Verdacht auf Anschlagspläne gegen Prinzessinnen
| von Redaktion
DEN HAAG · Ermittlungen wegen möglicher Anschlagsvorbereitung auf Mitglieder des niederländischen Königshauses: In den Niederlanden steht ein 33 jähriger Mann im Verdacht, Anfang Februar 2026 einen Anschlag auf die Prinzessinnen Amalia und Alexia vorbereitet zu haben. Die niederländische Staatsanwaltschaft bestätigte, dass der Mann kommende Woche vor Gericht erscheinen muss. Ermittler fanden bei ihm unter anderem zwei Äxte mit eingravierten Namen sowie ein handgeschriebenes Blatt mit weiteren Hinweisen auf mögliche Gewaltpläne. Der Fall sorgt für große Aufmerksamkeit, weil es sich um mögliche Bedrohungen gegen die Töchter von König Willem Alexander und Königin Máxima handelt. Noch ist unklar, wie konkret die Pläne gewesen sein sollen oder welches Motiv hinter den mutmaßlichen Vorbereitungen stehen könnte.
Wie die niederländische Zeitung AD berichtet, wird dem 33 jährigen Mann vorgeworfen, Anfang Februar in Den Haag Vorbereitungen für einen möglichen Anschlag auf die Prinzessinnen Amalia und Alexia getroffen zu haben. Laut Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Verdächtige zwei Äxte bei sich gehabt haben. In diese waren die Wörter Alexia, Mossad und Sieg Heil eingeritzt. Außerdem fanden Ermittler ein handgeschriebenes Blatt, auf dem die Namen Amalia und Alexia sowie das Wort Blutbad notiert gewesen sein sollen. Die Justiz sieht in diesen Gegenständen Hinweise auf mögliche Anschlagspläne. Der Mann muss am Montag, dem 4. Mai, erstmals vor Gericht erscheinen. Die sogenannte Pro forma Anhörung findet beim Gericht in Den Haag statt. Dabei handelt es sich zunächst um eine formale Sitzung, bei der unter anderem der Stand der Ermittlungen und eine mögliche Fortsetzung der Untersuchungshaft besprochen werden können. Über den genauen Hintergrund der mutmaßlichen Vorbereitungstat oder ein mögliches Motiv ist bislang nichts bekannt. Auch wie konkret ein möglicher Anschlag geplant gewesen sein könnte, ist nach Angaben der Behörden derzeit unklar.
Erste Gerichtsanhörung am 4. Mai
Wie NOS berichtet, findet die erste einleitende Gerichtsverhandlung am Montag beim Gericht in Den Haag statt. Dabei soll geprüft werden, welche weiteren Schritte im Verfahren folgen und wie die Ermittlungen fortgesetzt werden. Laut Staatsanwaltschaft steht der Verdächtige im Zusammenhang mit möglichen Anschlagsvorbereitungen aus dem Februar dieses Jahres. Ob der Mann tatsächlich konkrete Pläne zur Umsetzung einer Tat hatte, ist derzeit noch nicht bekannt. Auch über sein mögliches Motiv gibt es bislang keine offiziellen Angaben. Nach Angaben von NOS könnte die erste Anhörung weitere Hinweise zum Hintergrund liefern.
Gefundene Gegenstände im Mittelpunkt der Ermittlungen
Die Ermittlungen konzentrieren sich derzeit vor allem auf die Gegenstände, die laut Staatsanwaltschaft beim Verdächtigen gefunden wurden. Wie mehrere niederländische Medien berichten, befanden sich darunter zwei Äxte, in die verschiedene Begriffe eingeritzt waren. Neben dem Namen Alexia standen darauf auch die Wörter Mossad und Sieg Heil. Zusätzlich wurde ein handgeschriebenes Dokument entdeckt, auf dem die Namen der beiden Prinzessinnen sowie das Wort Blutbad notiert gewesen sein sollen. Nach Angaben des Openbaar Ministerie werden diese Funde als mögliche Hinweise auf eine geplante Gewalttat bewertet.
Frühere Bedrohungen gegen Prinzessin Amalia
Der aktuelle Verdachtsfall ist nicht das erste Mal, dass Prinzessin Amalia mit ernsthaften Bedrohungen konfrontiert wurde. Wie AD berichtet, musste sie bereits im Jahr 2020 zeitweise untertauchen, nachdem ein Mann in einer Reihe von Nachrichten Gewalt und sexuelle Übergriffe angedroht hatte. Der damalige Täter wurde später zu einer Maßnahme mit psychiatrischer Behandlung verurteilt und kam nach mehreren Jahren wieder frei.
Auch in den vergangenen Jahren blieb die Sicherheitslage rund um die Kronprinzessin angespannt. Wie NOS berichtet, konnte Amalia im Jahr 2022 aufgrund von Bedrohungen zunächst nicht wie geplant in Amsterdam wohnen. Während eines Besuchs auf Sint Maarten im Jahr 2023 erklärte sie öffentlich, dass sie das normale Studentenleben vermisse.
Studium zeitweise im Ausland
Später wurde bekannt, dass die Kronprinzessin wegen der Sicherheitslage für mehr als ein Jahr nach Madrid gegangen war, um dort zu studieren. Nach Informationen, über die NOS berichtet, hatte sie dort mehr Bewegungsfreiheit als in den Niederlanden. Inzwischen soll sie wieder in den Niederlanden leben und studieren können. Welche Sicherheitsmaßnahmen dafür getroffen wurden, ist laut NOS nicht öffentlich bekannt.
Die aktuellen Ermittlungen zeigen erneut, dass Bedrohungen gegen Mitglieder des niederländischen Königshauses weiterhin ernst genommen werden. Weitere Details zum Verdachtsfall könnten nach der ersten Gerichtsanhörung am 4. Mai bekannt werden.
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