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Hantavirus erreicht niederländische Kliniken

| von Redaktion

Langschwanz Reisratte (Oligoryzomys longicaudatus). Die Nagetierart gilt als möglicher Überträger bestimmter Hantaviren in Südamerika. | Foto: Yamil Hussein E. / Wikimedia Commons / CC BY SA 3.0
Langschwanz Reisratte (Oligoryzomys longicaudatus). Die Nagetierart gilt als möglicher Überträger bestimmter Hantaviren in Südamerika. | Foto: Yamil Hussein E. / Wikimedia Commons / CC BY SA 3.0

LEIDEN · Die Hantavirus Lage rund um das niederländische Kreuzfahrtschiff Hondius hat die Niederlande erreicht. Zwei evakuierte Personen, die in Leiden und Nijmegen aufgenommen wurden, sind positiv auf das Hantavirus getestet worden. Beide Patienten liegen nach Angaben der Kliniken in Isolation, Besucher und andere Patienten sollen kein zusätzliches Risiko haben. Parallel läuft ein Kontaktonderzoek nach einem KLM Flug aus Johannesburg, weil eine später verstorbene niederländische Patientin dort kurz an Bord war. Der Fall bleibt ernst, die Behörden betonen aber, dass das Risiko einer weiteren Verbreitung in den Niederlanden sehr klein ist.

Bei zwei aus dem Umfeld des Kreuzfahrtschiffs Hondius nach Nederland gebrachten Personen ist das Hantavirus bestätigt worden. Das geht aus Mitteilungen des Leids Universitair Medisch Centrum LUMC und des Radboudumc hervor, über die auch NOS und NU.nl berichten. Der Patient im LUMC war am Abend des 6. Mai angekommen. Nach der letzten Aktualisierung des Krankenhauses vom 7. Mai um 17.00 Uhr ist die Infektion bestätigt, der Patient informiert und die Weitergabe dieser Information genehmigt worden. Persönliche Angaben nennt das LUMC nicht. Auch das Radboudumc meldete am 7. Mai um 15.00 Uhr, dass das RIVM die Hantavirus Infektion des dort aufgenommenen Patienten bestätigt hat. Beide Kliniken behandeln die Patienten mit Isolationsmaßnahmen. Das LUMC spricht von strikter Isolation und spezialisierten Einrichtungen. Das Radboudumc verweist auf passende Isolationsmaßnahmen nach international abgestimmten Protokollen und ein Team, das auf schwere Infektionskrankheiten vorbereitet ist. Beide Häuser betonen, dass Patienten und Besucher der Kliniken kein Risiko auf Ansteckung haben und keine zusätzlichen Maßnahmen treffen müssen. Am Mittwoch waren drei Menschen von Bord der Hondius geholt und nach Europa gebracht worden. Dazu gehörte nach Angaben von NU.nl auch eine 65 jährige Deutsche, die in stabilem Zustand in ein Krankenhaus in Düsseldorf gebracht wurde. Zugleich sind in Nederland drei Menschen mit Beschwerden auf das Andesvirus getestet worden. Zwei Resultate waren negativ, ein Ergebnis stand noch aus.

Zwei bestätigte Fälle in Leiden und Nijmegen

Die bestätigten niederländischen Klinikfälle markieren eine neue Phase in der medizinischen Betreuung der Erkrankten. Nach Angaben des LUMC verlief die Aufnahme des Patienten planmäßig. Das Krankenhaus erklärt, dass alle Unterstützung und Versorgung geleistet werde, die der Patient aktuell benötigt. Die Abteilung sei auf die Aufnahme von Patienten mit schweren Infektionskrankheiten vorbereitet. Neben Isolationszimmern seien Schutzmittel für Mitarbeiter vorhanden. Das LUMC verweist darauf, dass regelmäßig für die Ankunft von Patienten mit möglichen schweren Erkrankungen geübt werde.

