Großbrand auf Militärgelände: Rauch über mehreren Regionen
| letzte Änderung 30.04.2026 15:29 | von Redaktion
Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Neue Informationen finden Sie im unteren Teil des Artikels (Updates bis Mittwoch, 29. April | Updates ab Donnerstag, 30. April). Videoaufnahmen anderer Medien finden Sie hier.
’T HARDE · Großbrand auf militärischem Übungsgelände: Auf dem Artillerie Schietkamp bei ’t Harde in der Provinz Gelderland ist am Mittwoch eine großflächige Naturbrandlage ausgebrochen. Mehrere Brandherde auf dem militärischen Übungs- und Schießgelände führten zu einem Großeinsatz der Feuerwehr und anderer Rettungsdienste. Dichter Rauch ist über weite Teile der Region sichtbar und zieht laut Behörden über Straßen und bewohnte Gebiete hinweg. Die Einsatzkräfte mussten die Lage wegen der Ausbreitung des Feuers auf die Koordinierungsstufe GRIP 2 hochstufen. Anwohner wurden über das landesweite Warnsystem NL Alert aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen abzuschalten. Auch Straßen wurden gesperrt, während zahlreiche Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz sind, um das Feuer einzudämmen.
Auf dem militärischen Übungs und Schießgelände Artillerie Schietkamp bei ’t Harde nahe der Gemeinde Epe ist am Mittwoch eine großflächige Naturbrandlage ausgebrochen. Bei der Feuerwehr gingen mehrere Meldungen über Brände auf dem Gelände ein, woraufhin zahlreiche Einsatzkräfte alarmiert wurden. Nach Angaben der Sicherheitsregion Noord en Oost Gelderland befinden sich mehrere Brandherde auf dem Areal. Die Einsatzkräfte sprechen von einer komplexen Lage, da sich das Feuer in einem naturbelassenen Gebiet mit trockener Vegetation ausbreitet. Die Feuerwehr rückte mit zahlreichen Einheiten aus, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt war der Brand laut Behörden noch nicht unter Kontrolle. Aufgrund der starken Rauchentwicklung sind die Rauchwolken weithin sichtbar. Wie AD berichtet, können sie unter anderem von Apeldoorn und Zwolle aus gesehen werden. Wegen der Naturbrandlage wurde außerdem ein Abschnitt der Autobahn A28 zwischen ’t Harde und Wezep in beide Richtungen gesperrt. Auch nach Angaben der Sicherheitsregion kommt es wegen des Rauchs zu Gefahren auf mehreren Straßen in der Umgebung, weshalb Verkehrswege vorübergehend geschlossen wurden. Die Behörden riefen Menschen in der Region dazu auf, das Gebiet möglichst zu meiden, damit Rettungsfahrzeuge ungehindert arbeiten können.
Einsatzkräfte erhöhen Alarmstufe
Die Sicherheitsregion Noord en Oost Gelderland bestätigte, dass der Einsatz zunächst auf GRIP 1 hochgestuft wurde, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Rettungsdienste besser koordinieren zu können. Kurz darauf wurde wegen der Größe des Brandes und der möglichen Ausbreitung auf umliegende Einrichtungen weiter auf GRIP 2 erhöht. Nach Angaben der Behörden besteht die Gefahr, dass sich das Feuer in Richtung Freizeit oder Pflegeeinrichtungen ausbreiten könnte. Deshalb wurden zusätzliche Einsatzkräfte alarmiert. Wie AD berichtet, wird die Feuerwehr bei der Brandbekämpfung unter anderem von einem Spezialteam aus Nijverdal unterstützt, das auf das Löschen von Naturbränden spezialisiert ist. Die Einsatzkräfte arbeiten daran, die Ausbreitung der Flammen einzudämmen und weitere Brandherde zu lokalisieren.
NL Alert 29. April 2026 um 13:49 Uhr Brand mit starker Rauchentwicklung in ’t Harde. Meiden Sie den Rauch. Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungsanlagen aus. https://www.vnog.nl/incidenten Naturbrand mit starker Rauchentwicklung in der Umgebung von ’t Harde. Fahren Sie nicht in das Gebiet und geben Sie den Einsatzkräften Raum. Wenn Sie sich in der Nähe des Brandes befinden, verlassen Sie das Gebiet.
NL Alert 29. April 2026 um 13:12 Uhr Großer Naturbrand mit starker Rauchentwicklung auf der Veluwe. Meiden Sie den Rauch. Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungsanlagen aus. Weitere Informationen unter: veiligheidsregioflevoland.nl
Rauch über mehreren Regionen sichtbar
Die starke Rauchentwicklung sorgt dafür, dass der Brand weit über das unmittelbare Einsatzgebiet hinaus wahrgenommen wird. Laut Veiligheidsregio Flevoland ist der Rauch auch in Flevoland sowie in Teilen der Region Gooi en Vechtstreek zu sehen und zu riechen. Die Behörden raten Anwohnern in diesen Gebieten ebenfalls dazu, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten und mechanische Lüftungssysteme auszuschalten. Zusätzlich wurde über das nationale Warnsystem NL Alert eine Meldung an Mobiltelefone in der Region gesendet. Darin werden Menschen aufgefordert, Rauch zu meiden, das Gebiet zu verlassen und den Einsatzkräften Platz zu machen.
