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Naturbrände in den Niederlanden - Liveblog

| letzte Änderung 03.05.2026 20:52 | von Redaktion

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30.04.2026 | 01.05.2026 | 02.05.2026 | nach ganz unten
Archivbild | Foto: HOLLAND.guide
Archivbild | Foto: HOLLAND.guide

NIEDERLANDE · Serie von Naturbränden beschäftigt derzeit mehrere Regionen des Landes. Innerhalb kurzer Zeit sind an mehreren Orten gleichzeitig Feuer ausgebrochen – darunter auf militärischen Übungsgeländen bei Weert, Oirschot und ’t Harde sowie in Naturgebieten in Limburg und an der Küste. Besonders betroffen sind derzeit Heide- und Waldflächen, die durch trockene Böden und windiges Wetter stark brandgefährdet sind. Einsatzkräfte kämpfen vielerorts gleichzeitig gegen die Flammen, teilweise mit großem Aufgebot. In Budel musste wegen eines Feuers bei Weert sogar das Kempen Airport geräumt werden, nachdem sich das Feuer einem Treibstofflager näherte. Auf dieser Seite sammeln wir fortlaufend Nachrichten, Updates und Hintergründe zu aktuellen Naturbränden in den Niederlanden.

Derzeit sind mindestens fünf Naturbrände gleichzeitig aktiv. Besonders im Fokus stehen mehrere Brände auf militärischen Übungsgeländen von Defensie, etwa auf der Oirschotse Heide bei Eindhoven sowie in den Weerter- und Budelerbergen bei Weert. Dort stand zeitweise eine Fläche von etwa 500 mal 500 Metern in Flammen. Nach Angaben von Augenzeugen könnte der Brand auf der Oirschotse Heide während einer militärischen Übung entstanden sein, möglicherweise im Zusammenhang mit einer Aktion eines Chinook-Transporthubschraubers. Die genaue Ursache wird jedoch noch untersucht. Parallel dazu brannte es auch in den Wäldern zwischen Helden und Kessel in Limburg sowie in den Dünen der Amsterdamse Waterleidingduinen bei Noordwijk. Einige Brände konnten inzwischen unter Kontrolle gebracht werden, andere beschäftigen die Feuerwehr weiterhin mit umfangreichen Löscharbeiten und Nachlöscharbeiten.

Ein Grund für die derzeitige Häufung von Naturbränden ist die aktuelle Wetterlage. In vielen Regionen der Niederlande ist die Vegetation nach einer längeren trockenen Phase stark ausgetrocknet. Besonders Heideflächen, Grasland und Kiefernwälder gelten dann als sehr leicht entzündlich. Bereits kleine Funken können ausreichen, um ein Feuer auszulösen. Gleichzeitig befinden sich viele der betroffenen Gebiete auf militärischen Übungsgeländen oder in großen Naturreservaten, in denen sich Brände durch offene Landschaften und Wind schnell ausbreiten können. Einsatzkräfte versuchen daher oft, Feuer möglichst früh einzudämmen, bevor größere Flächen betroffen sind.

Die Informationen auf dieser Seite basieren auf Berichten niederländischer Medien sowie auf Mitteilungen der zuständigen Sicherheitsregionen, Feuerwehren und Behörden. Dazu gehören unter anderem Meldungen der regionalen Sicherheitsregionen, Presseinformationen von Gemeinden sowie Berichte nationaler und regionaler Medien wie der NOS oder regionaler Rundfunkanstalten. Wir stehen teilweise auch im Kontakt mit Pressesprechern von Behörden. Eigene Reporter sind jedoch nicht an den Brandorten im Einsatz. Stattdessen werten wir verfügbare Informationen, Lageberichte und Updates der Einsatzkräfte aus und stellen sie hier strukturiert zusammen. Ziel ist es, einen schnellen Überblick über aktuelle Naturbrände und deren Entwicklung in den Niederlanden zu geben.


Livebblog

30.04.2026, 17:05 Uhr: Löscharbeiten dauern Donnerstagabend an

Kessel · Naturbrand Venneweg

Die Feuerwehr wird auch am Donnerstagabend noch mehrere Stunden mit der Bekämpfung des Naturbrandes in den Heldense Bossen bei Kessel beschäftigt sein. Nach Angaben der Gemeinde breitet sich das Feuer derzeit nicht weiter aus, dennoch müssen die Einsatzkräfte noch längere Zeit Nachlöscharbeiten durchführen, um neue Brandherde zu verhindern.

Der Löschhubschrauber, der zuvor eingesetzt wurde, fliegt inzwischen nicht mehr über das Gebiet. Feuerwehrkräfte setzen die Löscharbeiten nun vom Boden aus fort.

Im Zusammenhang mit dem Brand gilt weiterhin eine Notverordnung für das Gebiet rund um unter anderem Heldenseweg, Kesselseweg, Kloosterstraat, Baarloseweg, Midden Peelweg und Keizersbaan. Die Maßnahme bleibt vorerst bis Freitagmorgen in Kraft.

Nach Angaben der Gemeinde Peel en Maas wurde die Notverordnung inzwischen angepasst. Ein kleiner Teil des ursprünglichen Gebietes wurde wieder freigegeben, sodass unter anderem der Campingplatz De Heldense Bossen, die Kinderbetreuung an der Kloosterstraat und Kerkeböske wieder erreichbar sind.

Für das neu abgegrenzte Gebiet gilt jedoch, dass sich dort ab sofort niemand mehr aufhalten darf. Der Grund dafür ist der Einsatz des Löschhubschraubers, der bei jedem Abwurf mehrere tausend Liter Wasser abgibt. Wenn sich Menschen im Gebiet befinden, müssten diese Wasserabwürfe gestoppt werden, was die Löscharbeiten behindern würde.

Nach Angaben der Gemeinde wurde diese Maßnahme aus Sicherheitsgründen für Anwohner und Einsatzkräfte ergriffen.

17:10 Uhr: Kleinere Brandherde weiterhin aktiv

't Harde · Naturbrand Militärgelände

Im betroffenen Gebiet bei ’t Harde gibt es derzeit noch mehrere sogenannte Hotspots, also kleinere Brandherde. Die Feuerwehr bleibt deshalb den gesamten Abend und möglicherweise auch länger vor Ort, um diese Stellen zu kontrollieren und bei Bedarf nachzulöschen.

Damit soll verhindert werden, dass das Feuer erneut aufflammt. Nach Angaben der Einsatzkräfte ist die Lage derzeit stabil, dennoch bleibt der Einsatz der Rettungsdienste erforderlich, bis alle Brandstellen vollständig gesichert sind.

Anwohner können weiterhin Beeinträchtigungen durch Feuerwehrfahrzeuge und laufende Einsatzarbeiten in der Umgebung bemerken.

Die zuvor gesperrten Straßen N309 und N795 sind inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Verkehrsteilnehmer können diese Strecken wieder normal nutzen.

Die Behörden beobachten die Situation weiterhin und wollen neue Informationen veröffentlichen, sobald sich Änderungen ergeben.

17:16 Uhr: Mehrere Naturbrände – Einsatzkräfte verstärken Maßnahmen

Oirschot · Naturbrand Oirschotse Heide

Auf der Oirschotse Heide bei Oirschot ist weiterhin ein Naturbrand aktiv. Nach Angaben der Sicherheitsregion Brabant-Zuidoost ist das Feuer derzeit noch nicht unter Kontrolle. Einsatzkräfte arbeiten mit umfangreichen Maßnahmen daran, eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Die Feuerwehr hat inzwischen mehrere Naturbrand-Bekämpfungseinheiten eingesetzt. Mit dem zweiten Peloton sind derzeit insgesamt rund zehn Löschfahrzeuge im Einsatz, unterstützt von Logistik- und Wassertransportfahrzeugen. Das betroffene Gebiet hat derzeit eine Größe von etwa 500 mal 500 Metern.

Zur besseren Koordination der Einsatzkräfte wurde die Lage auf GRIP-1 hochgestuft. Damit arbeiten Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst, Gemeinde und auch Verteidigungsbehörden enger zusammen. Zusätzlich wurde ein drittes Peloton angefordert. Dadurch stehen weitere sechs Löschfahrzeuge bereit, die bei Bedarf eingesetzt werden können.

In der Region kommt es derzeit an mehreren Orten zu Rauchentwicklung durch Naturbrände. Die Behörden rufen Anwohner dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Wer sich im Freien aufhält, sollte Rauchgebiete möglichst meiden und auch andere Personen darauf aufmerksam machen.

Die Einsatzkräfte gehen derzeit davon aus, dass der Brand mit den verstärkten Maßnahmen in den kommenden Stunden unter Kontrolle gebracht werden kann. Weitere Informationen sollen folgen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.

17:18 Uhr: Großbrand auf Militärgelände – NL-Alert verschickt

Weert · Naturbrand Geuzendijk

Am Donnerstagnachmittag ist auf einem militärischen Übungsgelände an der Geuzendijk bei Weert ein großer Naturbrand ausgebrochen. Das Feuer breitet sich weiter aus und hat inzwischen die Grenze zur Provinz Noord-Brabant überschritten. In der weiten Umgebung ist eine starke Rauchentwicklung sichtbar.

Nach Angaben der Behörden kommt es an mehreren Stellen zu sogenanntem Kronenfeuer. Dabei breitet sich das Feuer über die Baumkronen aus. In Verbindung mit dem Wind kann sich der Brand dadurch besonders schnell ausweiten.

Die genaue Größe des Brandgebietes ist derzeit noch nicht bekannt. Das Feuer brennt an mehreren Stellen gleichzeitig. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich darauf, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und die Umgebung zu schützen.

Die Lage wurde auf GRIP 3 hochgestuft. Das bedeutet, dass der Einsatz regionale Auswirkungen hat und mehrere Behörden eng zusammenarbeiten. Auch der Bürgermeister ist in die Einsatzleitung eingebunden. Da sich das betroffene Gebiet teilweise in Noord-Brabant befindet, wird die Kommunikation von der Sicherheitsregion Brabant-Zuidoost koordiniert.

Für die Gemeinde Cranendonck wurde ein NL-Alert verschickt. Die Behörden warnen vor möglichen Gesundheitsrisiken durch Rauch. Menschen in der Umgebung werden aufgefordert, Rauchgebiete zu meiden. Bei Rauchbelastung sollen sie in Gebäude gehen, Fenster und Türen schließen und Lüftungsanlagen ausschalten.

Die Behörden rufen außerdem dazu auf, sich vom Einsatzgebiet fernzuhalten, den Rettungsdiensten ausreichend Platz zu lassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Die Brandursache ist derzeit noch unbekannt.

17:20 Uhr: Bosbrand weitgehend unter Kontrolle

Overloon · Naturbrand Holthesedijk

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagnachmittag gegen 14:00 Uhr zu einem Waldbrand an der Holthesedijk bei Overloon alarmiert. Mehrere Einheiten rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen. In der Anfangsphase kam es zu leichter Rauchentwicklung. Die Behörden riefen dazu auf, Rauchgebiete zu meiden, da das Einatmen von Rauch gesundheitsschädlich sein kann.

Nach Angaben der Einsatzkräfte sind die Flammen inzwischen weitgehend gelöscht und es ist kaum noch Rauch sichtbar. Die Feuerwehr führt derzeit Nachlöscharbeiten durch und hält den Boden wegen der anhaltenden Trockenheit weiterhin feucht, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

Das betroffene Gebiet hat eine Größe von etwa 140 mal 300 Metern. Feuerwehrfahrzeuge aus mehreren Orten, darunter Sint Anthonis, Uden und Boxmeer, waren im Einsatz.

Die Behörden bitten weiterhin darum, sich vom Einsatzgebiet fernzuhalten und den Rettungsdiensten ausreichend Platz für ihre Arbeit zu lassen.

