Schwere Verkehrsbehinderungen: In Barneveld ist auf dem Industriegebiet De Harselaar ein sehr großes Feuer ausgebrochen, das am späten Vormittag gegen 11.45 Uhr entdeckt wurde, wie Omroep Gelderland berichtet. Dichter schwarzer Rauch zieht über die angrenzende Autobahn A30, das nahegelegene Bahntrassee und Wohngebiete. Die Gemeinde Barneveld warnt, dass sich möglicherweise Glaspartikel von Solarmodulen im Umfeld abgelagert haben. Wegen der erheblichen Rauchentwicklung hat Rijkswaterstaat die A30 zwischen Scherpenzeel und Barneveld vollständig gesperrt, ebenso die Abfahrten der A1 in Richtung A30. Anwohnerinnen und Anwohner werden aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Belüftungssysteme auszuschalten, da Rauch immer gesundheitliche Risiken birgt. Unklar ist weiterhin, ob sich in der Rauchwolke schädliche Stoffe befinden und ob die Flammen auf benachbarte Gebäude übergreifen könnten.
Rasende Flucht über die niederländische A2: Eine spektakuläre Verfolgungsjagd hat Anfang März 2025 sowohl die niederländische als auch die deutsche Polizei beschäftigt. Auslöser war ein Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen, dessen Fahrer sich einer Kontrolle entzog und mit extrem hohen Geschwindigkeiten flüchtete. Die Jagd begann im Bereich von Sint Joost und führte über die A2, durch das Zentrum von Roermond sowie über mehrere Ortslagen bis nach Heinsberg in Deutschland. Die Einsatzkräfte sahen sich gezwungen die Verfolgungsstrategie mehrfach anzupassen, da sich der Vorfall ausgerechnet während des Karnevalssonntags ereignete und zahlreiche Menschen unterwegs waren. Nach knapp einer halben Stunde endete die Flucht, als das Fahrzeug in Heinsberg gestoppt werden konnte und der Fahrer festgenommen wurde.
In zwei Wohngebäuden in Zeist werden kurzfristig umfangreiche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt. Bei Untersuchungen an der Geroflat und der L-flat wurde festgestellt, dass die Bewehrung der Balkon- und Galerieplatten nicht vollständig den aktuellen Bauvorgaben entspricht. Nach Angaben der Wohnungsorganisation Woongroen besteht zwar kein direktes Risiko, dennoch werden ab 17. November unterstützende Metallstützen unter allen betroffenen Bereichen angebracht. Erste Arbeiten wie die Einrichtung der Baustelle sind bereits erfolgt. Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich auf Einschränkungen einstellen, können ihre Wohnungen jedoch weiterhin sicher nutzen. Die Maßnahmen gelten als vorläufige Lösung, während weitere Untersuchungen zu einer dauerhaften Sanierung laufen.
TILBURG · Schwere Lage in seniorenreichem Wohnkomplex: Am späten Nachmittag ist in Tilburg im Wohnzorgcentrum De Leyhoeve an der Dokter Bloemenlaan ein Feuer ausgebrochen. Die Lage entwickelte sich schnell zu einem Großeinsatz der Rettungsdienste. Rund 200 Bewohnerinnen und Bewohner wurden in Sicherheit gebracht und im benachbarten Van der Valk Hotel untergebracht, wo sie nach Angaben der Sicherheitsregion warm und sicher betreut werden. Die Brandbekämpfung konzentrierte sich auf die zweite Etage des großen Wohnkomplexes. Drei Menschen wurden schwer verletzt und ein weiterer leicht verletzt. Die Sicherheitsregion rief dazu auf, nicht selbst im Hotel anzurufen, um Ruhe für die Betreuung der Evakuierten zu gewährleisten. Die Brandweer meldete am Abend, dass das Feuer unter Kontrolle sei und umfangreiche Kontrollen im Gebäude laufen.
Erste große A2 WeekendBreek: Zwischen Freitagabend und Montagmorgen ist der wichtigste Autobahnabschnitt in Midden Limburg vollständig dicht. Rijkswaterstaat sperrt die A2 zwischen dem Knooppunt Het Vonderen und der Anschlussstelle Urmond für umfangreiche Bauarbeiten, die im Rahmen der geplanten Verbreiterung des 18 Kilometer langen Abschnitts stattfinden. Die Maßnahmen laufen ohne Unterbrechung und umfassen Arbeiten an mehreren Punkten zugleich sowie verschiedene Verkehrseingriffe rund um Kerensheide. Autofahrer müssen mit deutlicher Mehrbelastung auf regionalen und lokalen Wegen rechnen.
Schweres induziertes Erdbeben im Gasfeld Groningen: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat ein Erdbeben der Stärke 3,4 auf der Richterskala die Region rund um das Groninger Dorf Zeerijp erschüttert. Das Epizentrum lag nach Angaben der niederländischen Meteorologen in nur drei Kilometern Tiefe und wurde in einem großen Teil der Provinz deutlich gespürt. Es handelt sich um die bisher stärkste Erschütterung des Jahres in Groningen und zugleich um eine der heftigsten seit Beginn der systematischen Messungen im Gasfördergebiet. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen am frühen Morgen zunächst noch keine gesicherten Informationen vor, dennoch berichten zahlreiche Einwohner von deutlich wahrnehmbaren Erschütterungen und lauten Knallgeräuschen.
