Code Orange: Schnee und Glätte am Mittwoch
| letzte Änderung 07.01.2026 21:00 | von Redaktion
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UTRECHT · Warnstufe Code Orange: Ab Mittwochmorgen gilt in nahezu den gesamten Niederlanden Code Orange wegen Schnee und Glätte. Das niederländische Wetterinstitut KNMI erwartet, dass ein Schneefeld am Morgen im Westen beginnt und sich Richtung Osten ausbreitet. In einer breiten Küstenzone soll voraussichtlich weniger Schnee liegen bleiben, weiter im Landesinneren werden 3 bis 5 Zentimeter Neuschnee erwartet, örtlich 5 bis 7 Zentimeter. Ausgenommen sind Limburg und das Wattengebiet, dort bleibt Code Gelb in Kraft. Bereits am Dienstag gilt vielerorts Code Gelb wegen Glätte durch zuvor gefallenen Schnee und das Gefrieren nasser Straßenabschnitte. Für Mittwoch rechnen Behörden und Verkehrsunternehmen mit deutlichen Einschränkungen auf Straße, Schiene und im Flugverkehr.
Der Winter bleibt damit nicht bei einzelnen glatten Stellen oder lokalen Schauern, sondern wird am Mittwoch zur landesweiten Belastungsprobe. Nach Angaben des KNMI setzt der Schneefall bereits in der Nacht ein. In der westlichen Hälfte kann es später leicht schneien, im westlichen Küstengebiet fällt teils Regen. Am Mittwochvormittag zieht dann das Schneigebiet über das Land, an der Westküste teils als nasser Schnee oder Regen. Weil die Temperaturen in weiten Teilen um den Gefrierpunkt liegen, steigt das Risiko, dass Straßen und Wege rasch glatt werden, auch abseits der Hauptachsen. Gleichzeitig wird an der Küste und im Wattengebiet kräftiger Wind erwartet, das KNMI nennt schwere Windböen. Die Warnung Code Orange ist laut KNMI ab 06.00 Uhr vorgesehen und soll am Nachmittag enden, danach bleibt nach KNMI Angaben vielerorts Code Gelb wegen möglicher winterlicher Schauer und anhaltender Glättegefahr bestehen.
Wetterlage und regionale Unterschiede
Das KNMI beschreibt die Entwicklung in mehreren Stufen. Für Dienstagabend werden im Norden noch winterliche Schauer genannt, lokal mit 1 bis 3 Zentimetern Schnee. In der Nacht auf Mittwoch bleibt es zunächst vielerorts trocken, später kann es im Westen zeitweise leicht schneien. Ab Mittwochmorgen breitet sich das Schneefeld vom Westen über das Land aus. In einer breiten Küstenzone soll voraussichtlich wenig Schnee liegen bleiben, wodurch dort die Chance auf eine geschlossene Schneedecke geringer ist. Im Binnenland werden dagegen mehrere Zentimeter Neuschnee erwartet, örtlich auch mehr. Am Mittwochabend ziehen laut KNMI einzelne Schauer über das Land, im Westen eher als Regen oder nasser Schnee, im Osten eher als Schnee, lokal kann zudem Nebel auftreten, wodurch die Sicht zusätzlich eingeschränkt sein kann.
Straßenverkehr: Homeoffice Empfehlung und volle Morgenstunden
Rijkswaterstaat rechnet damit, dass der Mittwochmorgen deutlich unruhiger wird als der Dienstagabend. Für die frühen Stunden werden wegen Schneefalls und Glätte eine sehr starke Rushhour und schwierige Fahrbedingungen erwartet. Rijkswaterstaat ruft deshalb dazu auf, am Mittwoch möglichst zu Hause zu arbeiten und nur dann zu fahren, wenn es notwendig ist. In den laufenden Berichten wird außerdem darauf hingewiesen, dass in mehreren Gemeinden Streusalz örtlich knapp wird und daher priorisiert gestreut werden muss, teils auch mit Mischungen aus Salz und Sand. Das kann bedeuten, dass Nebenstraßen und weniger wichtige Verbindungen später oder gar nicht behandelt werden und dort besonders schnell Glätte entsteht.
Bahnverkehr: Winterdienstregeling mit weniger Zügen
Auch die Bahn plant weiterhin im Krisenmodus. Die NS setzt am Mittwoch erneut die Winterdienstregeling ein. Fahrgäste müssen damit rechnen, dass auf mehreren Strecken weniger Züge fahren, dass Umstiege häufiger nötig sind und dass die Reisezeit steigt. Die NS rät dazu, die Reise kurz vor Abfahrt zu planen und Meldungen in der App zu aktivieren, weil Abfahrtszeiten abweichen können. Für Reisende Richtung Ausland lautet der Hinweis, früher loszufahren und zusätzliche Zeit für Umstiege einzuplanen. In den aktuellen Lageberichten wird zudem beschrieben, dass Störungen im Raum Amsterdam am Dienstagabend schrittweise abgebaut wurden, teilweise mit Strecken, auf denen Züge ohne Weichen fahren konnten. Das unterstreicht, warum der reduzierte Fahrplan aus Sicht der Betreiber als stabilisierende Maßnahme gilt, auch wenn er die Kapazität deutlich senkt.
Busverkehr in mehreren Großstädten ausgesetzt
Wegen des erwarteten Winterwetters fahren am Mittwochmorgen in mehreren niederländischen Großstädten keine Busse. In Utrecht und Den Haag bleibt der Busverkehr vollständig eingestellt. In Den Haag sollen die Busse mindestens bis 12.00 Uhr nicht fahren, die Straßenbahnen verkehren dort weiterhin. In Utrecht bleiben alle Busse von U-OV und U-flex bis mindestens 10.00 Uhr im Depot, auch hier fahren die Straßenbahnen regulär. In Rotterdam sind die Stadtbusse bis nach der morgendlichen Rushhour ausgesetzt. In Amsterdam fahren Busse, Straßenbahnen und Metro zwar planmäßig, der Verkehrsbetrieb GVB warnt jedoch vor Verspätungen und einzelnen Ausfällen.
Flugverkehr: Schiphol und KLM mit massiven Ausfällen
Am Flughafen Schiphol wird auch am Mittwoch nur eingeschränkter Flugbetrieb erwartet. Schiphol meldet für Mittwoch wegen anhaltendem Winterwetter und starkem Wind mehr als 600 gestrichene Flüge, weitere Annullierungen seien möglich, vor allem im Europaverkehr. Reisende sollen vor der Anfahrt den Flugstatus prüfen und bei gestrichenem Flug nicht zum Flughafen kommen. Wer am Flughafen ist und dessen Flug ausfällt, soll die Reise nach Hause oder in eine alternative Unterkunft antreten und sich für Details an die Airline wenden.
