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Verdächtiger nach Schussattacke in Deutschland festgenommen

| von Redaktion

Archivbild | Foto: HOLLAND.guide
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SCHOONHOVEN · Neue Entwicklung im Fall der Schussattacke auf einen niederländischen Polizeimitarbeiter: Eine Woche nach dem schweren Gewaltverbrechen auf dem Pascalplein in Schoonhoven haben Ermittler einen mutmaßlichen Täter in Deutschland festgenommen. Der Mann wurde nach Angaben der niederländischen Polizei und deutscher Ermittlungsbehörden am Mittwochabend in Dortmund verhaftet. Der Verdächtige steht im Verdacht, an dem Angriff auf einen 36 Jahre alten Mitarbeiter des Politiedienstencentrum beteiligt gewesen zu sein, der am 19. März schwer verletzt wurde. Nach der Festnahme läuft nun ein Auslieferungsverfahren, damit der Mann den niederländischen Behörden überstellt werden kann. Die Ermittlungen zu dem Fall dauern weiterhin an, während Polizei und Justiz weitere Hintergründe der Tat untersuchen.

Eine Woche nach der Schussattacke auf einen Polizeimitarbeiter in der niederländischen Stadt Schoonhoven haben Ermittler einen entscheidenden Schritt gemacht. Wie die niederländische Polizei mitteilt, wurde ein Verdächtiger am Mittwochabend in Deutschland festgenommen. Der Mann wird verdächtigt, an dem versuchten Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein, das sich am frühen Morgen des 19. März auf dem Pascalplein ereignete. Damals hatten Anwohner kurz vor 07.00 Uhr Schüsse gemeldet. Einsatzkräfte fanden am Tatort einen schwer verletzten Mann, der sich später als 36 Jahre alter Mitarbeiter des Politiedienstencentrum der niederländischen Polizei herausstellte. Rettungskräfte versorgten den Mann und brachten ihn in ein Krankenhaus. Unmittelbar nach der Tat leitete die Polizei eine groß angelegte Fahndung ein und setzte ein Team Grootschalige Opsporing ein, das unter Leitung des Openbaar Ministerie die Ermittlungen führt. Bereits kurz nach dem Angriff entdeckten Ermittler ein Feuerwaffe im Wasser entlang der N210 in Schoonhoven sowie das mutmaßliche Fluchtfahrzeug, einen Toyota Yaris, der für weitere Untersuchungen sichergestellt wurde. Das laufende Ermittlungsverfahren führte schließlich zu einem konkreten Verdacht gegen einen Mann, der sich nach Erkenntnissen der Behörden in Deutschland aufhalten könnte.

Festnahme in Dortmund

Nach Angaben der niederländischen Polizei wurde der mutmaßliche Täter auf Grundlage der Ermittlungen identifiziert. Es handelt sich um einen 27 Jahre alten Mann ohne festen Wohn oder Aufenthaltsort. Ermittler vermuteten, dass er sich in Deutschland aufhält. Auf Ersuchen der niederländischen Behörden griffen deutsche Polizeikräfte ein.

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf und der Polizei Duisburg hervorgeht, nahmen Einsatzkräfte den Verdächtigen am Mittwochabend gegen 21.15 Uhr in einem Lokal an der Steinstraße in Dortmund fest. Der Mann wird eines versuchten Tötungsdelikts in den Niederlanden verdächtigt. Bei der Festnahme wurde niemand verletzt.

Nach Angaben der deutschen Behörden steht die Festnahme im Zusammenhang mit einem europäischen Haftbefehl. Der Verdächtige befindet sich derzeit in Deutschland in Haft.

Auslieferung an die Niederlande beantragt

Parallel zur Festnahme wurde bereits ein sogenanntes Überlieferungsersuchen an die deutschen Behörden gestellt. Ziel ist es, den Verdächtigen in die Niederlande zu überstellen, damit er dort von den Ermittlungsbehörden vernommen und strafrechtlich verfolgt werden kann.

Die niederländische Polizei bestätigt, dass der Mann derzeit in Deutschland festgehalten wird und auf die Entscheidung im Auslieferungsverfahren wartet. Sobald dieses Verfahren abgeschlossen ist, soll der Tatverdächtige den niederländischen Behörden übergeben werden.

Ermittlungen nach dem Schussangriff

Der Angriff selbst hatte in den Niederlanden große Aufmerksamkeit ausgelöst. Am Morgen des 19. März war auf dem Pascalplein in Schoonhoven ein Mann angeschossen worden. Bei dem Opfer handelt es sich um einen 36 Jahre alten Mitarbeiter des Politiedienstencentrum der Polizei.

Die Polizei traf den Mann schwer verletzt an und leitete sofort umfangreiche Rettungsmaßnahmen ein. Parallel dazu begann eine intensive Fahndung nach dem Täter oder möglichen Beteiligten. Zur Koordinierung der Ermittlungen wurde ein Team Grootschalige Opsporing eingerichtet. Diese spezielle Ermittlungsstruktur kommt in den Niederlanden bei besonders schweren Straftaten zum Einsatz und arbeitet unter Leitung der Staatsanwaltschaft.

Spurensuche und Fluchtfahrzeug

Im Zuge der Ermittlungen stellten die Behörden mehrere wichtige Beweisstücke sicher. Noch am Tag der Tat entdeckten Ermittler im Wasser entlang der N210 in Schoonhoven eine Feuerwaffe, die im Zusammenhang mit dem Angriff stehen könnte.

Außerdem wurde das mutmaßliche Fluchtfahrzeug gefunden und beschlagnahmt. Dabei handelt es sich um einen Toyota Yaris neueren Baujahres mit niederländischem Kennzeichen. Das Fahrzeug wird weiterhin kriminaltechnisch untersucht.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Auto bereits in den Tagen vor der Tat im Umfeld von Schoonhoven unterwegs war.

Polizei bittet weiterhin um Hinweise

Trotz der Festnahme dauern die Ermittlungen weiterhin an. Polizei und Staatsanwaltschaft zeigen sich deshalb zurückhaltend mit weiteren Details zum Tatablauf.

Die niederländische Polizei ruft weiterhin mögliche Zeugen auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Hinweise zu dem Toyota Yaris, der nach Angaben der Ermittler in den Tagen vor dem Angriff möglicherweise im Raum Schoonhoven gesehen wurde.

Wer Beobachtungen gemacht hat oder über Kameraaufnahmen verfügt, wird gebeten, sich an die niederländische Polizei zu wenden oder Hinweise anonym zu übermitteln.

Aufnahmen des Fluchtwagens nach Schießerei in Schoonhoven

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