso Risikogebiet?

Risikogebiete seit dem 17.10.2020, 00:00 | Copyright: GeoNames, Microsoft | Erstellt durch: DACHIST.org

Aufgrund der pandemischen Ausbreitung vom Coronavirus ist weltweit - also auch in den Niederlanden - von einem Infektionsrisiko auszugehen. Das deutsche Robert Koch Institut und das niederländische RIVM analysieren kontinuierlich verschiedene Kriterien wie

  • Erkrankungshäufigkeit
  • Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen
  • Maßnahmen (z.B. Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete)
  • exportierte Fälle in andere Länder/Regionen

und bewerten die Situation täglich neu. Sobald Länder oder auch Regionen über bestimmte Schwellwerte kommen, können diese zu Risikogebieten erklärt werden. Reisende aus Risikogebieten innerhalb und außerhalb Europas müssen über ein Gesundheitszeugnis verfügen und/oder müssen 10 Tage nach ihrer Ankunft in Quarantäne gehen.

Die Niederlande orientieren sich nach ähnlichen Faktoren, die nicht näher erläutert werden.

Sehen Sie sich hier die aktuellen Risikogebiete an:

Niederländische Behörden:

Deutsche Behörden:

Hinweis zu den Fallzahlen

In den Niederlanden wurde der erste Coronafall am 27. Februar nachgewiesen. Seitdem steigen die Infektionszahlen stark. Die Dunkelziffer ist extrem hoch, weil das RIVM (Nationales Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt) in den ersten Monaten nur in besonderen Krankheitsfällen und (Krankenhaus-) Pflegepersonal getestet hat. Das RIVM war dazu übergangen, um Krankenhauseinweisungen als Inzidenz Maßstab zu nutzen. Seit dem 1. Juni können sich - ähnlich wie in Deutschland - Bürger landesweit testen lassen.

Nicht alle Personen, die an COVID-19 erkrankt sind oder das Coronavirus mit sich tragen, lassen sich testen. Daher ist die Gesamtzahl der Infektionen höher.

Ein- und Ausreise

Generell gilt, dass Reisende aus Ländern, deren Gesundheitsrisiko gleich oder niedriger als das der Niederlande eingestuft ist, einreisen können.

Es liegt derzeit eine deutsche Reisewarnung für die alle niederländischen Provinzen vor. Wenn Sie aus den Niederlanden nach Deutschland einreisen oder sich innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem anderen Risikogebiet aufgehalten haben, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, sich für bis zu 10 Tage nach Einreise in Quarantäne zu begeben. Damit die Gesundheitsämter die Einhaltung der Quarantäne kontrollieren können, müssen Sie eine Digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Ihre Reise- und Kontaktdaten werden an die für Ihren Aufenthaltsort zuständige Gesundheitsbehörde weitergeleitet, die sich dann mit Ihnen in Verbindung setzen kann.

Die Zwei-Test-Strategie sieht eine Testpflicht im Zusammenhang mit der Einreise und in fast allen Ländern eine freiwillige Testung zur vorzeitigen Beendigung der Quarantäne frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise vor. Bitte beachten Sie, dass nach Aufenthalt in Virusvarianten-Gebieten eine vorzeitige Beendigung der Quarantänedauer nach den landesrechtlichen Regelungen ggf. ausgeschlossen ist.

WICHTIG: Es gibt aktuell Änderungen der Landesverordnungen. So gibt es für Einreisende nach Nordrhein-Westfalen aus allen vom Robert Koch-Institut aufgelisteten Risikogebieten (abgesehen von Großbritannien und Südafrika) eine Testpflicht. Diese ist durch eine Schnell- oder PCR-Testung binnen maximal 24 Stunden vor der Einreise oder unmittelbar nach der Einreise zu erfüllen!

Auch die Niederlande stufen Deutschland als Risikogebiet (Code Orange) ein. Wer aus Risikogebieten in die Niederlande einreist, muss 10 Tage in häusliche Quarantäne gehen.[5] Es gibt ein paar Ausnahmen (wie grenzüberschreitende Arbeit, Studium, außergewöhnlicher Familienbesuch). Die niederländische Quarantäne kann nicht durch einen Coronatest verkürzt werden.

Links zu den Bundesländern, Verordnungen, Ausnahmen (!) und Regelungen finden Sie im Artikel Grenze D/NL NL/D.