17:22 Uhr: Feuerwehr erwägt internationale Unterstützung

Niederlande · mehrere Naturbrände

Angesichts der gleichzeitig laufenden Naturbrände in mehreren Regionen der Niederlande erwägt die Feuerwehr, Unterstützung aus dem Ausland anzufordern. Das sagte Edwin Kok, Koordinator der landesweiten Taskforce für Naturbrände, gegenüber der NOS.

Nach seinen Angaben stehen derzeit nur begrenzte Mittel zur Verfügung. „Wir haben mehrere große Brände gleichzeitig und nur ein Helikopterteam verfügbar. Unsere Ressourcen geraten an ihre Grenzen“, erklärte Kok.

Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Brände noch längere Zeit andauern könnten. Auch in der kommenden Nacht soll es trocken bleiben. Zudem betreffen die Feuer große Flächen, sodass umfangreiche Löscharbeiten notwendig bleiben.

„Diese Situation mit fünf gleichzeitig aktiven Naturbränden ist auch für uns ungewöhnlich“, sagte Kok.

17:25 Uhr: Asylzentrum in Budel wegen Naturbrand evakuiert

Budel · Naturbrand Weert

Ein Asylbewerberzentrum (AZC) im Ort Budel wird wegen des Naturbrandes in der Umgebung vorsorglich geräumt. Das teilte die niederländische Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende, das Centraal Orgaan opvang asielzoekers (COA), mit.

Nach Angaben der Organisation betrifft die Evakuierung rund 1.500 Menschen. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit der großen Naturbrandlage auf einem militärischen Übungsgelände in der Region Weert.

Die Behörden beobachten die Lage weiterhin und stimmen die Maßnahmen mit den Einsatzkräften ab.

17:30 Uhr: Militärübungen trotz Naturbränden sollen weitergehen

Niederlande · Brände auf Militärgeländen

Trotz mehrerer großer Naturbrände auf militärischen Übungsgeländen in den vergangenen zwei Tagen sieht die niederländische Armee derzeit keinen Anlass, Übungen auszusetzen. Das erklärte General Onno Eichelsheim, der Commandant der Strijdkrachten (Oberbefehlshaber der niederländischen Streitkräfte), bei einem Pressetermin in Hilversum, so Omroep Gelderland.

Nach seinen Worten sei die Situation zwar „sehr ärgerlich für Anwohner, Campingplätze und auch für die Natur selbst“, dennoch müsse die Armee weiterhin trainieren. Übungen seien notwendig, um auf Krisensituationen vorbereitet zu sein und Soldaten auszubilden.

Die niederländischen Streitkräfte wollen jedoch zusätzliche Maßnahmen ergreifen, um weitere Brände möglichst zu verhindern.

17:34 Uhr: Feuerwehr löscht Naturbrand bei Tungelroy

Tungelroy / Weert · Naturbrand Castertweg

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagnachmittag gegen 15:30 Uhr zu einem Naturbrand an der Castertweg zwischen Tungelroy und Weert alarmiert. Dort stand ein Stück Naturfläche in Flammen, schreibt Weertdegekste.

Einsatzkräfte aus Ittervoort und Roggel rückten aus, um den Brand zu bekämpfen. Nach ersten Informationen könnte ein Feuer zum Verbrennen von Holz außer Kontrolle geraten sein. Durch den starken Wind griffen die Flammen auch auf Nadelbäume in der Umgebung über.

Die Feuerwehr konnte das Feuer schließlich unter Kontrolle bringen und ein weiteres Ausbreiten verhindern.

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Andere Medien zum Thema

Sehr großer Brand auf militärischem Übungsgelände in Weert | VML Nieuws

17:36 Uhr: Brand auf der Oirschotse Heide breitet sich weiter aus

Oirschot · Naturbrand Militärgelände

Der Naturbrand auf der Oirschotse Heide ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr breitet sich das Feuer derzeit noch aus. Die betroffene Fläche wird auf etwa 500 mal 500 Meter geschätzt.

Die Feuerwehr hat rund 130 Einsatzkräfte mobilisiert, die den Brand von zwei Seiten bekämpfen. Zusätzlich setzt die Feuerwehr eine Drohne ein, um das Feuer auch aus der Luft zu beobachten und die Lage besser einschätzen zu können.

17:38 Uhr: Brand bei Kessel breitet sich nicht weiter aus

Kessel · Naturbrand Heldense Bossen

Der Naturbrand in den Heldense Bossen bei Kessel, der in der Nacht ausgebrochen war, breitet sich nach Angaben der Einsatzkräfte derzeit nicht weiter aus. Feuerwehrkräfte werden jedoch noch mehrere Stunden mit Löscharbeiten beschäftigt sein.

Die von der Gemeinde Peel en Maas verhängte Notverordnung bleibt weiterhin in Kraft. Ein Gebiet rund um die Heldense Bossen bleibt deshalb bis Freitagmorgen abgesperrt.

17:46 Uhr: Keine Gefahr für Kerosinlager am Kempen Airport

Weert / Budel · Naturbrand Militärgelände

Die Behörden haben Entwarnung bezüglich der Kerosinlagerung am Kempen Airport gegeben. Nach Angaben der Einsatzkräfte befindet sich der Treibstoff in unterirdischen Tanks und stellt derzeit keine Gefahr dar.

Die Feuerwehr sowie ein Berater für Gefahrstoffe haben die Situation vor Ort überprüft. Dabei wurde bestätigt, dass die Lagerung sicher ist und durch den Naturbrand keine unmittelbare Bedrohung besteht.

17:48 Uhr: Kein Evakuierungsbefehl für Ferienpark Weerterbergen

Weert / Budel · Naturbrand Militärgelände

Der Ferienpark Weerterbergen bei Weert muss wegen des großen Naturbrandes in der Umgebung vorerst nicht evakuiert werden. Nach Angaben des Betreibers Landal gibt es derzeit kein Evakuierungs- oder Räumungsadvies für das Ferienresort, meldet L1Nieuws.

Der Ferienpark liegt zwischen Weert und Budel nahe der Grenze zur Provinz Noord-Brabant. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau.

17:50 Uhr: Brand auf der Oirschotse Heide teilweise unter Kontrolle

Oirschot · Naturbrand Militärgelände

Der Naturbrand auf der Oirschotse Heide ist inzwischen auf einer Seite unter Kontrolle. In der Nähe des Dorfes Wintelre hat die Rauchentwicklung deutlich abgenommen. Auf der anderen Seite des Brandgebietes ist das Feuer jedoch weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.

Die Feuerwehr geht derzeit nicht mehr von einer starken weiteren Ausbreitung aus, rechnet jedoch noch mit stundenlangen Löscharbeiten. Nachlöscharbeiten könnten sich sogar bis in die Nacht hinein ziehen, erklärte ein Sprecher.

Nach Angaben der Feuerwehr handelt es sich um einen Brand ungewöhnlicher Größe. Ursache dafür sei eine Kombination aus sehr trockener Vegetation und starkem Wind. Rund 130 Feuerwehrkräfte sind derzeit im Einsatz.

Neben etwa zwanzig Löschfahrzeugen wurden auch zahlreiche Wassertransportfahrzeuge eingesetzt, die ständig Wasser an die Einsatzstelle bringen. Zusätzlich überwacht die Feuerwehr den Brand aus der Luft mit einer Drohne.

Zur Ursache des Feuers gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Sobald der Brand vollständig gelöscht ist, will die Marechaussee untersuchen, ob militärische Übungen in dem Gebiet eine Rolle gespielt haben könnten.

17:52 Uhr: Kronenfeuer breitet sich bei Budel aus

Budel / Weert · Naturbrand Militärgelände

Der Naturbrand in der Umgebung von Budel breitet sich weiter aus. Nach Angaben der Sicherheitsregion springt das Feuer an mehreren Stellen über die Baumkronen weiter.

Diese Art der Ausbreitung wird als sogenanntes Kronenfeuer bezeichnet. Dabei breitet sich das Feuer über die Baumwipfel aus und kann sich besonders schnell ausweiten.

In Verbindung mit dem Wind kann sich der Brand dadurch rasch weiter ausbreiten, warnen die Einsatzkräfte.

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Brandweerwagen Kempen AirPort | Jan Jansen

18:00 Uhr: Defensie überprüft Trockenheitsprotokoll nach Brand

't Harde · Naturbrand Militärgelände

Nach dem großen Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde will das niederländische Verteidigungsministerium seine Protokolle für Übungen in trockenen Perioden erneut überprüfen. Das teilte Defensie am Donnerstag mit.

Die Koninklijke Marechaussee untersucht derzeit die Ursache des Brandes. Dabei wird auch geprüft, ob das Feuer möglicherweise im Zusammenhang mit einer militärischen Übung entstanden ist.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sei regelmäßiges Training angesichts der aktuellen Sicherheitslage in der Welt notwendig, um eine gut vorbereitete Streitkraft zu gewährleisten. Gleichzeitig müsse jede Übung sicher durchgeführt werden – sowohl für Menschen als auch für Natur und Umgebung.

Defensie betont, dass Übungen grundsätzlich nach strengen Protokollen stattfinden. Bei erhöhtem Risiko, etwa während trockener Wetterperioden, gelten zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Nun soll untersucht werden, ob alle geltenden Vorschriften korrekt angewendet wurden und ob eine Verschärfung der Regeln angesichts zunehmender Trockenheit erforderlich ist. Weitere Schlussfolgerungen sollen folgen, sobald die Ursache des Brandes geklärt ist.

18:06 Uhr: Zweiter Chinook-Helikopter unterstützt Löscharbeiten

Weert · Naturbrände Militärgelände

Die niederländische Luftwaffe setzt einen weiteren Transporthubschrauber vom Typ Chinook zur Unterstützung der Löscharbeiten bei den Naturbränden in der Region Weert ein. Das teilte das Defensie Helikopter Commando der Luftmacht über soziale Medien mit.

Der zweite Hubschrauber ist demnach auf dem Weg in das Einsatzgebiet, um die Feuerwehr aus der Luft beim Löschen der Brände zu unterstützen.

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Mehrere große Brände in Brabant | Omroep Brabant

18:14 Uhr: Notverordnung nach Brand bei Kessel aufgehoben

Kessel · Naturbrand Heldense Bossen

Die Gemeinde Peel en Maas hat die Notverordnung für das Gebiet rund um den Naturbrand bei Kessel aufgehoben. Das teilte die Gemeinde am frühen Abend mit.

Gleichzeitig bleibt der Appell bestehen, das Gebiet weiterhin zu meiden, sofern kein zwingender Grund besteht, sich dort aufzuhalten.

Die Behörden bitten außerdem darum, den Einsatzkräften weiterhin ausreichend Platz zu lassen, damit Feuerwehr und Rettungsdienste ihre Arbeit ungehindert fortsetzen können.

18:15 Uhr: NL-Alert auch für West-Brabant verschickt

West-Brabant · Rauch durch Naturbrände

Wegen der Naturbrände auf der Oirschotse Heide und der Weerterheide wurde inzwischen auch in der Region West-Brabant ein NL-Alert verschickt. Die Warnung betrifft einen großen Teil der Sicherheitsregion Midden- en West-Brabant.

Die Behörden warnen vor starker Rauchentwicklung. Menschen in der Region werden aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen sowie Lüftungsanlagen auszuschalten, wenn sie unter Rauchbelastung leiden.

Außerdem gilt der Hinweis, Rauchgebiete möglichst zu meiden. Weitere Informationen stellen die Behörden auf der Website der Sicherheitsregion bereit.

