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KLM streicht Flüge in Nahost

| von Redaktion

Archivbild | Foto: HOLLAND.guide
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SCHIPHOL · Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten setzt die niederländische Fluggesellschaft KLM mehrere Verbindungen in die Region aus. Betroffen sind insbesondere Flüge nach Dubai, Riyadh, Dammam sowie Tel Aviv. Hintergrund sind Luftangriffe auf Iran und angekündigte Vergeltungsaktionen. Teile des Luftraums in der Region sind geschlossen oder stark eingeschränkt. Sicherheitslage im Nahen Osten verschärft sich deutlich. Reisende müssen mit Annullierungen, Umbuchungen und Verzögerungen rechnen. KLM bietet Rückerstattungen, Gutscheine und kostenlose Umbuchungen an.

Die Entscheidung betrifft laut Unternehmensangaben Flüge bis einschließlich Donnerstag, 5. März 2026, nach Dubai, Riyadh und Dammam. Dadurch bleiben zahlreiche Reisende vorerst im Nahen Osten gestrandet. Die Sicherheit habe höchste Priorität, teilte die Fluggesellschaft mit. Betroffene Passagiere seien informiert worden und würden umgebucht, sobald dies möglich sei. KLM übernehme vorläufig die Hotelkosten der gestrandeten Reisenden. Unklar ist, wie viele Menschen konkret betroffen sind. Fest steht, dass in den kommenden Tagen mehrere Hin und Rückflüge ausfallen. Bereits am Wochenende wurden Verbindungen in die drei Städte gestrichen, diese Maßnahme wurde nun verlängert. Zudem meidet KLM nach eigenen Angaben aktuell die Lufträume von Iran, Irak, Israel sowie mehrerer Golfstaaten. Auch Flüge nach Tel Aviv wurden ab 1. März ausgesetzt. Andere Langstreckenverbindungen, etwa nach Ostasien, seien nicht betroffen, da diese ohnehin nördlich an der Region vorbeiführen.

Sicherheitslage führt zu Flugausfällen

Nach Angaben von KLM wurden Flüge nach Dubai am 28. Februar und 1. März annulliert. Gleiches gilt für Verbindungen nach Dammam und Riyadh an denselben Tagen. Darüber hinaus wird Tel Aviv ab 1. März für den Rest der Wintersaison nicht mehr angeflogen. In einer Mitteilung verweist das Unternehmen auf die aktuelle Sicherheitslage in der Region. Flüge werden entweder gestrichen oder angepasst. Zudem nutzt die Airline derzeit nicht den Luftraum über Iran, Irak und Israel sowie über mehrere Länder in der Golfregion.

Israel und die Vereinigten Staaten hatten zuvor Angriffe auf Iran durchgeführt. In mehreren Ländern der Region wurden daraufhin Vergeltungsmaßnahmen gemeldet. Große Flughäfen wie Dubai, Abu Dhabi und Doha waren zeitweise geschlossen oder nur eingeschränkt geöffnet. Auch andere internationale Fluggesellschaften stellten ihre Verbindungen ein.

Auswirkungen am Flughafen Schiphol

Am Flughafen Flughafen Schiphol kam es zu Annullierungen. Wie Schiphol am 1. März mitteilte, ist ein Teil des Luftraums im Nahen Osten geschlossen. Der Flugverkehr in diese Region oder darüber hinweg sei eingeschränkt oder nicht möglich. Reisenden wird empfohlen, vor Abreise die aktuellen Fluginformationen bei ihrer Fluggesellschaft zu prüfen.

KLM teilte zudem mit, dass Passagiere automatisch umgebucht werden, sobald Verbindungen wieder aufgenommen werden. Reisende können ihre Buchung über My Trip oder die KLM App verwalten. Wer nicht reisen möchte, kann eine vollständige Rückerstattung beantragen. Alternativ besteht die Möglichkeit, einen Reisegutschein mit einer Gültigkeit von einem Jahr zu wählen. Dieser kann für Flüge mit KLM sowie mit Air France, Delta oder Virgin Atlantic genutzt werden.

Umbuchung und Erstattung

Für Tickets, die vor dem 28. Februar 2026 ausgestellt wurden und Reisen zwischen dem 28. Februar und 3. März betreffen, gelten besondere Regelungen. Betroffene können kostenfrei auf ein anderes Reisedatum bis spätestens 10. März umbuchen, sofern in derselben Reiseklasse Plätze verfügbar sind. Auch eine vollständige Rückerstattung ist möglich, wenn der Flug gestrichen wurde oder erhebliche Verspätungen eingetreten sind.

Darüber hinaus können Passagiere unvorhergesehene Ausgaben wie Hotelübernachtungen oder Verpflegungskosten zur Erstattung einreichen. KLM kündigte an, die Lage weiterhin eng zu beobachten und den Flugplan bei Bedarf anzupassen.

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