Raketen-Feuer am Afsluitdijk
| von Redaktion
AFSLUITDIJK · Spektakuläre Militäraktion auf legendärem Damm! Zwei Tage lang wurden auf der Breezanddijk, mitten auf dem Afsluitdijk, insgesamt 16 Raketen abgefeuert. Der Grund: Die niederländische Armee testete ihre neue Raketenartillerie. Laut Verteidigungsministerium verlief der Test erfolgreich und sicher. Alle Geschosse trafen das vorgesehene Zielgebiet im IJsselmeer. Für Autofahrer blieb das Spektakel weitgehend unbemerkt. Der Test dient dazu, die Feuerkraft der Landstreitkräfte zu stärken und den Soldaten wichtige Praxiserfahrung zu ermöglichen. Es war die erste Übung dieser Art seit Jahrzehnten.
Mitten auf dem ikonischen Afsluitdijk hat die niederländische Armee ein eindrucksvolles Zeichen ihrer wachsenden militärischen Schlagkraft gesetzt. Insgesamt 16 Raketen wurden von der Breezanddijk aus in den Himmel geschossen. Der Zweck dieser außergewöhnlichen Militärübung war klar: Die neuen Raketenartilleriesysteme mussten auf Herz und Nieren geprüft werden. Laut Verteidigungsministerium diente der Test der Validierung des Systems sowie der Zertifizierung der Bedienmannschaften.
Das Verteidigungsministerium bestätigte, dass alle Raketen das vorgesehene Zielgebiet im IJsselmeer, rund zehn Kilometer vom Startpunkt entfernt, exakt erreichten. Das Testfeld, ein speziell eingerichteter Bereich von vier Kilometern Breite und 15 Kilometern Länge, war für die Schifffahrt gesperrt. In den Geschossen war keine Sprengladung enthalten, sie dienten ausschließlich der technischen Erprobung.
Besonders bemerkenswert: Während die Raketen abgefeuert wurden, rollte weiterhin der Verkehr über den Afsluitdijk. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie unspektakulär die Tests für die Autofahrer verliefen. Dank der Positionierung der Raketenwerfer hinter Schutzwällen waren Start und Einschläge kaum wahrnehmbar. Auch wurde bewusst tagsüber getestet, um keine Lichtspuren am Himmel zu erzeugen.
Die getesteten Systeme, die den Namen „Precise and Universal Launch System“ (PULS) tragen, stammen vom israelischen Hersteller Elbit Systems. Seit dem vergangenen Jahr verfügt die niederländische Armee über vier dieser temporären Systeme. Sie sollen den Soldaten praktische Erfahrung im Umgang mit Raketenartillerie vermitteln. Ab dem Jahr 2026 werden nach und nach endgültige Systeme in den Dienst gestellt.
Hintergrund der Raketenübung
Die Raketenübungen auf dem Afsluitdijk markieren eine neue Phase in der Modernisierung der niederländischen Landstreitkräfte. Mit dem getesteten „Precise and Universal Launch System“ verfügt die niederländische Armee erstmals seit vielen Jahren wieder über eine eigene Raketenartillerie. Laut Verteidigungsministerium kann das System innerhalb weniger Sekunden sechs Raketen hintereinander abfeuern. Der Abstand zwischen den Starts beträgt dabei weniger als eine Sekunde. Je nach Raketentyp können Ziele in einer Entfernung von mehreren Hundert Kilometern erreicht werden.
Bedeutung für die Landesverteidigung
Das Verteidigungsministerium betont, dass die neue Raketenartillerie eine erhebliche Verstärkung der Feuerkraft der Landstreitkräfte darstellt. Sie soll zur Abschreckung dienen und im Ernstfall eine hohe Schlagkraft im Gefecht ermöglichen. Im Rahmen der Tests wurde auch eine neue Feuerunterstützungseinheit, die „11 Afdeling Rijdende Artillerie“, gegründet.
Erfolgreiche Tests auf der Breezanddijk
Alle abgefeuerten Raketen schlugen präzise im Zielgebiet im IJsselmeer ein, bestätigte das Verteidigungsministerium. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums verliefen die Tests absolut sicher. Autofahrer auf dem Afsluitdijk bemerkten die Raketenstarts kaum, da die Werfer hinter Schutzwällen positioniert waren.
Technische Details des Raketenartilleriesystems
Die getesteten Systeme sind sogenannte „Precise and Universal Launch Systems“. Sie wurden vom israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems entwickelt. Das System ermöglicht eine schnelle und effiziente Raketenabgabe. In weniger als einer Sekunde können sechs Raketen nacheinander gestartet werden. Ab 2026 sollen die endgültigen Systeme schrittweise eingeführt werden.
Zukunftsperspektiven und Einsatzmöglichkeiten
Die niederländische Armee plant, die neue Raketenartillerie dauerhaft in den regulären Betrieb zu integrieren. Neben der Abschreckung sollen die Systeme auch in Krisenfällen eingesetzt werden können. Sie eignen sich für eine Vielzahl von Einsatzszenarien, von Verteidigungsoperationen bis hin zu gezielten Präzisionsschlägen.
Öffentliche Wahrnehmung und Reaktionen
Die ungewöhnliche Übung auf dem Afsluitdijk sorgte in den Medien für großes Aufsehen. Auf sozialen Medien veröffentlichte das Verteidigungsministerium Bilder und Videos der Tests. Trotz der spektakulären Bilder verlief die Übung für den Großteil der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt.
Ein starkes Zeichen der Verteidigungsbereitschaft
Mit der erfolgreichen Testreihe hat das niederländische Verteidigungsministerium ein klares Signal gesetzt. Die Landstreitkräfte verfügen nun über moderne Raketenartillerie, die schnell, präzise und flexibel einsetzbar ist. Der Standort Afsluitdijk wird damit zum Symbol für die neue Stärke der niederländischen Armee.
Informationsfilm der Koninklijke Landmacht
— Koninklijke Landmacht (@landmacht) July 9, 2025
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