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Große Explosion bei Wohnkomplex in Amsterdam

| letzte Änderung 13.06.2026 10:56 | von Redaktion

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wurde aktualisiert. Neue Informationen finden Sie unten im Artikel.
Feuerwehrfahrzeug | Foto: HOLLAND.guide
Feuerwehrfahrzeug | Foto: HOLLAND.guide

AMSTERDAM · Eine schwere Explosion mit anschließendem Großbrand hat in der Nacht zum Freitag einen Wohnkomplex im Stadtteil Nieuw-West erschüttert. Die Detonation an der Osdorper Ban führte zu einem Teileinsturz eines Gebäudeteils unterhalb eines Wohnblocks und löste einen stundenlangen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Spezialeinheiten aus. Nach aktuellem Stand wurden mindestens sieben Menschen verletzt, darunter eine Person schwer. Rund 400 Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. Während die Flammen inzwischen gelöscht wurden, läuft die Suche nach möglichen weiteren Betroffenen weiter. Die Ursache der Explosion ist bislang unbekannt. Die Behörden haben das Gebiet weiträumig abgesperrt und bitten die Bevölkerung, den Einsatzkräften ausreichend Raum für ihre Arbeit zu lassen.

Die ersten Notrufe gingen gegen 00.15 Uhr bei den Rettungsdiensten ein. Nach Angaben der Sicherheitsregion Amsterdam-Amstelland ereignete sich die Explosion in einem Nebengebäude unterhalb eines Wohnblocks an der Osdorper Ban. Durch die Wucht der Detonation stürzte ein Teil des Gebäudes ein, gleichzeitig brach ein großer Brand aus. Die Feuerwehr traf auf ein schwer beschädigtes Objekt und leitete sofort umfangreiche Rettungs- und Löscharbeiten ein. Das betroffene Gebäude wurde vollständig geräumt. Auch angrenzende Wohnbereiche wurden vorsorglich evakuiert. Nach Angaben der Gemeinde Amsterdam mussten insgesamt etwa 400 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Rund 100 Betroffene wurden in einer Notunterkunft im Stadsloket Nieuw-West am Osdorpplein untergebracht.

Für den Transport setzte das Verkehrsunternehmen GVB Busse ein. Vor Ort stellt die Gesundheitsbehörde GGD psychosoziale Unterstützung bereit. Während des Einsatzes waren zahlreiche Rettungskräfte vor Ort, darunter mehrere Ambulanzteams sowie spezialisierte Einheiten für Einsturzlagen. Die Feuerwehr konnte den Brand im Verlauf der Nacht unter Kontrolle bringen. Auch nach dem Löschen der Flammen blieb die Lage jedoch kritisch, da weiterhin Einsturzgefahr bestand und zunächst unklar war, ob sich noch Menschen im beschädigten Gebäudeteil befinden könnten. Die Behörden bestätigten am frühen Morgen sieben Verletzte, darunter eine schwer verletzte Person. Die Zahl der Betroffenen könnte nach Angaben der Gemeinde noch steigen. Über den Gesundheitszustand der übrigen Verletzten wurden bislang keine weiteren Informationen veröffentlicht.

Suche nach möglichen Opfern läuft weiter

Nachdem die Feuerwehr die offenen Flammen gelöscht hatte, begann die nächste Phase des Einsatzes. Die Einsatzkräfte starteten eine systematische Suche im beschädigten Gebäude. Nach Angaben der Gemeinde wird dabei zunächst eine Drohne eingesetzt, um die Lage im Inneren zu erkunden. Anschließend sollen Suchhunde die Trümmerbereiche absuchen.

Zur Unterstützung wurden das Urban Search and Rescue Team (USAR) sowie das Specialisme Technische Hulpverlening (STH) alarmiert. Diese Spezialisten kommen bei Gebäudeeinstürzen oder drohenden Einstürzen zum Einsatz. Die Behörden betonen, dass die Sucharbeiten besonders vorsichtig durchgeführt werden müssen, da die Ursache der Explosion bislang ungeklärt ist und weitere Gefahren nicht ausgeschlossen werden können.

Ursache weiterhin unbekannt

Bis zum Morgen konnten die Behörden keine Angaben zur Ursache der Explosion machen. Nach Angaben der Stadtverwaltung werden verschiedene Szenarien untersucht. Aus diesem Grund wurde auch die Explosieven Opruimingsdienst Defensie (EODD), der niederländische Kampfmittelräumdienst der Streitkräfte, hinzugezogen.

Um die Arbeiten der Feuerwehr sicher durchführen zu können, wurde die Gasversorgung des betroffenen Gebäudes abgeschaltet. Die Einsatzkräfte konzentrieren sich derzeit auf die Suche nach möglichen Opfern, die Sicherung des Gebäudes und die Untersuchung der Explosionsursache.

