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Winterchaos: Züge stehen, Staus wachsen

| von Redaktion

Archivbild | Foto: HOLLAND.guide
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AMSTERDAM · Winterlage bleibt angespannt: Glätte, Schnee und zeitweise auch Regen sorgen am Dienstagmorgen weiterhin für Störungen im ganzen Land. Die NS kann den Zugverkehr zunächst nicht starten, weil zahlreiche Weichenstörungen mit einer zusätzlichen IT Störung zusammenkommen. Auf den Straßen werden viele Unfälle und lange Staus gemeldet, besonders im Raum Utrecht, wo ein Lkw Unfall auf der A12 den Verkehr stark ausbremst. Am Flughafen Schiphol ist wegen des Winterwetters nur ein eingeschränkter Flugbetrieb möglich, zudem fällt die Anreise per Zug vorerst aus. Behörden und Verkehrsunternehmen raten Reisenden, Fahrten wenn möglich zu verschieben und aktuelle Informationen kurz vor der Abfahrt zu prüfen.

Der Wintereinbruch sorgt am Dienstag, 6. Januar 2026, weiter für massive Einschränkungen im Alltag. Das KNMI warnt landesweit mit Code Geel vor anhaltender Glätte durch zuvor gefallenen Schnee und das Gefrieren nasser Fahrbahnteile, zudem können in den Küstenprovinzen winterliche Schauer auftreten und sehr lokal auch Eisregen. Am Morgen ziehen in der westlichen Landeshälfte Schauer mit nassem Schnee durch, im Inland bleibt es vielerorts rutschig. Im Tagesverlauf werden vor allem im Norden weitere winterliche Schauer erwartet, später kann im Westen Regen oder nasser Schnee einsetzen.

Für den Abend rechnet das KNMI besonders in der nördlichen Hälfte erneut mit nassem Schnee, bevor in der Nacht von Westen her zeitweise Regen folgt, der weiter landinwärts in Schnee übergehen kann. Die Temperaturen liegen laut KNMI am frühen Morgen teils deutlich unter null und erreichen tagsüber nur Werte um 2 Grad, in winterlichen Niederschlägen rund um den Gefrierpunkt. In der kommenden Nacht werden je nach Region Tiefstwerte von minus 3 Grad im Osten bis plus 2 Grad an der See genannt. Dazu nimmt der Wind deutlich zu: An der Küste und am IJsselmeer wird ein kräftiger Wind erwartet, im Waddengebiet zeitweise stürmisch, außerdem sind an der See schwere Böen von 75 bis 90 Kilometern pro Stunde möglich.

Für Mittwochmorgen meldet das KNMI von Westen her Schneefall, an der Küste eher nasser Schnee oder Regen, und warnt, dass dies besonders während der morgendlichen Hauptverkehrszeit Behinderungen verursachen kann. Zur erwarteten Schneemenge nennt das KNMI für den Mittwoch verbreitet 3 bis 5 Zentimeter, örtlich mehr. Auch für die weiteren Tage bleibt es wechselhaft und winterlich: Für Donnerstag werden viel Bewölkung und einzelne winterliche Schauer genannt, am Freitag kann es unbeständig und windig werden und am Samstag sind erneut Schneeschauer möglich, bevor es ab Sonntag wieder mehr Regen geben kann.

KNMI: Glätte bleibt, neuer Schnee erwartet

Das KNMI beschreibt für Dienstag und Mittwoch eine Lage, in der mehrere Risiken zusammenkommen: Glätte durch gefrorene Nässe, wiederkehrende winterliche Schauer und zeitweise Schneefall. Für Dienstagmorgen werden in der westlichen Landeshälfte Schauer mit nassem Schnee, während im Inland vielerorts glatte Stellen bleiben, erwartet. Am Nachmittag werden vor allem im Norden winterliche Schauer erwartet, später kann im Westen Regen oder nasser Schnee einsetzen. Am Abend soll besonders in der nördlichen Hälfte erneut nasser Schnee fallen. In der Nacht folgt von Westen her zeitweise Regen, der weiter landinwärts in Schnee übergehen kann, während es in der südöstlichen Hälfte trocken bleiben kann.

