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Code Oranje wegen Schnee und Glätte

| letzte Änderung 03.01.2026 08:08 | von Redaktion

Wetterwarnung vom 03.01.2026 um 7:29 Uhr | Quelle: knmi.nl
Wetterwarnung vom 03.01.2026 um 7:29 Uhr | Quelle: knmi.nl

NIEDERLANDE · Utrecht · Gelderland · Nordholland · Südholland · Nordbrabant · Das niederländische Wetterinstitut hat am frühen Samstagmorgen für mehrere Provinzen Code Orange ausgerufen und ausgeweitet. Grund ist gefährliche Glätte durch Schneefall und das Gefrieren nasser Fahrbahnen. Betroffen sind neben Utrecht und Gelderland nun auch Nordholland, Südholland und Nordbrabant. In einem Streifen über die Mitte und den Süden des Landes kann es örtlich zu Schneemengen von fünf bis zehn Zentimetern kommen. Die Warnstufe Code Orange gilt zunächst bis zum Ende des Vormittags. Für den übrigen Teil der Niederlande bleibt Code Gelb bestehen. Die winterlichen Wetterbedingungen mit Schnee, winterlichen Schauern und anhaltender Glätte sollen nach aktueller Lage das gesamte Wochenende andauern und stellen insbesondere für den Straßen und Flugverkehr ein erhöhtes Risiko dar.

Die Warnung vor gefährlicher Glätte betrifft laut KNMI weite Teile der Niederlande. Während landesweit winterliche Schauer und das Gefrieren nasser Straßen für rutschige Verhältnisse sorgen können, ist die Situation in Utrecht und Gelderland besonders kritisch. Dort können sich nach Angaben des Wetterinstituts vor allem am Morgen geschlossene Schneedecken bilden. In intensiveren Schauern sind zunächst ein bis drei Zentimeter Schnee möglich, örtlich am Vormittag drei bis fünf Zentimeter. In einigen Gebieten der Landesmitte und des Ostens kann die Schneehöhe sogar auf fünf bis zehn Zentimeter anwachsen. Außerhalb der Schneeschauer besteht insbesondere in den Abend und Nachtstunden Glättegefahr durch das Gefrieren feuchter Straßenoberflächen. Diese Kombination aus Schnee und Eis erhöht das Unfallrisiko deutlich.

Update 03.01.2026, 07:29 Uhr:

Das niederländische Wetterinstitut hat die Warnstufe Code Orange am Morgen ausgeweitet. Neben Utrecht und Gelderland gelten die erhöhten Warnungen nun auch für Nordholland, Südholland und Nordbrabant. Grund ist weiterhin erhebliche Glätte durch Schneefall und das Gefrieren nasser Straßen. In einem breiten Streifen über die Mitte und den Süden des Landes können am Vormittag örtlich fünf bis zehn Zentimeter Schnee fallen. Die Warnstufe Code Orange gilt bis zum Ende des Vormittags. Die winterlichen Bedingungen mit Schnee und Glätte halten laut Prognose das gesamte Wochenende an.

Verkehrsunfälle in mehreren Regionen

Wie NOS berichtet, kam es in der Nacht erneut zu zahlreichen Verkehrsunfällen infolge der Glätte. Auf der A6 bei Almere rutschte ein Auto in einen Straßengraben. Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien und blieb unverletzt. Auf der N377 bei Dedemsvaart verlor ein Lkw Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und kam teilweise im Graben zum Stillstand. Auch auf der N305 bei Zeewolde kam ein Lastwagen von der Fahrbahn ab. Nach Angaben eines vor Ort anwesenden Fotografen wurde der Fahrer ins Krankenhaus gebracht, über den Zustand ist nichts Näheres bekannt. Bei Emmen rutschte ein Auto in einer leichten Kurve von der Straße und überschlug sich. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Auf der A28 bei Eelde kollidierten zwei Fahrzeuge miteinander, was zeitweise zu einer Sperrung der Fahrbahn in Richtung Assen führte.

Warnstufen und Schneemengen

Das KNMI warnt für das gesamte Wochenende vor anhaltender Glätte durch winterliche Schauer und das Gefrieren nasser Straßen. Für fast das gesamte Land gilt Code Gelb. In Utrecht und Gelderland wurde die Warnstufe aufgrund der erwarteten Schneemengen auf Code Oranje angehoben. Nach Einschätzung des Wetterinstituts können vielerorts mehrere Zentimeter Schnee fallen. In der Landesmitte und im Osten sind lokal bis zu zehn Zentimeter möglich. Die Warnstufe Code Oranje soll nach derzeitigem Stand bis etwa 11.00 Uhr gelten.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Das winterliche Wetter hat auch deutliche Folgen für den Luftverkehr. Wie die Schiphol mitteilt, werden am Samstag erneut hunderte Flüge gestrichen oder verspätet durchgeführt. Reisende werden aufgefordert, ihre Flugverbindungen regelmäßig zu überprüfen. Bereits am Vortag kam es aufgrund von Schneeschauern und starkem Wind zu zahlreichen Annullierungen und Verzögerungen. Ursache sind unter anderem die notwendigen Räumarbeiten auf den Start und Landebahnen sowie das Enteisen der Flugzeuge, was den Ablauf am Flughafen zusätzlich verlangsamt.