Ursache der Brandserie noch unklar
Wie NOS berichtet, ist bislang unklar, wie das Feuer auf dem militärischen Gelände entstehen konnte. Nach Angaben der Sicherheitsregion werden derzeit mehrere mögliche Ursachen geprüft. Wie AD schreibt, könnte ein einzelner Funke in einem trockenen Gebiet ausreichen, etwa durch eine weggeworfene Zigarette oder eine Glasscherbe. Auch militärische Übungen könnten eine Rolle spielen. Laut De Telegraaf stand auf dem Gelände des Artillerie Schietkamp an diesem Tag eine Übung mit verschiedenen Waffenarten auf dem Programm, darunter Gewehr und Maschinengewehrfeuer sowie Übungen mit schwerem Gerät und Explosivstoffen. Ob diese Aktivitäten mit dem Brand in Verbindung stehen, ist bislang jedoch nicht bestätigt.
Trockenheit erhöht Gefahr von Naturbränden
Die aktuelle Brandlage steht im Zusammenhang mit einer angespannten Trockenheitssituation in den Niederlanden. Feuerwehr und Experten warenen bereits seit Tagen vor einer Zunahme von Naturbränden. Der landesweite Koordinator für Naturbrandmanagement beim Nederlands Instituut Publieke Veiligheid erklärt, dass Naturbrände in den Niederlanden besonders häufig im Frühjahr auftreten. In dieser Jahreszeit ist die Vegetation häufig sehr trocken, während Pflanzen und Bäume noch nicht ausreichend Wasser aufgenommen haben. Gleichzeitig herrscht derzeit in vielen Regionen ein erhöhtes Naturbrandrisiko. In zahlreichen Sicherheitsregionen gilt bereits die Warnstufe Phase 2, die höchste Stufe des Systems zur Bewertung von Naturbrandgefahren. In dieser Phase sind Feuerwehr und Naturbehörden besonders aufmerksam und setzen zusätzliche Mittel ein, um Brände frühzeitig bekämpfen zu können.
Mehrere Naturbrände innerhalb weniger Tage
Der Brand auf dem Militärgelände bei ’t Harde ist nicht der einzige größere Brand in den Niederlanden in dieser Woche. Es kam zuvor bereits zu mehreren Naturbränden in verschiedenen Teilen des Landes. Unter anderem brannten am Dienstag die Dünen von Den Haag, außerdem wurde ein Waldbrand zwischen Malden und Nijmegen gemeldet. Am Mittwochmorgen wurde zudem eine Naturbrandlage in Helden gemeldet, die später unter Kontrolle gebracht werden konnte. Experten warnen laut NOS, dass durch anhaltende Trockenperioden künftig häufiger mehrere Naturbrände gleichzeitig auftreten können. Das stellt die Feuerwehr vor zusätzliche Herausforderungen, da Einsatzkräfte und Material dann parallel an verschiedenen Orten benötigt werden.
Andere Medien zum Thema
Weitere Informationen
- Verkehrsinformationen A28
- Das aktuelle Naturbrandrisiko in den Niederlanden nach Sicherheitsregion
- NIPV: Naturbrände
Updates
29.04.2026, 14:30 Uhr: Militärhubschrauber unterstützt Löscharbeiten
Auch aus der Luft wird der Einsatz inzwischen unterstützt. Wie die niederländische Luftwaffe über ihren X.com Kanal DHC Luchtmacht mitteilte, hilft die Besatzung zweier Chinook Transporthubschrauber bei der Bekämpfung des Naturbrandes auf dem militärischen Übungsgelände ASK ’t Harde in der Gemeinde Elburg. Der Hubschrauber setzt dabei einen sogenannten Bambi Bucket ein, einen großen Wasserbehälter, der unter dem Hubschrauber hängt. Mit diesem System können große Mengen Wasser aus der Luft direkt über den Brandherden abgeworfen werden, um die Ausbreitung des Feuers einzudämmen.
29.04.2026, 14:49 Uhr: NL Alert in der nächsten Region
Am Nachmittag wurde eine weitere Warnmeldung über das nationale Warnsystem NL Alert ausgegeben. Darin warnen die Behörden erneut vor der starken Rauchentwicklung durch den Naturbrand auf der Veluwe. Menschen in der Region werden aufgefordert, den Rauch zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten und mechanische Lüftungsanlagen auszuschalten. Weitere Informationen stellen die Behörden über die Sicherheitsregion Gooi en Vechtstreek bereit.
NL Alert 29. April 2026 um 14:49 Uhr Großer Naturbrand mit starker Rauchentwicklung auf der Veluwe. Meiden Sie den Rauch. Schließen Sie Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungsanlagen aus. Weitere Informationen unter: vrgooienvechtstreek.nl
29.04.2026, 15:05 Uhr: Löscharbeiten könnten mehrere Tage dauern
Die Rauchwolken des großen Naturbrandes sind inzwischen bis in die Region Amsterdam zu sehen und zu riechen. Wie die Sicherheitsregion Amsterdam Amstelland mitteilte, gehen derzeit zahlreiche Meldungen von Menschen ein, die Rauch wahrnehmen. Ursache dafür ist der Wind, der die Rauchwolken in Richtung der Hauptstadt treibt. Die Behörden raten auch dort vorsorglich dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie automatische Lüftungsanlagen auszuschalten.