Große Schäden am Gebäude

Die Schäden an dem betroffenen Gebäudeteil sind erheblich. Mehrere Außenwände wurden zerstört oder schwer beschädigt. Nach Medienberichten wurde ein großer Teil der Fassade durch die Explosion herausgerissen. Auch Dachkonstruktionen und angrenzende Bereiche wurden beschädigt.

Im betroffenen Gebäudeteil befand sich nach Angaben mehrerer Medien eine Fitnessanlage. Zudem wurden mehrere geparkte Fahrzeuge durch herabstürzende Trümmer beschädigt. Wegen der anhaltenden Untersuchungen und der Einsturzgefahr bleibt ein Teil der Osdorper Ban weiterhin gesperrt.

Rauchentwicklung sorgte für Warnungen

Während des Brandes entstand eine starke Rauchentwicklung. Die Sicherheitsregion führte Messungen in der Umgebung durch. Dabei wurden nach Angaben der Behörden keine erhöhten Schadstoffwerte festgestellt.

Dennoch riefen die Einsatzkräfte die Bevölkerung dazu auf, Rauchbereiche zu meiden. Anwohner wurden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und vorhandene Lüftungsanlagen abzuschalten, sofern sie vom Rauch betroffen waren.

Telefonnummern für Angehörige eingerichtet

Die Gemeinde Amsterdam hat mehrere Informationsstellen eingerichtet. Angehörige, die sich Sorgen um Familienmitglieder oder Bekannte machen und keinen Kontakt herstellen können, können sich an das Verwantencontact wenden.

Ab 08.00 Uhr steht zudem eine allgemeine Informationsnummer für direkt Betroffene und Angehörige unter 14 020 zur Verfügung. Die Stadtverwaltung hofft dadurch, die Notrufzentralen der Einsatzdienste zu entlasten und gleichzeitig Informationen für Betroffene bereitzustellen.

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Update: 12.06.2026, 14:30 Uhr

Suche unter Trümmern dauert an, Bewohner weiter evakuiert

Die Rettungs- und Sucharbeiten an der Osdorper Ban dauern auch am Freitagnachmittag an. Nach Angaben der Sicherheitsregion Amsterdam-Amstelland gibt es inzwischen Hinweise darauf, dass sich möglicherweise noch Menschen unter den Trümmern des zerstörten Fitnessstudios befinden könnten. Aus diesem Grund wird das teilweise eingestürzte Gebäude mit äußerster Vorsicht Stück für Stück zurückgebaut. Die Einsatzkräfte rechnen damit, dass die Bergungsarbeiten mindestens bis in den Abend andauern.

Die Polizei hat unterdessen die Ermittlungen zur Ursache der Explosion aufgenommen. Da das Gebäude bislang noch nicht sicher genug für forensische Untersuchungen ist, konnten Ermittler und Spurensicherung das Innere des Objekts noch nicht betreten. Stattdessen werden derzeit Überwachungsvideos ausgewertet und Zeugen befragt. Personen, die gegen 00.10 Uhr verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder über Kamera- beziehungsweise Dashcam-Aufnahmen verfügen, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Für die rund 400 evakuierten Bewohner gibt es weiterhin keine Rückkehrmöglichkeit. Die Gemeinde Amsterdam teilte mit, dass die Bewohner auch in der kommenden Nacht nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Für Betroffene werden Unterkünfte an verschiedenen Standorten organisiert. Bereits zuvor waren Menschen, die keine private Unterkunft finden konnten, in Hotels untergebracht worden.

Nach Angaben der Sicherheitsregion wurde die benachbarte Wohnanlage durch die Explosion zwar nicht strukturell beschädigt, dennoch dauern Sicherungsarbeiten, Untersuchungen und Reparaturen weiter an. Zusätzlich sind infolge der Explosion weiterhin Haushalte ohne Strom und Gasversorgung. Bürgermeisterin Femke Halsema besuchte sowohl den Unglücksort als auch die Notunterkünfte und sprach den Betroffenen ihre Unterstützung aus. Die Gemeinde richtete zudem weitere Informationsnummern für Angehörige und Betroffene ein.

Update: 12.06.2026, 17:15 Uhr

Mehrere Festnahmen nach Explosion, Rückkehr weiter ausgeschlossen

Die Ermittlungen nach der schweren Explosion an der Osdorper Ban haben eine neue Wendung genommen. Nach Angaben der Polizei wurden inzwischen mehrere Personen festgenommen. Zudem beschlagnahmten die Ermittler mehrere Fahrzeuge. Weder die Zahl der Festgenommenen noch die konkreten Vorwürfe wurden bislang bekanntgegeben. Die Polizei betont, dass die Ursache der Explosion weiterhin Gegenstand laufender Ermittlungen ist.

