Corona Auffrischimpfung startet
| von Redaktion
UTRECHT · Neue Impfkampagne für Risikogruppen: Seit heute läuft in den Niederlanden die nächste Runde der Corona Auffrischimpfungen. Zwischen dem 15. September und dem 5. Dezember 2025 können sich erneut vor allem Menschen mit erhöhtem Risiko gegen das Virus schützen lassen. Dazu zählen Personen ab 60 Jahren, bestimmte 50 bis 59-Jährige mit jährlicher Grippeimpf-Einladung, Hochrisikopatienten sowie Pflegekräfte im direkten Kontakt mit besonders gefährdeten Menschen. Wie das RIVM betont, soll die angepasste Impfung den Schutz vor schwerer Erkrankung und Krankenhausaufenthalten deutlich verbessern. Zwar gilt Corona inzwischen als reguläres Atemwegsvirus, doch ein Anstieg der Infektionszahlen zeigt, dass insbesondere Verwundbare weiterhin besonders gefährdet sind. Fachleute und Behörden verweisen daher auf die Bedeutung der Auffrischung, um schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden und eine Belastung des Gesundheitssystems zu verhindern.
Die aktuelle Impfkampagne markiert den inzwischen routinierten Umgang mit dem Coronavirus. Laut RIVM richtet sich die Auffrischung gezielt an bestimmte Risikogruppen und soll den Schutz auf einem hohen Niveau halten. Ältere Menschen ab 60 Jahren erhalten wie gewohnt eine Einladung per Brief. Für die Altersgruppe 50 bis 59 Jahre ist die Teilnahme möglich, sofern sie regelmäßig eine Grippeimpfung bekommen. Auch Personen mit schwerwiegenden Vorerkrankungen sowie Kinder mit eingeschränkter Immunabwehr können sich impfen lassen. Beschäftigte im Gesundheitswesen mit direktem Patientenkontakt erhalten ebenfalls die Möglichkeit zur Auffrischung. Wer nicht offiziell zur Zielgruppe zählt, aber beispielsweise ein besonders gefährdetes Familienmitglied hat, kann dennoch einen Termin bei der GGD vereinbaren. Nach Angaben des RIVM ist es unproblematisch, auch nach einer kürzlich durchgemachten Infektion eine Impfung zu erhalten. Die Wirkung der Impfung basiert auf dem angepassten mRNA-Vakzin von BioNTech/Pfizer, das auf die Virusvariante LP.8.1 zugeschnitten ist. Für Menschen, die kein mRNA-Präparat erhalten dürfen, könnte Ende des Jahres zusätzlich ein Proteinimpfstoff verfügbar werden.
Zielgruppe und Ablauf der Impfungen
Die Auffrischkampagne ist auf die am meisten gefährdeten Gruppen zugeschnitten. Das RIVM hebt hervor, dass die Immunität nach Impfungen oder Infektionen mit der Zeit abnimmt und daher eine Auffrischung sinnvoll ist. Wer 60 Jahre oder älter ist, bekommt automatisch eine Einladung mit einem Terminvorschlag. Menschen zwischen 50 und 59 Jahren, die jährlich eine Grippeimpfung erhalten, können eigenständig einen Termin buchen. Auch Personen mit ärztlicher Empfehlung sowie Patienten mit schweren chronischen Erkrankungen können über die GGD einen Termin vereinbaren. Für Kinder unter 18 Jahren erfolgt die Anmeldung telefonisch. Beschäftigte im Gesundheitswesen, die regelmäßig Kontakt mit besonders anfälligen Patienten haben, erhalten über ihre Arbeitgeber eine Information und können anschließend selbst einen Termin festlegen.
Wirkung und Bedeutung
Die Vorteile liegen laut RIVM vor allem in der erneuten Stärkung des Schutzes gegen schwere Krankheitsverläufe. Das Risiko für Krankenhausaufenthalte und Todesfälle wird dadurch deutlich gesenkt. Zudem sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Virusweitergabe, was für die Sicherheit von Risikopatienten wichtig ist. Als Nebenwirkungen sind leichte Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder Kopfschmerzen möglich, die in der Regel nach wenigen Tagen abklingen.
Einschätzung von Experten
Wie NU.nl berichtet, betont Marien de Jonge vom Radboudumc, dass gesunde Menschen durch Infektionen und Impfungen mittlerweile eine stabile Immunität aufgebaut haben. Für sie sei eine Infektion meist nicht problematisch. Anders sei die Lage jedoch für besonders gefährdete Gruppen. Bei ihnen könne eine Infektion nach wie vor schwere Folgen haben, weshalb die Boosterimpfung entscheidend bleibe. Auch die Gesundheitsrat weist darauf hin, dass die Zahl der Krankheitsfälle insgesamt zurückgehe, die Zielgruppe für Impfungen jedoch weiter klar definiert bleibe.
Während Corona nicht mehr als akute Krise betrachtet wird, bleibt es nach Einschätzung von Experten ein dauerhaftes Virus, ähnlich wie Influenza. Die Auffrischimpfungen werden daher voraussichtlich weiter Bestandteil des jährlichen Impfkalenders bleiben, um vulnerable Gruppen zuverlässig zu schützen. Laut RIVM unterscheidet sich die Impfung klar von der Grippeimpfung, da sie gezielt gegen SARS-CoV-2 wirkt. Für die kommenden Monate gilt die Devise, vor allem die Risikogruppen zu sichern und die Gesundheitsversorgung zu entlasten.
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