Auch das Radboudumc in Nijmegen ordnet die Aufnahme in diesen Rahmen ein. Der Patient stammt vom niederländischen Kreuzfahrtschiff Hondius. Auf der Station seien passende Isolationsmaßnahmen getroffen worden, um Verbreitung zu verhindern. Das Krankenhaus nennt ausdrücklich international abgestimmte Protokolle. Informationen zur Identität des Patienten werden aus Gründen der Privatsphäre nicht veröffentlicht.

NOS berichtet, dass die beiden positiv getesteten Personen mit Evakuierungsflügen in die Niederlande gebracht worden waren und zuvor Symptome gezeigt hatten. Nach der Aufnahme in Leiden und Nijmegen wurde die Infektion offiziell festgestellt. Die Krankenhäuser machten zugleich deutlich, dass Besucher in den jeweiligen Häusern nicht mit einem zusätzlichen Risiko rechnen müssen.

Andesvirus als besonders ernste Variante

Nach Angaben des RIVM handelt es sich bei dem Virus an Bord der Hondius um das Andesvirus, eine Variante des Hantavirus. Diese Variante kommt vor allem in Nordamerika und Südamerika vor. Das RIVM beschreibt sie als potenziell schwerer verlaufend als andere Hantaviren. Erkrankte können hohes Fieber und Atemprobleme entwickeln. Später können schwere Lungenprobleme und Herzversagen auftreten. Laut RIVM können 30 bis 50 Prozent der Erkrankten an dieser Variante sterben.

Das RIVM stellt zugleich klar, dass das Risiko einer Verbreitung in Nederland weiterhin sehr klein sei. Dass es sich um das Andesvirus handelt, ändere daran nichts. In der Beratung über Vorsichtsmaßnahmen an Bord und bei der Vorbereitung der medizinischen Evakuierung sei bereits mit dieser Möglichkeit gerechnet worden. Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten arbeitet nach Angaben des RIVM mit weiteren Parteien an medizinischer Evakuierung, während das RIVM über Vorsichtsmaßnahmen an Bord und bei Rückkehr der Passagiere berät.

Für die Einordnung wichtig ist die Unterscheidung zwischen den in Nederland vorkommenden Hantaviren und dem Andesvirus. Das RIVM nennt für Nederland vor allem Puumalavirus, Seoulvirus und Tulavirus. Diese werden durch unterschiedliche Nagetiere übertragen. Hantavirus Infektionen werden in Nederland nur gelegentlich festgestellt. Beim Puumalavirus bekommen viele Infizierte keine Beschwerden, bei Erkrankungen sind die Symptome meist grippeähnlich. Das Andesvirus gehört jedoch nicht zu den Varianten, die außerhalb Nordamerikas und Südamerikas vorkommen.

Kontaktonderzoek nach KLM Flug

Parallel zu den Klinikfällen läuft ein Kontaktonderzoek rund um Flug KL592 von Johannesburg nach Amsterdam. KLM teilte mit, dass das RIVM die Fluggesellschaft am Abend des 5. Mai informiert habe, dass eine der niederländischen Personen, die an Hantavirus verstorben ist, am 25. April kurz an Bord eines KLM Flugzeugs in Johannesburg gewesen sei. Wegen ihres Gesundheitszustands entschied die Crew, sie nicht mitzunehmen. Nachdem die Passagierin von Bord gebracht worden war, flog die Maschine nach Amsterdam.

KLM nennt als Flug KL592 mit Abflug am 25. April um 23.15 Uhr Ortszeit von Johannesburg nach Amsterdam. Aus Vorsicht werden alle Passagiere, die an Bord waren, durch die GGD Kennemerland informiert. KLM verweist auf die Einschätzung des RIVM, dass es Hinweise auf eine Übertragung der Andesvariante von Mensch zu Mensch gebe, dies aber sehr selten sei und nur bei sehr engem Kontakt vorkomme.