Glättebekämpfung auf den Straßen

Rijkswaterstaat ist seit Neujahr in großem Umfang mit der Glättebekämpfung auf den Autobahnen beschäftigt. In den vergangenen Tagen wurden mehrere Millionen Kilogramm Streusalz eingesetzt, um die Straßen befahrbar zu halten. Bei besonderen Wetterlagen wie Eisregen oder starker Eisbildung stehen zusätzliche Spezialfahrzeuge zur Verfügung. Dazu zählt auch die sogenannte Lavastorm Maschine, die zur Entfernung von Eisplatten eingesetzt werden kann und zuletzt auf der A2 zwischen Den Bosch und Vught verwendet wurde. Trotz dieser Maßnahmen bleibt die Situation auf vielen Straßen angespannt, insbesondere dort, wo wenig Verkehr das Streusalz in die Fahrbahn einarbeitet.

Winterwetter hält an

Das KNMI geht davon aus, dass die winterlichen Bedingungen das gesamte Wochenende anhalten werden. Autofahrer und Reisende müssen sich daher weiterhin auf schwierige Verkehrsverhältnisse einstellen. Besonders in den betroffenen Provinzen Utrecht und Gelderland bleibt die Lage angespannt, solange Schnee und Frost zusammen auftreten.

Wetterbericht KNMI

KNMI, 03. Januar 2025, 07:29 UHR LT

Code Oranje: Glätte durch Schnee und Gefrieren Der Verkehr muss an vielen Orten im Land mit Glätte durch winterliche Schauer und das Gefrieren nasser Straßen rechnen. Hierfür gilt Code Gelb. In einem Streifen über die Mitte und den Süden des Landes (Nord und Südholland, Utrecht, Nordbrabant und Gelderland) können am Vormittag örtlich 5 bis 10 cm Schnee fallen. Dafür gilt bis zum Ende des Vormittags Code Orange. Die winterlichen Bedingungen mit Glätte halten das gesamte Wochenende an. Was kann ich erwarten und was kann ich tun? Mehr Details Während stärkerer Schauer kann sich eine Schneedecke von 1 bis 3 cm bilden, am Vormittag örtlich 3 bis 5 cm und an einigen Stellen, insbesondere in der Mitte, im Süden und im Osten des Landes (Teile von Nord und Südholland, Utrecht, der Norden von Nordbrabant und Gelderland), örtlich zwischen 5 und 10 cm (Code Orange). Außerdem kann es abends, nachts und morgens außerhalb der Schauer insbesondere weiter im Landesinneren zu Glätte durch das Gefrieren nasser Straßen kommen.

Einsatz von Streusalz und Spezialfahrzeugen

Rijkswaterstaat hat zur Bekämpfung von Schnee und Glätte landesweit umfangreiche Maßnahmen ergriffen. Allein am heutigen Tag bis um 8 Uhr wurden 6.949.070 Kilogramm Streusalz auf den niederländischen Straßen ausgebracht. Seit Beginn der Wintersaison summiert sich die eingesetzte Salzmenge auf 36.310.985 Kilogramm. Die Streufahrzeuge legten heute bereits 78.540 Kilometer zurück. Seit Saisonbeginn wurden insgesamt 499.358 Kilometer im Einsatz gegen winterliche Straßenverhältnisse gefahren.

Bei besonderen Wetterlagen wie Eisregen oder starker Eisbildung setzt Rijkswaterstaat zusätzlich sogenannte Calamiteitenmaschinen ein. Dazu zählt auch die Lavastorm, ein Spezialfahrzeug zur Bekämpfung von Eisplatten auf der Fahrbahn. Gestern wurde dieses Fahrzeug auf der A2 zwischen Den Bosch und Vught eingesetzt, um dort festgefrorene Eisflächen zu entfernen und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Der Firestorm ist ein spezielles Einsatzfahrzeug, das bei extremen winterlichen Bedingungen zur Bekämpfung von Eisplatten auf Fahrbahnen eingesetzt wird. Optisch ähnelt sie einem normalen Streuwagen, verfügt jedoch am Heck über Sprühdüsen, die eine erhitzte Salzlösung von etwa 60 bis 70 Grad Celsius unter hohem Druck auf die Straße aufbringen. Durch die Kombination aus Wärme und Salz dringt die Lösung unter die Eisschicht, beschleunigt das Auftauen und bricht feste Eisplatten auf.

Der Firestorm zählt zu den sogenannten Calamiteitenmaschinen und wird bei starker Eisbildung eingesetzt. Sie ergänzt größere Spezialfahrzeuge wie der Lavastorm, die mit noch höheren Temperaturen und größerer Kapazität arbeitet. Ziel ist es, die Fahrbahn schnell wieder sicher befahrbar zu machen.

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