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Unwetteralarm: Code Orange im Süden

| letzte Änderung 19.06.2026 21:13 | von Redaktion

Wetterwarnung vom KNMI um 20:35 Uhr: Code Oranje wegen schweren Ungewittern © KNMI
Wetterwarnung vom KNMI um 20:35 Uhr: Code Oranje wegen schweren Ungewittern © KNMI

DE BILT · Die Wetterlage in den Niederlanden hat sich am Freitagabend weiter verschärft. Das KNMI hat die Warnstufe Code Orange inzwischen auf mehrere südliche Provinzen ausgeweitet. Betroffen sind Limburg, Noord-Brabant, Zeeland und Zuid-Holland. Für die übrigen Landesteile gilt weiterhin Code Gelb. Gleichzeitig herrscht nahezu landesweit drückende Hitze mit Temperaturen zwischen 28 und örtlich 36 Grad. Die Kombination aus hoher Luftfeuchtigkeit, extremer Wärme und der Gefahr kräftiger Gewitter erhöht das Risiko für Schäden, Verkehrsbehinderungen und gesundheitliche Beschwerden. Erwartet werden schwere Windböen bis etwa 90 Kilometer pro Stunde, großer Hagel mit bis zu vier Zentimetern Durchmesser sowie Starkregen innerhalb kurzer Zeit. Das Nationale Hitzeprogramm des RIVM bleibt weiterhin in Kraft. Im Laufe der Nacht zum Samstag soll die Gewittergefahr allmählich abnehmen, während die hohe Wärmebelastung in weiten Teilen des Landes bestehen bleibt.

KNMI erweitert Code Orange auf den Süden: Das KNMI hat seine Wetterwarnung am Freitagabend angepasst. 
Die Warnstufe Code Orange gilt inzwischen nicht mehr ausschließlich für Limburg, sondern für den gesamten Süden der Niederlande. Nach Angaben der Wetterbehörde können sich am Abend örtlich schwere Gewitter entwickeln. Dabei besteht die Gefahr von Windböen zwischen 75 und 90 Stundenkilometern, im Süden örtlich um 90 Stundenkilometer, Hagelkörnern mit einem Durchmesser von zwei bis vier Zentimetern sowie großen Regenmengen innerhalb kurzer Zeit. Für die übrigen Landesteile bleibt Code Gelb bestehen. Im Laufe der Nacht soll die Wahrscheinlichkeit für Gewitter wieder abnehmen. Gleichzeitig bleibt die Hitzebelastung hoch. Das KNMI erwartet auch in den kommenden Tagen vielerorts Temperaturen um 30 Grad. Besonders im Südosten liegen die Hittekraftwerte aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit weiterhin zwischen 7 und 9. Das Nationale Hitzeprogramm des RIVM bleibt unverändert in Kraft. Stand der Warnung ist 19. Juni 2026, 20:35 Uhr.

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Der Freitag entwickelt sich zu einem der bislang heißesten Tage des Jahres in den Niederlanden. Nach Angaben des KNMI steigen die Temperaturen auf Werte zwischen 28 Grad an der Küste und bis zu 36 Grad im Südosten des Landes. Bereits am frühen Nachmittag wurde in De Bilt die Marke von 30 Grad überschritten. Damit wurde offiziell ein tropischer Tag registriert. Neben der Hitze bereitet vor allem die Entwicklung kräftiger Gewitterzellen Sorgen. Ab dem Nachmittag entstehen von Süden her Regen- und Gewittergebiete, die sich über weite Teile des Landes ausbreiten können. Besonders betroffen ist nach aktueller Einschätzung die Provinz Limburg, für die das KNMI die Warnstufe auf Code Orange angehoben hat. Dort werden schwere Windböen von bis zu 90 Stundenkilometern, Hagelkörner mit einem Durchmesser von zwei bis vier Zentimetern sowie große Regenmengen innerhalb kurzer Zeit erwartet.

Auch in anderen Landesteilen können sich lokal heftige Gewitter entwickeln. Allerdings besteht laut KNMI weiterhin Unsicherheit darüber, wo die stärksten Zellen tatsächlich auftreten werden. Deshalb gilt für die übrigen Provinzen zunächst Code Gelb. Die Wetterbehörde schließt jedoch nicht aus, dass die Warnstufe im Tagesverlauf auch in weiteren Regionen erhöht werden könnte. Neben den unmittelbaren Gefahren durch Gewitter bleibt die Hitzebelastung hoch. Durch die feuchte Luft werden vielerorts sogenannte Hittekraftwerte von acht bis neun erreicht. Das bedeutet eine erhebliche Belastung für den menschlichen Körper. Besonders ältere Menschen und Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen gelten als gefährdet. Aber auch gesunde Menschen können bei körperlicher Anstrengung Beschwerden wie Dehydrierung oder Überhitzung entwickeln.