NL-Alert 30. April 2026, 18:00 Uhr Belästigung oder Beeinträchtigung durch Rauch in einem großen Teil der Sicherheitsregion Midden- und West-Brabant aufgrund der Brände auf der Oirschotse Heide und der Weerterheide. Bei Rauchbelastung: Fenster und Türen schließen,
Lüftungsanlagen ausschalten. Weitere Informationen unter www.vrmwb.nl

18:22 Uhr: Großbrand auf Einkaufsboulevard in Waalwijk

Waalwijk · Brand in Gewerbegebiet

Die Feuerwehr ist am Donnerstag nicht nur mit Naturbränden beschäftigt. In Waalwijk brach zudem ein großer Brand auf einer Wohn- und Einkaufsboulevard aus.

Nach Angaben der Sicherheitsregion wurden sechs Gebäude schwer beschädigt. Das Feuer entstand demnach in einem Lager eines Geschäftes und griff anschließend auf benachbarte Ladenlokale über.

Die Feuerwehr ist weiterhin im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu halten und weitere Schäden zu verhindern.

18:24 Uhr: AZC in Budel evakuiert – Warnung Drohnenverbot

Weert / Budel · Naturbrand Geuzendijk

Der Naturbrand nahe der Geuzendijk bei Weert beschäftigt weiterhin zahlreiche Einsatzkräfte. Die Behörden haben inzwischen das Asylbewerberzentrum (AZC) in Budel vorsorglich evakuiert. Das Zentrum liegt im möglichen Auswirkungsbereich des Brandes. Für die 1500 Bewohner werden derzeit vorübergehende Unterkünfte vorbereitet.

Die Einsatzleitung bittet außerdem dringend darum, im Bereich des Brandes keine Drohnen fliegen zu lassen. Drohnen könnten die Arbeit der Rettungskräfte und insbesondere mögliche Löscheinsätze aus der Luft erheblich behindern.

Die Behörden warnen weiterhin vor Rauchentwicklung. Rauch von Bränden kann gesundheitsschädlich sein. Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten. Wer sich im Freien befindet, sollte Rauchgebiete möglichst meiden und auch andere Personen darauf aufmerksam machen.

18:31 Uhr: Nationales Koordinationszentrum für Naturbrände aktiviert

Niederlande · Zeist

Die gleichzeitig laufenden Naturbrände unter anderem bei ’t Harde, Oirschot und Weert machen deutlich, wie schnell die Lage in den Niederlanden eskalieren kann. Bei besonders großen Bränden oder mehreren gleichzeitigen Einsätzen wird deshalb ein landesweites Koordinationszentrum eingerichtet – das sogenannte Landelijk Actiecentrum Natuurbranden in Zeist, meldet das AD.

Von dort aus wird bei Bedarf die Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsregionen und Feuerwehren im ganzen Land koordiniert. Ziel ist es, verfügbare Einsatzkräfte und Material effizient zu verteilen und die Lage landesweit zu überblicken.

Das Zentrum befindet sich im Gebäude an der Huis ter Heideweg, in dem auch die landesweiten Notrufzentralen organisiert sind. Dort werden Informationen gesammelt, ausgewertet und an beteiligte Organisationen wie Feuerwehr, Polizei und Gemeinden weitergegeben.

Normalerweise wird die Bekämpfung von Naturbränden zunächst lokal oder regional organisiert. Erst wenn ein Brand besonders groß wird oder mehrere Brände gleichzeitig auftreten, kann die Koordination auf nationaler Ebene erfolgen.

18:35 Uhr: Feuerwehr beendet Nachlöscharbeiten in Overloon

Overloon · Naturbrand Holthesedijk

Die Feuerwehr wurde am Donnerstagnachmittag gegen 14:00 Uhr zu einem Waldbrand an der Holthesedijk bei Overloon alarmiert. Mehrere Einheiten rückten aus, um das Feuer zu bekämpfen. In der Anfangsphase kam es zu leichter Rauchentwicklung.

Am frühen Abend teilten die Einsatzkräfte mit, dass die Nachlöscharbeiten abgeschlossen sind. Die Feuerwehr verlässt nun nach und nach das Einsatzgebiet.

Während des Einsatzes wurden Anwohner gebeten, Rauchgebiete zu meiden, da das Einatmen von Rauch gesundheitsschädlich sein kann.

18:45 Uhr: Brand bei Kessel unter Kontrolle

Kessel · Naturbrand Heldense Bossen

Der Naturbrand in den Heldense Bossen bei Kessel ist inzwischen unter Kontrolle. Die Feuerwehr führt noch einige Zeit Nachlöscharbeiten durch, um mögliche Glutnester vollständig zu löschen.

Damit endet vorerst die aktuelle Berichterstattung zu diesem Einsatz zwischen Venlo und Maastricht.

18:47 Uhr: Bewohner des AZC Budel dürfen zurückkehren

Budel / Weert · Naturbrand Weerterheide

Die rund 1500 Bewohner des Asylbewerberzentrums (AZC) in Budel dürfen wieder in ihre Unterkünfte zurückkehren. Das Zentrum war am Donnerstagnachmittag vorsorglich evakuiert worden, nachdem auf dem militärischen Übungsgelände Weerterheide ein großer Naturbrand ausgebrochen war. Nach Angaben der Behörden steht in dem Gebiet weiterhin eine Fläche von etwa 50 Hektar in Brand. Die Einsatzkräfte arbeiten daran, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen.

19:44 Uhr: Brand bei Budel und Weert breitet sich nicht weiter aus

Budel / Weert · Naturbrand Weerterheide

Der Naturbrand in der Region Budel und dem Limburgischen Weert breitet sich nach Angaben der Sicherheitsregion derzeit nicht weiter aus. Die betroffene Fläche wird inzwischen auf etwa 700.000 Quadratmeter geschätzt, also rund 70 Hektar, meldet Omroep Brabant.

Die Feuerwehr konnte das Feuer mithilfe sogenannter „Stoplinien“ innerhalb dieses Gebietes halten. Der Brand war auf einem militärischen Übungsgelände an der Geuzendijk ausgebrochen. Ob eine militärische Übung dabei eine Rolle gespielt hat, ist bislang noch unklar.

Nach Angaben der Einsatzkräfte ist der Brand jedoch weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle. Auch wenn dies möglicherweise bald erreicht wird, rechnen die Behörden noch mit längeren Nachlöscharbeiten. Insgesamt sind rund neunzig Löschfahrzeuge von Feuerwehren aus Brabant und Limburg im Einsatz.

Der Wind hat inzwischen etwas nachgelassen, was die Löscharbeiten erleichtert. Gleichzeitig erschwert der Einsatz von Chinook-Transporthubschraubern derzeit den Einsatz von Drohnen zur genauen Kartierung der Brandfläche und möglicher Hotspots.

19:51 Uhr: Brand auf der Oirschotse Heide breitet sich langsamer aus

Oirschot · Naturbrand Militärgelände

Die Feuerwehr ist weiterhin mit der Bekämpfung des Naturbrandes auf der Oirschotse Heide beschäftigt. Nach aktuellen Messungen breitet sich das Feuer inzwischen langsamer aus.

Die Behörden raten Anwohnern weiterhin, Fenster und Türen geschlossen zu halten und bei Rauchbelastung möglichst in Gebäuden zu bleiben.

19:56 Uhr: Niederlande bitten Europa um Hilfe bei Naturbränden

Niederlande · mehrere Naturbrände

Die niederländische Feuerwehr hat ein europäisches Hilfeersuchen gestellt, um zusätzliche Unterstützung bei der Bekämpfung der Naturbrände im Land zu erhalten. Das erklärte Edwin Kok, Koordinator der landesweiten Taskforce Naturbrände, gegenüber der NOS.

Das Gesuch wurde an das europäische Koordinationszentrum in Brüssel gerichtet. Andere Länder können daraufhin Hilfe anbieten. „Wir hoffen, bereits morgen über zusätzliche Mittel verfügen zu können“, sagte Kok.

Als Beispiel nannte er Deutschland, wo bei Bonn ein Team mit Bodeneinheiten stationiert ist. „Ich weiß nicht, ob dieses Team verfügbar ist“, so Kok. „Wenn ja, könnten sie sehr schnell in den Niederlanden sein.“

Dass die Niederlande internationale Unterstützung anfordern, ist laut Kok ungewöhnlich. „Ich kann mich nicht erinnern, dass wir das jemals getan haben, zumindest nicht im Zusammenhang mit Naturbränden.“

19:58 Uhr: Brand in Dünen bei Noordwijk unter Kontrolle

Noordwijk / De Zilk · Naturbrand Amsterdamse Waterleidingduinen

Der Naturbrand in den Dünen bei Noordwijk ist inzwischen unter Kontrolle. Nach Angaben der Gemeinde hatte das Feuer eine Fläche von etwa 800 Quadratmetern erfasst. Die Ursache des Brandes ist derzeit noch nicht bekannt.

Der Brand brach gegen 14:00 Uhr in den Amsterdamse Waterleidingduinen westlich des Dorfes De Zilk aus, etwa zwischen Zandvoort und Noordwijk. Aufgrund der Lage im Dünengebiet gestalteten sich die Löscharbeiten schwierig.

Nachdem das Feuer zunächst nach etwa einer Stunde gelöscht schien, flammte es erneut auf. Als Ursache nennen die Einsatzkräfte eine Kombination aus Hitze im Boden und Sauerstoffzufuhr. Zur Unterstützung wurde ein spezielles Löschfahrzeug für Naturbrände aus der Provinz Utrecht eingesetzt.

Die Feuerwehr nutzte zudem eine Drohne, um sogenannte Hotspots zu lokalisieren. Diese Glutnester konnten anschließend gezielt abgelöscht werden. Hirsche und andere Tiere im Gebiet blieben nach Angaben des Amsterdamer Trinkwasserunternehmens Waternet unverletzt und konnten rechtzeitig flüchten.

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Andere Medien zum Thema

Doppelt so viel Wasser wie ein Löschfahrzeug: So arbeitet der Chinook | NU.nl

20:09 Uhr: Erneuter NL-Alert wegen Rauchbelastung in Budel

Budel / Weerterbergen · Naturbrand

Wegen der anhaltenden Naturbrände in der Region Budel und Weerterbergen wurde am Abend erneut ein NL-Alert verschickt. Die Behörden warnen, dass in den kommenden Stunden weiterhin Rauchbelastung auftreten kann.

Anwohner werden aufgefordert, Rauch möglichst zu meiden. Nach Angaben der Behörden wurden bislang keine gesundheitsschädlichen Konzentrationen gefährlicher Stoffe gemessen.

Weitere Verhaltensempfehlungen stellen die Behörden auf der Website brabantalert.nl bereit.

20:19 Uhr: Feuerwehrkapazitäten durch Naturbrände stark belastet

Niederlande · Lageeinschätzung der Feuerwehr

Die zahlreichen Naturbrände der vergangenen Tage setzen die niederländische Feuerwehr erheblich unter Druck. Das erklärte Olav Strotmann, Leiter der Brandbekämpfung bei der Sicherheitsregion Noord- en Oost-Gelderland, im Fernsehprogramm „Eva“ auf NPO 1.

Nach seinen Angaben stehen derzeit landesweit nur noch sechzehn Einheiten zur Verfügung, die bei einem neuen Brand zusätzliche Unterstützung leisten könnten.

Beim großen Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde waren laut Strotmann auf dem Höhepunkt des Einsatzes insgesamt 44 Lösch­einheiten im Einsatz. Am Donnerstagabend sind dort weiterhin rund sechzehn Einheiten mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

20:25 Uhr: Kempen Airport warnte Defensie vor Naturbrandgefahr

Budel / Weert · Naturbrand Militärgelände

Kempen Airport hat nach eigenen Angaben die niederländische Armee bereits am Mittwochabend vor der Gefahr von Naturbränden in der Umgebung von Budel gewarnt. Das berichtet Omroep Brabant. Die Warnung sei Teil einer Reihe von Hinweisen gewesen, die der Flughafen in den vergangenen Monaten an Defensie geschickt habe.