NOS berichtet, dass die 69 jährige Frau etwa 45 Minuten an Bord gewesen sei. Alle Passagiere des Fluges werden durch GGD und RIVM informiert. Rund fünf Menschen gelten laut NOS als Personen mit hohem Risiko, weil sie der Frau geholfen hätten. Sie werden täglich angerufen, um mögliche Beschwerden früh zu erkennen. Die Beobachtung soll bis höchstens 4. Juni laufen, wenn die Inkubationszeit abgelaufen ist. Für etwa fünfzig weitere Passagiere, die in derselben Reihe sowie in zwei Reihen davor oder dahinter saßen, gilt ein niedrigeres Risiko. Sie sollen bei Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Fieber Kontakt zur GGD aufnehmen. Eine Isolationspflicht nennt NOS für diese Gruppen nicht.

Stewardess mit Beschwerden im Amsterdam UMC

Zu den Personen mit möglichem Kontakt gehört eine Stewardess aus Haarlem. Nach NOS Angaben wurde sie mit Symptomen aufgenommen und liegt in Isolation im Amsterdam UMC. Sie war in Johannesburg in Kontakt mit der 69 jährigen Niederländerin gekommen, die einen Tag später an dem Virus starb. Nach Angaben des Ministeriums für Volksgezondheid hatte die Stewardess milde Beschwerden und wurde getestet.

AD sprach mit dem Internisten und Infektiologen Bram Goorhuis vom Amsterdam UMC. Er erklärte allgemein, wie das Krankenhaus bei möglichen Hantavirus Fällen vorgeht. Das Amsterdam UMC könne Patienten in Isolation behandeln. Dazu gehörten Schutzkleidung für Personal, Handschuhe, Mundschutz, Schutzbrille und ein Raum mit Unterdruck. Nach Darstellung des Infektiologen sei das Hantavirus nicht mit Covid 19 vergleichbar, deutlich weniger ansteckend und das niederländische Gesundheitssystem könne damit umgehen.

RTL Nieuws berichtete zugleich, dass Fachleute noch keine endgültigen Schlüsse über eine mögliche Übertragung im Flugzeug ziehen wollen. Die Virologin Marjolein Knoester vom UMCG sagte laut RTL, dass die genaue Art des Kontakts entscheidend sei und noch geklärt werden müsse. RTL berichtet auch, dass der GGD Kennemerland etwa sechzig Personen für das Kontaktonderzoek im Blick habe, darunter fünf Menschen mit intensivem Kontakt und rund fünfzig Personen aus den Sitzreihen in unmittelbarer Nähe.

Keine Hinweise auf breite Ausbreitung

Die Behörden und Kliniken betonen in den Referenztexten durchgehend, dass Vorsicht geboten ist, aber keine Hinweise auf eine breite Ausbreitung in Nederland bestehen. Das RIVM schreibt, die Chance, dass Menschen in Nederland durch diese Situation krank werden, sei sehr klein. Auch bei der Andesvariante bleibe das Risiko einer Verbreitung in Nederland sehr klein.

Wichtig ist dabei, dass die meisten Hantaviren nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden. Bei der Andesvariante gibt es laut RIVM Hinweise auf eine solche Übertragung, aber nur in wenigen beschriebenen Fällen und bei sehr engem Kontakt. KLM übernimmt diese Einordnung in seiner Mitteilung. AD zitiert zusätzlich die Einschätzung aus dem Amsterdam UMC, dass kein Szenario wie bei Covid 19 zu erwarten sei. De Telegraaf berichtet mit Verweis auf Chantal Reusken vom RIVM, dass eine neue Pandemie nicht erwartet werde, weil das Virus sich viel schwieriger von Mensch zu Mensch übertrage als Corona.

Die medizinische Vorsicht bleibt dennoch groß. Das liegt an der Schwere möglicher Verläufe und an der langen Zeit zwischen Ansteckung und Erkrankung. Das RIVM nennt je nach Virus eine Spanne von einigen Tagen bis sechzig Tagen, meistens zwei bis vier Wochen. Deshalb werden Kontaktpersonen informiert und beobachtet, während die aufgenommenen Patienten in spezialisierten Krankenhäusern isoliert behandelt werden.

