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Strahljäger trainieren abends

| von Redaktion

© Ministerie van Defensie
© Ministerie van Defensie

DEN HAAG · Geplante Abendübungen der niederländischen Luftwaffe sorgen derzeit für vermehrte Militärflüge über mehreren Provinzen. In festgelegten Zeiträumen starten Kampfflugzeuge von den Stützpunkten Volkel und Leeuwarden und bleiben bis 23 Uhr in der Luft. Die Maßnahmen dienen der Ausbildung des Personals für Einsätze bei Dunkelheit und finden an mehreren Abenden Ende Januar sowie Anfang Februar statt. Geflogen wird überwiegend über militärischen Übungsgebieten in Friesland, Drenthe, Overijssel und Noord Brabant. Die Übungen sind genehmigt und vorab angekündigt. Ziel ist es, Einsatzbereitschaft und Flugsicherheit auch unter Nachtbedingungen sicherzustellen, wobei Lärm, Routen und Höhen rechtlich geregelt und überwacht werden.

Die aktuellen Abendflüge sind Teil eines festgelegten Trainingsprogramms von Defensie. Von Montag bis Donnerstag in den genannten Zeitfenstern heben die Jets abends ab, während an den darauffolgenden Freitagen ausschließlich tagsüber geflogen wird. Laut den veröffentlichten Angaben konzentrieren sich die Flugbewegungen auf ausgewiesene militärische Lufträume über den nördlichen und südlichen Provinzen. Aktuell wird unter anderem zwischen Den Helder in Nord-Holland und Schiermonnikoog geflogen.

Die Luftwaffe meldet solche Übungen im Voraus, da sie Auswirkungen auf die zivile Luftfahrt haben können oder über mehrere Tage in derselben Region stattfinden. Für diese zusätzlichen Bewegungen werden entsprechende Genehmigungen beantragt. Neben den Abendflügen Anfang Februar sind für März weitere Übungen mit Apache Kampfhubschraubern in mehreren Provinzen angekündigt. Änderungen im Ablauf sind möglich, etwa durch Wetter oder operative Umstände. Aktuelle Hinweise veröffentlicht die Luftwaffe über die Kommunikationskanäle der jeweiligen Stützpunkte.

Abendflüge bis 23 Uhr

Die Abendübungen von Volkel und Leeuwarden sind zeitlich klar begrenzt. Sie enden jeweils um 23 Uhr und finden nur an Werktagen statt. Der Zweck besteht darin, Flugpersonal gezielt auf Einsätze bei Dunkelheit vorzubereiten. Solche Trainings gelten als notwendig, da reale Missionen häufig nachts stattfinden. Die Flugzeuge bewegen sich dabei überwiegend über militärischen Übungsgebieten, um Belastungen für dicht besiedelte Regionen zu reduzieren. Wie die Verteidigungsbehörden erläutern, gehören diese Flüge zu den regulären Ausbildungsaufgaben und werden jährlich durchgeführt.

Genehmigte Flugbewegungen und Kontrolle

In einer offiziellen Übersicht listet Defensie alle Übungen auf, für die besondere Genehmigungen erforderlich sind. Dazu zählen Trainings, die länger als zwei Stunden an einem Ort stattfinden oder an mehreren Tagen in derselben Umgebung durchgeführt werden. Die zuständigen Stellen überwachen Lärm, Routen und Höhen. Beschwerden über Lärmbelastung werden erfasst und im Rahmen der vorgesehenen Kontrollgremien ausgewertet. Die veröffentlichten Tabellen dienen der Transparenz und informieren Bevölkerung und zivile Luftfahrt über zusätzliche militärische Aktivitäten.

Überschallflüge und laute Knalle

Im Zusammenhang mit Kampfjets kommt es gelegentlich zu lauten Knallen, sogenannten Sonic Booms bzw. Überschallknall. Diese entstehen, wenn ein Flugzeug schneller als der Schall fliegt und dabei die Schallmauer durchbricht. Laut den Erläuterungen der Luftwaffe kann dies bei Übungen oder beim Abfangen unbekannter Flugzeuge geschehen. Überschallflüge werden nach Möglichkeit über dem Meer durchgeführt, um Lärm über bewohntem Gebiet zu vermeiden. Bei Alarmstarts zur Sicherung des Luftraums dürfen Jets jedoch auch über Land überschallschnell fliegen.

Flugrouten, Höhen und Lärmgrenzen

Für militärische und zivile Luftfahrzeuge gelten in den Niederlanden feste Mindestflughöhen. In speziellen Tieffluggebieten und auf ausgewiesenen Routen dürfen diese unterschritten werden. Die Regelungen unterscheiden zwischen Jagdflugzeugen, Hubschraubern und Propellerflugzeugen. Zusätzlich ist für jede Luftwaffenbasis festgelegt, wie viel Lärm sie pro Jahr verursachen darf. Diese sogenannte Ke Kontur berücksichtigt Anzahl, Zeitpunkt und Art der Flüge. Nachtflüge fließen stärker in die Berechnung ein, da sie als belastender gelten. Durch langfristige Planung verteilt die Luftwaffe die Geräuschbelastung über das Jahr.

Monitoring und Information der Öffentlichkeit

Defensie weist darauf hin, dass Routen aufgrund von Wetter, anderem Luftverkehr oder Sicherheitsgründen variieren können. Um die Flugsicherheit zu erhöhen, bittet die Luftwaffe zudem um Mithilfe bei der Aktualisierung aeronautischer Karten. Neue Hindernisse ab einer bestimmten Höhe sollen gemeldet werden. Aktuelle Informationen zu Übungen und eventuellen Änderungen werden laufend veröffentlicht, sodass Anwohner nachvollziehen können, warum Militärjets in bestimmten Zeiträumen verstärkt am Himmel zu sehen und zu hören sind.

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