Schnee kommt, Tauwetter folgt schnell
| von Redaktion
DE BILT · Schnee, aber nur kurz: In den Niederlanden steht ein kaltes Wochenende bevor. Das KNMI erwartet ab Samstagabend im Westen Regen oder nassen Schnee, der sich in der Nacht weiter Richtung Osten ausbreitet. Am Sonntag zieht erneut ein Niederschlagsgebiet von Südwest nach Nordost. In der nordöstlichen Landeshälfte geht es am Nachmittag und Abend zeitweise in nassen Schnee über. Besonders in Friesland, Groningen und Drenthe kann es dabei glatt werden, dort sind ein bis wenige Zentimeter Schneedecke möglich. Schon am späten Abend steigen die Temperaturen wieder an, sodass der Schnee rasch zurückgeht. Begleitet wird das Ganze von kräftigem Wind an der Küste und auf dem IJsselmeer. Die Wetterdienste rechnen daher nur mit einem kurzen winterlichen Intermezzo, bevor ab Montag wieder Regen und deutlich mildere Luft dominieren.
Nach Angaben des KNMI nimmt die Bewölkung am Samstagabend von Westen her zu, zum Ende des Abends setzt dort Niederschlag ein. In der Nacht fällt im Westen nasser Schnee, der sich weiter nach Osten ausbreitet, während es im Westen später wieder trockener wird. Im Südwesten kann der Schnee zeitweise liegen bleiben und lokal Glätte verursachen. Die Temperaturen liegen in der Nacht um den Gefrierpunkt, im Osten wird etwa minus ein Grad, im Westen plus ein Grad erwartet. Dazu weht ein mäßiger Südwind, an der Küste und am IJsselmeer kräftig bis hart mit Windstärke sechs bis sieben. Auch Weeronline rechnet in der Nacht mit einer Schneezone, die nordostwärts zieht und regional für eine kurze weiße Phase sorgt. Von länger anhaltendem Winterwetter ist laut Weeronline jedoch nicht auszugehen. Am Sonntagmorgen bleibt es zunächst grau und im Osten fällt anfangs noch etwas nasser Schnee, wodurch es stellenweise glatt bleibt. Danach wird es aus dem Südwesten vorübergehend trockener, bevor am Nachmittag erneut ein aktiveres Niederschlagsgebiet aufzieht. Diese Zone bringt zuerst Regen, geht aber auf dem Weg Richtung Nordosten zunehmend in nassen Schnee über. Die größten Schneechancen liegen in der nordöstlichen Landeshälfte. Dort sind ein bis drei Zentimeter Schnee möglich, wie KNMI und Weeronline berichten. Im übrigen Land bleibt es meist bei Regen oder Schneeregen. Die Tageshöchstwerte liegen etwa bei ein Grad im Nordosten und bis zu vier Grad an der Küste. Mit Drehung auf West bis Südwest gelangt am Abend mildere Luft ins Land, wodurch die Schneedecke im Nordosten rasch wieder schmilzt. Es ist nur ein kurzer Wintergruß, der höchstens für einige Stunden wirklich weiße Landschaften bringt. Verkehrsteilnehmer sollten besonders in den genannten Provinzen am Sonntag mit rutschigen Abschnitten rechnen und ihre Fahrweise anpassen.
Code Gelb im Nordosten
Für den Sonntagnachmittag und Sonntagabend hat das KNMI für die nordöstliche Hälfte des Landes Code Gelb ausgegeben. Grund ist die erwartete Glätte durch Schnee. Das Regengebiet, das am Nachmittag von Südwest nach Nordost zieht, kann in Friesland, Groningen und Drenthe vorübergehend in nassen Schnee übergehen. Das KNMI rechnet dort mit einer Schneedecke von ein bis zwei Zentimetern, in Groningen lokal auch bis zu drei Zentimetern. In den Stunden davor beginnt der Niederschlag bereits in der Nacht im Südwesten und breitet sich nordostwärts aus. Früh am Sonntag kann deshalb auch im Westen und in der Mitte kurzzeitig Schneematsch auf Wiesen oder Autos liegen, wie die NOS berichtet. Für die Straßen ist dort allerdings nur ein geringes Risiko einer weißen Decke zu erwarten, da der Schnee meist sofort auftaut.
Anders im Nordosten: Während der aktiven Niederschlagsphase bleibt die Temperatur dort um ein Grad, zeitweise knapp darunter. Dadurch können sich rutschige Abschnitte bilden, besonders auf Brücken, Zubringern und Nebenstraßen. Das KNMI warnt außerdem, dass auch Radfahrer und Fußgänger mit glatten Stellen rechnen müssen. Gleichzeitig weht ein mäßiger Südwind, an der Küste und auf dem IJsselmeer kräftig bis hart mit Windstärke sechs bis sieben. Der Wind drückt feuchte Luft ins Land und lässt das Wetter trotz der niedrigen Werte noch kälter wirken. Wer Besorgungen oder Ausflüge plant, sollte sich im Nordosten auf kurze Verzögerungen einstellen. In den übrigen Landesteilen bleibt es überwiegend bei Regen oder Schneeregen, dort ist vor allem der Wind das auffällige Element des Wetters. Nach dem zunächst trockeneren Abschnitt am Sonntagmorgen setzt am Nachmittag erneut Niederschlag ein. Bei dieser zweiten Zone ist die Wahrscheinlichkeit für Schnee im Nordosten am höchsten. Sobald die Zone abzieht und mildere Luft einströmt, lässt die Glätte wieder nach.