Nach Einschätzung von Edwin Kok, landesweiter Koordinator für Naturbrandmanagement beim Nederlands Instituut Publieke Veiligheid, handelt es sich um eine außergewöhnlich große Naturbrandlage für niederländische Verhältnisse, schreibt Omroep Gelderland. Aufgrund der aktuellen Wetterbedingungen könne es noch mehrere Tage dauern, bis das Feuer vollständig gelöscht ist. Um Menschen in der Umgebung von ’t Harde zu warnen, hat die Sicherheitsregion Noord en Oost Gelderland zudem ein NL Alert versendet. Darin werden Personen in der Nähe des Brandes dringend aufgefordert, das Gebiet zu verlassen.
29.04.2026, 15:26 Uhr: Dritter Militärhubschrauber im Einsatz
Die niederländische Luftwaffe hat ihre Unterstützung bei der Bekämpfung des Naturbrandes weiter verstärkt. Wie die Luchtmacht mitteilte, ist inzwischen ein dritter Chinook Transporthubschrauber auf dem Weg zum militärischen Übungsgelände ASK ’t Harde in der Gemeinde Elburg. Der zusätzliche Hubschrauber soll die laufenden Löscharbeiten aus der Luft unterstützen und dabei helfen, den Brand schneller einzudämmen.
29.04.2026, 15:30 Uhr: Auch Feuerwehr aus Gelderland Midden alarmiert
Der Einsatz bei ’t Harde wird inzwischen offenbar von Kräften aus mehreren Regionen unterstützt. Aus P2000 Meldungen geht hervor, dass unter anderem Einheiten der Feuerwehr Gelderland Midden alarmiert wurden. Genannt werden dabei unter anderem Kräfte aus Arnhem Noord, Garderen und Ede Centrum. Die Meldungen beziehen sich auf Wald und Heidebrände mit hoher beziehungsweise sehr hoher Ausbreitungsgefahr sowie auf Unterstützung beim Einsatzgebiet ASK am Prins Frederikweg in ’t Harde. Das zeigt, wie groß der Kräftebedarf inzwischen ist und dass die Bekämpfung des Naturbrandes nicht mehr nur mit Einheiten aus der unmittelbar zuständigen Sicherheitsregion erfolgt.
29.04.2026, 15:40 Uhr: NOS zeigt Livestream zum Großbrand
Auch NOS berichtet inzwischen live über den großen Naturbrand bei Epe und ’t Harde. Der Sender hat einen Livestream eingerichtet, über den die Entwicklungen rund um den Brand verfolgt werden können. Zu sehen ist die massive Rauchentwicklung über dem Gebiet des militärischen Übungsgeländes. Der Livestream zeigt, wie groß die Brandlage inzwischen eingeschätzt wird und wie stark das öffentliche Interesse an der laufenden Einsatzlage ist.
29.04.2026, 15:45 Uhr: Chinook Hubschrauber nehmen Wasser am Heerderstrand auf
Für die Löscharbeiten aus der Luft nutzen die eingesetzten Chinook Transporthubschrauber inzwischen auch Wasser aus der Umgebung. Mehrere Hubschrauber nehmen Wasser am Heerderstrand auf, einem See westlich der Gemeinde Heerde. Die Wasserfläche entstand ursprünglich durch Sandabbau beim Bau der Autobahn A50 und wird heute als Freizeitgebiet genutzt.
Die Hubschrauber füllen dort ihre sogenannten Bambi Buckets und fliegen anschließend zurück zum Brandgebiet bei ’t Harde, um große Mengen Wasser über den Flammen abzuwerfen. Dadurch können die Einsatzkräfte die Ausbreitung des Naturbrandes aus der Luft bekämpfen und besonders schwer zugängliche Brandstellen erreichen.
29.04.2026, 15:50 Uhr: NL Alert aktualisiert
Die Behörden haben am Nachmittag erneut eine Warnmeldung über das nationale Warnsystem NL Alert herausgegeben. In der um 15:35 Uhr veröffentlichten Meldung wird weiterhin vor der starken Rauchentwicklung durch den Naturbrand bei ’t Harde gewarnt. Bewohner werden aufgefordert, den Rauch zu meiden, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungsanlagen auszuschalten.
Zudem weisen die Behörden darauf hin, dass inzwischen viele Straßen in der Umgebung gesperrt sind. Menschen sollen nicht in das Gebiet fahren und den Einsatzkräften ausreichend Platz lassen. Wer sich in unmittelbarer Nähe des Brandes befindet, wird dringend aufgefordert, das Gebiet zu verlassen. Weitere Informationen stellen die Einsatzkräfte über die Webseite der Sicherheitsregion Noord en Oost Gelderland bereit.
29.04.2026, 15:55 Uhr: Brand während militärischer Übung entstanden
Der große Naturbrand bei ’t Harde ist während einer militärischen Übung auf dem Schießgelände entstanden. Das bestätigte das niederländische Verteidigungsministerium gegenüber dem Sender NOS. Ob die Übung tatsächlich auch die Ursache für den Brand ist, steht derzeit noch nicht fest.
Nach Angaben von Verteidigungsministerium kann eine Untersuchung erst beginnen, wenn das Signal „Brand meester“ gegeben wurde und der Brand vollständig unter Kontrolle ist. Das Ministerium erklärte, dass es momentan noch zu früh sei, um detaillierte Fragen zur möglichen Ursache, zum genauen Entstehungsort oder zu den Arbeiten vor Ausbruch des Feuers zu beantworten.