Seit Freitag, dem 2. Januar, werden Flugzeuge auf dem Flughafen Schiphol rund um die Uhr von Schnee und Eis befreit. Dafür kommt täglich angelieferte Enteisungsflüssigkeit zum Einsatz. Durch die Kombination aus extremen Wetterbedingungen und stockender Lieferung seitens des Zulieferers gerät die Versorgung jedoch zunehmend unter Druck. Nach Angaben von KLM rückt das Ende der aktuellen Vorräte in Sicht. Der Lieferant, der die Flüssigkeit aus Deutschland bezieht, kann derzeit keine verlässlichen Zusagen über eine kurzfristige Nachlieferung machen. Dieses Problem betrifft laut KLM derzeit weite Teile Europas.
KLM erklärt, alles daran zu setzen, die Versorgung aufrechtzuerhalten. So will die Fluggesellschaft die Enteisungsflüssigkeit selbst in Deutschland abholen. KLM ist auf Schiphol für das Enteisen der meisten Flugzeuge verantwortlich. In den vergangenen Tagen setzte ein Team von mehr als hundert Mitarbeitenden täglich rund 85.000 Liter Enteisungsflüssigkeit ein. Insgesamt stehen 25 Enteisungsfahrzeuge zur Verfügung, die seit Freitag ohne Unterbrechung im Einsatz sind. Jedes Flugzeug muss vor dem Start vollständig schnee- und eisfrei sein, um sicher abheben zu können.
Am Flughafen Schiphol hat sich die Lage nach Angaben von NOS weiter zugespitzt. Schnee und Eis sorgen seit Tagen für massive Störungen, inzwischen ist es der fünfte Tag in Folge, an dem zahlreiche Flüge gestrichen wurden. Viele Reisende strandeten erneut am Flughafen, einige verbrachten eine schlaflose Nacht in der Abflughalle, weil Flüge kurzfristig annulliert wurden und Alternativen fehlten. Betroffen sind auch Passagiere mit dringenden Anlässen, etwa Beerdigungen im Ausland, die ihre Reise seit Tagen immer wieder neu anzutreten
KLM bestätigt für Mittwoch ebenfalls 600 gestrichene Flüge und begründet dies mit anhaltendem Schneefall am Morgen und kräftigem Wind. Zusätzlich weist KLM in eigenen Mitteilungen auf Betrugsversuche hin, bei denen sich Personen als Support ausgeben und über externe Links oder Apps an Daten gelangen wollen. Außerdem setzt KLM den Transport unbegleiteter Minderjähriger über Schiphol vorübergehend aus. In Schiphol werden für gestrandete Reisende Betten vorbereitet wurden und Hilfsorganisationen wie das niederländische Rote Kreuz bieten Unterstützung an.
Schulen, Prüfungen und Pannendienste: Alltag unter Vorbehalt
Die Auswirkungen gehen über den Berufsverkehr hinaus. In den Live Updates wird genannt, dass viele Grund und weiterführende Schulen am Mittwoch geschlossen bleiben. Auch Hochschulen und Universitäten reagieren, so wird für die Universität Utrecht beschrieben, dass Unterricht vor Ort ausfällt und Prüfungen nicht stattfinden. Beim CBR wurden bereits am Dienstag zahlreiche Fahrprüfungen abgesagt. Prüfungen für Motorrad und Moped wurden für Mittwoch vorsorglich gestrichen.
Parallel stellen sich die Pannendienste auf einen anstrengenden Tag ein. Der ANWB nennt eine erhöhte Zahl erwarteter Pannen, mit typischen Problemen wie leeren Batterien, Reifenproblemen sowie festgefrorenen Teilen am Fahrzeug. Das Gesamtbild ist damit klar: Wer am Mittwoch unterwegs sein muss, sollte mit Verzögerungen, Ausfällen und kurzfristigen Änderungen rechnen und sich kurz vor Abfahrt erneut informieren.
Entwarnung also am Stationsplein in Utrecht: Was kurzzeitig eher an eine überdimensionierte Poffertjespfanne erinnerte, entpuppte sich bei genauerer Kontrolle als robuste Konstruktion: das Bollendak hielt stand, der Platz ist wieder frei.
Es gilt: Wer nicht zwingend unterwegs sein muss, sollte besser drinnen bleiben.
Wetterbericht KNMI
KNMI, 06. Januar 2026, 16:57 UHR LT
Code Orange: Ab Mittwochmorgen Code Orange wegen Schnee und Glätte. Die Schneezone beginnt am Mittwochmorgen im Westen und breitet sich nach Osten aus. In einem breiten Küstenstreifen bleibt nach Erwartung wenig Schnee liegen und ist die Wahrscheinlichkeit für Glätte geringer. Weiter landeinwärts erwarten wir 3-5 cm, örtlich 5-7 cm. Code Orange gilt im ganzen Land, mit Ausnahme von Limburg und den Watten. Dort bleibt Code Gelb wegen Glätte in Kraft. Derzeit gilt Code Gelb wegen Glätte durch zuvor gefallenen Schnee und das Gefrieren nasser Straßenabschnitte. Am Dienstagabend besteht im Norden noch die Chance auf einen winterlichen Schauer.
Was kann ich erwarten und was kann ich tun? Mehr Details Im Norden kommen am Dienstagabend noch winterliche Schauer vor, örtlich mit 1-3 cm Schnee. Darüber hinaus besteht überall die Chance auf Glätte durch zuvor gefallenen Schnee und das Gefrieren nasser Straßenabschnitte. Im Laufe der Nacht zu Mittwoch beginnt es vom Westen her leicht zu schneien. Ab Mittwochmorgen zieht ein Gebiet mit Schnee, in einem breiten Küstenstreifen auch mit nassem Schnee, ostwärts über das Land. An vielen Orten fallen 3-5 cm, örtlich 5-7 cm. Am Mittwochnachmittag wird es vom Westen her trockener, allerdings können noch winterliche Schauer auftreten, mit Glättegefahr. Hierfür bleibt Code Gelb in Kraft.
Weitere Informationen
Nutzen Sie die unten stehenden Links, um mehr Informationen zu bekommen.