Am Donnerstagnachmittag brach auf dem militärischen Übungsgelände Weerter- en Budelerbergen ein großer Naturbrand aus. Die Flammen bedrohten zeitweise auch das nahegelegene Kempen Airport, das vorübergehend evakuiert werden musste.

Nach Angaben eines Sprechers des Flughafens werde in der Region derzeit häufiger und intensiver militärisch geübt. Dabei kämen unter anderem Handgranaten, Explosivstoffe, Leuchtkörper und Schusswaffen zum Einsatz. Der Flughafen befürchtet, dass heiße Patronenhülsen oder andere Übungsaktivitäten das Feuer ausgelöst haben könnten. Die genaue Ursache wird jedoch noch untersucht.

Während des Brandes standen nach Angaben des Flughafens auch zwei große Kerosintanks und Flugzeuge im Wert von mehreren Millionen Euro potenziell in Gefahr. Die Sicherheitsregion erklärte jedoch, dass die unterirdisch gelagerten Kerosintanks nicht unmittelbar bedroht gewesen seien.

Der Flughafen fordert nun Gespräche mit der Regierung und verweist darauf, dass militärische Übungen und zivile Infrastruktur in der Region besser aufeinander abgestimmt werden müssten.

21:05 Uhr: Großer Naturbrand bei Budel und Weert unter Kontrolle

Budel / Weert · Naturbrand Militärgelände

Der große Naturbrand auf einem militärischen Übungsgelände zwischen Weert und Budel ist inzwischen unter Kontrolle. Das teilte ein Sprecher der Sicherheitsregion am Abend mit.

Die Feuerwehr wird jedoch noch mehrere Stunden mit Löscharbeiten und Nachlöscharbeiten beschäftigt sein, um mögliche Glutnester vollständig zu beseitigen.

Nach ersten Angaben entstand das Feuer während einer militärischen Übung. Die genaue Ursache wird derzeit noch untersucht.

Auch Feuerwehrkräfte aus Belgien waren an den Löscharbeiten beteiligt. Der Brand hat nach Schätzungen eine Fläche von etwa 70 Hektar erfasst. Die Rauchwolke war zeitweise auch über dem nördlichen Teil der belgischen Provinz Limburg sichtbar.

21:10 Uhr: Feuerwehr arbeitet bis Mitternacht an Brand auf der Oirschotse Heide

Oirschot · Naturbrand Militärgelände

Die Feuerwehr hat begonnen, Einsatzkräfte beim Naturbrand auf der Oirschotse Heide abzulösen. Nach Angaben der Einsatzleitung wird voraussichtlich noch bis etwa Mitternacht an der Bekämpfung des Feuers gearbeitet. Der Brand ist weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.

Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, legt die Feuerwehr von zwei Seiten eine etwa zwanzig Meter breite, durchnässte Schneise an. Damit soll das Brandgebiet aufgeteilt und verhindert werden, dass das Feuer erneut aufflammt.

Die Zahl der eingesetzten Einheiten wird inzwischen reduziert. Statt drei Pelotons sind noch zwei im Einsatz, was einer Verringerung von zwölf auf acht Löschfahrzeuge entspricht.

Wenn die Lage stabil bleibt, erwartet die Feuerwehr, das Gelände gegen Mitternacht an das Verteidigungsministerium zu übergeben, das anschließend für die Nachsorge im Gebiet zuständig sein wird.

21:12 Uhr: Einsatzstufe in Limburg zurück auf GRIP 0

Weert · Naturbrand Geuzendijk

Die Sicherheitsregion Limburg-Noord hat den Einsatzstatus für den Naturbrand bei der Geuzendijk in Weert inzwischen auf GRIP 0 zurückgestuft. Damit gilt dort wieder die reguläre Einsatzstruktur ohne besondere Koordinationsstufe.

Für die angrenzende Sicherheitsregion Brabant-Zuidoost (Weert/Budel) bleibt die Lage jedoch weiterhin höher eingestuft.

21:30 Uhr: Niederlande bitten EU um Unterstützung bei Naturbränden

Niederlande · internationale Hilfe angefordert

Die Niederlande haben wegen der zahlreichen Naturbrände internationale Unterstützung über das europäische Katastrophenschutzverfahren UCPM angefordert. Das teilte Justiz- und Sicherheitsminister David van Weel in einem Beitrag in sozialen Medien mit.

Nach Angaben des Ministers arbeiten Feuerwehrkräfte derzeit rund um die Uhr an der Bekämpfung der Brände. Er sprach allen Einsatzkräften seinen Respekt aus, die in den vergangenen Tagen an den Einsätzen beteiligt waren.

Über das europäische Mechanismus UCPM können sich EU-Staaten bei großen Krisen gegenseitig unterstützen. Die Niederlande haben konkret um zwei Bodeneinheiten zur Waldbrandbekämpfung mit Fahrzeugen sowie um eine Einheit zur Brandbekämpfung aus der Luft gebeten.

Nach Angaben des Ministers leisten die Niederlande häufig selbst Hilfe über dieses System. Dass das Land nun erstmals selbst Unterstützung anfordert, sei daher eine besondere Situation.

Quelle: Ministerie van Defensie
Quelle: Ministerie van Defensie

21:37 Uhr: Mehrere Naturbrände auf Militärgeländen – Defensie prüft Anpassungen

Niederlande · Militärübungen und Naturbrandgefahr

Nach mehreren Naturbränden auf militärischen Übungsgeländen innerhalb von zwei Tagen prüft das niederländische Verteidigungsministerium mögliche Anpassungen seiner Sicherheitsprotokolle. Das berichtet die NOS.

Brände wurden in dieser Woche unter anderem auf Übungsplätzen bei ’t Harde, Assen, Oirschot und Weert gemeldet. Ob militärische Übungen die Ursache der jüngsten Brände sind, wird derzeit noch untersucht.

Nach Angaben des Nederlands Instituut Publieke Veiligheid wurden im Jahr 2025 insgesamt 846 Naturbrände registriert. Davon entstanden 124 auf militärischen Übungsgeländen, die meisten davon in der Sicherheitsregion Noord- en Oost-Gelderland.

Der Oberbefehlshaber der niederländischen Streitkräfte, General Onno Eichelsheim, erklärte gegenüber der NOS, dass bereits Maßnahmen wegen der Trockenheit gelten. So seien unter anderem pyrotechnische Mittel bei Übungen derzeit untersagt und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden.

Dennoch will Defensie prüfen, ob weitere Anpassungen notwendig sind. Hintergrund ist unter anderem die zunehmende Trockenheit in den Niederlanden durch veränderte klimatische Bedingungen.

21:48 Uhr: Politiker danken Einsatzkräften bei Naturbränden

Niederlande · Naturbrände

Mehrere Politiker haben den Einsatzkräften für ihre Arbeit bei den zahlreichen Naturbränden gedankt. Rob Jetten sprach der Feuerwehr sowie allen beteiligten Rettungsdiensten in einem Beitrag in sozialen Medien großen Respekt aus. Nach seinen Worten arbeiten die Einsatzkräfte mit großem Einsatz daran, die Brände in den Naturgebieten zu bekämpfen. Gleichzeitig rief er die Bevölkerung dazu auf, aufmerksam zu bleiben und alles zu tun, um weitere Brände zu verhindern.

Weitere Informationen und Hinweise zur Vorsorge stellte er über die Website denkvooruit.nl bereit.

21:55 Uhr: Verteidigungsministerium stoppt Übungen mit offenem Feuer

Niederlande · Naturbrände

Während die Königliche Marechaussee die Ursache der Naturbrände untersucht, hat das niederländische Verteidigungsministerium erste Maßnahmen ergriffen. Verteidigungsministerin Dilan Yeşilgöz-Zegerius teilte mit, dass auf militärischen Übungsgeländen vorerst kein offenes Feuer, keine Übungsmunition und keine pyrotechnischen Mittel mehr eingesetzt werden.

Außerdem will das Ministerium die bestehenden Protokolle für militärische Übungen in trockenen Perioden erneut überprüfen. Hintergrund sind mehrere Naturbrände der vergangenen Tage, die teilweise auf militärischen Übungsgeländen ausgebrochen sind.


22:00 Uhr – Liveblog für heute beendet

Wir schließen diesen Liveblog für heute Abend und melden uns morgen früh wieder mit neuen Entwicklungen zurück.

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies gerne tun. Wir freuen uns über jede Unterstützung und bedanken uns herzlich bei unseren Leserinnen und Lesern.

01.05.2026, 07:15 Uhr – Liveblog startet wieder

Guten Morgen. Wir starten in den 1. Mai und setzen unseren Liveblog zu den Naturbränden in den Niederlanden fort. In Deutschland ist heute Feiertag, in den Niederlanden hingegen nicht.

Die meisten großen Brände, die am Donnerstag mehrere Regionen gleichzeitig beschäftigten, sind inzwischen unter Kontrolle oder bereits gelöscht. Feuerwehr und Einsatzkräfte sind jedoch weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt und beobachten mögliche Glutnester.

Ein Wetterumschwung könnte die Lage in den kommenden Stunden etwas entspannen. Für Samstag hat das niederländische Wetterinstitut KNMI für fast das gesamte Land Code Gelb ausgegeben. Erwartet werden Gewitter mit Windböen bis zu 70 km/h, Hagel bis etwa zwei Zentimeter sowie lokal bis zu 20 Millimeter Regen in kurzer Zeit.

Der Wind kann die Lage bei bestehenden Brandstellen zwar erschweren, Niederschläge könnten jedoch helfen, verbleibende Glutnester zu löschen.

 

Oirschot – Naturbrand abgeschlossen

Oirschotse Heide · Militärgelände

Der Naturbrand auf der Oirschotse Heide ist inzwischen unter Kontrolle. Nach Angaben der Sicherheitsregion sind etwa 65 Hektar Naturfläche verbrannt.

Die Einsatzleitung hat den Einsatz inzwischen an Defensie übergeben, die nun die Nachsorge und Kontrolle möglicher Glutnester übernimmt. Die meisten Feuerwehr-Einheiten kehren nach und nach zu ihren Standorten zurück.

 

Kessel und Geuzendijk offiziell geschlossen

Limburg-Noord · Naturbrände

Auch die Naturbrände an der Venneweg bei Kessel sowie an der Geuzendijk bei Weert wurden inzwischen offiziell als abgeschlossen gemeldet. Die Einsatzstellen wurden am Donnerstagabend geschlossen.

 

Budel / Weert – Brand unter Kontrolle

Weerterheide · Naturbrand Militärgelände

Der große Naturbrand zwischen Budel und Weert ist inzwischen weitgehend unter Kontrolle. Die Flammen sind nahezu vollständig gelöscht, allerdings kommt es weiterhin zu Rauchentwicklung.

Die Feuerwehr rechnet damit, auch am Freitag noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt zu sein. Mithilfe von Drohnen werden weiterhin sogenannte Hotspots lokalisiert, um gezielt verbliebene Glutnester abzulöschen.

Das offizielle Signal „brand meester“ – also vollständig unter Kontrolle – wurde bislang noch nicht gegeben.

 

Zu früh für „Brand meester“ in ’t Harde

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Die Feuerwehr war auch am Donnerstag den ganzen Tag mit Löscharbeiten bei ’t Harde beschäftigt, wo am Mittwoch ein großer Naturbrand auf einem militärischen Übungsgelände ausgebrochen war.

Nach Angaben eines Sprechers der Sicherheitsregion Noord- en Oost-Gelderland verlief der Abend vergleichsweise ruhig. Dennoch sei es noch zu früh, das Signal „brand meester“ – also vollständig unter Kontrolle – zu geben.