Auf der Website des Verteidigungsministeriums ist jedoch ersichtlich, dass für den heutigen Tag eine Übung auf dem militärischen Schießgelände geplant war. Diese trug den Titel „Gewehr und Maschinengewehrfeuer, Kanonen sowie Arbeiten mit Sprengstoffen“. Ob ein Zusammenhang mit dem Brand besteht, soll nun nach Abschluss der Löscharbeiten untersucht werden.
29.04.2026, 16:00 Uhr: Weitere Waldbrände auf der Veluwe
Während die Feuerwehr weiterhin gegen den Großbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde kämpft, sind in der Region weitere Naturbrände gemeldet worden. Laut Einsatzmeldungen brennt es unter anderem auch im Bereich von Beekbergen südlich von Apeldoorn.
Nach ersten Informationen handelt es sich dabei um separate Brände, die nicht mit dem Großbrand bei ’t Harde zusammenhängen. Die zahlreichen Meldungen zeigen jedoch, wie angespannt die Lage derzeit auf der Veluwe ist. Durch die anhaltende Trockenheit besteht vielerorts eine sehr hohe Waldbrandgefahr.
29.04.2026, 17:60 Uhr: Fünf Militärhubschrauber im Löscheinsatz
Die niederländische Luftwaffe hat ihre Unterstützung bei der Brandbekämpfung weiter ausgebaut. Nach Angaben des Defensie Helikopter Commando sind inzwischen fünf Hubschrauber im Einsatzgebiet.
Neben mehreren Boeing CH‑47 Chinook wurde auch ein Eurocopter AS532 Cougar zur Veluwe geschickt. Die Hubschrauber nehmen Wasser auf und werfen es mit sogenannten „Bambi Buckets“ über den Brandherden ab.
29.04.2026, 17:55 Uhr: Brand noch nicht unter Kontrolle
Nach Angaben der Sicherheitsregion ist der Brand weiterhin nicht unter Kontrolle. Die Feuerwehr geht davon aus, dass die Löscharbeiten noch mindestens die ganze Nacht dauern werden.
Aktuell sind mehrere Feuerwehr-Pelotons im Einsatz. Insgesamt arbeiten rund 400 Einsatzkräfte daran, eine weitere Ausbreitung des Feuers auf dem militärischen Übungsgelände zu verhindern. Evakuierungen von Wohnungen oder Campingplätzen waren bislang nicht notwendig.
29.04.2026, 18:38 Uhr: Landesweite Hilfe bei den Löscharbeiten
Die Einsatzkräfte arbeiten weiterhin intensiv daran, den großen Naturbrand bei ’t Harde unter Kontrolle zu bringen. Aufgrund der Größe des Feuers erhalten sie inzwischen Unterstützung aus mehreren Regionen der Niederlande.
Unter anderem ist ein Drohnenteam aus der Region Twente im Einsatz. Mit Luftaufnahmen helfen die Drohnen dabei, Brandherde schneller zu erkennen und den Einsatz der Feuerwehr am Boden gezielter zu steuern. Auch aus der Region Utrecht sind zusätzliche Kräfte und Material eingetroffen, damit die Einsatzteams länger durchhalten können.
Viele Feuerwehrleute aus anderen Regionen unterstützen zudem bei der Ablösung von Kräften, die bereits seit Stunden im Einsatz sind.
29.04.2026, 18:40 Uhr: Höchste Waldbrandwarnstufe in Gelderland
In der gesamten Provinz Gelderland gilt derzeit die höchste Warnstufe für Naturbrände (Risikostufe 2). Das bedeutet, dass Brände schneller entstehen und sich unvorhersehbar ausbreiten können.
29.04.2026, 19:10 Uhr: Rauchwolke erreicht England
Die Rauchwolke des Großbrandes hat inzwischen sogar England erreicht. Auf Satellitenbildern ist zu sehen, dass der Rauch bis über die Region um Norwich gezogen ist, meldet Omroep Gelderland.
Zuvor war die Rauchentwicklung bereits in großen Teilen der Niederlande sichtbar und teilweise auch zu riechen, unter anderem in Amsterdam und Den Haag. Laut dem niederländischen Wetterdienst KNMI können Rauchwolken bei großen Naturbränden durch Wind und besondere Wetterlagen über mehr als 1000 Kilometer in hoher Höhe transportiert werden.
29.04.2026, 19:55 Uhr: Erinnerungen an Großbrand von 1970
Der aktuelle Großbrand bei ’t Harde erinnert viele ältere Bewohner der Region an ein ähnliches Ereignis vor Jahrzehnten. Am 18. Juni 1970 wütete auf dem Gelände des Artillerie Schietkamp ’t Harde bereits einmal ein verheerender Waldbrand.
Damals standen mehr als 1.000 Feuerwehrleute, unterstützt von Soldaten und freiwilligen Helfern, im Einsatz. Zwei Villen an der Eperweg wurden zerstört, vier weitere Häuser brannten nieder. Zeitzeugen beschrieben die Situation später als „ein Gebiet, das wie ein Kriegsgebiet aussah“.