Zwischen Deutschland und dem Königreich der Niederlande (vice-versa) finden die üblichen Grenzkontrollen statt. Der deutsche Bundesinnenminister Seehofer hat mehrfach angekündigt, dass ab November die Bundespolizei die Einhaltung der Coronaregeln durch Schleierfahndung überwachen wird.[4]

Die Einreise für Reisende aus den Niederlanden nach Deutschland ist uneingeschränkt möglich. Das gilt auch für Reisende aus Deutschland, die in die Niederlande wollen.

Die Reisehinweise der Länder finden Sie hier:

Flugreisende aus allen Ländern müssen vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen. Dieses Formular wird stichprobenartig kontrolliert.

Coronatest

In den Niederlanden mit Corona-typischen Symptomen:
Sie können unter der Rufnummer 0800-1202 oder online (nur mit DigiD, der niederländischen Identifikationsnummer) einen kostenlosen Test anfragen. Das es derzeit sehr viele Anfragen gibt, kann hier mit Wartezeiten gerechnet werden. Mehr Infos finden Sie unter der Frage Wo kann ich mich testen lassen?

Kostenpflichtig, aber schnell: In den Niederlanden bietet u.a. Vaccinaties Op Reis kostenpflichtige COVID-19-PCR-Test an, die eine aktive Infektion nachweisen. Diese können auch in Kombination mit einem Antikörpertest gemacht werden. Damit wird festgestellt, ob man Corona bereits hatte. Alle Corona-Testergebnisse werden mit einer international anerkannten medizinischen Non-COVID-Erklärung geliefert, die von einem der Ärzte unterzeichnet wurde. Diese Erklärung kann den Behörden vorgelegt werden.
Die Spoedteststraat, an der A12 in der Nähe von Utrecht gelegen, bietet neben PCR Test auch Schnelltests mit einer Reisebescheinigung an.

In Deutschland testen lassen:
Wer sich in Deutschland testen lässt, bekommt einen QR-Code und ein Kennwort. Diese Daten können in der deutschen Corona Warn App eingelesen werden. Wird der Bildschirm grün, war der Test negativ. Das Testergebnis kann als PDF herunter geladen werden.

Wir haben alle Möglichkeiten ausführlich im Artikel Coronatest beschrieben.

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Letzte Änderung:
07.05.2021, 18:34 CEST

Hinweis:
Sie sollten sich auf den offiziellen Webseiten der niederländischen und/oder deutschen Behörden/Organisationen informieren. klimeck consulting oder DACHIST übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen, für Abweichungen der Programminhalte von Originaltexten, Übertragungsfehler von Schriftstücken und Irrtümer bei Dokumenten, die für die Internetseiten erstellt wurden, sowie unbefugte Veränderung der Angaben auf dem Server durch Dritte und dadurch entstandenen Schaden. Die Inhalte dieser Internetseiten dienen nicht der Erteilung medizinischer oder anderer Ratschläge oder Anweisungen in Bezug auf Arzneimittel oder bestimmte Therapien. Die auf dieser Website enthaltenen Informationen stellen keine Alternative zur Beratung durch einen Arzt oder Apotheker dar. Wer Hilfe und/oder Rat zu spezifischen Gesundheitsproblemen benötigt, wendet sich bitte ausschließlich an einen Arzt.

Quellen:
[1] RKI (2. April 2020, 19:50). COVID-19: Internationale Risikogebiete. Abgerufen am 4. April 2020, von https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html
[2] RKI (10. April 2020). COVID-19: Informationen zum Aussetzen der Ausweisung der internationalen Risikogebiete/besonders betroffenen Gebiete in Deutschland. Abgerufen am 19. April 2020, von https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html
[3] Bundesregierung (2020). Informationen für Reisende und Pendler. Abgerufen am 11. Mai 2020, von https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-regelungen-1735032
[4] BMI (02.11.2020). Bundespolizei kontrolliert Einhaltung der Corona-Regeln. Abgerufen am 05. November 2020, von https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2020/10/corona-einsatz-bpol.html
[5] Rijksoverheid (2020). Thuisblijven (in thuisquarantaine) bij aankomst in Nederland. Abgerufen am 10. November 2020, von https://www.rijksoverheid.nl/onderwerpen/coronavirus-covid-19/reizen-en-op-vakantie-gaan/in-thuisquarantaine-bij-aankomst-in-nederland