Der Grund ist die Größe des betroffenen Gebietes. Die noch vorhandenen Hotspots liegen über eine Fläche von rund 500 Hektar verteilt und müssen weiterhin überwacht und nachgelöscht werden.

 

07:30 Uhr: Deutsche Feuerwehr unterstützt bei Naturbränden

Brabant · internationale Hilfe

Deutschland unterstützt die Niederlande bei der Bekämpfung der Naturbrände. Am Freitagmorgen macht sich ein Konvoi mit 21 Feuerwehrfahrzeugen und insgesamt 67 Einsatzkräften auf den Weg in die Niederlande.

Die spezialisierten Einheiten stammen aus mehreren Städten im Rheinland, darunter Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen. Sie verfügen unter anderem über geländegängige Löschfahrzeuge sowie Führungs- und Versorgungseinheiten für Einsätze bei Wald- und Vegetationsbränden.

Nach ersten Informationen sollen die deutschen Kräfte zunächst in die Region Oirschot fahren, wo seit Donnerstag ein großer Naturbrand auf einem militärischen Übungsgelände ausgebrochen war. Dort sind rund 65 Hektar Naturfläche verbrannt. Der Brand ist zwar unter Kontrolle, die Feuerwehr ist jedoch weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt.

Die Niederlande hatten erstmals internationale Unterstützung über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus angefordert. Neben Deutschland stellt auch Frankreich Unterstützung bereit, während belgische Feuerwehrkräfte bereits am Donnerstag bei einem Brand in der Nähe von Budel geholfen hatten.

07:33 Uhr: In allen Provinzen gilt Naturbrandrisiko Stufe 2

Niederlande · erhöhte Waldbrandgefahr

In den gesamten Niederlanden gilt derzeit die Naturbrand-Risikostufe Phase 2. Nach Angaben der Behörden ist es seit längerer Zeit sehr trocken in der Natur. Dadurch steigt das Risiko, dass Vegetationsbrände entstehen und sich – insbesondere bei Wind – schnell und unvorhersehbar ausbreiten.

Feuerwehren, Naturverwaltungen und Grundstückseigentümer beobachten die Lage deshalb besonders aufmerksam. Gleichzeitig bitten die Behörden Besucher von Wäldern, Heideflächen und Naturgebieten um erhöhte Vorsicht.

Das bedeutet Phase 2 im Überblick:

  • Die Natur kann weiterhin besucht werden, jedoch wird zu besonderer Vorsicht geraten.
  • Offenes Feuer ist in vielen Gebieten nicht erlaubt. Das kann auch Feuerkörbe, Fackeln oder Kochen mit Holz oder Holzkohle betreffen.
  • Auch genehmigte Feuer können durch Behörden oder Gemeinden kurzfristig verboten werden.
  • Zigaretten, Glas oder heiße Grillkohlen dürfen keinesfalls in der Natur zurückgelassen werden.
  • Autos sollten nicht im trockenen Gras geparkt werden, da heiße Fahrzeugteile Brände auslösen können.

Was bei verdächtigen Situationen gilt:

  • Verdächtige Beobachtungen sollten sofort gemeldet werden – im Zweifel über den Notruf 112.
  • Hilfreich sind möglichst genaue Ortsangaben, Beschreibungen von Personen oder Fahrzeugen sowie Fotos oder Videos.

Verhalten bei einem Naturbrand:

  • Sofort Abstand vom Feuer nehmen und möglichst schnell in Richtung Straße oder sicheren Bereich flüchten.
  • Nicht vor der Brandfront laufen, sondern seitlich vom Feuer weg.
  • Andere Menschen warnen und beim Verlassen des Gebietes helfen.
  • Den Notruf 112 wählen und den Brandort möglichst genau beschreiben.

08:00 Uhr: Feuerwehr bei ’t Harde weiterhin mit Nachlöscharbeiten beschäftigt

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Die Feuerwehr ist weiterhin intensiv mit Kontrollen und Nachlöscharbeiten beim Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde beschäftigt. An mehreren Stellen entstehen immer wieder kleinere Brandherde, die jedoch sofort bekämpft werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Nach Angaben der Einsatzkräfte kann es in der Umgebung weiterhin zu Rauchbelästigung kommen. Anwohner und Passanten werden daher gebeten, bei wahrnehmbarem Rauch Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen möglichst auszuschalten.

Aufgrund der Größe und Komplexität des Einsatzes wurde die Lage bislang noch nicht weiter heruntergestuft. Die Feuerwehr ist derzeit noch mit vier Pelotons vor Ort im Einsatz, um das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen.

Weitere Updates sollen folgen, sobald neue Informationen vorliegen.

09:20 Uhr: Winkels und Betriebe in Cranendonck wieder geöffnet

Budel / Weert · Naturbrand Geuzendijk

Nach dem großen Naturbrand in der Umgebung von Budel dürfen Geschäfte und Unternehmen in der Gemeinde Cranendonck am Freitag wieder öffnen. Das teilten die Behörden am Morgen mit.

Gleichzeitig bleibt der Hinweis bestehen, vorsichtig mit der weiterhin möglichen Rauchentwicklung umzugehen. Anwohner werden gebeten, Rauch möglichst zu meiden und bei wahrnehmbarer Rauchbelastung Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen auszuschalten.

Außerdem bitten die Behörden weiterhin darum, den Einsatzkräften ausreichend Platz zu lassen, damit Feuerwehr und Rettungsdienste ihre Arbeit ungehindert fortsetzen können.

08:40 Uhr: KNMI warnt vor Gewittern mit Hagel und Sturmböen

Niederlande · Wetterwarnung Code Gelb

Das niederländische Wetterinstitut KNMI hat für Samstag eine Wetterwarnung der Stufe Code Gelb herausgegeben. Am Nachmittag und Abend werden in großen Teilen des Landes kräftige Regen- und Gewitterzellen erwartet.

Die Gewitter erreichen zunächst den Süden des Landes und ziehen anschließend von Südwest nach Nordost über die Niederlande hinweg. Dabei kann es zu Hagel, starken Windböen und intensiven Niederschlägen in kurzer Zeit kommen.

Nach Angaben des KNMI sind Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern möglich. Außerdem können örtlich Windböen bis zu 75 Kilometer pro Stunde auftreten. Innerhalb kurzer Zeit können lokal 10 bis 20 Millimeter Regen fallen.

Der Verkehr sowie Aktivitäten im Freien können durch die Gewitter vorübergehend beeinträchtigt werden, insbesondere durch starken Regen und mögliche Wasseransammlungen auf Straßen.

Die Gewitter sollen am späten Abend das nordöstliche Teil des Landes wieder verlassen.

09:50 Uhr: Feuerwehr kontrolliert weiterhin Hotspots

't Harde · Naturbrand Militärgelände

Die Feuerwehr ist weiterhin mit zwei Pelotons im Einsatz, um die verbleibenden Brandstellen zu kontrollieren. Insgesamt sind acht Löschfahrzeuge und mehr als fünfzig Feuerwehrleute im Gebiet unterwegs.

Die Einsatzteams fahren durch das Gelände, um sogenannte Hotspots zu löschen und zu überprüfen, ob sich das Feuer erneut ausbreiten könnte. In diesen Bereichen steckt noch viel Hitze im Boden. Lokal können Temperaturen von bis zu 170 Grad gemessen werden. Die Feuerwehr vergleicht diese Stellen mit glühenden Kohlen in einem Grill, schreibt Omroep Gelderland.

Zur Überwachung werden auch Drohnen eingesetzt. Diese können aus der Luft die Temperatur des Bodens messen und helfen dabei, gefährliche Stellen schneller zu erkennen.

Das Signal „Brand meester“ – also vollständig unter Kontrolle – wurde bisher noch nicht gegeben. Dieses wird erst ausgesprochen, wenn keine Gefahr mehr besteht, dass das Feuer erneut aufflammt.

12:00 Uhr: Erste ausländische Feuerwehrkräfte in Eindhoven eingetroffen

Eindhoven · internationale Unterstützung

Die ersten Feuerwehrkräfte aus Deutschland und Frankreich sind am Freitag in Eindhoven eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Naturbrände in den Niederlanden zu helfen.

Die internationalen Einheiten sollen die niederländische Feuerwehr bei den laufenden Einsätzen unterstützen und zusätzliche Kapazitäten bereitstellen.

12:05 Uhr: Löschhubschrauber unterstützen Einsatz bei ’t Harde

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Zur Unterstützung der Feuerwehr sind zwei Löschhubschrauber zum Einsatz bei dem Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde angefordert worden. Mit Wasserabwürfen aus der Luft soll das Feuer schneller unter Kontrolle gebracht werden.

Da der Brand bereits seit längerer Zeit andauert, haben die Einsatzkräfte zusätzliche Mittel aus der Luft eingesetzt. Durch die sogenannten Waterdroppings hoffen die Rettungsdienste, die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten und den Einsatz schneller abschließen zu können.

12:55 Uhr: Heerderstrand wegen Löscheinsatz gesperrt

Heerde · Einsatzgebiet Löschhubschrauber

Das Heerderstrand ist bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt. Besucher werden gebeten, das Gebiet zu verlassen und fernzubleiben, solange die Sperrung gilt.

Grund für die Maßnahme ist der Einsatz der Löschhubschrauber. Diese entnehmen Wasser aus dem See, um es bei den Löscharbeiten abzuwerfen. Um einen sicheren Ablauf zu gewährleisten, wurden Wasseraktivitäten auf dem Heerderstrand vorübergehend eingestellt.

13:05 Uhr: Notverordnung weiterhin in Kraft

Weert · Naturbrand Geuzendijk

Für das Gebiet rund um den Naturbrand bei Weert gilt weiterhin eine Notverordnung. Die Maßnahme trat am späten Donnerstagabend in Kraft und gilt auch am Freitag noch, bestätigte ein Sprecher der Gemeinde.

Mit Ausnahme der Einsatzkräfte darf derzeit niemand das betroffene Gebiet betreten. Die Regelung soll der Feuerwehr ausreichend Raum geben, um die Löscharbeiten fortzusetzen. Anwohner werden gebeten, möglichst in ihren Häusern zu bleiben. Wer das Gebiet verlässt, könnte unter Umständen nicht mehr zurückkehren, solange die Sperrung gilt.

Zudem ist es verboten, Drohnen über dem Brandgebiet fliegen zu lassen.

Nach Angaben der Gemeinde wurde die Notverordnung vorsorglich erlassen. Hintergrund sind unter anderem das sonnige Wetter und die Maiferien, wodurch viele Besucher in der Region erwartet werden. Ein Endzeitpunkt für die Maßnahme wurde bislang nicht festgelegt.

14:15 Löschhubschrauber im Einsatz – Zusammenarbeit verstärkt

't Harde · Naturbrand Militärgelände

Nach Angaben einer Sprecherin der Sicherheitsregion sind seit 11:15 Uhr zwei Löschhubschrauber im Einsatz, um die Feuerwehr bei der Bekämpfung des Naturbrandes zu unterstützen. „Es gibt noch mehrere Brandherde und weil der Einsatz bereits mehrere Tage dauert, wollen wir den Prozess beschleunigen“, erklärte Sprecherin Maaike Stam.

Um die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte zu verbessern, wurde zudem auf GRIP 1 hochgestuft. Dadurch können Feuerwehr, Polizei und andere beteiligte Dienste ihre Maßnahmen direkt miteinander abstimmen.

Die Einsatzstrategie wurde inzwischen angepasst. Da sich der Einsatz inzwischen im dritten Tag befindet, wird schwereres Gerät eingesetzt. Derzeit sind zwei Pelotons aktiv, mit insgesamt etwa 100 bis 150 Einsatzkräften.

Auch die Polizei ist in den Einsatz eingebunden und unterstützt unter anderem bei Absperrungen, etwa im Bereich des Heerderstrand.