Für die kommende Nacht nennt das KNMI Tiefstwerte zwischen minus 3 Grad im Osten und plus 2 Grad an der See. Gleichzeitig nimmt der Wind deutlich zu: An der Küste und am IJsselmeer wird ein kräftiger bis starker Wind erwartet, im Waddengebiet zeitweise stürmisch, außerdem werden an der See schwere Böen von 75 bis 90 Kilometern pro Stunde genannt. Mittwochmorgen folgt von Westen her Schneefall, an der Küste eher nasser Schnee oder Regen, und es wird vor Behinderungen insbesondere während der morgendlichen Hauptverkehrszeit gewarnt. Zur möglichen Neuschneemenge nennt das KNMI verbreitet 3 bis 5 Zentimeter, örtlich mehr. In den weiteren Aussichten verweist das KNMI auf anhaltend wechselhaftes Winterwetter mit einzelnen winterlichen Schauern am Donnerstag, unbeständigem Wetter am Freitag und erneut möglichen Schneeschauern am Samstag.

Es ist auf vielen Straßen glatt durch zuvor gefallenen Schnee und Überfrieren.

Bahn: NS steht still, andere Betreiber fahren teils

Auf der Schiene trifft das Winterwetter auf zusätzliche Technikprobleme. Die NS teilt mit, dass am Dienstagmorgen zunächst im ganzen Land kein NS Zugverkehr möglich ist. Als Ursache nennt die NS eine Kombination aus vielen Weichenstörungen und einer zusätzlichen IT Störung. Dadurch sei es in der Nacht nicht gelungen, die geplante Winterdienstregelung vorzubereiten, weshalb am Morgen vorerst keine Züge fahren. Die NS rät, Reisen am Morgen zu verschieben und den Reiseplaner sowie Meldungen in der NS App eng zu verfolgen. ProRail beschreibt parallel, dass die Schneefälle und die Kälte Weichen befreien oder blockieren können und dass deshalb auch in den kommenden Tagen mit Verspätungen und Ausfällen zu rechnen ist. In einem Update schreibt ProRail, dass die IT Störung bei der NS in einem wichtigen Planungssystem am Morgen noch nicht gelöst ist und dass zusätzlich mehrere Störungen, besonders in der Randstad, den Personen und Güterverkehr beeinträchtigen.

Gleichzeitig weist ProRail darauf hin, dass dort, wo andere Betreiber fahren, die angepasste Dienstregelung bereits gestartet wurde. Wie NOS berichtet, betrifft die große Störung am Morgen nur Züge der NS. Keolis und Arriva fahren demnach weiterhin mehrere Regionalverbindungen, unter anderem in der Region Amersfoort, Barneveld und Ede sowie auf Strecken rund um Zwolle und in Groningen sowie Zuid Limburg. Internationale Züge sollen laut NS weiterhin nach Fahrplan fahren. Die NS rechnet damit, dass die Störung mindestens bis 10.00 Uhr anhält. Das AD berichtet außerdem, dass die Ursache der IT Störung noch unklar ist und dass sie im Plansystem sitzt, mit dem Personal und Züge miteinander verknüpft werden. NS arbeitet daran, ab 10.00 Uhr wieder erste Züge fahren zu lassen, welche Strecken das genau betrifft, sei am Morgen jedoch noch offen.

Straßen: Staus, Unfälle, A12 besonders betroffen

Auf den Autobahnen zeigt das Liveblog von Rijkswaterstaat am Morgen eine hohe Belastung. Um 07.30 Uhr werden 46 Staus mit insgesamt 254 Kilometern genannt, zugleich wird von rund 250 Kilometern Stau berichtet und damit von etwas weniger als an einem durchschnittlichen Morgen um diese Uhrzeit. Rijkswaterstaat warnt dennoch ausdrücklich vor gefährlichen Verhältnissen, weil winterliche Niederschläge und gefrierende Reste auf der Fahrbahn lokal zu Verräterische Glätte führen können. Als Schwerpunkt nennt Rijkswaterstaat die A12 bei De Meern: Dort steht ein LKW quer, mehrere Fahrstreifen sind gesperrt und die Verzögerung steigt laut Update auf 115 Minuten.

