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Immobilienboom sprengt Rekorde!

| von Redaktion

Die Preise für Neubauten stiegen besonders kräftig. | Foto: Holland.guide

DEN HAAG · Die Immobilienpreise in den Niederlanden schießen erneut kräftig in die Höhe. Im ersten Quartal 2025 stiegen die Preise für Neubauten um mehr als 9 Prozent, bei Bestandsimmobilien lag der Anstieg sogar bei fast 11 Prozent. Besonders auffällig ist dabei die starke Nachfrage: Der Verkauf von Neubauten kletterte um 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, bei Bestandsbauten lag das Plus bei knapp 16 Prozent. Die Niederlande gehören damit zu den Ländern mit den höchsten Preissteigerungen in der EU, wie neue Daten des CBS, des Kadaster und von Eurostat zeigen.

Der niederländische Immobilienmarkt kennt weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Im ersten Quartal 2025 wurde ein deutlicher Anstieg der Immobilienpreise verzeichnet. Laut den aktuellen Zahlen des CBS, des Kadaster und von Eurostat lag der durchschnittliche Preis für eine neu gebaute Eigentumswohnung bei rund 504.000 Euro, was einem Plus von 9,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht. Damit wurde der stärkste Anstieg bei Neubauten seit mehr als zwei Jahren registriert. Doch auch die Preise für Bestandsimmobilien zogen noch kräftiger an: Sie stiegen im gleichen Zeitraum um 10,9 Prozent, womit sich der seit fünf Quartalen anhaltende Aufwärtstrend weiter fortsetzt. Hier lag der durchschnittliche Verkaufspreis bei etwa 470.000 Euro. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim Absatz: Im ersten Quartal 2025 wurden knapp 6.200 Neubauten verkauft, das sind satte 28,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei bestehenden Häusern betrug der Anstieg beim Verkauf 15,8 Prozent, insgesamt wechselten 51.500 Bestandsimmobilien den Besitzer.

Niederlande bei Immobilienpreisen europaweit Spitze

Die Preisentwicklung in den Niederlanden übertrifft inzwischen klar den europäischen Durchschnitt. Während in der gesamten Europäischen Union die Immobilienpreise im ersten Quartal 2025 um durchschnittlich 5,7 Prozent stiegen, lag der Anstieg in den Niederlanden bei 10,7 Prozent. Nur sechs EU-Länder wiesen noch stärkere Preissteigerungen auf. Angeführt wird die Liste von Portugal mit einem Zuwachs von 16,3 Prozent, gefolgt von Bulgarien mit 15,1 Prozent und Kroatien mit 13,1 Prozent. Im europäischen Vergleich zählen auch Spanien, die Slowakei und Ungarn zu den Ländern mit besonders stark steigenden Immobilienpreisen. Deutschland liegt hingegen mit einem Plus von 3,8 Prozent deutlich unter dem EU-Schnitt.

Neubaupreise steigen dynamisch

Die Preise für Neubauten stiegen besonders kräftig. Seit Anfang 2024 hat sich der Anstieg bei Neubauimmobilien erheblich beschleunigt. Nach eher moderaten Zuwächsen in den Jahren 2023 und 2024 wurde im ersten Quartal 2025 ein deutlicher Sprung von 9,3 Prozent verzeichnet. Auffällig dabei ist, dass der Verkaufspreis von Neubauten mit durchschnittlich über 500.000 Euro ein neues Rekordniveau erreicht hat. In den letzten fünf Jahren war solch ein kräftiger Preisanstieg bei Neubauten zuletzt nur im Jahr 2022 zu beobachten.

Bestandsimmobilien verteuern sich stärker als Neubauten

Noch dynamischer als der Neubausektor entwickelt sich der Markt für Bestandsimmobilien. Hier stiegen die Preise im ersten Quartal 2025 um 10,9 Prozent. Damit verzeichnete dieser Bereich das fünfte Quartal in Folge einen stärkeren Preisanstieg als der Neubausektor. Seit Mitte 2024 ziehen die Preise für Bestandsimmobilien wieder deutlich an. Insbesondere in den vergangenen drei Quartalen lag der Anstieg jeweils im zweistelligen Bereich.

Verkaufszahlen steigen auf breiter Front

Nicht nur die Preise, auch die Verkaufszahlen zeigen einen klaren Aufwärtstrend. Im ersten Quartal 2025 wurden insgesamt 6.200 neue Wohnungen verkauft. Das entspricht einem Plus von 28,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Besonders bemerkenswert: Es war bereits das sechste Quartal in Folge, in dem der Verkauf von Neubauten zulegte. Auch bei Bestandsimmobilien wurden deutlich mehr Transaktionen verzeichnet. Hier stieg die Zahl der Verkäufe im ersten Quartal um 15,8 Prozent. Insgesamt wurden 51.500 bestehende Immobilien veräußert.

Trendwende seit 2024

Der Markt hat sich damit deutlich von der Schwächephase der Jahre 2022 und 2023 erholt. In diesen Jahren waren sowohl Preise als auch Verkaufszahlen teils stark rückläufig. Erst seit Anfang 2024 zeigt der Trend wieder klar nach oben. Vor allem das zweite und dritte Quartal 2024 waren von kräftigen Preis- und Verkaufsanstiegen geprägt. Seitdem setzt sich die positive Entwicklung fort, die durch stabile wirtschaftliche Rahmenbedingungen und eine hohe Nachfrage nach Wohnraum befeuert wird.

Immobilienkrise in Europa? Niederlande trotzen dem Trend

Während viele Länder der Europäischen Union weiterhin unter einer schwachen Immobilienentwicklung leiden, stechen die Niederlande mit ihrer Preisentwicklung klar hervor. Im ersten Quartal 2025 verzeichneten nur sechs EU-Länder höhere Preissteigerungen als die Niederlande. Besonders auffällig: In Finnland sanken die Immobilienpreise im Jahresvergleich sogar. Frankreich, Luxemburg und Schweden meldeten hingegen nur minimale Anstiege, jeweils unter einem Prozent. Auch in Deutschland blieb der Zuwachs moderat und lag mit 3,8 Prozent deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 5,7 Prozent. Dagegen zeigen die Niederlande mit ihrem kräftigen Plus von 10,7 Prozent, dass der Immobilienboom dort ungebrochen ist. Hauptgrund für die dynamische Entwicklung ist die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohneigentum im Land.

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