Situation auf der Hondius weiter unter Beobachtung

Auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius wurden nach Angaben von NOS und AD mehrere Fälle festgestellt. NOS berichtet unter Berufung auf die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass inzwischen fünf Infektionen auf dem Schiff bestätigt seien und drei weitere Personen vermutlich infiziert seien. Drei Menschen seien gestorben. Zu den bestätigten Fällen gehört nach NOS Angaben auch der Schiffsarzt, der in Johannesburg im Krankenhaus liegt. Ein WHO Experte sowie zwei niederländische Ärzte seien an Bord gegangen und sollen bis zur Ankunft des Schiffes auf den Kanarischen Inseln bleiben.

Die Hondius war nach Angaben des RIVM unterwegs von Argentinien nach Kap Verde. NOS berichtet, dass das Schiff vor der Küste Kap Verdes abgefahren und auf dem Weg nach Teneriffa sei. Dort sollen die verbliebenen Passagiere ohne Symptome von Bord gehen können. Nach NOS Angaben handelt es sich um 150 Menschen, darunter zehn mit niederländischer Nationalität.

Die Situation bleibt damit medizinisch und organisatorisch komplex. Mehrere Länder, Kliniken, Gesundheitsdienste, die WHO, das RIVM, die GGD Kennemerland, KLM und die Reederei sind beteiligt. Für Nederland steht derzeit im Vordergrund, bestätigte Patienten sicher zu behandeln, mögliche Kontakte nachzuverfolgen und weitere Beschwerden früh zu erkennen. Nach den vorliegenden Referenztexten gibt es zugleich keine Grundlage für die Annahme einer breiten Gefährdung der Bevölkerung.

Symbolische, KI generierte Darstellung eines Hantavirus Partikels. Die Visualisierung wurde anhand wissenschaftlicher Daten und elektronenmikroskopischer TEM Aufnahmen realitätsnah nachempfunden, stellt jedoch keine echte Mikroskopaufnahme dar.
Symbolische, KI generierte Darstellung eines Hantavirus Partikels. Die Visualisierung wurde anhand wissenschaftlicher Daten und elektronenmikroskopischer TEM Aufnahmen realitätsnah nachempfunden, stellt jedoch keine echte Mikroskopaufnahme dar.

Häufige Fragen zum Hantavirus und zur Hondius Lage

Was ist das Hantavirus überhaupt?

Hantaviren gehören zu einer Gruppe von Viren, die hauptsächlich durch Nagetiere übertragen werden. Menschen können sich infizieren, wenn sie mit Ausscheidungen wie Urin, Kot oder Speichel infizierter Tiere in Kontakt kommen oder virusbelasteten Staub einatmen. Das RIVM betont, dass Infektionen in den Niederlanden normalerweise selten sind.

Welche Variante wurde auf dem Kreuzfahrtschiff festgestellt?

Nach Angaben des RIVM handelt es sich um die Andesvariante des Hantavirus. Diese Variante kommt normalerweise in Nord und Südamerika vor und gilt als deutlich gefährlicher als die meisten europäischen Hantaviren.

Warum sorgt gerade die Andesvariante für Aufmerksamkeit?

Das Andesvirus kann schwere Lungen und Herzprobleme verursachen. Laut RIVM können 30 bis 50 Prozent der Erkrankten daran sterben. Zudem gibt es Hinweise, dass diese Variante in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.

Ist das mit Corona vergleichbar?

Nein. Mehrere Experten und Behörden betonen ausdrücklich, dass die Situation nicht mit Covid 19 vergleichbar ist. Das Virus verbreitet sich deutlich schwerer zwischen Menschen. Das Amsterdam UMC erklärte gegenüber AD, dass das niederländische Gesundheitssystem gut mit solchen Fällen umgehen könne.

Wie viele bestätigte Fälle gibt es aktuell?

Nach Angaben der WHO wurden mehrere Infektionen auf dem Kreuzfahrtschiff Hondius bestätigt. Drei Menschen sind gestorben. Zwei weitere bestätigte Patienten befinden sich inzwischen in niederländischen Krankenhäusern in Leiden und Nijmegen.

Warum liegen Patienten in Isolation?