Wettervorhersagen
- KNMI: https://www.knmi.nl/waarschuwingen
KNMI auf X.com: https://x.com/KNMI - Weerplaza: https://www.weerplaza.nl/
- Weeronline: https://www.weeronline.nl/
Straßenverkehr
- Rijkswaterstaat: https://www.rijkswaterstaat.nl/
- Rijkswaterstaat Verkehrsinformationen: https://rwsverkeersinfo.nl/
- Rijkswaterstaat Streuwagen Live: https://rijkswaterstaatstrooit.nl/
- ANWB Verkehrsinformationen: https://www.anwb.nl/verkeer
Bahn & Bus
- Bahngesellschaft NS: https://www.ns.nl/
- Bahngesellschaft Arriva: https://www.arriva.nl
- Busgesellschaft Qbuzz: https://www.qbuzz.nl/
- Busgesellschaft Transdev: https://www.transdev.nl/nl/
- Busgesellschaft Breng: https://www.breng.nl/
- Bahn- und Busgesellschaft: https://www.keolis.nl/
Fliegen
- Flughafen Amsterdam-Schiphol: https://www.schiphol.nl/
- Flughafen Eindhoven: https://www.eindhovenairport.nl/
- Flughafen Rotterdam-Den Haag: https://www.rotterdamthehagueairport.nl/
- KLM: https://www.klm.nl/
Updates
06.01.2026, 22:20 Uhr
Neue Enteisungsflüssigkeit unterwegs
KLM teilt mit, dass inzwischen eine neue Lieferung Enteisungsflüssigkeit auf dem Weg in die Niederlande ist. Der Kontakt mit dem Zulieferer habe sich im Laufe des Tages verbessert. Die Fluggesellschaft erklärt, die Situation in den kommenden Tagen weiterhin eng zu beobachten, da die Versorgungslage angesichts des anhaltenden Winterwetters angespannt bleibt.
06.01.2026, 22:23 Uhr
Schiphol streicht rund zwei Drittel aller Flüge
Nach Angaben von NOS hat der Flughafen Schiphol am Abend mitgeteilt, dass für Mittwoch rund 800 geplante Flüge gestrichen werden. Das entspricht etwa zwei Dritteln des normalen Flugaufkommens von Starts und Landungen.
Zum Vergleich: In der Woche vom 24. November bis einschließlich 7. Dezember 2025 wurden auf Schiphol durchschnittlich 1.241 Flüge pro Tag erwartet, von denen 1.207 tatsächlich starteten oder landeten. In diesem Zeitraum wurden demnach im Schnitt lediglich 34 Flüge pro Tag annulliert. Die aktuelle Zahl von rund 800 gestrichenen Verbindungen verdeutlicht das außergewöhnliche Ausmaß der derzeitigen Störungen.
07.01.2026, 06:30 Uhr
Auch Code Gelb für die Watteninseln
Entgegen erster Einschätzungen gilt nun auch für die Watteninseln eine Wetterwarnung. Das KNMI hat seit 01.00 Uhr Code Gelb für die Waddeneilanden ausgegeben. Nach Angaben des Wetterdienstes kann es dort örtlich glatt werden, unter anderem durch das Gefrieren nasser Straßenabschnitte sowie durch verbliebene Schneereste.
07.01.2026, 06:50 Uhr
Kräftige Schneezone zieht ostwärts
Wie das KNMI mitteilt, zieht am Mittwochmorgen wie erwartet eine ausgeprägte Schneezone vom Westen des Landes Richtung Osten. Mehrere Stunden lang fällt Schnee. An der Küste sollen voraussichtlich 1 bis 3 Zentimeter liegen bleiben, weiter im Landesinneren rechnet das KNMI mit 5 bis 10 Zentimetern. Wegen des Winterwetters, der Glätte und teils schlechten Sichtverhältnisse bleibt Code Orange in den meisten Regionen bis in den Nachmittag hinein in Kraft. In Limburg und auf den Watteninseln gilt weiterhin Code Gelb. Nach Angaben des KNMI werden Straßen, Radwege und Gehwege glatt, zudem kann die Sicht zeitweise stark eingeschränkt sein, wodurch sowohl der motorisierte Verkehr als auch Radfahrer und Fußgänger beeinträchtigt werden.
Der Wetterdienst Weeronline weist ergänzend darauf hin, dass es weiterhin kräftig weht. In den drei Küstenregionen sowie in Flevoland und Friesland kann es zu Schneeverwehungen kommen, die die Sicht zusätzlich verschlechtern. Nach den Schneefällen sind zudem Schauer mit Regen oder Hagel möglich. In Verbindung mit noch gefrorenem Untergrund kann dadurch örtlich gefährliche Glätte entstehen.
07.01.2026, 07:05 Uhr
Zugverkehr rund um Amsterdam eingeschränkt
Der seit Dienstagmorgen gestörte Zugverkehr rund um Amsterdam ist laut NS größtenteils wieder aufgenommen worden. Zwischen Schiphol und Amsterdam Bijlmer ArenA fahren jedoch weiterhin keine Züge. Am Mittwoch gilt landesweit der Winterfahrplan mit einem reduzierten Angebot. Wegen festgefrorener Weichen gibt es den ganzen Tag über weniger Züge zwischen Almere Oostvaarders und Lelystad, zudem besteht keine direkte Zugverbindung zwischen Utrecht und Schiphol. Reisende müssen in Duivendrecht umsteigen.
07.01.2026, 07:07 Uhr
Streusalz in mehreren Gemeinden knapp
In mehreren niederländischen Gemeinden droht das Streusalz auszugehen. Wie NOS unter Berufung auf eine ANP Rundfrage berichtet, melden unter anderem Heiloo, Bergen und Leiderdorp nahezu leere Vorräte. Dort wird Streusalz teils mit Sand gemischt oder nur noch auf den wichtigsten Straßen eingesetzt. Auch Barneveld spricht von einem Engpass und verweist auf schnell schrumpfende Bestände sowie Lieferprobleme beim Zulieferer. Anders stellt sich die Lage bei Rijkswaterstaat dar: Für die Autobahnen wurden vor dem Winter rund 250 Millionen Kilogramm Streusalz eingelagert, wovon in dieser Saison bereits ein erheblicher Teil eingesetzt wurde. Es gibt aber noch genug Vorrat. Heute wurden bereits 3.589.524 kg eingesetzt und die Streuwagen sind heute 49.155 km gefahren.
