Information

einfach auf den Punkt gebracht

Youtuber bewirbt illegales Glücksspiel

| letzte Änderung 13.07.2025 22:07 | von Redaktion

Symbolbild | Künstlich erstellt mit DALLE

ROTTERDAM · Influencer verstößt gegen Glücksspielgesetz: Ein niederländischer Youtuber mit dem Kanalnamen „LeftlanePapi“ steht im Fokus der Glücksspielaufsicht. Die Kansspelautoriteit (Ksa) verhängte eine Zwangsmaßnahme gegen ihn, nachdem er trotz mehrfacher Warnungen weiterhin für illegale Online-Casinos warb und selbst an Glücksspielen ohne Lizenz teilnahm. Die Videos, die auf YouTube verbreitet wurden, zeigten nicht nur das Spiel selbst, sondern animierten Zuschauer auch durch direkte Links zum Mitmachen. Sollte der Influencer weiterhin gegen das Gesetz verstoßen, drohen ihm Geldstrafen von bis zu 75.000 Euro.

Der Kanal „LeftlanePapi“ hatte wiederholt Livestreams veröffentlicht, in denen Glücksspiele bei einem nicht lizenzierten Anbieter namens skyhills.com gezeigt wurden. Der betreffende Youtuber kommentierte dabei aktiv das Spielgeschehen, nannte Namen einzelner Spiele und betonte, wie unterhaltsam das Spielen sei. In einem Live-Chat wurde ein Link geteilt mit der Aufforderung an Zuschauer, sich ebenfalls auf dieser Seite zu registrieren, ausdrücklich mit Verweis auf niederländischen Support via Discord. Die Website selbst ist ohne technische Zugangsbeschränkungen auch in den Niederlanden erreichbar, obwohl sie keine offizielle Genehmigung für den dortigen Markt besitzt.

Ksa schreitet ein: Warnung blieb ohne Wirkung

Bereits im Vorfeld hatte die Kansspelautoriteit dem Influencer offizielle Warnschreiben zukommen lassen, in denen er auf die Rechtsverstöße hingewiesen wurde. Diese betrafen sowohl das aktive Bewerben als auch die persönliche Teilnahme an Online-Glücksspielen ohne Lizenz. Die gesetzlichen Regelungen – konkret Artikel 1, Absatz 1, Buchstaben b und c der Wet op de kansspelen (Wok) – verbieten genau diese Handlungen. Trotzdem setzte der Betreiber des Kanals seine Aktivitäten fort und erklärte in einem seiner Streams sogar offen, dass er die Videos nach 12 Stunden lösche, „weil YouTube und Ksa sonst Stress machen“.

Hohe Reichweite, hohes Risiko

Der Youtuber erreicht mit seinem Kanal mehr als 53.000 Abonnenten. Aus Sicht der Ksa wird durch das öffentliche Spiel auf einer illegalen Plattform, gepaart mit konkreten Handlungsaufforderungen an das Publikum, die Teilnahme an nicht genehmigten Glücksspielen massiv gefördert. Dies stellt nicht nur eine Verletzung der Gesetze dar, sondern birgt laut Behörde erhebliche Risiken: Ohne Lizenz kann nicht garantiert werden, dass Gewinne ausgezahlt oder persönliche Daten sicher verarbeitet werden. Zudem drohen Spielsucht, Betrug und weitere kriminelle Folgen.

Zwangsgeld bis zu 75.000 Euro

Als Konsequenz hat die Ksa eine sogenannte „last onder dwangsom“ verhängt. Der Betreiber muss alle einschlägigen Inhalte löschen und darf künftig keinerlei Werbung oder Teilnahme an nicht genehmigten Online-Casinos mehr verbreiten. Für jeden weiteren Verstoß droht ein Zwangsgeld von 25.000 Euro, maximal jedoch 75.000 Euro. Ein Widerspruch gegen diese Maßnahme ist zwar möglich, wurde bislang jedoch nicht eingelegt.

Glücksspielpolitik: Schutz der Verbraucher im Fokus

Die Maßnahme der Ksa stützt sich auf den gesetzlichen Auftrag, Spieler vor unseriösen Angeboten zu schützen. Ziel ist es, ein sicheres und kontrolliertes Umfeld für legale Anbieter zu garantieren. Dazu gehört auch, dass Zwischenpersonen – wie Influencer – keine Plattformen unterstützen, die keine niederländische Lizenz besitzen. Die Kansspelautoriteit betont, dass sie mit Nachdruck gegen Verstöße vorgeht, um Betrug, Spielsucht und Geldwäsche zu verhindern. Das Beispiel „LeftlanePapi“ könnte daher auch als Warnung an andere Online-Content-Ersteller dienen, sich nicht zum Erfüllungsgehilfen illegaler Anbieter zu machen.

Legales Spielen statt Risiko

Wer online ins Casino möchte, sollte lieber zu Holland Casino oder einem der anderen offiziell zugelassenen Anbieter greifen. Nur bei diesen von der Kansspelautoriteit lizenzierten Plattformen ist sichergestellt, dass Spielerschutz, faires Spiel und sichere Zahlungsabwicklung gewährleistet sind. Illegale Anbieter hingegen umgehen diese Standards und stellen ein erhebliches Risiko für Konsumenten dar. Die Ksa empfiehlt ausdrücklich, sich nur auf legale Online-Casinos einzulassen.

In eigener Sache

Bitte unterstütze uns

Unsere Aktivitäten und diese Webseite bieten wir kostenlos an. Wir tun dies gerne und freiwillig. Um unseren Service weiterhin anbieten zu können, schalten wir Werbung und nutzen Affiliate-Links. Deine Unterstützung, sei es durch Mitarbeit oder eine Spende in Höhe einer Tasse Kaffee über PayPal, ist uns sehr willkommen und hilft uns enorm.

Vielen Dank dafür!


Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 7 und 7.

Weitere Nachrichten