Information

einfach auf den Punkt gebracht

Sturmböen richten schwere Schäden an

| von Redaktion

Drachenflieger und Kitesurfer hatten heute ihren Tag. | Foto: HOLLAND.guide
Drachenflieger und Kitesurfer hatten heute ihren Tag. | Foto: HOLLAND.guide

ROTTERDAM · Ein stürmischer Montag hat in weiten Teilen der Niederlande zu erheblichen Schäden geführt. Starke Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde sorgten für umgestürzte Bäume, beschädigte Fahrzeuge und zahlreiche Einsätze der Rettungskräfte. Besonders betroffen war die Region Rotterdam, wo mehrere Container in der Hafenanlage auf Autos stürzten. Auch in anderen Städten wie Den Haag, Tilburg, Leeuwarden, Vlaardingen und Schiedam kam es zu Zwischenfällen. Während das Königliche Meteorologische Institut weiterhin vor starken Böen in den Küstenregionen warnte, waren Feuerwehren und Polizei im Dauereinsatz, um Straßen zu sichern, Schäden zu beseitigen und betroffene Personen zu unterstützen. Verletzte wurden nach bisherigen Angaben nicht gemeldet, doch die Sachschäden sind erheblich.

Der Montag entwickelte sich in den Niederlanden zu einem Tag voller Herausforderungen für Einsatzkräfte, Anwohner und Pendler. Nach Angaben des Königlichen Meteorologischen Instituts hielten die schweren Windböen nahezu den gesamten Tag über an, begleitet von wiederholten Regenschauern und erneuten Windfeldern aus südwestlicher Richtung. Besonders die Hafenregion in Rotterdam war stark betroffen: Mehrere Containerstapel gerieten ins Wanken und stürzten schließlich auf parkende Fahrzeuge, wobei mindestens vier Autos beschädigt oder zerstört wurden, wie sowohl NOS als auch Rijnmond berichten. Während die Feuerwehr vor weiteren Umstürzen warnte, wurden Straßenabschnitte abgesperrt, um die Sicherheit zu gewährleisten. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu erheblichen Schäden. In Den Haag krachte ein Baum in eine Hausfassade, während in Tilburg ein weiteres Exemplar auf ein Auto fiel. In Leeuwarden splitterten große Glasflächen einer Parkgarage, wie Omrop Fryslân meldete. Neben diesen Schäden im öffentlichen Raum waren auch private Haushalte betroffen, etwa in Schiedam, wo ein Baum auf ein Wohnhaus stürzte. Der Besitzer sprach gegenüber Rijnmond von großem Schreck, betonte jedoch die Erleichterung, dass niemand verletzt wurde.

Rotterdam im Zentrum der Schäden

In der Hafenstadt Rotterdam richteten die Böen besonders schwere Schäden an. Wie Rijnmond berichtet, stürzten in der Waalhaven mehrere Container um und zerquetschten parkende Autos. Auch auf der Vaanweg blockierte ein umgestürzter Baum Teile der Straße sowie eine Busspur und den Radweg. Die Polizei sperrte den Bereich ab, während die Feuerwehr die Aufräumarbeiten übernahm.

Sturmschäden in Süd-Holland

Nicht nur in Rotterdam, auch in weiteren Teilen der Provinz Süd-Holland kam es zu Problemen. Omroep West meldete umgestürzte Bäume in Den Haag, Delft, Voorburg, Leidschendam, Pijnacker und Wassenaar. Besonders die Feuerwehr in der Region Hollands Midden war durch zahlreiche Einsätze stark gefordert.

Vorfälle in Brabant und Groningen

Nach Informationen des AD wurden auch andere Landesteile von den Böen nicht verschont. In Veghel im Süden des Landes fielen Bäume auf parkende Autos, während in Groningen ein Fahrzeug durch einen umgestürzten Baum beschädigt wurde. Zudem kam es im Paterswoldsemeer zu einem Zwischenfall, bei dem ein Boot in Seenot geriet und die Feuerwehr die Insassen retten musste.

Friesland unter Code Gelb

In Friesland galt laut Omrop Fryslân den gesamten Montag über die Warnstufe Gelb. Sturmböen von bis zu 90 Kilometern pro Stunde sorgten dort für erhebliche Beeinträchtigungen. So zerbarsten in Leeuwarden mehrere Glasflächen einer Parkgarage. Die Polizei sperrte eine Fahrspur, während die Feuerwehr mit einer Hebebühne das restliche Glas entfernte. Auch der Fährverkehr war betroffen: Abfahrten nach Vlieland und Harlingen mussten abgesagt werden.

Zwischenfälle in Vlaardingen und Schiedam

Besonders tragisch war ein Vorfall in Vlaardingen, wo ein Auto durch eine herabstürzende Baumkrone komplett zerstört wurde, wie Rijnmond meldet. Auch eine Blumenhändlerbude hielt den Böen nicht stand und wurde mitsamt Inventar abgetragen. In Schiedam stürzte ein Baum auf das Dach eines Wohnhauses, wobei Dachziegel und Dachrinne beschädigt wurden.

Auswirkungen auf Infrastruktur und Verkehr

Neben Schäden an Autos und Gebäuden war auch die Infrastruktur betroffen. In Rotterdam kam es durch einen umgestürzten Baum zu einer Beschädigung der Oberleitung einer Straßenbahn. Laut AD wurde der Straßenbahnverkehr zeitweise unterbrochen. In Kampen stürzte sogar ein stationärer Blitzer um und landete auf der Fahrbahn.

Wetterausblick

Nach Angaben des KNMI bleibt es auch in der Nacht zu Dienstag unbeständig. In den Küstenprovinzen muss weiterhin mit schweren Windböen gerechnet werden, die Geschwindigkeiten von 80 bis 90 Kilometern pro Stunde erreichen können. Besonders betroffen ist dabei das nordwestliche Küstengebiet sowie das IJsselmeer. Die Böen treten aus südwestlicher Richtung auf. Erst am Dienstagmorgen lässt der Wind langsam nach, sodass die Gefahr schwerer Windstöße allmählich abnimmt. Dennoch bleibt es wechselhaft mit zahlreichen Schauern, örtlich begleitet von Gewittern und Hagel. Die Temperaturen sinken nachts auf rund 13 Grad, tagsüber liegen die Höchstwerte bei etwa 17 Grad. Ab Mittwoch hält das wechselhafte Wetter zunächst an, bevor zum Wochenende hin eine vorübergehend trockenere und etwas wärmere Phase mit mehr Sonnenschein erwartet wird, so das KNMI.

Andere Medien zum Thema

In eigener Sache

Bitte unterstütze uns

Unsere Aktivitäten und diese Webseite bieten wir kostenlos an. Wir tun dies gerne und freiwillig. Um unseren Service weiterhin anbieten zu können, schalten wir Werbung und nutzen Affiliate-Links. Deine Unterstützung, sei es durch Mitarbeit oder eine Spende in Höhe einer Tasse Kaffee über PayPal, ist uns sehr willkommen und hilft uns enorm.

Vielen Dank dafür!


Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 3 und 7.

Weitere Nachrichten