Landesweite Störung legt Infrastruktur lahm
| von Redaktion
Den Haag · Eine landesweite technische Störung bei Rijkswaterstaat beeinträchtigt seit Samstagnachmittag die Steuerung wichtiger Verkehrseinrichtungen in den Niederlanden. Betroffen sind Brücken, Schleusen, Tunnel sowie die roten Fahrstreifensignale über den Autobahnen. Ursache ist eine Netzwerkstörung, die während geplanter Arbeiten an einer Glasfaserleitung entstanden ist. Rijkswaterstaat arbeitet nach eigenen Angaben mit Hochdruck an der Behebung des Problems. Wie lange die Störung andauern wird, ist derzeit unklar. Verkehrsteilnehmer müssen mit Verzögerungen rechnen. Besonders für die Schifffahrt kann die Situation problematisch werden, da Brücken und Schleusen teilweise nur eingeschränkt oder lokal bedient werden können. Hinzu kommt eine Wetterwarnung für den Abend, weshalb Rijkswaterstaat Bootsführer ausdrücklich dazu aufruft, ihre Rückfahrt rechtzeitig anzutreten.
Die technische Störung betrifft zentrale Systeme von Rijkswaterstaat und hat Auswirkungen auf den Straßenverkehr ebenso wie auf die Wasserstraßen. Nach Angaben der Behörde können derzeit keine roten Kreuze über den Autobahnen geschaltet werden, mit denen Fahrstreifen bei Unfällen oder liegen gebliebenen Fahrzeugen gesperrt werden. Dadurch kann es zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Hindernisse auf der Fahrbahn nicht wie üblich abgesichert werden können. Gleichzeitig stehen den Verkehrsleitzentralen nicht mehr alle Kamerabilder der Autobahnen zur Verfügung. Fahrzeuge mit einer Panne oder andere Zwischenfälle können dadurch unter Umständen erst später erkannt werden.
Rijkswaterstaat weist deshalb darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer mit Verzögerungen und Einschränkungen rechnen müssen. Die Störung entstand während geplanter Arbeiten an einer Glasfaserverbindung, wodurch ein Netzwerkausfall ausgelöst wurde. Technische Teams arbeiten nach Angaben der Behörde mit höchster Priorität an der Wiederherstellung der Systeme. Ein Zeitpunkt für die vollständige Behebung konnte bislang jedoch nicht genannt werden.
Brücken und Schleusen arbeiten nur eingeschränkt
Auch auf den Wasserstraßen sind die Auswirkungen deutlich spürbar. Rijkswaterstaat versucht, Brücken und Schleusen dort, wo es möglich ist, auf eine lokale Steuerung umzustellen. Dennoch kann es zu erheblichen Verzögerungen oder vorübergehenden Sperrungen kommen. Besonders Bootsführer sollen ihre Fahrten entsprechend planen. Da für den Samstagabend in mehreren Provinzen Unwetter erwartet werden, empfiehlt Rijkswaterstaat allen Menschen auf dem Wasser, rechtzeitig den Heimweg anzutreten. Andernfalls besteht das Risiko, vor einer nicht oder nur verzögert öffnenden Brücke oder Schleuse festzuliegen.
Einschränkungen auch bei digitalen Diensten
Neben den Auswirkungen auf den Verkehr sind auch mehrere Internetseiten von Rijkswaterstaat betroffen. Nach Angaben der Behörde sind verschiedene Webseiten derzeit nicht erreichbar oder können während der Störung nicht aktualisiert werden. Aktuelle Informationen veröffentlicht Rijkswaterstaat deshalb über den Kurznachrichtendienst X. Verlinkungen auf weiterführende Informationen sind wegen der technischen Probleme derzeit teilweise nicht möglich.
Dauer der Störung weiterhin unklar
Wie lange die landesweite Störung andauern wird, konnte Rijkswaterstaat am Samstagnachmittag noch nicht mitteilen. Die Reparaturarbeiten laufen weiter. Bis zur vollständigen Wiederherstellung der Systeme müssen sowohl Autofahrer als auch die Schifffahrt mit Einschränkungen rechnen. Rijkswaterstaat empfiehlt, die aktuelle Wetterentwicklung zu verfolgen und Fahrten auf Straße und Wasser entsprechend anzupassen.
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