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Nach Starkregen: Vom Baden wird abgeraten

| von Redaktion

Die Schleuse in Utrecht markiert den Beginn der Vecht. Hinter dem Fotografen gilt derzeit eine Badewarnung. Unabhängig davon ist das Schwimmen in Schleusen, Häfen sowie unter Brücken in den Niederlanden grundsätzlich verboten. | Quelle: HOLLAND.guide
Die Schleuse in Utrecht markiert den Beginn der Vecht. Hinter dem Fotografen gilt derzeit eine Badewarnung. Unabhängig davon ist das Schwimmen in Schleusen, Häfen sowie unter Brücken in den Niederlanden grundsätzlich verboten. | Quelle: HOLLAND.guide

AMSTERDAM · Gesundheitsrisiko nach Unwettern: Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Nacht rät das Waterschap Amstel, Gooi en Vecht bis einschließlich Mittwoch, 1. Juli, vom Schwimmen in offenen Gewässern in einem großen Teil der Provinzen Nordholland und Utrecht ab. Durch die starken Niederschläge ist an mehreren Stellen Abwasser in Flüsse, Kanäle und Seen gelangt. Dadurch können Viren und Bakterien ins Oberflächenwasser gelangen und das Risiko gesundheitlicher Beschwerden erhöhen. Betroffen sind unter anderem Amsterdam sowie zahlreiche umliegende Gemeinden. Das Waterschap weist darauf hin, dass sich die Wasserqualität nach starken Regenfällen für mehrere Tage verschlechtern kann. Das Schwimmen erfolgt grundsätzlich auf eigene Verantwortung.

Nach Angaben des Waterschap Amstel, Gooi en Vecht und der Gemeinde Amsterdam gilt das negative Schwimmadvies für offene Gewässer in Amsterdam, Diemen, Amstelveen, Ouder-Amstel, Aalsmeer, Uithoorn, Nieuwkoop, De Ronde Venen, Weesp, Wijdemeren, Gooise Meren, Huizen, Blaricum, Laren, Hilversum, Stichtse Vecht, De Bilt, Teilen von Utrecht sowie Haarlemmerliede-Spaarnwoude. Ursache sind die außergewöhnlich starken Regenfälle nach einer längeren Trockenperiode. Das Kanalisationssystem konnte die großen Wassermengen stellenweise nicht vollständig aufnehmen. Dadurch kam es zu sogenannten Überläufen, bei denen ungeklärtes Abwasser in das Oberflächenwasser gelangte.

In diesem Abwasser können sich Viren und Bakterien befinden, die nach direktem Kontakt mit dem Wasser gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Das Waterschap weist darauf hin, dass insbesondere unmittelbar nach heftigen Niederschlägen ein erhöhtes Risiko besteht, weil Krankheitserreger in das Gewässer gelangen können. Die Wasserqualität bleibt nach solchen Ereignissen in der Regel drei bis fünf Tage beeinträchtigt. Deshalb wird empfohlen, bis einschließlich Mittwoch auf das Baden in offenen Gewässern zu verzichten. Das Waterschap überwacht die Wasserqualität und informiert über die Messergebnisse. Die Entscheidung, dennoch schwimmen zu gehen, liegt jedoch bei jeder Person selbst.

Wasserqualität bleibt mehrere Tage eingeschränkt

Nach Angaben des Waterschap verschlechtert sich die Wasserqualität nach starken Regenfällen regelmäßig für einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen. Ursache sind die sogenannten Mischwasserüberläufe, wenn das Kanalisationssystem die Wassermengen nicht mehr vollständig ableiten kann. Dadurch gelangen Krankheitserreger in das Oberflächenwasser. Wer dennoch baden geht, setzt sich einem erhöhten Risiko gesundheitlicher Beschwerden aus.

Beschwerden nach dem Baden ernst nehmen

Sollten nach dem Schwimmen in offenem Wasser Magen- oder Darmbeschwerden wie Durchfall oder Erbrechen auftreten, empfiehlt das Waterschap, die Informationen von Thuisarts.nl zu beachten. Halten die Beschwerden an oder bestehen gesundheitliche Sorgen, sollte ein Hausarzt aufgesucht werden.

Nicht nur Keime können eine Gefahr sein

Neben einer möglicherweise eingeschränkten Wasserqualität können sich in offenen Gewässern auch andere Gefahren verbergen. Wie RTV Utrecht berichtet, entdeckte eine Schwimmerin im Vaartsche Rijn im Stadtteil Hoograven eine massive Eisenstange knapp unter der Wasseroberfläche. Nach einer Meldung an die Gemeinde entfernte der Hafendienst schließlich nicht nur eine, sondern insgesamt drei Metallstangen aus dem Wasser, von denen die größte rund zwei Meter lang war. Das Gewässer ist kein offizielles Badegewässer, wird bei hohen Temperaturen jedoch dennoch von Anwohnern genutzt. Der Vorfall zeigt, dass offene Gewässer neben hygienischen Risiken auch verborgene Hindernisse enthalten können.

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