Der Brand war ebenfalls während einer militärischen Übung entstanden und konnte sich nach einer langen Phase mit warmem und trockenem Wetter rasch ausbreiten. Schließlich gelang es den Einsatzkräften, das Feuer zu stoppen – doch die Nachlöscharbeiten dauerten noch rund eine Woche.
Auch heute kämpfen die Einsatzkräfte wieder gegen einen großen Naturbrand in demselben Gebiet auf der Veluwe, was bei vielen Bewohnern Erinnerungen an die damalige Katastrophe wachruft.
29.04.2026, 20:05 Uhr: Feuerwehr erwartet keine Ausbreitung Richtung A28
Nach Angaben der Einsatzkräfte wird derzeit keine weitere Ausbreitung des Feuers in Richtung der A28 erwartet. Die Feuerwehr bekämpft den Brand weiterhin intensiv, Evakuierungen sind aktuell nicht erforderlich.
Die Einsatzkräfte bleiben jedoch wachsam und gehen davon aus, dass die Löscharbeiten die ganze Nacht andauern werden. Auch die Ausbreitung der Rauchwolke wird weiterhin genau beobachtet.
Bewohner in der Umgebung müssen weiterhin mit Rauch- und Geruchsbelästigung rechnen, die noch mehrere Tage anhalten kann. Wer davon betroffen ist, sollte Fenster und Türen geschlossen halten.
Trotz der aktuellen Einschätzung schließen die Behörden nicht vollständig aus, dass sich die Lage noch verändern könnte. Sollte sich das Feuer unerwartet ausbreiten, könnten beispielsweise auch Campingplätze oder andere Einrichtungen in der Umgebung vorsorglich evakuiert werden.
29.04.2026, 20:17 Uhr: Teil des Brandes unter Kontrolle
Ein Teil des Naturbrandes bei ’t Harde ist inzwischen unter Kontrolle. Das teilte ein Sprecher der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland vor Ort gegenüber NOS mit. „Wir erwarten und hoffen, dass dies in absehbarer Zeit für das gesamte Gebiet gilt.“
Die Behörden überwachen weiterhin die Luftqualität rund um das Brandgebiet. Messungen werden nicht nur direkt am Einsatzort, sondern auch in umliegenden Dörfern, Wohngebieten und auf Campingplätzen durchgeführt. Zwar sei Rauch grundsätzlich gesundheitsschädlich, die derzeit gemessenen Werte seien jedoch nicht so hoch, dass Evakuierungen notwendig wären. Der Brand war gegen 11:30 Uhr auf dem militärischen Übungsgelände Artillerie Schietkamp ’t Harde ausgebrochen.
29.04.2026, 20:40 Uhr: NL-Alert für Rauchbelastung für Gooi en Vechtstreek wieder aufgehoben
Die Behörden haben ein zuvor ausgegebenes NL-Alert für Teile der Region um Hilversum wieder aufgehoben. Die Warnmeldung galt wegen der Rauchwolke des Großbrandes auf der Veluwe.
Nach Angaben der Sicherheitsregion Veiligheidsregio Gooi en Vechtstreek ist die Rauchbelastung in dem Gebiet inzwischen deutlich zurückgegangen. Bewohner können daher wieder Fenster und Türen öffnen sowie Lüftungsanlagen einschalten, sofern sie keinen Rauchgeruch mehr wahrnehmen.
Die Warnung war zuvor für ein größeres Gebiet rund um Hilversum sowie Orte wie Huizen und Teile der Umgebung aktiviert worden, nachdem Rauch aus dem Brandgebiet bei ’t Harde weit nach Westen gezogen war.
29.04.2026, 20:55 Uhr: Keine weitere Ausbreitung erwartet
Die Feuerwehr geht derzeit davon aus, dass sich der Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde nicht weiter ausbreiten wird. Das teilte ein Sprecher der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland an Omroep Gelderland mit.
Der Brand ist jedoch weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle. Nach Angaben der Einsatzkräfte kann das Feuer an einzelnen Stellen noch einmal aufflammen.
Das betroffene Gebiet umfasst nach aktuellen Schätzungen rund 500 Hektar.
29.04.2026, 21:10 Uhr: Rauch schränkt Campingplätze in der Umgebung ein
Die Rauchentwicklung des Großbrandes bei ’t Harde sorgt auch auf mehreren Campingplätzen in der Region für Einschränkungen.
So hat Staatsbosbeheer den Naturcampingplatz Nieuw Soerel bei Nunspeet vorsorglich geschlossen. Der Platz liegt etwa zehn Kilometer Luftlinie vom militärischen Übungsgelände entfernt, auf dem der Brand am Vormittag ausgebrochen war. Auch auf einem Campingplatz in Doornspijk wurden Maßnahmen ergriffen. Auf dem Campingplatz „De Scheepsbel“ mussten Gäste laut der Zeitung De Telegraaf zeitweise in ihren Unterkünften bleiben. Besucher durften das Gelände zwar verlassen, neue Gäste wurden jedoch nicht mehr auf den Platz gelassen.
Auf anderen Campingplätzen in der Region kam es ebenfalls zu Unruhe unter Urlaubern, da sich Rauch und Brandgeruch in der Umgebung ausbreiteten. In einigen Fällen wurden Buchungen vorsorglich storniert oder Gäste verließen die Plätze vorzeitig, meldet, meldet De Telegraaf.