07.01.2026, 07:14 Uhr
ANWB warnt vor erhöhtem Pannenrisiko
Der ANWB rät allen, die trotz des Winterwetters unterwegs sein müssen, zu besonderer Vorsicht. Die Wegenwacht empfiehlt, auch bei kurzen Fahrten eine warme Jacke sowie ein vollständig geladenes Mobiltelefon mitzunehmen. Vor der Abfahrt sollten sich Autofahrer zudem über die aktuelle Verkehrslage informieren. Außerdem wird geraten, frühzeitig loszufahren und ausreichend Zeit einzuplanen, um Hektik zu vermeiden. Der ANWB mahnt zu angepasster Fahrweise, größerem Abstand und deutlich reduzierter Geschwindigkeit. Zusätzlich weist der Verkehrsclub darauf hin, dass Fahrzeuge vor der Fahrt vollständig von Schnee und Eis befreit werden sollten, da Schnee vom Autodach beim Bremsen auf die Windschutzscheibe rutschen und die Sicht schlagartig beeinträchtigen kann.
07.01.2026, 07:30 Uhr
KNMI: Ab sofort (fast) landesweit Code Orange
In den gesamten Niederlanden gilt ab sofort Code Orange. Das teilte ein Sprecher des KNMI gegenüber NOS mit. Ursprünglich sollte die Warnstufe je nach Provinz zu unterschiedlichen Zeiten zwischen 06.00 und 09.00 Uhr in Kraft treten, diese Staffelung wurde jedoch aufgehoben. Nach Angaben des KNMI sollen Menschen nun landesweit besonders wachsam sein, da mit gefährlichen Wetterbedingungen gerechnet wird. [Anmerkung der Redaktion: Wir sehen noch keine landesweite Meldung.]
07.01.2026, 07:32 Uhr
Flüge am Rotterdam The Hague Airport gestrichen
Der Rotterdam The Hague Airport hat wegen der winterlichen Bedingungen alle Flüge annulliert, die am Morgen vor 10.00 Uhr starten sollten. Nach Angaben auf der Website des Flughafens soll ein für 10.10 Uhr geplanter Flug derzeit noch wie vorgesehen durchgeführt werden.
07.01.2026, 08:55 Uhr
Rekordstau am Mittwochmorgen
Auf den niederländischen Straßen herrscht massives Verkehrschaos. Gegen 08.00 Uhr wurden landesweit mehr als 500 Kilometer Stau gezählt, damit handelt es sich nach Angaben von Rijkswaterstaat um die verkehrsreichste Mittwochmorgenrushhour seit Jahren. Besonders betroffen sind Regionen, in denen bereits Schnee gefallen ist, darunter Zeeland sowie Nord und Südholland. Auf der A4 zwischen Amsterdam und Rotterdam kam der Verkehr über Dutzende Kilometer nahezu zum Erliegen.
Ein Sprecher von Rijkswaterstaat spricht von einer sehr schnellen Zuspitzung der Lage und zeigt sich überrascht über das Ausmaß. Auch in weiteren Landesteilen wird in den kommenden Stunden Schnee erwartet. Entsprechend bleibt der dringende Appell bestehen, Fahrten möglichst zu vermeiden und zu Hause zu bleiben, sofern dies möglich ist. Gegen 08.55 Uhr meldeten die Verkehrsdienste 108 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 651 Kilometern.
07.01.2026, 08:57 Uhr
Mehr als tausend Reisende übernachten auf Schiphol
Am Flughafen Schiphol haben mehr als tausend Menschen die Nacht verbracht. Das teilte die Flughafenleitung mit. In den vergangenen Tagen waren bereits hunderte Flüge gestrichen worden, auch am Mittwoch wurden vorsorglich mindestens 800 Verbindungen annulliert, der überwiegende Teil davon betrifft Flüge von KLM. Viele Reisende konnten nach Hause zurückkehren oder fanden eine Unterkunft in Hotels der Umgebung, für zahlreiche Passagiere blieb jedoch nur eine Übernachtung in den Abfertigungshallen des Flughafens. Erstmals wurden dafür Feldbetten aufgestellt, am Morgen wird zudem Frühstück ausgegeben.
Ob die gestrandeten Reisenden im Laufe des Tages weiterreisen können, ist ungewiss. Schiphol rechnet damit, dass die Zahl der Flugausfälle weiter steigt. Ursprünglich waren für den heutigen Tag rund 1.100 Flüge geplant. Passagiere, deren Flug gestrichen wurde und die sich noch nicht am Flughafen befinden, werden dringend gebeten, nicht nach Schiphol zu kommen und den aktuellen Flugstatus genau zu verfolgen.
07.01.2026, 09:11 Uhr
Lieferprobleme sorgen für leere Regale
Auch der Einzelhandel bekommt die Folgen des Winterwetters zu spüren. Wegen der Witterungsbedingungen verzögern sich die Lieferungen zu mehreren Distributionszentren. In einigen Geschäften führt das bereits zu teilweise leeren Regalen. Eine schnelle Entspannung sei nicht zu erwarten, auch in den kommenden Tagen könnten die Nachschubprobleme anhalten.
07.01.2026, 09:55 Uhr
Auch Limburg ab 10.00 Uhr unter Code Orange
Ab 10.00 Uhr gilt Code Orange auch für die Provinz Limburg. Bislang war dort noch Code Gelb in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt bleibt die niedrigste Warnstufe nur noch für die Watteninseln bestehen. Nach Angaben des KNMI bedeutet Code Orange eine große Wahrscheinlichkeit für gefährliches Wetter mit erheblicher Auswirkung, möglichem Schaden, Verletzungen oder starker Beeinträchtigung des Alltags. Durch die Kombination aus Schnee und Wind ist die Sicht vielerorts eingeschränkt, zudem kann es landesweit sehr glatt sein. Die höchste Warnstufe Code Rot kommt derzeit nicht zur Anwendung.
07.01.2026, 09:58 Uhr
NS rät von nicht notwendigen Reisen ab
Die NS ruft Reisende dazu auf, ihre Zugfahrt möglichst zu verschieben. Wer nicht zwingend unterwegs sein müsse, solle zunächst zu Hause bleiben und später am Vormittag prüfen, ob eine Reise wieder möglich ist. Aufgrund der Wetterlage kommt es auf immer mehr Strecken zu Störungen, unter anderem im Raum Roosendaal, Breda, Den Haag und Rotterdam. Auch auf der Verbindung Hoofddorp–Schiphol–Hilversum verkehren derzeit keine Züge, zudem ist der internationale Zugverkehr auf der HSL eingestellt. Wie lange die Einschränkungen andauern, ist nach Angaben der NS noch unklar. Die Bahngesellschaft weist darauf hin, dass sich der Schneefall in den kommenden Stunden ostwärts ausbreitet und damit das gesamte Land betrifft.