Warum es nur kurz weiß wird
Sowohl KNMI als auch NOS und Weeronline betonen, dass es sich nicht um eine nachhaltige Winterlage handelt. Der Schnee fällt überwiegend als nasser Schnee bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Damit bleibt er nur auf wenigen Flächen liegen und bildet meist eine dünne, feuchte Schicht. In vielen Regionen geht der Niederschlag schon in der Nacht mit Regen vermischt nieder. Das KNMI erwartet im Westen in dieser Phase später wieder trockenes Wetter, während der Osten noch länger in der Schneezone liegt. Am Sonntagmorgen ist es zunächst eine Zeit lang trocken, die Bewölkung bleibt aber dicht. Die Temperatur steigt dann nur auf etwa drei Grad. Erst am frühen Nachmittag setzt aus dem Südwesten erneut Regen ein. Je weiter das Niederschlagsband nach Nordost zieht, desto eher wird daraus nasser Schnee. Im Nordosten bleibt die Temperatur dabei um ein Grad, wodurch es vorübergehend weiß werden kann. Im Südwesten dagegen klettert das Thermometer schon während der gleichen Stunden über Null, sodass dort kein Schneedeckenaufbau zu erwarten ist.
Am späten Sonntagabend setzt nach Angaben des KNMI eine Temperaturerhöhung ein. Gleichzeitig dreht der Wind auf West bis Südwest und führt mildere Luft heran. Diese Änderung sorgt dafür, dass der Schnee im Westen rasch in Regen übergeht und im Nordosten noch am Abend taut. Laut KNMI schmilzt die Schneedecke spätestens in der Nacht zu Montag vollständig weg. Die NOS spricht deshalb von einem kurzen Wintergruß: Auch dort, wo es am Nachmittag wirklich weiß wird, verschwindet die Schneedecke binnen weniger Stunden. Weeronline erwartet in der Nacht zu Montag bereits wieder Plusgrade von etwa zwei Grad in Groningen und fünf bis sieben Grad im übrigen Land. Wer Schneefotos machen oder kurz im Schnee spielen will, hat also nur ein kleines Zeitfenster. Für den Berufsverkehr am Montag ist nach Einschätzung der Wetterdienste kein anhaltender Schneeeinfluss mehr zu erwarten, auch wenn am Sonntagabend noch einzelne winterliche Schauer im Norden auftreten können.
Blick auf die neue Woche
Nach dem Wochenende stellt sich das Wetter rasch um. Das KNMI erwartet für Montag zeitweise Regen. Die Temperaturen liegen dann über denen des Sonntags, sodass kein neuer Schneefall mehr prognostiziert wird. Weeronline beschreibt den Montag als wasser kalt mit verbreiteten Schauern. Die Höchstwerte liegen nach deren Bericht zwischen sechs und acht Grad, bei schwachem bis mäßigem Wind aus südlicher Richtung, in Zeeland aus Westen mäßig bis zeitweise kräftig. Am Dienstag ist laut KNMI noch ein einzelner Schauer möglich. Danach folgt am Mittwoch voraussichtlich eine ruhigere Phase. Das KNMI rechnet dann mit überwiegend trockenem Wetter, in der Nacht mit leichtem Frost und am Tage mit häufigen sonnigen Abschnitten. Weeronline erwartet für die Mitte der Woche ebenfalls öfter trockenes Wetter und erwähnt, dass in der Nacht zu Mittwoch örtlich wieder ein Grad unter null möglich ist. Ab Donnerstag dreht die Großwetterlage erneut auf wechselhaft. Das KNMI spricht von gelegentlichen Regenfällen und deutlich weicheren Temperaturen.
Weeronline sieht zum Ende der Woche eine weitere Erwärmung, in Richtung der doppelten Ziffern. Für viele Regionen bedeutet diese Entwicklung, dass die Schneeflocken des Wochenendes ein kurzes Intermezzo bleiben. Wer sich auf längere Wintertage eingestellt hatte, muss sich nach Einschätzung der Wetterdienste vorerst wieder auf das typische spätherbstliche Muster einstellen: Wolken, Regenphasen und spürbarer Wind. Schon in der Nacht zu Montag gehen die letzten winterlichen Niederschläge im Nordosten laut Weeronline in Regen über. Das unterstreicht den schnellen Übergang zu milderer Luft. Auch im weiteren Verlauf der Woche bleibt es nach beiden Prognosen wechselhaft, wobei der Schwerpunkt auf Regen liegt. Erst in den Nächten zur Wochenmitte kann es lokal noch einmal kalt werden.
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Wettervorhersagen
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- Rijkswaterstaat: https://www.rijkswaterstaat.nl/
- Rijkswaterstaat Verkehrsinformationen: https://rwsverkeersinfo.nl/
- Rijkswaterstaat Streuwagen Live: https://rijkswaterstaatstrooit.nl/
- Rijkswaterstaat Wasserstände etc.: https://waterinfo.rws.nl/
- ANWB Verkehrsinformationen: https://www.anwb.nl/verkeer
- Bahngesellschaft NS: https://www.ns.nl/
- Bahngesellschaft Arriva: https://www.arriva.nl
- Busgesellschaft Qbuzz: https://www.qbuzz.nl/gd/
- Flughafen Groningen Eelde: https://www.groningenairport.nl/
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