Das Signal „Brand meester“, also vollständig unter Kontrolle, ist nach Angaben der Einsatzleitung noch nicht in Sicht. „Das liegt derzeit noch in weiter Ferne“, so Stam.

14:20 Uhr: Bürgermeister: Feuer glimmt noch unter der Erde

't Harde · Naturbrand Militärgelände

Der Bürgermeister von Elburg, Harm-Jan van Schaik, hat am Freitagmorgen das Naturgebiet bei ’t Harde besucht, wo Anfang der Woche ein großer Naturbrand ausgebrochen war. Nach seinen Angaben stellt das Feuer derzeit keine unmittelbare Gefahr mehr dar, schreibt NU.nl.

Unter der Oberfläche glimmt der Brand jedoch weiterhin an mehreren Stellen. Deshalb bleiben Kontrollen und Nachlöscharbeiten notwendig.

Der Bürgermeister äußerte zugleich die Hoffnung, dass die Feuerwehr das Gebiet bald verlassen kann, da Einsatzkräfte auch bei anderen Bränden benötigt werden könnten. Wegen der anhaltenden Trockenheit besteht weiterhin die Gefahr, dass neue Naturbrände entstehen.

 

 

Andere Medien zum Thema

Chinook beim Wasserladen am Waldbrand bei Weert – Blauwe Meertje. | Elpaso Media
© Ministerie van Defensie
© Ministerie van Defensie

14:28 Uhr: KNMI: Gewitterwarnung für Samstag

Niederlande · Wetterwarnung

Das niederländische Wetterinstitut KNMI hat eine Wetterwarnung der Stufe Code Gelb für Samstagnachmittag und -abend herausgegeben. Bis Samstagmorgen gelten zunächst noch keine Warnungen.

Ab der zweiten Hälfte des Nachmittags werden kräftige Regen- und Gewitterzellen den Süden des Landes erreichen. Die Gewitter ziehen anschließend von Südwest nach Nordost über die Niederlande hinweg.

Die Gewitter können von Hagel, starken Windböen und intensiven Niederschlägen in kurzer Zeit begleitet werden. Dadurch kann es örtlich zu Behinderungen im Straßenverkehr und bei Aktivitäten im Freien kommen, insbesondere durch Wasseransammlungen.

Nach Angaben des KNMI sind Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu zwei Zentimetern möglich. Zudem können örtlich Windböen bis zu 75 Kilometer pro Stunde auftreten. In kurzer Zeit können 10 bis 20 Millimeter Regen fallen.

Die Gewitter sollen am späten Abend das nordöstliche Teil des Landes wieder verlassen.

14:30 Uhr: Naturbrand bei Weert flackert erneut auf

Weert / Budel · Naturbrand Geuzendijk

Der Naturbrand zwischen Weert und Budel ist am Freitag stellenweise wieder aufgeflammt. Nach Angaben eines Sprechers der Sicherheitsregion liegt das an auffrischendem Wind und steigenden Temperaturen.

Die Flammen befinden sich weiterhin innerhalb des bereits zuvor betroffenen Gebietes. „Wir überwachen die Ränder und erwarten derzeit nicht, dass sich das Feuer weiter ausbreitet“, sagte der Sprecher.

Die Feuerwehr erhält vor Ort Unterstützung von Einsatzkräften aus Belgien und Frankreich, die beim weiteren Löschen des Brandes helfen. Insgesamt sind nach Schätzungen etwa 80 Hektar Naturfläche betroffen.

Der Brand war am Donnerstagnachmittag auf einem militärischen Übungsgelände an der Geuzendijk ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt fand dort eine militärische Übung statt. Ob diese das Feuer verursacht hat, ist bislang noch unklar.

Am Donnerstagabend hatte die Sicherheitsregion gemeldet, dass der Brand unter Kontrolle sei und die Flammen weitgehend gelöscht wurden, jedoch weiterhin Rauchentwicklung zu beobachten sei.

14:35 Uhr: Gefahr durch herabfallende Äste nach Naturbrand

Kessel · Naturbrand Venneweg

Nach dem Naturbrand bei Kessel warnen die Behörden vor Gefahren im betroffenen Waldgebiet. Während der Nachlöscharbeiten stellte die Feuerwehr fest, dass Äste abbrechen können und Bäume instabil geworden sind.

Die Situation entstand unter anderem durch den Einsatz von Löschhubschraubern. Bei jedem Wasserabwurf werden etwa 7000 Liter Wasser auf einmal abgelassen. Durch das Gewicht können Äste abbrechen und Bäume beschädigt oder destabilisiert werden. Lose Äste können daher jederzeit herunterfallen.

Zusätzlich wurden einige Baumstämme durch das Feuer geschwächt, sodass auch die Gefahr besteht, dass einzelne Bäume umstürzen.

Die Behörden raten dringend davon ab, das betroffene Gebiet zu betreten. Besonders Bereiche mit Brand- oder Schmorspuren gelten als unsicher für Spaziergänger oder Mountainbiker. Besucher sollten Abstand zum Waldrand halten und keine Wege nutzen, die in das betroffene Gebiet führen.

Die Feuerwehr führt weiterhin Nachlöscharbeiten durch. Auch nach Abschluss der Arbeiten kann es noch некоторое Zeit zu Rauch- und Geruchsbelästigungen kommen.

14:45 Uhr: Marechaussee untersucht mehrere Brände auf Militärgeländen

Niederlande · Ermittlungen nach Naturbränden

Die Königliche Marechaussee führt derzeit mehrere Untersuchungen zu Bränden durch, die in den vergangenen Tagen auf militärischen Übungsgeländen in den Niederlanden ausgebrochen sind. Ziel der Ermittlungen ist es, für jedes Ereignis die genaue Ursache und den Ablauf festzustellen.

Nach Angaben der Behörden werden derzeit folgende Vorfälle untersucht:

  • Ederheide – Brand am Dienstag, 21. April 2026
  • Artillerie Schietkamp ’t Harde – Brand am Mittwoch, 29. April 2026
  • Oirschotse Heide – Brand am Donnerstag, 30. April 2026
  • Weerterheide – Brand am Donnerstag, 30. April 2026

Die Marechaussee ist für Ermittlungen zuständig, da sich die Vorfälle auf militärischem Gelände ereignet haben. Sie übernimmt dort die Polizeiaufgaben und die Rechtsdurchsetzung im Auftrag des Verteidigungsministeriums.

Die Untersuchungen sollen den genauen Ablauf der Ereignisse rekonstruieren. Dazu gehören unter anderem Spurensicherungen durch forensische Ermittler an den Brandorten sowie Befragungen von Zeugen, die sich zum Zeitpunkt der Vorfälle auf den Übungsplätzen aufgehalten haben.

Andere Medien zum Thema

Wie steht es derzeit um die Naturbrände? | RTL Nieuws

15:00 Uhr: Einsatz bei ’t Harde auf GRIP 0 zurückgestuft

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Die Einsatzkräfte haben den Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde inzwischen auf GRIP 0 zurückgestuft. Nach Angaben der Sicherheitsregion Noord- en Oost-Gelderland ist damit eine überregionale Koordination derzeit nicht mehr notwendig.

Für die kommenden Stunden wurde ein Einsatzplan erstellt. Feuerwehr, Polizei und weitere Dienste arbeiten weiterhin eng zusammen und beobachten die Situation.

Die Feuerwehr setzt ihre Arbeiten fort, um die verbleibenden Brandherde vollständig unter Kontrolle zu bringen und weitere Risiken zu vermeiden.

Auch die Löschhubschrauber bleiben weiterhin im Einsatz. Sie entnehmen Wasser aus dem Heerdermeer und unterstützen die Einsatzkräfte am Boden. Das Heerderstrand bleibt deshalb weiterhin für Besucher gesperrt.

15:16 Uhr: Ein Löschhubschrauber außer Betrieb

Gelderland · Naturbrandbekämpfung

Einer der beiden eingesetzten Löschhubschrauber in Gelderland ist derzeit wegen eines technischen Defekts außer Betrieb. Das Fluggerät befand sich zum Auftanken auf dem Flugplatz Teuge, zwischen Apeldoorn und Deventer gelegen.

Nach Angaben der Königlichen Luftwaffe ist die Ursache der Störung noch unklar. „Ein Ersatzhubschrauber ist bereits auf dem Weg“, erklärte Major Elida Abma gegenüber dem AD.

15:21 Uhr: Brand bei Weert unter Kontrolle, flammt aber noch auf

Weert / Budel · Naturbrand Geuzendijk

Der Naturbrand nahe der Geuzendijk bei Weert ist derzeit unter Kontrolle, jedoch noch nicht vollständig gelöscht. Nach Angaben der Einsatzkräfte flammt das Feuer stellenweise immer wieder auf.

Die Feuerwehr bleibt weiterhin vor Ort im Einsatz, um eine erneute Ausbreitung zu verhindern und verbleibende Brandherde zu bekämpfen.

Zur Unterstützung sind inzwischen auch mehrere Feuerwehr-Einheiten aus Deutschland und Frankreich im Einsatz.

Waldgebiet nicht betreten. | Künstlich erstellt mit DALLE
Waldgebiet nicht betreten. | Künstlich erstellt mit DALLE

15:30 Uhr: Gemeente: blijf weg uit Heldense Bossen

Kessel / Helden · natuurbrand

De gemeente Peel en Maas roept bewoners en bezoekers met klem op om het gebied van de Heldense Bossen voorlopig te mijden. In het gebied waar de natuurbrand heeft gewoed bestaat gevaar door vallende takken en mogelijk omvallende bomen.

Bij de bluswerkzaamheden zijn onder meer helikopters ingezet die per keer ongeveer 7.000 liter water droppen. Door het gewicht van deze waterlading kunnen takken afbreken en bomen instabiel worden. Ook zijn sommige boomstammen door het vuur beschadigd, waardoor bomen later alsnog kunnen omvallen.

Volgens de gemeente is het daarom te gevaarlijk om in het gebied te wandelen of te mountainbiken, vooral op plekken waar brand- of schroeiplekken zichtbaar zijn. Mensen wordt gevraagd afstand te houden van de bosranden en geen paden te gebruiken die het getroffen gebied ingaan.

De brandweer is vrijdag nog bezig met nabluswerkzaamheden. In de omgeving kan bovendien nog enige tijd rook- en geurhinder voorkomen. Wie merkt dat de brandlucht een woning binnendringt, wordt geadviseerd ramen en deuren te sluiten en ventilatiesystemen tijdelijk uit te schakelen.

15:40 Uhr: Schnell wachsender Naturbrand bei Kootwijk

Kootwijk · Naturbrand nahe A1

Nahe dem Ort Kootwijk in der Provinz Gelderland ist ein Naturbrand ausgebrochen. Das Feuer befindet sich in der Nähe der Autobahn A1.

Nach Angaben eines Sprechers der Sicherheitsregion Gelderland-Midden breitet sich der Brand derzeit schnell aus. Ob die Flammen auf die Autobahn übergreifen könnten, sei derzeit noch unklar.

Der Verkehr auf der A1 ist inzwischen zum Stillstand gekommen. Über die genaue Größe des Brandgebietes liegen bislang noch keine Informationen vor.

15:50 Uhr: Naturbrand bei Kootwijk unter Kontrolle

Kootwijk · Naturbrand nahe A1

Der Naturbrand, der entlang der Autobahn A1 bei Kootwijk ausgebrochen war, ist inzwischen unter Kontrolle. Die Ursache des Feuers ist bislang noch nicht bekannt.

Der Verkehr kam zuvor zum Stillstand, nachdem die A1 in Höhe von Stroe vorübergehend gesperrt worden war. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf die Autobahn übergriffen.