29.04.2026, 21:55 Uhr: Mindestens 500 Hektar Fläche betroffen
Nach aktuellen Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland umfasst der Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde mittlerweile mindestens 500 Hektar.
Das entspricht etwa 5 Quadratkilometern Fläche oder ungefähr 700 Fußballfeldern. Damit gehört der Brand zu den größeren Naturbränden der vergangenen Jahre in den Niederlanden.
Die Feuerwehr geht derzeit zwar davon aus, dass sich das Feuer nicht weiter stark ausbreiten wird, dennoch ist der Brand weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle. Einsatzkräfte bleiben deshalb die ganze Nacht im Einsatz, um Glutnester zu bekämpfen und ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
29.04.2026, 22:20 Uhr: Ende des Liveblogs für heute
Dieser Liveblog wird für heute geschlossen. Vielen Dank fürs Mitlesen.
Sollte es weitere Entwicklungen rund um den Naturbrand bei ’t Harde geben, berichten wir darüber selbstverständlich weiterhin hier und in unserem Nachrichtenportal.
30.04.2026, 07:00 Uhr: Guten Morgen
Guten Morgen. Unser Liveblog zum großen Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde wird heute Morgen fortgesetzt. Auch am Donnerstag sind Feuerwehr und Einsatzkräfte weiterhin vor Ort im Einsatz.
Update: Lage am Morgen stabil, Löscharbeiten dauern an
Der Naturbrand auf dem Gelände des Artillerie Schietkamp ’t Harde ist am Donnerstagmorgen noch nicht vollständig gelöscht. Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland ist die Situation derzeit jedoch stabil.
Die Feuerwehr war die ganze Nacht über mit zahlreichen Kräften im Einsatz. Der Boden sowie Teile der Vegetation sind weiterhin sehr heiß, zudem können noch glimmende Brandreste vorhanden sein. Dadurch besteht die Gefahr, dass an einzelnen Stellen erneut Flammen aufflammen.
Ursache weiterhin unklar
Viele Menschen fragen sich weiterhin, wie der Brand entstanden ist. Sicher ist bislang nur, dass das Feuer während einer Übung der niederländischen Streitkräfte auf dem militärischen Gelände ausgebrochen ist.
Ob die Übung tatsächlich die Ursache des Feuers war, ist noch unklar. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums kann die Untersuchung erst beginnen, sobald offiziell „Brand meester“, also vollständige Kontrolle über den Brand, gemeldet wurde.
Das ist bisher über den Großbrand bekannt
Der Brand brach am Mittwochvormittag aus und breitete sich schnell über eine große Fläche aus. Insgesamt sind rund 500 Hektar betroffen. Das entspricht etwa 5 Quadratkilometern oder ungefähr 700 Fußballfeldern.
Am Mittwochabend war ein Teil des Feuers unter Kontrolle, doch Experten gehen davon aus, dass die Nachlöscharbeiten noch mehrere Tage dauern können. Zeitweise waren fast 400 Einsatzkräfte sowie fünf Militärhubschrauber im Einsatz.
Weitere Naturbrände: Auch Brand nahe Assen
Während der große Einsatz bei ’t Harde läuft, gab es am Mittwochabend auch einen kleineren Naturbrand in der Nähe von Assen. Im Heidegebiet bei der Baggelhuizerplas brannten etwa 50 mal 50 Meter Vegetation, meldet RTV Drenthe.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde kurz vor Mitternacht ein NL-Alert verschickt. Die Feuerwehr konnte den Brand jedoch relativ schnell unter Kontrolle bringen und kontrolliert nun noch mögliche Glutnester.
Die Situation zeigt, dass in vielen Teilen der Niederlande derzeit eine erhöhte Waldbrandgefahr besteht, da es seit längerer Zeit kaum geregnet hat.
30.04.2026, 07:14 Uhr: Auch großer Naturbrand in Limburg
Neben den Bränden auf der Veluwe ist in der Nacht auch im Süden der Niederlande ein größerer Naturbrand ausgebrochen. In den Wäldern zwischen Helden und Kessel (gelegen zwischen Venlo und Roermond) brennt seit der Nacht ein Waldgebiet.
Nach Angaben der Veiligheidsregio Limburg-Noord handelt es sich um einen sehr großen Brand in der Nähe des Campingplatzes De Heldense Bossen. Am Donnerstagmorgen umfasst das Feuer eine Fläche von etwa 30.000 Quadratmetern, also rund 3 Hektar.
Der Brand war in der Nacht gegen 03:00 Uhr noch nicht unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte sprechen von einer langsamen Ausbreitung, gleichzeitig entsteht viel Rauch, der in Richtung des Dorfes Helden und des Campingplatzes zieht.
Messungen zufolge besteht derzeit keine akute Gefahr für die Gesundheit, dennoch kommt es zu deutlicher Rauch- und Geruchsbelästigung. Die Feuerwehr rät Anwohnern daher, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungsanlagen auszuschalten.
Für den weiteren Verlauf des Morgens ist zudem der Einsatz eines Löschhubschraubers geplant. Die Behörden empfehlen Tierhaltern in der Umgebung vorsorglich, Tiere wegen des möglichen Hubschrauberlärms in Ställen unterzubringen.