Schwere Gewitter vor allem im Südosten erwartet

Nach Angaben des KNMI nimmt die Bewölkung ab dem Nachmittag von Süden her zu. Gleichzeitig entstehen erste Regen- und Gewitterzellen, die sich örtlich rasch verstärken können. Die größte Wahrscheinlichkeit für besonders heftige Entwicklungen liegt derzeit im Südosten des Landes.

Für Limburg wird zwischen 15.00 und 19.00 Uhr mit den schwersten Gewittern gerechnet. Dort können Windgeschwindigkeiten um 90 Kilometer pro Stunde auftreten. Hinzu kommen große Hagelkörner mit einem Durchmesser von zwei bis vier Zentimetern. Solche Hagelmengen können Fahrzeuge, Gewächshäuser und andere Gegenstände beschädigen. Zudem wird lokal mit sehr hohen Niederschlagsmengen innerhalb kurzer Zeit gerechnet, wodurch Überflutungen und Verkehrsbehinderungen entstehen können.

Auch außerhalb Limburgs besteht die Gefahr kräftiger Gewitter. Das KNMI weist darauf hin, dass schwere Windböen, Hagel und Starkregen überall im Land möglich sind. Die genaue Zugbahn der Gewitter lässt sich jedoch erst kurzfristig bestimmen.

Code Orange wegen hoher Gefahrenlage

Code Orange wird vom KNMI ausgesprochen, wenn gefährliche Wetterlagen mit erheblicher Auswirkung erwartet werden. Dabei kann es zu Sachschäden, Verkehrsproblemen und Verletzungen kommen.

Nach Angaben des Wetterdienstes besteht bei den erwarteten Gewittern ein erhöhtes Risiko für Unfälle durch Blitzschlag, Starkregen, Hagel und schwere Windböen. Besonders gefährdet sind offene Flächen, Gewässer und Verkehrsteilnehmer. Starke Böen können vor allem für Radfahrer, Lastwagen sowie Fahrzeuge mit Anhängern oder Wohnwagen problematisch werden.

Das KNMI empfiehlt, offene Wasserflächen und ungeschützte Bereiche zu meiden. Fahrten auf Straße oder Wasser sollten auf das Notwendigste beschränkt werden. Auch für die kleine Schifffahrt und Wassersportler können plötzlich auftretende Windböen gefährlich werden.

Tropische Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit

Parallel zur Gewitterlage bleibt die Hitzebelastung außergewöhnlich hoch. Die Kombination aus hohen Temperaturen und feuchter Luft sorgt für drückende Bedingungen im ganzen Land. An vielen Orten erreicht die sogenannte Hittekraft Werte zwischen sieben und neun.

In Limburg werden Höchstwerte zwischen 28 und 36 Grad erwartet. Auch in anderen Regionen liegen die Temperaturen meist um oder über 30 Grad. Lediglich direkt an der Küste fällt die Belastung etwas geringer aus.

Das Nationale Hitzeprogramm des RIVM bleibt deshalb aktiv. Es dient als Warnsignal für Pflegeeinrichtungen, Gesundheitsdienste und andere Organisationen, die sich um besonders gefährdete Menschen kümmern.

Gewitterrisiko sinkt in der Nacht

Für den Abend bleibt die Gefahr kräftiger Gewitter zunächst bestehen. Im gesamten Land können weiterhin lokal schwere Zellen mit Hagel und Windböen auftreten. Erst im Verlauf der Nacht zum Samstag soll die Gewitteraktivität allmählich abnehmen.

Am Samstag bleibt es vielerorts warm. Die Temperaturen liegen zwischen 23 Grad an der Küste und bis zu 32 Grad im Südosten. Auch dann sind vereinzelt noch Regen- oder Gewitterzellen möglich. Für Groningen und Friesland soll die Wetterwarnung wegen Hitze ab Samstag beendet werden. In den übrigen Landesteilen hält die warme und teils schwüle Wetterlage zunächst an.

Für Sonntag und Montag erwartet das KNMI erneut hohe Temperaturen. Am Montag könnten in großen Teilen des Landes wieder Werte zwischen 30 und 35 Grad erreicht werden.

ANWB rechnet mit mehr Pannen

Die anhaltende Hitze wirkt sich auch auf den Straßenverkehr aus. Der ANWB hat ihre Einsatzbereitschaft für das Wochenende erhöht und zusätzliche Pannenhelfer eingesetzt.

Für Freitag rechnet die Organisation mit rund 4.200 Hilfeleistungen. Das sind etwa zehn Prozent mehr als an vergleichbaren Tagen der Vorwoche. Als häufige Ursachen gelten überhitzte Motoren, zu wenig Kühlflüssigkeit sowie Fahrzeuge, die längere Zeit in der prallen Sonne standen.

Der ANWB empfiehlt Autofahrern, den Zustand ihres Fahrzeugs vor längeren Fahrten zu überprüfen und ausreichend Wasser mitzuführen.

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