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Code Orange: Gefährliche Eisnacht fast landesweit

| letzte Änderung 11.01.2026 18:24 | von Redaktion

Wetterwarnung vom 11.01.2026 um 17:36 Uhr | Quelle: knmi.nl
Wetterwarnung vom 11.01.2026 um 17:36 Uhr | Quelle: knmi.nl

UTRECHT · Akute Glättegefahr in weiten Teilen der Niederlande: Für die kommende Nacht hat das Königliche Niederländische Meteorologische Institut eine Warnung der höchsten Stufe für Glatteis ausgegeben. Mit Ausnahme des Südwestens wird verbreitet mit gefährlicher Eisbildung gerechnet. Betroffen sind insbesondere Straßen, Brücken, Radwege und Gehwege. Die Glätte entsteht durch gefrierenden Niederschlag und ist häufig kaum erkennbar. Das erhöht nach Angaben der Behörden das Unfallrisiko erheblich. Während in der Nacht nahezu das gesamte Land unter Warnstufe Orange fällt, konzentriert sich die Gefahrenlage während der morgendlichen Rushhour zunehmend auf den Nordosten. In den übrigen Regionen entspannt sich die Situation von Südwesten her vergleichsweise rasch, da dort mildere Luft einströmt. Bereits tagsüber gilt vielerorts eine niedrigere Warnstufe wegen örtlicher Glätte durch Schnee- und Eisreste.

Nach Angaben des KNMI zieht ab dem späten Abend von Westen her ein zusammenhängendes Niederschlagsgebiet über das Land. In den westlichen Küstenregionen fällt überwiegend Regen, weiter landeinwärts kommt es jedoch zu einer gefährlichen Mischung aus Schnee und gefrierendem Regen. Dadurch bildet sich verbreitet Eis auf dem Untergrund. Besonders kritisch ist die Situation außerhalb des Südwestens, wo die Temperaturen in Bodennähe unter dem Gefrierpunkt bleiben. Das Wetterinstitut weist darauf hin, dass gerade Brücken und aufgeständerte Straßenabschnitte besonders schnell vereisen. Auch Radfahrer und Fußgänger sind betroffen, da die Glätte häufig nicht sichtbar ist. Bereits am Sonntag gilt in fast allen Provinzen Warnstufe Gelb, da gefrorene Schneereste und das Gefrieren nasser Fahrbahnen örtlich zu rutschigen Verhältnissen führen. Die kommende Nacht markiert jedoch den Höhepunkt der winterlichen Gefahrenlage.

Update 17:36 Uhr: 
Code Orange wegen Glatteis ausgeweitet: auch in Südholland: Das KNMI kündigt nun auch für Südholland Code Orange wegen erwarteten Glatteises an. Die Warnung gilt ab 23.00 Uhr und kommt zu der bereits bestehenden Warnstufe Orange für alle anderen Provinzen hinzu, mit Ausnahme von Zeeland. Während der morgendlichen Rushhour gilt Code Orange nur noch im Nordosten der Niederlande. Im restlichen Land nimmt die Glätte im Laufe der Nacht und des Montagmorgens allmählich ab, teilt das KNMI mit.
Update 18:23 Uhr: 
Beschreibung der Warnlage Deutschland:
Der Deutsche Wetterdienst warnt für die Nacht zu Montag vor einer ausgeprägten Unwetterlage mit hoher Glättegefahr durch gefrierenden Regen, insbesondere in der West- und Südhälfte Deutschlands. Betroffen ist unter anderem der Kreis Kleve, für den eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe 3 vor Glatteis zwischen 00:00 und 08:00 Uhr gilt. Durch plötzlich gefrierenden Regen und Eisansatz besteht erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr sowie für Fußgänger. Zusätzlich treten verbreitet Frostbedingungen auf, mit strengem Frost in der Osthälfte. Ab der zweiten Nachthälfte setzt von Westen Niederschlag ein, der nach kurzer Schneephase in Regen übergeht und auf kalten Böden gefriert. Damit sind erhebliche Beeinträchtigungen bis hin zu Sperrungen auf allen Verkehrswegen möglich. Erst im Laufe des Montagvormittags sorgt von Südwesten her eine deutliche Milderung für eine allmähliche Entspannung der Lage. In Nordrhein-Westfalen bleiben wird in Schulen Distanzunterricht angeboten.

