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Vermisst: 14-Jähriger radelt vermutlich Richtung Polen

| von Redaktion

Jugendlicher vermisst. | Künstlich erstellt mit DALLE
Jugendlicher vermisst. | Künstlich erstellt mit DALLE

APELDOORN · Vermisstenfall mit internationaler Fahndung: Seit dem 18. April wird der 14jährige Maxim aus der niederländischen Stadt Apeldoorn vermisst. Der Jugendliche verließ an diesem Samstag gegen Mittag sein Zuhause im Stadtteil Zuidbroek mit dem Fahrrad und ist seither nicht zurückgekehrt. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass er zunächst Richtung Twente unterwegs war und anschließend über Deutschland weiter nach Polen oder sogar weiter nach Osteuropa gereist sein könnte. Weil der Fall inzwischen mehrere Länder betrifft, wurde das Fahndungsersuchen auch ins Deutsche übersetzt und in Deutschland verbreitet. Zudem bitten die niederländischen Behörden inzwischen auch in Polen um Hinweise zu dem verschwundenen Jugendlichen. Die Polizei ruft die Bevölkerung weiterhin dringend dazu auf, mögliche Beobachtungen oder Hinweise zu melden.

Maxim verließ nach Angaben der Polizei am Samstag, dem 18. April, gegen Mittag sein Zuhause im Apeldoorner Stadtteil Zuidbroek mit dem Fahrrad. Seitdem fehlt von dem Jugendlichen jede Spur. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich um einen 14jährigen Jungen mit einer Körpergröße zwischen etwa 1,50 und 1,60 Metern und heller Haut. Auffällig ist, dass Maxim inzwischen seinen Kopf kahl beziehungsweise sehr kurz geschoren hat. Als er zuletzt gesehen wurde, trug er eine schwarze Jacke und eine schwarze Jogginghose der Marke Nike sowie schwarze Sneakers. Außerdem hatte er einen Rucksack in den Farben Rot oder Orange bei sich. Unterwegs war er auf einem grauen Damenfahrrad der Marke Stella. Nach Angaben der Polizei besteht die Vermutung, dass der Jugendliche zunächst in Richtung Twente gefahren ist und danach möglicherweise die Grenze nach Deutschland überquert hat. Inzwischen halten die Ermittler es für möglich, dass Maxim weiter in Richtung Polen oder sogar noch weiter nach Osteuropa gereist ist. Ob er diese Strecke ausschließlich mit dem Fahrrad zurücklegt oder zeitweise andere Verkehrsmittel nutzt, ist derzeit unklar. Wie das AD berichtet, ist der Junge inzwischen bereits fast zwei Wochen verschwunden. Aufgrund der möglichen internationalen Reiseroute wurde sein Fahndungsaufruf auch ins Deutsche übersetzt und in Deutschland verbreitet. Auf niederländische Initiative hin wird inzwischen ebenfalls in Polen auf den Vermisstenfall aufmerksam gemacht.

Polizei veröffentlicht Foto aus Sorge

Bereits kurz nach dem Verschwinden des Jugendlichen entschied sich die Polizei, öffentlich nach Maxim zu suchen und auch ein Foto von ihm zu verbreiten. Nach Angaben eines Polizeisprechers geschieht dies nur in besonderen Situationen. Wie das AD berichtet, erklärte der Sprecher, dass eine solche Veröffentlichung ein deutliches Zeichen dafür sei, dass sich die Behörden ernsthafte Sorgen machten und auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen seien. Gleichzeitig machte die Polizei deutlich, dass sie aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes keine Details zu möglichen Hintergründen der Vermisstenmeldung nennen kann.

Das veröffentlichte Fahndungsbild und die Beschreibung sollen dabei helfen, Maxim zu identifizieren. Besonders auffällig ist neben der Kleidung der möglicherweise inzwischen rasierte Kopf des Jugendlichen. Die Ermittler hoffen, dass Menschen, die den Jungen unterwegs gesehen haben könnten, dadurch schneller aufmerksam werden und Hinweise geben.

Internationale Suche wegen möglicher Reise

Nach Einschätzung der Ermittler könnte Maxim zunächst Richtung Twente gefahren sein und anschließend nach Deutschland gelangt sein. Die Polizei hält es mittlerweile für möglich, dass der Jugendliche weiter Richtung Polen oder noch weiter nach Osten unterwegs ist. Welche Verbindung der Vermisste zu Deutschland haben könnte, wurde von den Behörden nicht öffentlich gemacht.

Um mögliche Hinweise aus dem Ausland zu erhalten, wurde der Fahndungsaufruf ins Deutsche übersetzt und auch in Deutschland verbreitet. Zudem baten die niederländischen Behörden inzwischen auch in Polen darum, auf den Vermisstenfall aufmerksam zu machen. Diese internationale Zusammenarbeit soll helfen, mögliche Sichtungen schneller zu melden.

Suchaktionen rund um Apeldoorn

Parallel zur Fahndung wurden auch Suchaktionen im Umfeld von Apeldoorn durchgeführt. Wie das AD berichtet, fanden am 21. und 22. April Suchaktionen auf Wunsch der Familie statt. Beteiligt war dabei die Organisation SAR Nederland, eine professionelle Such und Rettungsorganisation, die bei Vermisstenfällen eingesetzt wird.

Die Teams durchsuchten unter anderem leerstehende Gebäude sowie Waldgebiete rund um Apeldoorn. Dazu gehörten Bereiche entlang der Condorweg sowie das Waldgebiet bei der Grote Wetering zwischen Apeldoorn und Twello. Ziel war es unter anderem, mögliche Spuren des Fahrrads von Maxim zu finden. Nach Angaben der Einsatzleitung wurden jedoch keine Hinweise entdeckt.

Kein Amber Alert ausgelöst

Trotz der intensiven Suche wurde kein Amber Alert ausgelöst. Die Polizei erklärte zuvor, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass Maxim Opfer eines Verbrechens geworden sei. Ein Amber Alert wird laut Polizei nur in außergewöhnlichen Situationen herausgegeben, etwa wenn akute Lebensgefahr besteht oder ein Verdacht auf Entführung oder eine Straftat vorliegt.

Der Fall wird dennoch weiterhin mit hoher Priorität behandelt. Die Ermittler bitten die Bevölkerung weiterhin um Unterstützung bei der Suche.

Familie bittet um Hinweise

Auch die Familie des Jungen wandte sich öffentlich an die Bevölkerung. In einer Erklärung erklärten die Eltern, sie hofften, ihren Sohn bald wieder in die Arme schließen zu können. Gleichzeitig bedankten sie sich für die Unterstützung durch Freunde, Familie und zahlreiche andere Menschen.

Die Angehörigen stehen nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Polizei. Sie rufen alle Menschen, die Informationen über den Aufenthaltsort von Maxim haben könnten, dazu auf, diese an die Ermittler weiterzugeben.

Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise zum Aufenthaltsort des Jungen. Informationen können über die niederländische Opsporingstiplijn unter der Telefonnummer 0800 6070 gemeldet werden. Hinweise können auch anonym über Meld Misdaad Anoniem unter 0800 7000 abgegeben werden. In Notfällen soll die Notrufnummer 112 gewählt werden.

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