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Schwerer Busunfall auf A28 bei Wezep

| letzte Änderung 24.08.2026 11:57 | von Redaktion

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Archivbild | Quelle: HOLLAND.guide
Archivbild | Quelle: HOLLAND.guide

WEZEP · Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A28 bei Wezep sind in der Nacht zu Montag mehrere Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Ein Reisebus mit deutschen Insassen kollidierte gegen 04:15 Uhr mit einem Lieferwagen, durchbrach die Leitplanke und kam im Bereich der Gegenfahrbahn zum Liegen. In dem Bus befanden sich mehr als 50 Personen, nach Angaben der Polizei vor allem Schüler im Teenageralter. Alle Insassen konnten inzwischen aus dem Reisebus gebracht werden. Die A28 ist in beiden Richtungen vollständig gesperrt. Rijkswaterstaat rechnet damit, dass die Sperrung wegen der Unfallaufnahme und umfangreicher Reparaturarbeiten bis in den Abend hinein bestehen bleibt. Die Ursache des Unfalls ist noch unbekannt.

Der Unfall ereignete sich gegen 04:15 Uhr auf der A28 bei Wezep in der Gemeinde Oldebroek in Gelderland. Beteiligt waren ein Reisebus und ein Lieferwagen. Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland handelt es sich bei den Insassen des Busses um Deutsche. Die Polizei teilte mit, dass sich mehr als 50 Personen in dem Fahrzeug befanden und es sich bei den Fahrgästen um Schüler im Teenageralter handelt. Der Reisebus wird von einem deutschen Unternehmen betrieben und hat ein österreichisches Kennzeichen. Der Lieferwagen wurde bei dem Zusammenstoß vollständig in zwei Teile gerissen.

Nach Angaben von Omroep Gelderland befand sich darin nur der Fahrer. Der Reisebus geriet nach der Kollision von der Fahrbahn, durchbrach die Leitplanke und kam im Bereich der Gegenfahrbahn beziehungsweise im angrenzenden Grünstreifen zum Liegen. Die Feuerwehr brachte die Fahrgäste unter anderem durch Fenster im Dach aus dem Fahrzeug. Inzwischen sind nach Angaben der Sicherheitsregion alle Insassen aus dem Bus. Mehrere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Verletzten befinden sich nach Angaben der Polizei auch Schüler. Viele Betroffene erlitten Glas- und Schnittverletzungen durch zerstörte Scheiben. Erste Verletzte wurden mit Rettungswagen in verschiedene Krankenhäuser der Region gebracht. Genauere Angaben zum Zustand sämtlicher Betroffener lagen am frühen Montagmorgen noch nicht vor. Die Polizei konnte zunächst auch keine Angaben dazu machen, ob es Todesopfer gibt. Wegen des Ausmaßes des Einsatzes wurde GRIP 2 ausgerufen. Zahlreiche Rettungskräfte wurden zur Unfallstelle geschickt.

Großaufgebot der Rettungskräfte auf der A28

Die Rettungsmaßnahmen liefen am frühen Montagmorgen mit einem großen Aufgebot. Neben zahlreichen Rettungswagen aus mehreren Regionen wurden drei Rettungshubschrauber eingesetzt. Zwischenzeitlich wurde außerdem auf den sogenannten Code 20 hochgestuft. Dieser wird verwendet, wenn möglicherweise mehr als 20 Verletzte versorgt werden müssen. Die Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland bestätigte mehrere Verletzte, darunter einige Schwerverletzte.

Parallel dazu gilt seit dem Unfall die Einsatzstufe GRIP 2. Dabei wird neben der Koordination unmittelbar am Einsatzort auch ein regionales operatives Team eingesetzt. Dieses sammelt Informationen, berät die beteiligten Stellen und koordiniert mögliche Auswirkungen des Ereignisses außerhalb des unmittelbaren Unfallortes.