07.01.2026, 10:00 Uhr
Schiphol meldet erneut stark eingeschränkten Betrieb
Am Flughafen Schiphol ist auch der Mittwoch von erheblichen Störungen geprägt. In einem Update von 09.45 Uhr teilt der Flughafen mit, dass die Schneeräumdienste zwar ununterbrochen im Einsatz sind, um möglichst viel Flugverkehr sicher abzuwickeln, anhaltende winterliche Wetterbedingungen und starker Wind jedoch weiterhin nur einen eingeschränkten Betrieb zulassen. Derzeit wurden bereits mehr als 700 Flüge annulliert, die Zahl dürfte im Tagesverlauf weiter steigen.
In der vergangenen Nacht haben über tausend Reisende auf Schiphol übernachtet, viele nutzten dabei die bereitgestellten Schlafplätze. Der Flughafen zeigt Verständnis für die belastende Situation der Betroffenen, appelliert jedoch eindringlich an alle Passagiere, vor der Anreise die aktuelle Fluginformation zu prüfen. Reisende mit annullierten Flügen werden ausdrücklich gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen und die weiteren Informationen ihrer jeweiligen Fluggesellschaften abzuwarten.
07.01.2026, 10:15 Uhr
Viele Schulen geschlossen, Probleme bei Schul-Apps
Auch am Mittwoch bleiben zahlreiche Schulen wegen des Schneefalls geschlossen. Betroffen sind unter anderem weiterführende Schulen der ISW-Scholengroep im Westland sowie Grundschulen der Stiftung Delta in De Bilt und Umgebung. Einige Schulen weichen auf Online-Unterricht aus, andere beginnen später, um Schülern und Lehrkräften die Anreise zu erleichtern.
Gleichzeitig kommt es zu Problemen in der Kommunikation. Mehrere Schulen melden Störungen bei den Schul-Apps Social Schools und Parro, die für Mitteilungen an Eltern und Schüler genutzt werden. Teilweise erscheinen Fehlermeldungen, offenbar weil die Systeme stark ausgelastet sind.
07.01.2026, 10:21 Uhr
Baum blockiert A1 bei Barneveld
Auf der A1 bei Barneveld ist ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt. In Fahrtrichtung Apeldoorn wurden dadurch zwei Fahrstreifen gesperrt, was derzeit zu rund 15 Minuten Verzögerung führt. Sobald der Baum entfernt ist, werden die Fahrstreifen zunächst von einer Räumkolonne gereinigt, bevor sie wieder für den Verkehr freigegeben werden.
07.01.2026, 10:55 Uhr
Flugbetrieb in Rotterdam schrittweise wieder aufgenommen
Am Rotterdam The Hague Airport wird der Flugbetrieb nach den winterbedingten Einschränkungen langsam wieder hochgefahren. Bis 10.00 Uhr am Morgen waren alle Flüge gestrichen worden, seitdem starten und landen Maschinen schrittweise wieder. Nach Angaben eines Sprechers sollen Flüge, die nach 10.00 Uhr geplant sind, vorerst durchgeführt werden, allerdings mit möglichen Verspätungen. Bereits annullierte Verbindungen sind entsprechend auf der Website des Flughafens gekennzeichnet.
Die Start und Landebahnen werden kontinuierlich von Schnee befreit, was wegen des starken Windes einen erheblichen Aufwand bedeutet, da Schnee schnell wieder auf die Bahnen geweht wird. Zusätzlich werde die weitere Wetterentwicklung im Laufe des Nachmittags genau beobachtet. Für die Enteisung der Flugzeuge steht nach Angaben des Flughafens ausreichend Anti Icing Flüssigkeit zur Verfügung, Engpässe gebe es dort nicht.
07.01.2026, 11:55 Uhr
Mehrere Zentimeter Neuschnee, Räumdienste teils machtlos
Landesweit sind bereits etwa 3 bis 7 Zentimeter Schnee gefallen. Besonders im Osten des Landes hält der Schneefall weiterhin kräftig an. Auch die nachfolgenden Schauer können lokal nochmals erhebliche Mengen bringen. In einzelnen Regionen ist es inzwischen sogar zu glatt für Streufahrzeuge, wie derzeit etwa in Teilen von Flevoland, wo Räum und Streuarbeiten nur eingeschchränkt möglich sind.
07.01.2026, 11:58 Uhr
Weitere Straßensperrungen wegen Glätte
Nach Angaben von Rijkswaterstaat gehen auch am späten Vormittag weiterhin zahlreiche Meldungen über Glätte und Straßensperrungen ein. So ist am Knotenpunkt Kethelplein die Verbindungsrampe von der A20 aus Richtung Gouda zur A4 Richtung Amsterdam wegen Schneefalls gesperrt. Ebenfalls in beide Richtungen geschlossen ist die Salland Twente Tunnelverbindung aufgrund einer extrem glatten Fahrbahn.
Darüber hinaus meldet Rijkswaterstaat mehrere gesperrte Auffahrten und Verbindungsstraßen. Betroffen sind unter anderem die A12 bei Veenendaal nach einem querstehenden Sattelzug, die A15 im Bereich Botlekbrug Botlektunnel wegen eines defekten Lastwagens sowie die A50 am Knotenpunkt Beekbergen in Richtung A1 nach Amersfoort, ebenfalls nach einem Unfall mit einem Sattelzug.
07.01.2026, 12:05 Uhr
Lieferdienste stellen Betrieb teilweise ein
Der Online Supermarkt Picnic hat alle Lieferungen für den Mittwoch landesweit abgesagt. Zur Begründung heißt es, dass von vielen Seiten dringend davon abgeraten werde, derzeit unterwegs zu sein. Wann der Lieferservice wieder aufgenommen wird, ist offen und soll von den weiteren Wetterentwicklungen sowie den Empfehlungen unter anderem von Rijkswaterstaat abhängen.
Der Paketdienst DHL rechnet mit Einschränkungen. Während Abholung und Versorgung der Verteilzentren in den vergangenen Tagen weitgehend problemlos verliefen, gestaltet sich die Zustellung an die Empfänger am Mittwoch deutlich schwieriger. Grund dafür sind die starken Schneefälle und die Tatsache, dass Nebenstraßen vielerorts kaum geräumt oder gestreut sind. DHL weist darauf hin, dass angesichts von Code Orange Sicherheit Vorrang hat und regional mit Verzögerungen gerechnet werden muss.