Die Kliniken folgen internationalen Protokollen für schwere Infektionskrankheiten. Sowohl das LUMC als auch das Radboudumc erklären, dass strikte beziehungsweise passende Isolationsmaßnahmen getroffen wurden, um jede mögliche Verbreitung zu verhindern.

Besteht Gefahr für Besucher in den Krankenhäusern?

Nein. Sowohl das LUMC als auch das Radboudumc erklären ausdrücklich, dass Besucher und andere Patienten kein zusätzliches Risiko laufen und keine besonderen Maßnahmen nötig sind.

Kann sich das Virus im Flugzeug verbreiten?

Die Behörden schließen das nicht vollständig aus, halten das Risiko aber für sehr klein. Deshalb läuft ein Kontaktonderzoek rund um den KLM Flug aus Johannesburg. Besonders beobachtet werden Menschen mit engem Kontakt zur später verstorbenen Patientin.

Warum wird eine KLM Stewardess untersucht?

Die Stewardess hatte Kontakt mit der niederländischen Frau, die später an dem Virus starb. Sie entwickelte milde Beschwerden und wurde vorsorglich isoliert und getestet.

Wie viele Flugpassagiere werden überwacht?

Nach Angaben der GGD Kennemerland stehen etwa 60 Personen im Fokus des Kontaktonderzoeks. Fünf Menschen hatten intensiven Kontakt zur erkrankten Frau. Weitere rund 50 Personen saßen in unmittelbarer Nähe im Flugzeug.

Muss man jetzt Angst vor einer Pandemie haben?

Nach aktuellem Stand nein. Das RIVM, die WHO und mehrere Experten betonen, dass das Risiko einer breiten Ausbreitung sehr klein sei. Auch die WHO erklärte, das Risiko für die öffentliche Gesundheit bleibe niedrig.

Wie steckt man sich normalerweise mit Hantaviren an?

Meistens erfolgt die Ansteckung über Nagetiere. Besonders Mäuse und Ratten können die Viren übertragen. Menschen infizieren sich oft durch eingeatmeten Staub aus getrocknetem Kot oder Urin.

Welche Symptome verursacht das Virus?

Die Beschwerden beginnen häufig mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf und Muskelschmerzen, Übelkeit oder Bauchbeschwerden. Beim Andesvirus können später schwere Atemprobleme und Organversagen auftreten.

Wie lange dauert es, bis Symptome auftreten?

Die Inkubationszeit kann laut RIVM einige Tage bis zu 60 Tage betragen. Meist dauert es zwei bis vier Wochen.

Gibt es Medikamente oder Impfungen?

Das RIVM erklärt, dass es keinen Impfstoff gegen Hantaviren gibt. Die Behandlung konzentriert sich vor allem auf die Unterstützung der Patienten, etwa bei Atemproblemen oder Organversagen.

Warum wird so intensiv nach Kontaktpersonen gesucht?

Weil die Andesvariante in seltenen Fällen zwischen Menschen übertragen werden könnte. Durch frühe Information und Beobachtung sollen mögliche neue Fälle schnell erkannt werden.

Müssen Kontaktpersonen in Quarantäne?

Nach Angaben von NOS und GGD gibt es derzeit keine generelle Isolationspflicht für die beobachteten Flugpassagiere. Sie sollen aber auf Symptome achten und Kontakt mit der GGD halten.

Welche Rolle spielen WHO und RIVM?

Das RIVM koordiniert die Maßnahmen in den Niederlanden und berät bei Isolation, Transport und Kontaktverfolgung. Die WHO unterstützt international bei der medizinischen Einschätzung und Koordination, weil mehrere Nationalitäten betroffen sind.

Wo befindet sich das Kreuzfahrtschiff jetzt?

Die Hondius ist nach Angaben von NOS unterwegs Richtung Teneriffa. Dort sollen symptomfreie Passagiere das Schiff verlassen können.

Kommt Hantavirus normalerweise in den Niederlanden vor?

Ja, aber selten. Das RIVM erklärt, dass in den Niederlanden gelegentlich Infektionen mit anderen Hantavirus Varianten festgestellt werden. Diese verlaufen meist deutlich milder als die Andesvariante.

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