16:05 Uhr: Brand bei Kootwijk schnell unter Kontrolle gebracht

Kootwijk · Naturbrand Nieuw-Milligenseweg

An der Nieuw-Milligenseweg bei Kootwijk ist am Nachmittag kurzzeitig ein heftiger Naturbrand ausgebrochen. Nach Angaben der Sicherheitsregion Gelderland-Midden brannte eine Fläche von etwa 100 mal 100 Metern.

Aufgrund der Wetterbedingungen wurde der Einsatz vorübergehend deutlich hochgestuft. Inzwischen wurde jedoch das Signal „Brand meester“ gegeben und der Einsatzstatus wieder auf GRIP 0 zurückgesetzt.

Der Brand konnte nach etwa einer Stunde gelöscht werden. Vier Löschfahrzeuge bleiben weiterhin vor Ort, um die Einsatzstelle zu sichern und mögliche Glutnester zu kontrollieren. Die übrigen Einheiten sind bereits zu ihren Feuerwachen zurückgekehrt.

18:00 Uhr: Heerderstrand ab 18:00 Uhr wieder geöffnet

Heerde · Einsatzgebiet Löschhubschrauber

Sobald die eingesetzten Löschhubschrauber ihren Einsatz um 18:00 Uhr beenden, werden das Heerderstrand sowie die Noorderweg wieder freigegeben.

Damit sind das Strandgebiet sowie die Straße anschließend wieder für Besucher und den Verkehr zugänglich.

 

Andere Medien zum Thema

Großalarm nach Ausbruch eines Waldbrandes in Kootwijk: Bahn und Autobahn beeinträchtigt | 112Press

18:15 Uhr: Naturbrände treffen Campingplätze: „Hier ist es fast leer“

Niederlande · Folgen der Brände für Tourismus

Die zahlreichen Naturbrände der vergangenen Tage haben auch Folgen für Campingplätze und Ferienparks in den betroffenen Regionen. Betreiber berichten von Gästen, die aus Sorge abreisen, sowie von stornierten Buchungen, wie RTL Nieuws berichtet.

Nach Angaben von Shavonne Korlaar, Regionalmanagerin für Gelderland und Utrecht beim Branchenverband Hiswa-Recron, stehen Betreiber in solchen Situationen vor vielen Fragen: Wie entwickelt sich der Wind? Wie zieht der Rauch? Müssen Gäste evakuiert werden? Gleichzeitig versuchen die Betreiber und ihre Mitarbeiter, Gäste zu informieren und zu beruhigen – gerade während der derzeit laufenden Maiferien, in denen viele Plätze normalerweise ausgebucht sind.

Besonders betroffen war unter anderem ein Campingplatz in der Nähe von Budel. Dort brach am Donnerstag ein großer Naturbrand auf einem militärischen Übungsgelände aus. Die Betreiberin des nahegelegenen Campingplatzes De Boschtuin berichtete, dass zunächst Rauch in der Ferne sichtbar gewesen sei, bevor der Rauch schließlich auch über dem Campingplatz hing. Mehrere Gäste hätten daraufhin über Atembeschwerden geklagt und sich entschieden abzureisen.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren etwa fünfzehn Gäste auf dem Platz, der insgesamt 25 Stellplätze hat. Viele entschieden sich aus Vorsicht zur Abreise. Weitere Gäste, die am selben Tag anreisen wollten, konnten den Platz wegen Straßensperren nicht mehr erreichen.

Auch Campingplätze in der Nähe von ’t Harde in der Provinz Gelderland spüren die Auswirkungen der Naturbrände. Dort brach bereits am Mittwoch ein großer Brand auf einem militärischen Übungsgelände aus. Einige Gäste entschieden sich vorsorglich, ihre Aufenthalte vorzeitig zu beenden.

Rechtlich sind Campingbetreiber in vielen Fällen nicht verpflichtet, Geld zurückzuzahlen, wenn Gäste aufgrund von Naturereignissen oder anderen Fällen höherer Gewalt abreisen. Dennoch zeigen sich manche Betreiber kulant und suchen individuelle Lösungen mit ihren Gästen.

Branchenvertreter gehen davon aus, dass Naturbrände künftig häufiger auftreten könnten. Gründe dafür sind unter anderem längere Trockenperioden und veränderte klimatische Bedingungen. Campingplätze setzen deshalb zunehmend auf Präventionsmaßnahmen, etwa strengere Regeln für offenes Feuer oder spezielle Sicherheitszonen zum Grillen.

Für einige Betreiber bleibt jedoch die wirtschaftliche Sorge. So berichtete eine Betreiberin gegenüber RTL, dass ihr Campingplatz eigentlich vollständig ausgebucht gewesen sei – nach den Bränden sei das Gelände nun jedoch nahezu leer.

19:50 Uhr: Waldbrand bei Loon op Zand schnell unter Kontrolle

Loon op Zand · Naturbrand Heideweg

In einem Waldgebiet an der Heideweg in Loon op Zand, in der Nähe von De Efteling,  ist am Freitagnachmittag ein Naturbrand ausgebrochen. Das Feuer wütete im Wald nahe dem Blauwe Meer und erfasste eine Fläche von etwa 250 Quadratmetern, wie Omroep Brabant berichtet.

Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einheiten aus und setzte unter anderem zwei Wasserwagen und zwei Tanklöschfahrzeuge ein. Kurz nach dem Eintreffen wurde der Einsatz auf die Stufe „mittelgroßer Brand“ hochgestuft. Feuerwehrleute gingen mit Schläuchen in das Waldgebiet, um das Feuer zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Nach etwa einer Stunde war der Brand unter Kontrolle. Die Feuerwehr blieb anschließend noch längere Zeit vor Ort, um Nachlöscharbeiten durchzuführen und sicherzustellen, dass keine neuen Brandherde entstehen.

19:55 Uhr: Lage bei Naturbrand Weert unverändert

Weert / Budel · Naturbrand Geuzendijk

Die Lage beim Naturbrand nahe der Geuzendijk bei Weert hat sich nach Angaben der Einsatzkräfte am Abend nicht wesentlich verändert.

Die Feuerwehr bleibt weiterhin vor Ort im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu halten und eine weitere Eskalation zu verhindern.

Die Notverordnung für das Gebiet bleibt weiterhin in Kraft. Das bedeutet, dass das betroffene Gebiet derzeit von niemandem betreten werden darf.

20:00 Uhr: Macron sichert Niederlanden Unterstützung zu

Niederlande · internationale Reaktionen auf Naturbrände

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat den Niederlanden wegen der zahlreichen Naturbrände seine Unterstützung zugesichert. In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte er, Frankreich stehe „in voller Solidarität“ mit den Niederlanden.

Frankreich habe nach der Aktivierung des europäischen Katastrophenschutzmechanismus sofort reagiert. Bereits am Donnerstag wurde ein Peloton des 1er Régiment d’Instruction et d’Intervention de la Sécurité Civile (RIISC) in die Niederlande entsandt.

Diese militärischen Einheiten der französischen Armee sind auf zivile Katastrophenhilfe spezialisiert und unterstützen nun die niederländischen Einsatzkräfte bei der Bekämpfung der Naturbrände.

„Unsere Soldaten sind im Einsatz, um ihre niederländischen Kameraden zu unterstützen. Europa schützt“, schrieb Macron.

20:40 Uhr: Abendüberblick: erneut viele Naturbrand-Meldungen

Niederlande · Lage am Freitagabend

Auch am Freitagabend bleibt die Naturbrandlage in den Niederlanden angespannt. Aus mehreren Sicherheitsregionen wurden neue Meldungen zu Bränden in Wald-, Heide-, Böschungs- und Außengebieten registriert. Besonders auffällig ist, dass neben den großen bekannten Einsatzlagen weiterhin viele kleinere Flächenbrände gemeldet werden.

Zu den auffälligeren Meldungen des Abends gehörte ein Waldbrand bei Oosterbeek an der Polderweg. Dort wurde gegen 20:21 Uhr ein größerer Feuerwehreinsatz ausgelöst. Auch bei Kootwijk wurde erneut ein Heidebrand gemeldet, diesmal an der Asselseweg. Bereits am Nachmittag hatte es dort einen Naturbrand nahe der A1 gegeben.

In Drenthe wurde am Abend ein Waldbrand beim Camping- und Bungalowpark De Bronzen Emmer in Meppen gemeldet. Dort wurden mehrere Einheiten alarmiert. Auch in Ter Apel kam es zu einem Waldbrand, bei dem unter anderem deutsche Unterstützung aus Rütenbrock in den Alarmierungen auftauchte.

In West-Brabant blieb die Lage ebenfalls unruhig. Bei Bergen op Zoom wurde ein Waldbrand an der Balsedreef mit sehr hoher Ausbreitungsstufe gemeldet. Auch bei Loon op Zand liefen weiterhin logistische Maßnahmen nach einem Waldbrand in der Umgebung der Baan achter de Plakken.

Daneben gab es zahlreiche kleinere Meldungen zu Bränden in Böschungen, Bermen und Außenbereichen, unter anderem in Den Haag, Zeijerveld, Winterswijk, Hulst, Breda, Bergen op Zoom, Piershil, Valkenswaard, Beek en Donk und Zeeland. Viele dieser Meldungen betreffen keine großen Naturbrände, zeigen aber, wie trocken und brandanfällig die Lage derzeit landesweit ist.

Parallel liefen weiterhin Nachlöscharbeiten und Kontrollen an bereits bekannten Einsatzstellen, darunter Kessel, Waalwijk und mehrere Gebiete in Brabant und Gelderland. Zudem wurden am Abend Wetterwarnungen wegen Gewittern, Regen und Wind für Limburg-Noord und Zuid-Limburg ausgegeben.

Die vielen Alarmierungen zeigen: Auch wenn einige große Brände inzwischen unter Kontrolle sind, bleibt die Einsatzlage für die Feuerwehren in den Niederlanden angespannt. Trockene Vegetation, Wind und viele kleinere Brandmeldungen sorgen weiter für eine hohe Belastung der Einsatzkräfte.

21:40 Uhr: Feuerwehr überwacht Brandgebiet bei ’t Harde weiter

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Der Naturbrand bei ’t Harde ist weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle. Das erklärte ein Sprecher der Sicherheitsregion Noord- en Oost-Gelderland am Freitagabend gegenüber Omroep Gelderland.

Bis 18:00 Uhr waren Löschhubschrauber über dem Brandgebiet im Einsatz. Diese haben das Gebiet inzwischen verlassen.

Vor Ort bleiben weiterhin vier Feuerwehrfahrzeuge der Sicherheitsregion, zwei Löschfahrzeuge des Artillerie Schietkamp sowie ein Großwassertransport im Einsatz. Sie führen weitere Löscharbeiten und Nachkontrollen durch.

Nach Angaben der Sicherheitsregion wird das Gebiet während der Arbeiten weiterhin überwacht.

21:45 Uhr: Abschluss des Abends: Lage bleibt angespannt

Niederlande · Naturbrände und Wetterlage

Mittlerweile ist es 21:45 Uhr. Nach einem langen Abend mit zahlreichen Naturbrandmeldungen in verschiedenen Regionen der Niederlande endet damit auch unsere laufende Berichterstattung für heute.

Viele Brände konnten im Laufe des Abends unter Kontrolle gebracht werden, an mehreren Einsatzstellen laufen jedoch weiterhin Nachlöscharbeiten und Kontrollen durch die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte bleiben vielerorts wachsam, da trockene Vegetation und Wind weiterhin ein Risiko darstellen.

Hoffnung macht die aktuelle Wetterprognose des KNMI. Für Samstag hat der niederländische Wetterdienst eine Wetterwarnung der Stufe „Code geel“ ausgegeben. Ab dem Nachmittag sollen kräftige Regen- und Gewitterzellen von Südwesten nach Nordosten über das Land ziehen.