30.04.2026, 07:30 Uhr: Wind aus Osten bleibt Risiko
Der niederländische Wetterdienst KNMI warnt, dass der Wind im Laufe des Donnerstags wieder zunimmt. Nachdem er in der Nacht kurzzeitig nachgelassen hatte, kann er in offenen Gebieten erneut Windstärke 4 (bis 5) erreichen. Der Wind weht weiterhin aus östlicher bis nordöstlicher Richtung. Sollte das Feuer wieder aufflammen, könnte sich der Rauch erneut in Richtung Flevoland ausbreiten.
Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland ist der Brand am Donnerstagmorgen noch nicht vollständig unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte waren die ganze Nacht im Einsatz. Eine Sprecherin der Sicherheitsregion erklärte, dass die kommenden Stunden entscheidend sein könnten, da das Feuer erneut aufflammen und dadurch wieder mehr Rauch und Geruchsbelästigung entstehen könnte.
30.04.2026, 08:15 Uhr: Brand weiterhin außer Kontrolle
Die außergewöhnlich große Naturbrand auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde ist in der Nacht nicht kleiner geworden. Das teilte die Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland am Donnerstagmorgen mit.
Derzeit sind noch zwischen 100 und 150 Feuerwehrleute im Einsatz, die mehrere Brandherde bekämpfen. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren rund 400 Einsatzkräfte beteiligt. In Nunspeet und umliegenden Orten gilt weiterhin ein NL-Alert wegen Rauch und möglicher Gefahren.
Nach Angaben der Sicherheitsregion sind die nächsten Stunden entscheidend für die weitere Entwicklung des Feuers. Die Bedingungen bleiben schwierig: Es ist weiterhin trocken, die Luftfeuchtigkeit ist niedrig und der Wind nimmt zu. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich die Flammen erneut ausbreiten.
Die Einsatzkräfte konnten die Lage in der Nacht zwar stabil halten und überwachen, vollständig unter Kontrolle ist der Brand jedoch noch nicht. Gelöscht wird weiterhin am Boden; Löschhubschrauber werden derzeit nicht eingesetzt.
Sollte das Feuer wieder stärker aufflammen, könnte der Rauch erneut in Richtung Westen ziehen.
30.04.2026, 08:40 Uhr: Mehrere Straßen weiter gesperrt
Wegen des Naturbrandes bei ’t Harde sind weiterhin mehrere Straßen gesperrt. Das meldet der Autombilclub ANWB.
Betroffen ist unter anderem die N795 von Epe in Richtung Nunspeet, die zwischen Nunspeet und dem Anschluss an die N309 gesperrt bleibt. Auch die N309 zwischen Epe und Dronten ist weiterhin dicht, und zwar zwischen der Ausfahrt Heerde und dem Anschluss an die A28.
Die Autobahn A28, die am Mittwoch wegen des Brandes zeitweise ebenfalls gesperrt war, ist seit Donnerstagmorgen wieder vollständig geöffnet.
30.04.2026, 09:25 Uhr: Drohnenverbot rund um Brandgebiet
Rund um das militärische Übungsgelände bei ’t Harde gilt derzeit ein Drohnenverbot. Nach Angaben der Behörden dürfen bis einschließlich morgen keine Drohnen in dem Gebiet aufsteigen. Die Sperrzone wurde inzwischen sogar weiter ausgeweitet.
Die Einsatzkräfte weisen ausdrücklich darauf hin, dass auch private Drohnenflüge strikt untersagt sind. Wer auf die Idee kommt, jetzt Aufnahmen aus der Luft zu machen, sollte darauf verzichten, da Drohnen die Arbeit der Feuerwehr und möglicher Einsatzhubschrauber gefährden können. Die genauen Sperrgebiete sind via GoDrone einzusehen. Dort können auch Ausnahmegenehmigungen mit entsprechenden Lizenzen gestellt werden.
30.04.2026, 09:35 Uhr: Gelände wird aufgelockert, um Glutnester zu erreichen
Auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde arbeiten Einsatzkräfte derzeit daran, das Gelände zu „klepelen“, also die oberste Bodenschicht aufzureißen. Dadurch sollen Glutnester besser erreicht und gelöscht werden. Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland wurden an mehreren Stellen weiterhin erhöhte Temperaturen im Boden gemessen.
Aktuell sind noch mehrere Einheiten im Einsatz:
- 2 Pelotons Naturbrandbekämpfung der Sicherheitsregion
- 1 Peloton Feuerwehr des Artillerieschießplatzes (ASK)
- 1 Peloton für großräumige Wasserversorgung
- 1 Logistik-Peloton
Ein Peloton umfasst jeweils vier Löschfahrzeuge. Somit sind derzeit mindestens 20 Fahrzeuge im Einsatz. Zudem führt ein Berater für Gefahrstoffe (AGS) weiterhin Messungen im Gebiet durch.
30.04.2026, 09:40 Uhr: Explosionsgefahr durch Munition
Die Löscharbeiten werden zusätzlich erschwert, weil sich auf dem militärischen Übungsgelände Munition im Boden befinden kann. Deshalb darf die Feuerwehr das Gelände nur von den vorhandenen Wegen aus bekämpfen. Aus Sicherheitsgründen dürfen nur gepanzerte Fahrzeuge der Streitkräfte in das Gelände fahren. Nach Angaben eines Sprechers der Sicherheitsregion besteht die Gefahr, dass Munition durch die Hitze im Boden explodiert.
