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E.coli im Trinkwasser entdeckt!

| letzte Änderung 13.06.2026 20:13 | von Redaktion

Hinweis: Die Warnung, um Wasser abzukochen, wurden am 13. Juni 2026 aufgehoben. 
Trinkwasser erst mindestens 3 Minuten kochen. | Quelle: HOLLAND.guide
Trinkwasser erst mindestens 3 Minuten kochen. | Quelle: HOLLAND.guide

DORDRECHT · Eine akute Verunreinigung des Trinkwassers sorgt in Teilen der Provinz Zuid-Holland für erhebliche Einschränkungen. In den Gemeinden Dordrecht, Zwijndrecht und Hendrik-Ido-Ambacht wurde bei Kontrollen eine E.coli-Bakterie im Trinkwassernetz nachgewiesen. Die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid und die betroffenen Wasserversorger haben deshalb ein Kochgebot ausgesprochen. Leitungswasser darf derzeit nur verwendet werden, wenn es zuvor mindestens drei Minuten lang abgekocht wurde. Betroffen sind nach Angaben der Behörden rund 200.000 Einwohner. Da SMS-Benachrichtigungen nicht alle Haushalte erreichten, wurde am späten Abend zusätzlich ein landesweiter NL-Alert an die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden versendet. Das Kochgebot gilt vorerst für 72 Stunden und bleibt bestehen, bis Untersuchungen die vollständige Sicherheit des Trinkwassers bestätigen.

Bei einer routinemäßigen Kontrolle des Trinkwassers wurde in den betroffenen Versorgungsgebieten eine E.coli-Bakterie festgestellt. Daraufhin veröffentlichten die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid sowie die Wasserversorger Evides und Oasen am Freitagabend eine dringende Warnung. Einwohner von Dordrecht, Zwijndrecht und Hendrik-Ido-Ambacht dürfen Leitungswasser derzeit nicht ungekocht zum Trinken, Kochen oder Zähneputzen verwenden. Das Wasser muss vor der Nutzung mindestens drei Minuten lang gekocht werden. Nach Angaben der Behörden werden dadurch mögliche Bakterien im Leitungsnetz zuverlässig abgetötet.

Die Maßnahme gilt zunächst für die kommenden 72 Stunden und bleibt in Kraft, bis weitere Untersuchungen ergeben, dass das Trinkwasser wieder vollständig zuverlässig ist. Die Sicherheitsregion appelliert zudem an die Bevölkerung, Nachbarn, Angehörige und andere Betroffene über das Kochgebot zu informieren. Die Situation führte am Abend zu einem starken Informationsbedarf. Die Internetseiten der Wasserversorger Evides und Oasen waren zeitweise überlastet. Deshalb veröffentlichte die Sicherheitsregion zusätzliche Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen über ihren eigenen Liveblog. Nach Angaben der NOS leben in den drei betroffenen Gemeinden zusammen etwa 200.000 Menschen. Die Behörden betonen, dass die Vorsichtsmaßnahme für alle Haushalte in den betroffenen Gebieten gilt. Über die Ursache der Verunreinigung wurden bislang keine weiteren Angaben veröffentlicht. Die Untersuchungen laufen weiter.

NL-Alert wegen unzureichender Erreichbarkeit

Um möglichst viele Menschen schnell zu erreichen, wurde um 22:28 Uhr ein NL-Alert an Mobiltelefone in den Gemeinden Dordrecht, Zwijndrecht und Hendrik-Ido-Ambacht verschickt. Die Sicherheitsregion erklärte, dass dieser Schritt notwendig geworden sei, weil die zuvor versandten SMS-Nachrichten der Trinkwasserunternehmen nicht alle Betroffenen erreicht hatten. Im Warnhinweis wurde die Bevölkerung ausdrücklich aufgefordert, kein Leitungswasser zu trinken und weitere Informationen über die offiziellen Informationskanäle abzurufen.

Kochgebot für mindestens 72 Stunden

Die Behörden weisen darauf hin, dass das Trinkwasser vor jeder Verwendung zum Trinken, Kochen oder Zähneputzen mindestens drei Minuten lang abgekocht werden muss. Empfohlen wird die Nutzung eines Topfes oder eines Wasserkessels auf dem Herd. Wasserkocher oder Kaffeemaschinen erreichen nach Angaben der Behörden häufig nicht die notwendige Kochdauer von drei Minuten. Erst durch das längere Kochen werden mögliche Bakterien im Wasser zuverlässig beseitigt. Das Kochgebot bleibt bestehen, bis neue Analysen bestätigen, dass das Leitungswasser wieder vollständig sicher genutzt werden kann.

Websites der Wasserversorger zeitweise überlastet

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Verunreinigung kam es zu einer starken Belastung der Internetseiten von Evides und Oasen. Die Sicherheitsregion Zuid-Holland Zuid teilte mit, dass die Webseiten zeitweise überlastet waren. Deshalb wurden wichtige Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen zusätzlich über den Liveblog der Sicherheitsregion veröffentlicht. Für weitere Informationen verweisen die Behörden weiterhin auf die offiziellen Mitteilungen der Wasserversorger.

E.coli-Bakterie im Trinkwasser nachgewiesen

Nach Angaben der Sicherheitsregion wurde die E.coli-Bakterie bei einer Kontrolle des Trinkwassers entdeckt. Die NOS berichtet, dass E.coli natürlicherweise im Darm von Menschen und Tieren vorkommt. Gelangt die Bakterie in Lebensmittel oder Trinkwasser, können Magen- und Darmbeschwerden auftreten. Besonders Menschen mit geschwächtem Immunsystem können stärker betroffen sein. Die Behörden betonen jedoch, dass das aktuelle Kochgebot als Vorsichtsmaßnahme dient und solange bestehen bleibt, bis die Zuverlässigkeit des Trinkwassers erneut bestätigt wurde.

Untersuchungen laufen weiter

Laut den veröffentlichten Informationen gibt es derzeit noch keine weiteren Fortschrittsmeldungen zur Ursache oder zur Beseitigung der Verunreinigung. Als voraussichtliches Ende der Störung wird bei Waterstoring.nl derzeit der 15. Juni 2026 um 21:00 Uhr genannt. Die Behörden weisen jedoch darauf hin, dass das Kochgebot erst aufgehoben wird, wenn Untersuchungen eindeutig ergeben haben, dass das Trinkwasser wieder zuverlässig und sicher ist.

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