Die Gewitter können örtlich mit Hagel bis zu zwei Zentimetern Durchmesser, Windböen bis etwa 70 km/h sowie 10 bis 20 Millimetern Regen in kurzer Zeit verbunden sein. Sollte diese Prognose eintreffen, könnte sich die Situation bei den Naturbränden im Laufe des Wochenendes deutlich entspannen.

Wir bedanken uns bei allen Leserinnen und Lesern für das Interesse und wünschen eine ruhige Nacht.

02.05.2026, 07:30 Uhr: Guten Morgen – Liveblog am Samstag gestartet

Niederlande · Naturbrände und weitere Feuerwehreinsätze

Guten Morgen. Wir starten in Samstag, den 2. Mai, und begrüßen alle Leserinnen und Leser zurück in unserem Liveblog. Nach den vielen Naturbränden der vergangenen Tage ist zu hoffen, dass die Lage heute etwas ruhiger wird. Auch die angekündigten Wetteränderungen könnten dabei helfen.

In der Nacht gab es dennoch weiterhin mehrere relevante Feuerwehreinsätze. Neben den bekannten Naturbränden wurden auch andere größere Brände gemeldet, darunter ein Industriebrand in Ermelo mit starker Rauchentwicklung.

Defensie-Feuerwehr übernimmt bei ’t Harde

’t Harde · Naturbrand Artillerie Schietkamp

Beim Naturbrand auf dem Gelände des Artillerie Schietkamp ’t Harde sind die zivilen Feuerwehreinheiten ab Mitternacht zu ihren Wachen zurückgekehrt. Die Feuerwehr von Defensie bleibt mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, um das Gebiet weiter zu überwachen und kleinere aufflammende Brandstellen sofort zu löschen.

Nach Angaben der Sicherheitsregion ist das größte Risiko inzwischen offenbar zurückgegangen. Das Signal „brand meester“ wurde jedoch noch nicht gegeben, da weiterhin viel Hitze im Boden sitzt.

Industriebrand in Ermelo mit Rauch über A28

Ermelo · Brand bei Dessert- und Patisseriebetrieb

In der Nacht zum Samstag ist bei einem Dessert- und Patisseriebetrieb an der Mariënhoef in Ermelo ein großer Industriebrand ausgebrochen. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen aus und skalierte den Einsatz zunächst auf „großer Brand“, später auf „sehr großer Brand“ und GRIP 1.

Wegen starker Rauchentwicklung wurde ein NL-Alert für das nördliche Gebiet von Ermelo und nahezu ganz Harderwijk verschickt. Bewohner wurden aufgefordert, bei Rauchbelastung Fenster und Türen zu schließen und die Gebäudelüftung auszuschalten.

Auch auf der A28 kann es durch Rauch zu Behinderungen kommen. Nach Angaben der Sicherheitsregion gibt es bislang jedoch keinen Grund, die Autobahn zu sperren.

Weert/Budel stabil, Notverordnung aufgehoben

Weert / Budel · Naturbrand Geuzendijk

Der Naturbrand bei Weert und Budel ist weiterhin unter Kontrolle. Die Feuerwehr hat den Einsatz reduziert, bleibt aber vor Ort, um die Lage zu überwachen und bei Bedarf schnell eingreifen zu können.

Die Notverordnung wurde aufgehoben. Das Gebiet ist damit wieder zugänglich. Auch Sport- und andere Aktivitäten in der Umgebung können nach Angaben der Behörden wieder stattfinden. Weiterhin kann es jedoch zu Rauch- und Geruchsbelästigung kommen.

Kessel: Gefahr durch Äste und instabile Bäume

Kessel / Helden · Naturbrand Heldense Bossen

Nach dem Naturbrand in den Heldense Bossen bleibt das betroffene Gebiet gefährlich. Durch den Einsatz von Löschhubschraubern und die Hitzeeinwirkung des Feuers können Äste abbrechen und Bäume instabil sein.

Die Behörden raten dringend davon ab, das Gebiet zu betreten. Besonders dort, wo Brand- und Schmorstellen sichtbar sind, sei Wandern oder Mountainbiken zu gefährlich.

Auch nachts viele Brandmeldungen

Niederlande · Lageüberblick

Die Einsatzübersichten der Nacht zeigen weiterhin zahlreiche Brandmeldungen im ganzen Land. Darunter waren unter anderem Meldungen zu Heide-, Wald-, Böschungs- und Außenbränden, etwa bei Uddel, Elspeet, Arcen, Kerkenveld, Doornspijk, Arnhem und Reuver.

Viele dieser Meldungen betreffen kleinere Einsätze oder Nachkontrollen. Sie zeigen jedoch, dass die Trockenheit weiterhin für eine erhöhte Brandanfälligkeit sorgt.

07:50 Uhr: Wetterumschwung: Hoffnung auf Regen

Niederlande · Code Gelb für Gewitter

Für den heutigen Samstag bleibt die Wetterlage wichtig für die Naturbrände in den Niederlanden. Es ist zu hoffen, dass die angekündigten Schauer vor allem Regen bringen – und möglichst wenig neue Blitzschläge.

Nach Angaben des KNMI gilt später am Nachmittag und am Abend für fast das ganze Land Code Gelb. Ausgenommen sind die Watteninseln. Ab der zweiten Tageshälfte können zunächst in Limburg, später auch in anderen südlichen Regionen kräftige Regen- und Gewitterzellen entstehen.

Die Schauer ziehen im Laufe des Abends von Südwest nach Nordost über das Land. Dabei sind örtlich Hagel bis etwa zwei Zentimeter, Windböen bis rund 70 km/h und 10 bis 20 Millimeter Regen in kurzer Zeit möglich. Verkehr und Aktivitäten im Freien können dadurch beeinträchtigt werden, vor allem durch Starkregen und Wasseransammlungen.

Buienradar erwartet vor allem am Abend teils kräftige Regen- und Gewitterzellen. Tagsüber bleibt es zunächst vielerorts noch trocken und zeitweise sonnig, mit Temperaturen von etwa 18 Grad im Waddengebiet bis lokal 25 Grad im Osten und Südosten.

Für die Brandgebiete könnte Regen helfen, trockene Vegetation und Glutnester zu dämpfen. Gleichzeitig können Gewitter mit Blitzschlag und Windböen neue Risiken mit sich bringen.

08:40 Uhr: Rund 80 Einsatzkräfte weiter im Einsatz

’t Harde · Naturbrand Militärgelände

Auf dem militärischen Übungsgelände beim Artillerie Schietkamp in ’t Harde sind am Samstagmorgen erneut Reservisten im Einsatz, um sogenannte Hotspots im Boden zu bekämpfen. Nach Angaben der Einsatzleitung steckt weiterhin viel Hitze im Untergrund, wodurch das Feuer jederzeit erneut aufflammen könnte.

Die Arbeiten werden von der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland koordiniert. Wie ein Sprecher vor Ort gegenüber Omroep Gelderland erklärte, beobachten die Einsatzkräfte die Lage weiterhin genau. „Der Wind dreht erneut, deshalb überwachen wir die Situation weiterhin und reagieren flexibel auf Veränderungen.“

Das Signal „brand meester“ konnte bislang noch nicht gegeben werden. Das Gelände ist groß und die Löscharbeiten gelten weiterhin als arbeitsintensiv. Nach aktuellen Angaben sind derzeit noch etwa 80 bis 90 Einsatzkräfte damit beschäftigt, Glutnester aufzuspüren und zu löschen.

10:50 Uhr: Brand bei ’t Harde unter Kontrolle

’t Harde · „Brand meester“ bestätigt

Gute Nachrichten vom militärischen Übungsgelände in ’t Harde: Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle. Der Kommandant des Artillerie Schietkamp (ASK) hat am Samstagvormittag offiziell das Signal „brand meester“ gegeben.

Damit gilt das Feuer als eingedämmt, auch wenn die Einsatzkräfte weiterhin vor Ort bleiben. Die Feuerwehr des ASK übernimmt nun die Nachkontrollen und die weitere Abwicklung, um sicherzustellen, dass keine Glutnester erneut aufflammen.

Anwohner und Betroffene in der Umgebung müssen jedoch weiterhin mit Einschränkungen rechnen. Insbesondere kann es noch некоторое Zeit zu Geruchsbelästigungen durch Rauch und verbrannte Vegetation kommen.

17:10 Uhr: Experte warnt: Regen bringt kaum Entlastung

Niederlande · Waldbrandrisiko bleibt hoch

Der Regen vom Wochenende wird das Risiko von Naturbränden in den Niederlanden nur kurzfristig senken. Das erklärt der Forscher Gerbert Roerink von der Wageningen University & Research gegenüber dem AD. „Die Gefahr ist noch nicht gebannt“, so seine Einschätzung.

Nach seinen Angaben sind bis Sonntagvormittag in Wageningen rund sechs Millimeter Regen gefallen. Diese Menge sei jedoch zu gering, um nachhaltig Wirkung zu zeigen. „Das verdunstet innerhalb von ein bis zwei Tagen – und dann stehen wir wieder vor derselben Situation“, erklärt Roerink. Einzelne Gewitter oder kurze Schauer hätten daher nur begrenzten Einfluss auf die Lage.

Entscheidend sei vielmehr anhaltender Niederschlag über mehrere Tage hinweg. Gerade ausgetrocknete Böden könnten Wasser nur schlecht aufnehmen, was den Effekt von kurzen Regenfällen zusätzlich reduziere. Für eine spürbare Entspannung müsste sich die Bodenfeuchte deutlich erhöhen.

Auch der Ausblick gibt laut Roerink wenig Anlass zur Hoffnung. Zwar werde es in den kommenden Tagen nicht mehr ganz so sonnig und trocken wie zuletzt, wirklich nennenswerter Regen sei jedoch ebenfalls nicht in Sicht. Die Situation bleibe daher angespannt, und eine erhöhte Wachsamkeit sei weiterhin notwendig.

Die Dimension der jüngsten Brände zeigt sich auch in aktuellen Auswertungen: Allein beim Großbrand in ’t Harde sind nach Berechnungen auf Basis von Satellitendaten rund 427 Hektar Naturfläche zerstört worden.

20:45 Uhr: Internationale Hilfe endet – Lage unter Kontrolle

Niederlande · Naturbrände eingedämmt

Die großen Naturbrände in den Niederlanden sind inzwischen unter Kontrolle. Wie Justiz- und Sicherheitsminister David van Weel mitteilte, wird die internationale Unterstützung am heutigen Tag beendet. Feuerwehrkräfte aus Belgien, Deutschland und Frankreich, die in den vergangenen Tagen im Einsatz waren, treten damit ihren Rückzug an.

Auch Hein van der Loo, Vorsitzender des Interregionalen Politikteams (IRBT), bestätigte, dass die Lage nun wieder von den einzelnen Sicherheitsregionen eigenständig bewältigt werden kann. Nach mehreren Koordinierungssitzungen verfüge man wieder über ausreichend Personal und Material, um mögliche Brände effektiv zu bekämpfen.

Bereits am Samstag wurde beim Großbrand auf dem Militärgelände in ’t Harde offiziell das Signal „brand meester“ gegeben. Der Brand, der am Mittwoch während laufender Übungen ausgebrochen war, hatte sich zeitweise so stark ausgebreitet, dass Rauch bis nach Süd-Holland sichtbar und wahrnehmbar war. Die genaue Ursache ist weiterhin Gegenstand von Untersuchungen.

 

Mit diesem Update beenden wir den Liveblog. Wir bedanken uns bei allen Leserinnen und Lesern fürs Mitverfolgen der Entwicklungen.

Wichtig bleibt jedoch: Die Waldbrandgefahr ist weiterhin hoch. Trotz einzelner Regenfälle bleibt die Lage angespannt, und erhöhte Aufmerksamkeit ist auch in den kommenden Tagen erforderlich.

 

 

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