30.04.2026, 10:05 Uhr: N-Straßen bleiben vorerst gesperrt
Wegen des Naturbrandes bei ’t Harde bleiben mehrere regionale Straßen weiterhin gesperrt. Sowohl die N309 zwischen Epe und Dronten als auch die N795 zwischen Epe und Nunspeet bleiben mindestens bis 15.00 Uhr geschlossen. da aufgrund des Brandes und der Rauchentwicklung ist es derzeit noch nicht sicher, die Straßen zu benutzen.
30.04.2026, 10:10 Uhr: Naturcamping weiterhin geschlossen
Der Naturcampingplatz Natuurkampeerterrein Nieuw Soerel bleibt wegen des Naturbrandes bis auf Weiteres geschlossen. Das Gelände liegt an der N795 in den Wäldern außerhalb von Nunspeet und wurde bereits am Mittwoch vom Betreiber Staatsbosbeheer vorsorglich gesperrt.
Die Luftlinie zum Brandgebiet beträgt etwa zehn Kilometer. Nach Angaben von Sprecher Marcel van Dun wird die aktuelle Lage rund um die Löscharbeiten weiterhin genau beobachtet, schreibt das AD. „Der Brand ist noch immer nicht vollständig gelöscht. Solange das so ist, rechne ich nicht damit, dass unser Gelände wieder geöffnet werden kann“, erklärte van Dun gegenüber der Zeitung. Eine Wiedereröffnung sei erst möglich, wenn offiziell „Brand meester“ – also vollständige Kontrolle über das Feuer – gemeldet wird.
30.04.2026, 12:25 Uhr: Straßen wieder offen, Lage stabil
Nach dem großen Naturbrand bei ’t Harde sind in den Gemeinden Nunspeet und Elburg inzwischen die meisten zuvor gesperrten Straßen wieder freigegeben.
In Nunspeet hängt laut Gemeindesprecher kein Rauch mehr in der Luft, allerdings sei weiterhin Brandgeruch wahrnehmbar, der noch einige Tage anhalten könne. Das seit Mittwoch geltende NL-Alert bleibt vorerst bestehen, da bei stärkerem Wind erneut Rauch in das Gebiet ziehen könnte. Eine Evakuierung von Campinggästen oder Bewohnern wird derzeit jedoch nicht erwartet.
Auch in Elburg sind die meisten Straßen wieder geöffnet. Lediglich die Eperweg bleibt vorläufig gesperrt, um den Einsatzkräften ausreichend Platz für die laufenden Löscharbeiten zu geben. Rauch und Brandgeruch seien dort inzwischen weitgehend verschwunden.
Die Feuerwehr meldet zudem, dass sich das Feuer derzeit nicht weiter ausbreitet, auch wenn offiziell noch kein „Brand meester“, also vollständige Kontrolle über den Brand, gegeben wurde. Die Gemeinden stehen weiterhin in engem Austausch mit der Sicherheitsregion und der Verteidigungsministerium.
30.04.2026, 13:15 Uhr: Camping Nieuw Soerel öffnet wieder
Der zuvor geräumte Naturcampingplatz Natuurkampeerterrein Nieuw Soerel soll am Freitag um 12.00 Uhr wieder für Gäste öffnen. Der Platz war am Mittwoch vorsorglich geräumt worden, nachdem sich der große Naturbrand bei ’t Harde in Richtung des Gebiets auszubreiten drohte. „Das Feuer bewegte sich zunächst in diese Richtung, letztlich ist es aber nicht so weit gekommen. Die Gefahr ist inzwischen vorüber“, erklärte ein Sprecher des Betreibers Staatsbosbeheer, gegenüber Omroep Gelderland.
Der Campingplatz verfügt über 36 Stellplätze. Als der Brand ausbrach, waren nach Angaben des Betreibers 15 bis 20 Plätze belegt. Ein Teil der Gäste verließ das Gelände zunächst freiwillig, während die übrigen Camper später auf Anordnung der Behörden das Areal verlassen mussten.
30.04.2026, 15:30 Uhr: Mehrere kleine Brandherde im Gebiet
Im Brandgebiet auf dem militärischen Übungsgelände bei ’t Harde gibt es weiterhin mehrere sogenannte Hotspots, also kleinere Brandherde im Boden. Die Feuerwehr bleibt deshalb den gesamten Abend und möglicherweise noch länger vor Ort, um diese Stellen zu kontrollieren und bei Bedarf nachzulöschen. Ziel ist es, zu verhindern, dass das Feuer erneut aufflammt.
Nach Angaben der Veiligheidsregio Noord- en Oost-Gelderland ist die Lage derzeit stabil, dennoch bleibt der Einsatz der Hilfsdienste notwendig, bis alle Glutnester vollständig gesichert sind. Anwohner können weiterhin Beeinträchtigungen durch Einsatzfahrzeuge und laufende Arbeiten in der Umgebung bemerken.
Die zuvor gesperrten Straßen N309 und N795 sind inzwischen wieder für den Verkehr freigegeben. Verkehrsteilnehmer können beide Strecken wieder normal nutzen.
Die Behörden beobachten die Lage weiterhin und wollen bei neuen Entwicklungen erneut informieren.
Hinweis der Redaktion: Wegen der vielen Brände schalten wir auf einen zentralen Liveblog um.
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