Die Versorgung der Verletzten sowie die Bergung der Businsassen standen zunächst im Mittelpunkt des Einsatzes. Die Feuerwehr holte Schüler unter anderem durch die Dachfenster aus dem Reisebus. Um 06:35 Uhr teilte die Sicherheitsregion mit, dass inzwischen alle Insassen das Fahrzeug verlassen hatten. Verletzte wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt. Mehrere Personen wurden anschließend in Krankenhäuser gebracht.

Polizei untersucht Ursache des Unfalls

Wie es zu der Kollision zwischen dem Reisebus und dem Lieferwagen kommen konnte, war am Montagmorgen noch nicht bekannt. Die weitere Kommunikation zur Unfallursache und zu den beteiligten Personen wurde von der Sicherheitsregion an die Polizei übergeben.

Für die Untersuchung ist die Verkehrsunfallermittlung der Polizei zuständig. Am Unfallort soll eine spezielle Einheit die Spuren aufnehmen. Erst nach Abschluss dieser Arbeiten können weitere Maßnahmen zur Räumung und Reparatur der Autobahn vollständig beginnen.

Das Ausmaß der Schäden ist erheblich. Der Lieferwagen wurde durch die Kollision in zwei Teile gerissen. Auf der Fahrbahn liegen zahlreiche Trümmer. Auch Leitplanken, Verkehrsschilder und weiteres Straßenmobiliar wurden beschädigt. Rijkswaterstaat kündigte deshalb umfangreiche Reparaturarbeiten an. Zusätzlich muss der betroffene Grünstreifen saniert werden.

A28 voraussichtlich bis zum Abend gesperrt

Die A28 ist im Bereich des Unfalls in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt. Rijkswaterstaat erwartet, dass die Abwicklung einschließlich der notwendigen Arbeiten bis mindestens zur Abendspitze dauern wird. Erst wenn Polizei und Rettungsdienste ihre Arbeiten abgeschlossen haben, kann der Straßendienst mit den Reparaturen beginnen.

Für den Verkehr wurden weiträumige Umleitungen eingerichtet. Fahrzeuge in Richtung Zwolle werden ab Hoevelaken über die A1 und A50 geführt. Verkehr in Richtung Amersfoort wird ab Hattemerbroek über die A50 und A1 umgeleitet. Rund um Zwolle entstanden am frühen Morgen bereits erhebliche Staus.

Fahrzeuge, die sich nach der Sperrung noch auf dem betroffenen Autobahnabschnitt befanden und dort eingeschlossen waren, werden von der Polizei zurück zur nächstgelegenen Ausfahrt geleitet. Verkehrsteilnehmer müssen nach Angaben der zuständigen Stellen während des gesamten Montagmorgens mit erheblichen Behinderungen und Verzögerungen rechnen.

Updates

24.08.2026, 09:30 Uhr:

Seit dem frühen Morgen liegen genauere Angaben zu den Verletzten und zum Unfallhergang vor. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt acht Menschen in Krankenhäuser gebracht. Sieben von ihnen saßen in dem Reisebus, außerdem wurde der Fahrer des beteiligten Lieferwagens eingeliefert. Unter den Verletzten befinden sich mehrere Schwerverletzte. Zahlreiche weitere Businsassen erlitten leichte Verletzungen, vor allem Glas- und Schnittwunden, und konnten vor Ort behandelt werden. In dem Reisebus befanden sich mindestens 50 Menschen, darunter viele Schüler einer weiterführenden Schule aus Deutschland. Die nicht stationär behandelten Schüler wurden anschließend zur Betreuung in die Erica-Terpstra-Halle in Wezep gebracht.

Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass der Reisebus auf den Lieferwagen mit Anhänger auffuhr. Danach durchbrach der Bus die Leitplanke und kam auf der anderen Seite der Autobahn im Grünstreifen zum Liegen. Der Lieferwagen wurde bei der Kollision in zwei Teile gerissen. Die Polizei untersucht die Unfallstelle weiterhin umfassend und setzt dabei auch Drohnen ein. Rijkswaterstaat kann mit den Reparaturarbeiten erst beginnen, wenn diese Ermittlungen abgeschlossen sind. Wegen beschädigter Leitplanken, Verkehrszeichen und weiterer Straßeneinrichtungen sowie notwendiger Arbeiten am Grünstreifen bleibt die A28 voraussichtlich bis zur Abendspitze weitgehend gesperrt. In Richtung Amersfoort könnte nach Abschluss der Polizeiarbeiten möglicherweise bereits früher eine Fahrspur freigegeben werden. Die Fahrbahn in Richtung Zwolle bleibt wegen der Bergung der Fahrzeuge voraussichtlich länger geschlossen.

24.08.2026, 10:15 Uhr:

Inzwischen steht fest, woher die deutschen Schüler im verunglückten Reisebus kommen. Nach Angaben der Gemeinschaftsschule Probstei in Schönberg in Schleswig-Holstein handelt es sich um eine Reisegruppe aus zwei Oberstufenklassen des 12. Jahrgangs. Insgesamt waren 54 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte auf dem Weg nach Paris. Die Schule teilte mit, dass derzeit keine Hinweise auf lebensgefährliche Verletzungen bei den Jugendlichen vorliegen. Alle Beteiligten würden umfassend versorgt, die Eltern seien informiert. Zudem wurde durch die Feuerwehr eine Anlaufstelle für Betroffene eingerichtet.

Nach Angaben der niederländischen Polizei wurden insgesamt acht Verletzte in Krankenhäuser gebracht, darunter auch der Fahrer des beteiligten Lieferwagens. Einige der Verletzten sind schwer verletzt. Weitere Personen erlitten leichte Verletzungen, insbesondere Schnittwunden durch zersprungenes Glas. Die Insassen mussten nach dem Unfall über das Dach aus dem Reisebus gebracht werden.

Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland werden zwischen 40 und 45 leicht verletzte Kinder in der Erica-Terpstra-Halle in Wezep betreut. Sprecher René van der Neut teilte dem AD mit, dass alle Betroffenen zuvor vom Rettungsdienst untersucht wurden und ihre Verletzungen erfasst sind. Auch die Eltern der Kinder sollen nach Wezep kommen. Rund um die Sporthalle sind Mitarbeiter des Roten Kreuzes sowie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei im Einsatz. Wie lange die Kinder und ihre Eltern dort betreut werden müssen, ist derzeit noch nicht bekannt. Journalisten dürfen die Halle vorerst nicht betreten und werden außerhalb des Geländes gehalten.

24.08.2026, 11:55 Uhr:

Die Zahl der Menschen, die nach dem schweren Unfall auf der A28 in ein Krankenhaus gebracht wurden, ist auf 16 gestiegen. Die Polizei hatte am frühen Morgen zunächst acht Krankenhauspatienten gemeldet. Inzwischen wurden jedoch auch weitere Personen mit leichteren Verletzungen eingeliefert. Insgesamt handelt es sich um 15 Insassen des Reisebusses sowie den Fahrer des Lieferwagens. Der Fahrer wurde schwer verletzt. Nach Angaben der Bürgermeisterin von Oldebroek, Tanja Haseloop-Amsing gegenüber Omroep Gelderland, sind außerdem drei Menschen aus dem Reisebus schwer verletzt. Alle Businsassen hätten Schürfwunden erlitten. Nach dem Unfall schlug ein Junge mit einem Nothammer eine Scheibe des Busses ein. Die übrigen Betroffenen werden weiterhin in der Erica-Terpstra-Halle in Wezep betreut, wo inzwischen auch Eltern der Schüler eintreffen. Unterdessen haben die Bergungsarbeiten auf der A28 begonnen. Der Reisebus wurde mit einem Bergefahrzeug wieder aufgerichtet. Die Ursache des Unfalls ist weiterhin Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Nach aktuellem Stand soll die Autobahn gegen 19:00 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden.

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