Ausdehnung der Warnstufe Orange

Laut KNMI gilt die Warnstufe Orange in der Nacht in nahezu dem gesamten Land. Ausgenommen ist der Südwesten, insbesondere Teile von Zeeland und Südholland, wo die Temperaturen höher bleiben und überwiegend Regen fällt. Dort gilt lediglich Warnstufe Gelb. Zeeland ist selbst "grün". Während der Nachtstunden ist in vielen Regionen mit erheblicher Glätte zu rechnen. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit beschränkt sich die höchste Warnstufe voraussichtlich auf den Nordosten. In anderen Landesteilen lässt die Glätte von Südwesten her nach, da die Temperaturen allmählich ansteigen.

Ursachen der Eisbildung

Die gefährliche Wetterlage entsteht durch das Aufgleiten milderer, feuchter Luft auf eine weiterhin sehr kalte Bodenschicht. Der Niederschlag gefriert beim Auftreffen sofort und bildet eine dünne, aber extrem glatte Eisschicht. Das KNMI betont, dass diese Art der Glätte besonders tückisch ist, da sie optisch kaum von nasser Fahrbahn zu unterscheiden ist. Dadurch unterschätzen Verkehrsteilnehmer häufig das Risiko.

Verkehr und öffentliche Sicherheit

Wie Rijkswaterstaat berichtet, besteht eine große Unfallgefahr auf allen Verkehrswegen. Betroffen sind nicht nur Autobahnen, sondern auch innerörtliche Straßen, Radwege und Gehwege. Behörden raten zu besonderer Vorsicht und dazu, nicht notwendige Fahrten möglichst zu verschieben. Der Wetterdienst rechnet damit, dass sich die Lage im Laufe des Montagvormittags mit steigenden Temperaturen deutlich entspannt.

Entwicklung am Montag

In der Nacht liegen die Tiefstwerte regional deutlich unter dem Gefrierpunkt, während im Südwesten Temperaturen über dem Gefrierpunkt gemessen werden. Am Montagmorgen ist im Nordosten zunächst weiterhin mit Glatteis zu rechnen. Im weiteren Verlauf des Vormittags wird es landesweit milder, sodass die Eisbildung verschwindet. Am Nachmittag steigen die Temperaturen deutlich an, vor allem im Südwesten. Gleichzeitig setzt verbreitet Regen ein, der die winterlichen Straßenverhältnisse endgültig beendet.

Einordnung der aktuellen Wetterlage

Es handelt es sich bereits um die fünfte Ausgabe der Warnstufe Orange in diesem Jahr. Mehrfach wurde zuvor wegen Glätte gewarnt, zusätzlich gab es eine Warnung vor Schnee in Kombination mit starkem Wind. Die Häufung unterstreicht die derzeit außergewöhnlich winterliche Wetterphase. Die Existenz von Verkehrsgefahren und winterlichen Freizeitaktivitäten gibt es aber auch: So holen viele Niederländer ihre Schlittschuhe raus und gehen Schlittschuhlaufen auf Natureis.

Wetterbericht KNMI

KNMI, 11. Januar 2026, 17:36 UHR LT

Code Orange: Kommende Nacht Glatteis, außer in Zeeland. Morgen früh im Nordosten noch Glatteisstrong> Ab Sonntagabend spät wird Glätte durch Glatteis erwartet, mit Ausnahme von Zeeland. Dafür gilt Code Orange. Es besteht eine große Wahrscheinlichkeit für Unfälle durch glatte Brücken, Straßen, Radwege und Gehwege. Die Glätte wird oft schwer zu erkennen sein, was sie für Verkehrsteilnehmer tückisch macht. Während der morgendlichen Rushhour am Montag gilt nur im Nordosten des Landes noch Code Orange. Anderswo verschwindet die Glätte im Laufe der Nacht und des Montagmorgens relativ schnell von Südwesten her. Außerdem gilt heute (Sonntag) in nahezu dem gesamten Land Code Gelb für örtliche Glätte durch Schneereste oder durch das Gefrieren nasser Straßen.
Was kann ich erwarten und was kann ich tun? Mehr Details Spät am Abend und in der Nacht zum Montag zieht von Westen her ein Niederschlagsgebiet auf. Im ganzen Land, mit Ausnahme von Zeeland, besteht dann die Gefahr tückischer Glätte durch Glatteis. Während der morgendlichen Rushhour am Montag ist voraussichtlich nur im Nordosten noch mit Glatteis zu rechnen. Im Laufe des Montagvormittags wird es weniger kalt und die Glätte verschwindet überall.

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