07.01.2026, 14:25 Uhr
Code Orange in großen Teilen verlängert
Der KNMI hat Code Orange für Schnee in weiten Teilen der Niederlande verlängert. Die Warnstufe gilt nun für alle Provinzen mit Ausnahme von Zeeland und Südholland, wo Code Gelb bestehen bleibt. Ursprünglich sollte Code Orange am Nachmittag enden, wird nun jedoch wegen neuer winterlicher Schauer aus Westen verlängert. Nach Angaben des KNMI ziehen hinter der abklingenden Schneezone im Osten weitere Schneeschauer vom Meer ins Landesinnere, die sich dort teils verstärken können. Im Westen geht der Schnee allmählich in Regen über.
Code Orange bedeutet eine hohe Wahrscheinlichkeit für gefährliches Wetter mit erheblicher Auswirkung, möglichem Schaden, Verletzungen oder starker Beeinträchtigung. Straßen, Radwege und Gehwege bleiben glatt, durch Schnee und teils kräftigen Wind ist die Sicht örtlich schlecht, zudem können sich Schneeverwehungen bilden. Verkehrsteilnehmer, Radfahrer und Fußgänger müssen weiterhin mit erheblichen Behinderungen rechnen. Nach Abzug der Schneefälle bleibt vielerorts Code Gelb wegen Glätte durch gefrorene Nässe und bereits gefallenen Schnee in Kraft.
Regional gelten unterschiedliche Endzeiten: In Groningen bis 20.00 Uhr, in Friesland bis 18.00 Uhr und in Nordholland bis 16.00 Uhr. Aber auch das kann sich kurzfristig ändern.
07.01.2026, 14:28 Uhr
Lage auf der Schiene schlechter als erwartet
Die NS teilt mit, dass die Auswirkungen des Winterwetters auf den Bahnverkehr gravierender sind als zunächst angenommen. Landesweit verkehren derzeit weniger Züge als zuvor angekündigt. Die NS bekräftigt daher ihren Appell, Reisen wenn möglich zu verschieben und die aktuellen Reiseinformationen aufmerksam zu verfolgen.
Auch der Schienennetzbetreiber ProRail meldet anhaltende Probleme. Demnach treten die meisten Störungen am Nachmittag vor allem im Zentrum und im Westen des Landes auf. Für Donnerstag und voraussichtlich auch für Freitag rechnet die Bahn weiterhin mit einem angepassten Fahrplan.
07.01.2026, 14:30 Uhr
Wetterausblick: winterlich bleibt es auch in den kommenden Tagen
Nach Angaben des KNMI bleibt das Wetter auch in den nächsten Tagen von winterlichen Bedingungen geprägt. Am Mittwochnachmittag zieht das Schneefeld im Osten zwar allmählich ab, von Westen her folgen jedoch neue winterliche Schauer. An der Westküste gehen diese zunehmend in Regen über, während es im Binnenland vorerst weiter schneit. Vielerorts bleibt es glatt. Die Temperaturen erreichen am Nachmittag Werte knapp unter dem Gefrierpunkt im Osten und bis zu etwa 4 Grad an der Küste. Am Abend und in der Nacht folgen weitere Schauer, im Westen häufiger Regen, im Osten noch Schnee oder nasser Schnee, lokal kann sich Nebel bilden.
Am Donnerstag bleibt es überwiegend bewölkt. Es fällt zeitweise Regen, im Norden und Osten auch (nasser) Schnee. Die Temperaturen liegen im Landesinneren um 1 bis 2 Grad, an der Küste bei 4 bis 5 Grad. Am Abend breitet sich von Südwesten her erneut Niederschlag aus, der im Norden und Osten in Schnee übergehen kann. Für Freitag erwartet das KNMI vor allem im Norden erneut Schnee und teils kräftigen Wind.
Auch Weeronline rechnet damit, dass es winterlich bleibt. Am Freitag kann es erneut zu Schneefall kommen, insbesondere im Nordosten. Am Samstag folgen winterliche Schauer, regional bleibt es den ganzen Tag frostig. In der Nacht zum Sonntag sinken die Temperaturen verbreitet deutlich unter null. Für Sonntag wird überwiegend trockenes, aber sehr kaltes Wetter erwartet, mit tagsüber meist leichtem bis mäßigem Frost und nachts teils strengen Minusgraden. Erst nach dem Wochenende deutet sich langsam eine Milderung an, allerdings weiterhin mit Niederschlägen und unsicherer Entwicklung.
07.01.2026, 14:33 Uhr
Straßenbahnen in Rotterdam vorerst eingestellt
In Rotterdam ist der Straßenbahnverkehr wegen der Wetterbedingungen vorläufig vollständig eingestellt worden. Das teilte der Verkehrsbetrieb RET mit. Wie lange die Unterbrechung andauern wird, ist derzeit noch unklar. Zuvor hatte die RET angekündigt, den Tramverkehr trotz Schnee aufrechtzuerhalten, allerdings mit möglichen Ausfällen und Verspätungen.
Der Busverkehr bleibt in Rotterdam für den restlichen Tag komplett eingestellt. Die Metro fährt weiterhin, allerdings kommt es auch dort zu Störungen. Bereits am Vormittag war es auf der Putselaan zu einem Zwischenfall gekommen, bei dem eine Straßenbahn entgleiste und erst an einem Oberleitungsmast zum Stillstand kam, meldet das AD.
07.01.2026, 14:45 Uhr
Lage auf den Straßen bleibt angespannt
In den Niederlanden gilt weiterhin landesweit Code Orange. Wie aus dem aktuellen Liveblog von Rijkswaterstaat hervorgeht, bleibt die Verkehrslage am Mittwoch trotz einzelner Entlastungen angespannt. Autofahrer werden weiterhin dringend gebeten, nach Möglichkeit im Homeoffice zu bleiben und Fahrten zu vermeiden. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte zusätzliche Reisezeit und gefährliche Fahrbedingungen einplanen.
Am frühen Nachmittag lag die Staulänge zeitweise deutlich über dem Durchschnitt. Gegen 12.15 Uhr wurden rund 120 Kilometer Stau gemeldet, üblich wären zu dieser Uhrzeit an einem Mittwoch etwa 16 Kilometer. Später entspannte sich die Lage etwas, dennoch wurden um 14.45 Uhr noch rund 65 Kilometer Stau gezählt. Regional kam es weiterhin zu Sperrungen von Auffahrten, Verbindungswegen und Tunneln, unter anderem auf der A1, A2, A32, A50 und A59, teils wegen Unfällen mit Lastwagen, teils wegen Glätte oder technischer Störungen.