Rijkswaterstaat erklärt, dass die Abwicklung bei Schnee oder Glätte länger dauert, weil nach dem Bergen zuerst geräumt werden müsse und danach ein Streufahrzeug über die Stelle fahre. Zusätzlich meldet Rijkswaterstaat mehrere einseitige Unfälle, unter anderem auf der A4 bei De Nieuwe Meer und auf der A50 bei Waterberg, sowie zahlreiche Meldungen über "gespinnde" Fahrzeuge aus dem ganzen Land. Die größte Verzögerung am frühen Morgen lag bisher auf der A12 Richtung Utrecht und auch auf der A1 sowie der A2 kam es durch Unfälle und glatte Abschnitte zu langen Wartezeiten.

Das AD berichtet zudem von weiteren Unfällen, auch mit Motorrädern, und warnt mit Verweis auf Rijkswaterstaat vor dem Verlust der Kontrolle auf spekgladden Straßen. Der ANWB erwartet, dass die Probleme noch bis weit in den Nachmittag reichen können. In den Updates von Rijkswaterstaat heißt es außerdem, dass am frühen Morgen zeitweise nur die Ausfahrt Sneek Oost wegen Eisbildung gesperrt war, andere Abschnitte aber trotzdem glatt sein können. Rijkswaterstaat nennt rund um Utrecht weitere Verzögerungen auf der A2 bei Oudenrijn durch glatte Fahrbahnteile und weist darauf hin, dass der Einsatz von Spezialfahrzeugen zur Bekämpfung von Eisplatten die ganze Nacht lief.

Schiphol und ÖPNV: Flüge reduziert, Busse teils aus

Am Flughafen Schiphol ist der Flugbetrieb am Dienstag nur eingeschränkt möglich. Schiphol schreibt, dass wegen des anhaltenden Winterwetters nur begrenzter Luftverkehr stattfinden kann, während Schneeteams rund um die Uhr arbeiten und Flugzeuge enteist werden, um Starts und Landungen sicher zu halten. Der Flughafen warnt gleichzeitig vor weiteren Störungen in den kommenden Tagen, die zu Verspätungen und Annullierungen führen können, und rät, die aktuellen Fluginformationen vor der Anreise zu prüfen.

Wer eine Annullierung hat, soll nach dem Hinweis des Flughafens nicht zum Airport kommen und sich bei Fragen an die eigene Airline wenden. Schiphol weist außerdem darauf hin, dass am Morgen landesweit kein Zugverkehr verfügbar ist, mindestens bis 10.00 Uhr. Zu den Flugausfällen melden NOS und das AD, dass Schiphol aus Vorsicht rund 350 Flüge streicht, wobei die Zahl noch weiter steigen kann. NH Nieuws berichtet zusätzlich, dass KLM an diesem Dienstag noch einmal rund 300 Flüge gestrichen hat und dass es insgesamt um mehrere hundert Annullierungen von und nach Schiphol geht, während Mitarbeitende auf dem Vorfeld Start und Landebahnen sowie Flugzeuge von Schnee und Eis befreien.

Auch abseits des Flughafens ist der öffentliche Verkehr eingeschränkt. In der Provinz Utrecht fahren am Morgen erneut keine Busse, zunächst bis mindestens 10.00 Uhr. In Rotterdam bleiben Busse des Betreibers RET während der morgendlichen Spitze in den Depots, während Tram und Metro weiter fahren, allerdings mit möglicher Verspätung. Es gibt zudem Ausfälle im Busverkehr in der Hoeksche Waard und auf Goeree Overflakkee bis mindestens 08.30 Uhr. Im Hintergrund werden Hilfsstrukturen hochgefahren: Das niederländische Rote Kreuz hat die regionalen Abteilungen gebeten, vorsorglich in erhöhter Bereitschaft zu sein, falls zum Beispiel gestrandete Reisende Unterstützung brauchen. De Telegraaf beschreibt darüber hinaus eine angespannte Stimmung unter Reisenden am Flughafen mit Unsicherheit über Anschlussflüge und zusätzliche Kosten, nachdem bereits an mehreren Tagen viele Flüge ausgefallen sind.

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