Während die Rettungsarbeiten fortgesetzt werden, halten die Einsatzkräfte weiterhin für möglich, dass sich noch Menschen unter den Trümmern befinden. Das zerstörte Gebäude wird deshalb mit Hilfe eines Krans kontrolliert zurückgebaut. Die Such- und Bergungsarbeiten sollten nach Angaben der Sicherheitsregion mindestens bis in die Abendstunden andauern.

Die Polizei kann das eingestürzte Gebäude weiterhin nicht betreten, da die Rettung möglicher weiterer Opfer Vorrang hat. Ermittlungen konzentrieren sich derzeit auf die Auswertung von Kameraaufnahmen sowie Befragungen von Anwohnern und Zeugen.

Die Gemeinde Amsterdam teilte mit, dass die Bewohner des betroffenen Wohnblocks auch in der kommenden Nacht nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Für Betroffene wurde eine Hotelunterbringung organisiert. Bewohner, die die vergangene Nacht privat untergekommen waren, für die kommende Nacht jedoch eine Unterkunft benötigen, können sich im Nachbarschaftszentrum Station Wildeman melden, wo Hilfskräfte die weitere Unterbringung koordinieren.

Zudem wurde die Stromversorgung der benachbarten Wohnanlage wiederhergestellt. Netzbetreiber Liander meldete, dass die seit der Explosion unterbrochene Stromversorgung am Freitagabend gegen 20.00 Uhr wieder verfügbar sein soll.

Zu möglichen Hintergründen der Explosion kursieren inzwischen verschiedene Szenarien. Die Polizei bestätigte jedoch lediglich, dass unterschiedliche Möglichkeiten untersucht werden. Solange die Spurensicherung das Gebäude nicht betreten kann, machen die Ermittlungsbehörden keine Angaben zu einer möglichen Ursache. Auch deshalb rufen die Behörden weiterhin Zeugen und Personen mit Kamera- oder Dashcamaufnahmen dazu auf, sich bei der Polizei zu melden.

Update: 12.06.2026, 19:45 Uhr

Informationsangebot für Betroffene verlängert

Die Gemeinde Amsterdam hat am Freitagabend weitere Informationen für die evakuierten Bewohner veröffentlicht. Das speziell eingerichtete Informationszentrum im Nachbarschaftshaus Station Wildeman an der Nieuwe Laan 34 bleibt länger geöffnet als zunächst geplant. Hilfskräfte stehen dort nun bis 22.00 Uhr bereit, um Bewohner des betroffenen Wohnblocks zu unterstützen und sie bei Bedarf zu den bereitgestellten Hotelunterkünften zu begleiten.

Außerdem bleibt die direkte Informationshotline zum Vorfall unter der Telefonnummer 020 255 29 01 bis Mitternacht erreichbar. Über diese Nummer können Betroffene, Angehörige und andere Beteiligte Fragen zum laufenden Einsatz, zur Unterbringung und zu weiteren Unterstützungsangeboten stellen.

Die Gemeinde konzentriert sich damit weiterhin auf die Betreuung der rund 400 evakuierten Bewohner, die nach der Explosion und dem anschließenden Großbrand ihre Wohnungen verlassen mussten und auch in der kommenden Nacht nicht in ihre Häuser zurückkehren können. Die Such-, Bergungs- und Ermittlungsarbeiten an der Osdorper Ban dauern unterdessen an.

Update: 13.06.2026, 10:45 Uhr

Keine weiteren Opfer gefunden

Am späten Freitagabend konnten die Einsatzkräfte an der Osdorper Ban eine erste wichtige Entwarnung geben. Die Sicherheitsregion Amsterdam-Amstelland erklärte den Einsatzbereich für sicher. Bei den umfangreichen Such- und Bergungsarbeiten wurden keine weiteren Opfer unter den Trümmern gefunden.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Ursache der Explosion werden am Samstagmorgen fortgesetzt. Die betroffene Wohnanlage an der Remijden bleibt vorerst weiterhin gesperrt. Die Bewohner konnten auch in der Nacht nicht in ihre Wohnungen zurückkehren und verbrachten die Nacht bei Angehörigen, Freunden oder in den von den Behörden bereitgestellten Hotels.

Für die Bewohner der Wohnanlagen Osdorperban und Klarenburg gab es hingegen eine positive Nachricht: Die Stromversorgung wurde am Freitagabend gegen 20.00 Uhr vollständig wiederhergestellt.

Das Nachbarschaftszentrum De Wildeman bleibt weiterhin zentrale Anlaufstelle für Betroffene und öffnet am Samstagmorgen erneut um 09.00 Uhr. Auch die Informationshotline wird ab 08.00 Uhr wieder erreichbar sein. Das zuvor eingerichtete Angehörigentelefon wurde geschlossen. Angehörige mit Fragen werden nun an die allgemeine Rufnummer der niederländischen Polizei verwiesen.

Mit dieser Mitteilung beenden wir unser Liveblog zum Vorfall. Weitere Informationen sollen nach Angaben der Behörden im Verlauf des Samstagvormittags folgen.

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