Nach Angaben des KNMI bleibt Code Orange für Schneefall in fast dem gesamten Land in Kraft, mit Ausnahme des Wattengebiets und des Südwestens, wo weiterhin Code Gelb wegen Glätte gilt. Ein Schneefeld über der östlichen Landeshälfte zieht zwar ostwärts ab, aus Westen folgen jedoch im Laufe des Nachmittags neue Schneeschauer, die erst am Abend den Osten verlassen sollen. Entsprechend bleibt die Gefahr durch glatte Fahrbahnen und eingeschränkte Sicht bis in die Abendstunden bestehen.
07.01.2026, 16:15 Uhr
Code Orange regional verlängert, im Westen gelockert
Der KNMI hat Code Orange am Mittwochnachmittag erneut regional angepasst und teilweise verlängert. Für Gelderland, Overijssel, Drenthe und Groningen gilt die Warnstufe nun mindestens bis 20.00 Uhr, zuvor war ein Ende um 18.00 Uhr vorgesehen. In den Provinzen Utrecht, Flevoland, Noord Brabant und Limburg bleibt Code Orange bis 18.00 Uhr in Kraft, zuvor war hier eine Aufhebung bereits um 16.00 Uhr angekündigt worden.
Gleichzeitig wurde Code Orange in Noord Holland auf Code Gelb herabgestuft. Zuvor war dies bereits für Zuid Holland, Zeeland und das Wattengebiet geschehen. Nach Angaben des KNMI ziehen weiterhin Schneeschauer über das Land, die erst im Laufe des Abends den Osten verlassen. Im Westen geht der Schnee zunehmend in Regen über. Straßen, Radwege und Gehwege bleiben vielerorts glatt, sodass weiterhin mit erheblichen Behinderungen für den Verkehr sowie für Radfahrer und Fußgänger zu rechnen ist. Nach Abklingen der Schneefälle bleibt in den betroffenen Regionen Code Gelb wegen anhaltender Glätte durch Schneereste und gefrierende Nässe bestehen.
07.01.2026, 16:25 Uhr
Erneut schwere Abendrushhour erwartet
Rijkswaterstaat rechnet auch am Mittwochabend erneut mit einer sehr stark belasteten Rushhour und warnt vor gefährlichen Fahrbedingungen. Verkehrsteilnehmer werden aufgerufen, ihre Fahrweise anzupassen und besonders vorsichtig zu sein, wenn Fahrten unvermeidbar sind.
Am Morgen hatte sich die Lage bereits extrem zugespitzt: Gegen 08.45 Uhr wurden landesweit mehr als 700 Kilometer Stau gemessen. Damit war es die verkehrsreichste Mittwochmorgenrushhour seit dem 10. Februar 1999, als 774 Kilometer Stau gezählt wurden. Nach Angaben der ANWB ist es derzeit vor allem im Nordosten des Landes besonders voll auf den Straßen, da dort auf den N Straßen weniger oder gar nicht gestreut wurde.
07.01.2026, 16:30 Uhr
Amsterdam aus dem All im Schneeweiß
Dass die Niederlande derzeit unter einer geschlossenen Schneedecke liegen, ist sogar aus dem All gut zu erkennen. Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat ein Satellitenbild von Amsterdam veröffentlicht, das am 6. Januar 2026 von der Copernicus-Mission Sentinel-2 aufgenommen wurde. Der Satellit umkreist die Erde in rund 800 Kilometern Höhe. Auf dem Bild sind unter anderem Amsterdam-Zuidoost, IJburg, das Stadtzentrum, das Vondelpark-Areal, Amsterdam-Noord, Amstelveen und Weesp zu erkennen, ebenso die Orte Landsmeer, Nigtevecht und Nederhorst den Berg. Deutlich sichtbar sind auch Wasserläufe wie das Amsterdam-Rijnkanaal, die Vecht, die Amstel, die Gaasp sowie die Insel Pampus. Nach Angaben der ESA zeichnen sich Grachten, Parks und dicht bebaute Stadtbereiche klar unter der weißen Schneedecke ab.
07.01.2026, 16:36 Uhr
Militär hält Start und Landebahn in Eindhoven frei
Auf dem Eindhoven Airport sorgt die niederländische Armee dafür, dass der Flugbetrieb trotz anhaltenden Schneefalls weitgehend aufrechterhalten werden kann. Wie Omroep Brabant berichtet, sind Soldaten seit Freitag rund um die Uhr im Einsatz, um die Start und Landebahn schnee und eisfrei zu halten. Drei Fahrzeuge der Defensie fahren dabei im Konvoi über die Bahn: vorne ein Schneepflug, gefolgt von einer Kehrmaschine und einem leistungsstarken Gebläse, das die letzten Schneereste entfernt.
Adjudant Robert Jan koordiniert das Team von Airside Operations, das die Bahn immer wieder räumt, bis Starts oder Landungen anstehen. Eindhoven Airport ist ursprünglich eine militärische Luftbasis, die Bahn wird von Defensie betrieben und an den zivilen Flughafen vermietet, inklusive Winterdienst. Erst am Mittwoch mussten erstmals einzelne Flüge gestrichen werden, um zwischen den Bewegungen genügend Zeit zum Räumen zu haben. Im Vergleich zu anderen Flughäfen blieb die Beeinträchtigung für Reisende bislang begrenzt, da hier nur eine einzige Bahn freigehalten werden muss.
07.01.2026, 16:36 Uhr
Schiphol verzichtet vorerst auf Flugstreichungen für Donnerstag
Am Flughafen Schiphol müssen derzeit noch keine für Donnerstag geplanten Flüge vorsorglich gestrichen werden. Das teilte der Flughafen mit. Nach Einschätzung der aktuellen Wetterprognosen sei die Lage stabil genug, um auf präventive Annullierungen zu verzichten. Reisende müssen jedoch weiterhin mit Verspätungen und möglichen kurzfristigen Änderungen im Flugplan rechnen. Wie NOS berichtet, lag der Betrieb am Mittwoch bei rund fünf Abflügen pro Stunde, vor allem auf interkontinentalen Strecken, für den restlichen Tag waren noch etwa 150 Flüge vorgesehen.
Schiphol weist zudem darauf hin, dass auch am Donnerstag wegen der winterlichen Wetterlage weiterhin Verzögerungen und vereinzelte Ausfälle möglich sind. Passagiere werden dringend gebeten, vor der Anreise den aktuellen Flugstatus zu prüfen und sich bei ihrer Airline zu informieren. Für Reisende, die den Flughafen nicht verlassen können oder dürfen, werden erneut Schlafplätze, Decken sowie Essen und Getränke bereitgestellt.
07.01.2026, 18:14 Uhr
Kaum Abendrushhour trotz Winterwetters
Nach Angaben des ANWB standen kurz nach 18.00 Uhr landesweit rund 100 Kilometer Stau. Von einer klassischen Abendrushhour könne man dabei kaum sprechen, erklärte eine Sprecherin. Der Grund sei, dass deutlich weniger Menschen unterwegs waren, viele hätten dem Homeoffice Appell von Rijkswaterstaat Folge geleistet.
Auch Rijkswaterstaat bestätigt, dass zwischen der Nacht und dem Mittag rund dreimal weniger Verkehr auf den Straßen unterwegs war als üblich. Dadurch blieb auch die Abendspitze vergleichsweise ruhig. Am Morgen hatte es dagegen noch eine extreme Situation gegeben, als gegen 08.45 Uhr rund 700 Kilometer Stau gezählt wurden. Ursache waren das angepasste Fahrverhalten mit niedrigen Geschwindigkeiten, größerem Abstand sowie streckenweise Tempolimits von 60 Kilometern pro Stunde wegen Schneeschauern. Da am Abend nur noch vereinzelt Schnee fiel, konnten viele Berufspendler ihre Rückfahrt deutlich problemloser antreten.
07.01.2026, 18:50 Uhr
KNMI: Freitag neue Schneeschauer und Schneeverwehungen
Nach Angaben des KNMI ziehen in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erneut Schneeschauer über die Niederlande. Besonders im Norden des Landes werden verbreitet 5 bis 10 Zentimeter Neuschnee erwartet, örtlich sogar 10 bis 15 Zentimeter, zusätzlich zur bereits vorhandenen Schneedecke. Der Wind dreht dabei auf Ost, wodurch die Gefahr von Schneeverwehungen steigt. Der verwehte Schnee kann sich zu Schneewehen auftürmen, zudem ist Sneeuwjacht möglich, bei der der Wind den Schnee vor sich hertreibt. Das kann nicht nur sehr unangenehm sein, sondern auch die Sicht zeitweise stark einschränken.
07.01.2026, 20:00 Uhr
KNMI: Code Orange im Osten und Nordosten
Im Osten und Nordosten der Niederlande gilt weiterhin Code Orange wegen Schneefalls, während in den übrigen Landesteilen Code Gelb in Kraft ist. Nach Angaben des KNMI treten im Osten und Nordosten noch kräftige Schneeschauer auf. In anderen Regionen gibt es zwar ebenfalls Schauer mit teils nassem Schnee, von Westen her geht dieser jedoch zunehmend in Regen über. Dennoch bleibt es landesweit örtlich glatt, insbesondere auf Nebenstraßen.
Für die Nacht auf Freitag warnt das KNMI vor einer erneuten Zuspitzung im Norden: Dort setzt anhaltender Schneefall ein. In Kombination mit einem kräftigen Ostwind besteht die Gefahr von Schneeverwehungen und der Bildung von Schneewehen. Verkehrsteilnehmer, Radfahrer und Fußgänger müssen weiterhin mit erheblichen Behinderungen rechnen.
07.01.2026, 20:08 Uhr
Teil eines Sportkomplexes in Utrecht eingestürzt
In Utrecht ist am Abend ein Teil eines Sportkomplexes an der Zonnebaan eingestürzt. Das teilte die Veiligheidsregio Utrecht mit. Betroffen ist Hal22, ein multifunktionales Sport und Freizeitgebäude. Nach ersten Einschätzungen befand sich vermutlich niemand mehr im Gebäude, endgültig bestätigt ist das jedoch noch nicht. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt, da die Gefahr besteht, dass weitere Gebäudeteile nachgeben.
Nach Angaben der Sicherheitsregion ist ein großer Teil der Sporthalle eingestürzt, insbesondere der Dachbereich über den Padelplätzen. Auf Bildern ist zu sehen, dass Deckenplatten herabgestürzt sind. Das Gebäude war zum Zeitpunkt des Einsturzes geöffnet, es wurde dort auch Sport betrieben. Die Einsatzkräfte betreten das Gebäude derzeit nicht mehr, da die Statik als unsicher gilt. Zur Ursache des Einsturzes gibt es bislang keine Angaben, wie RTV Utrecht berichtet.
07.01.2026, 20:19 Uhr
KNMI: Code Orange beendet, weiterhin Glättegefahr
Das KNMI hat Code Orange am Mittwochabend um 20.02 Uhr offiziell beendet. Landesweit gilt nun Code Gelb wegen Glätte infolge von Schnee und Schneeresten. Am Abend treten noch Schauer mit nassem Schnee auf, von Westen her geht der Niederschlag jedoch zunehmend in Regen über. Dennoch kann es im ganzen Land örtlich glatt bleiben, insbesondere auf Nebenstraßen.
07.01.2026, 20:28 Uhr
Streusalz wird knapp in immer mehr Kommunen
Das anhaltende Winterwetter bringt viele Gemeinden zunehmend an ihre Grenzen. Wie NRC aus ANP Daten berichtet, gehen in mehreren Städten und Gemeinden die Streusalzvorräte zur Neige. Kommunen reagieren darauf, indem sie den Winterdienst einschränken, weniger Straßen streuen oder Streusalz mit Sand mischen. In Veldhoven werden einige Routen vorerst ausgelassen, in Leidschendam-Voorburg reicht der Vorrat nur noch für wenige Einsätze auf Hauptverkehrswegen und wichtigen Radstrecken. In Drenthe sind einzelne Provinzstraßen sogar vorübergehend gesperrt worden, bis wieder gestreut werden kann.
Währenddessen meldet Rijkswaterstaat, dass auf den Autobahnen und Provinzstraßen keine Engpässe drohen. Für diesen Winter wurden rund 250 Millionen Kilogramm Salz eingelagert, von denen bereits über 100 Millionen Kilogramm eingesetzt wurden. Damit liegt der Verbrauch deutlich über dem langjährigen Durchschnitt, die Versorgung der Rijkswegen gilt aber weiterhin als gesichert.
07.01.2026, 21:00 Uhr
Livebericht endet
Mit dem Abklingen der akuten Wetterlage beenden wir an dieser Stelle unsere Liveberichterstattung. Die Entwicklungen rund um Schnee, Glätte und Verkehrslage haben wir heute fortlaufend dokumentiert. Weitere aktuelle Informationen finden Sie weiterhin in unseren regulären Nachrichtenartikeln. Wir danken allen Leserinnen und Lesern fürs Mitlesen und wünschen einen sicheren Abend.
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