Warnung der Lebensmittelaufsicht wegen verseuchter Wurstprodukte: Mehrere niederländische Supermarktketten rufen derzeit Bauernmettwurst („boerenmetworst“) zurück, die mit gefährlichen E.-coli-Bakterien verunreinigt sein kann. Betroffen sind Produkte, die bei Boon’s, Hoogvliet, Plus, Poiesz und Spar verkauft wurden. Nach Angaben der niederländischen Behörde für Lebensmittel- und Produktsicherheit (NVWA) kann die sogenannte shiga-toxinbildende E.-coli (STEC) schwere Erkrankungen hervorrufen, insbesondere bei Kindern, Schwangeren, Älteren und immungeschwächten Personen. Die Produkte wurden aus dem Verkauf genommen. Kunden, die entsprechende Packungen gekauft haben, sollen diese auf keinen Fall verzehren.
Explosionsstimmung vor Silvester: In den Niederlanden verzeichnen Feuerwerkshändler eine nie dagewesene Nachfrage, weil zum Jahreswechsel 2025/2026 vermutlich letztmals privates Feuerwerk gezündet werden darf. Während sich das Land auf das bevorstehende Verkaufschaos vorbereitet, warnen Händler, Sicherheitskräfte und Politiker gleichermaßen vor einer Neujahrsnacht, die lauter, riskanter und unkontrollierbarer werden könnte als je zuvor. Laut übereinstimmenden Berichten von NOS, NH Nieuws und RTV Utrecht werden aktuell deutlich mehr und größere Bestellungen aufgegeben als in früheren Jahren, teils mit Steigerungen von bis zu 60 Prozent. Besonders besorgniserregend: Zeitgleich wird in Rotterdam die organisierte Show an der Erasmusbrücke gestrichen, die bisher als sicheres Alternativangebot galt. Experten befürchten deshalb, dass die landesweite „letzte erlaubte Knallnacht“ aus dem Ruder laufen könnte.
Die Niederlande setzen die temporären Kontrollen an den Binnengrenzen zu Deutschland und Belgien fort und verlängern sie bis in den Sommer 2026. Das geschäftsführende Kabinett begründet die Fortsetzung mit der Bekämpfung irregulärer Migration und grenzüberschreitender Kriminalität sowie der erhofften präventiven Wirkung. Die Maßnahme bleibt rechtlich auf Artikel 25 der Schengengrenzkodex gestützt und ist nach Regierungsangaben als zeitlich begrenztes äußerstes Mittel konzipiert. Parallel verweist das Justizministerium auf aktualisierte Zahlen und eine fortlaufende Bewertung von Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit. Zudem werden seit Ende Juli risikobasierte Kontrollen auf ausgewählten Intra Schengen Flügen durchgeführt. Nach Regierungsdokumenten sind die Behörden verpflichtet, EU Gremien fristgerecht zu informieren und die Grenzregionen einzubinden. Die Wirkung soll vor allem in einem abschreckenden Effekt bestehen.
Ab dem 1. Januar 2026 wird Übernachten in niederländischen Hotels spürbar teurer. Hintergrund ist die Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes für Übernachtungen von bisher 9 auf 21 Prozent. Viele Hoteliers suchen laut NOS nach Wegen, um die höheren Abgaben abzufedern, etwa durch eine andere Preisaufteilung zwischen Zimmer, Frühstück und Wellness. Während für Hotelübernachtungen künftig der volle Satz gilt, bleiben Angebote wie Frühstück, Sauna oder Schwimmbad weiterhin mit 9 Prozent Mehrwertsteuer besteuert. Laut der Branchenorganisation Koninklijke Horeca Nederland (KHN) befürchtet die Branche erhebliche Umsatzrückgänge, besonders in Grenzregionen mit Konkurrenz aus Belgien und Deutschland.
Wochenendvollsperrung auf wichtiger Nord-Süd-Achse: Zwischen dem Knooppunt Het Vonderen und Horst ist die A73 in Richtung Nijmegen seit Donnerstagabend gesperrt. Die niederländische Straßenbaubehörde Rijkswaterstaat führt dort umfangreiche Wartungsarbeiten durch, die bis Montagmorgen, 10. November um 05.00 Uhr andauern. Ab Freitagabend ist zudem der Abschnitt zwischen Horst und Venray ebenfalls dicht, wodurch die Verbindung über das Knooppunt Zaarderheiken vollständig unterbrochen ist. Autofahrer müssen mit deutlich längeren Fahrzeiten von bis zu 30 Minuten rechnen. Der Verkehr wird großräumig über die A2, A50 und A67 umgeleitet. Lokale Anschlussstellen bleiben teilweise geöffnet, und vor Ort informieren gelbe Umleitungsschilder über die jeweiligen Streckenführungen.
In mehreren Regionen der Niederlande geraten traditionelle Campingplätze unter Druck, weil Investoren und große Ketten Standorte übernehmen und Konzepte umbauen. In Barchem kündigten die Betreiber von Camping Reusterman den Übergang an Huttopia an. Jahrplatzer bangen um Perspektiven und Leistungen für die Saison 2026. Auch anderswo führen Verkäufe zu Unruhe, bis hin zu Umstrukturierungen in Richtung Ferienhäuser. Zugleich greifen Naturschutzauflagen in einzelnen Fällen direkt ein. Über die Situation in Barchem und die Folgen für die Gäste berichtet AD ausführlich.
Rettung auf dem IJsselmeer: Ein deutscher Segler hat über zwei Tage allein auf der kleinen, unbewohnten Insel De Kreupel im IJsselmeer ausgeharrt, nachdem sein Segelboot auf Felsen gelaufen war und sank. Die KNRM (Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij) rettete den Mann am Sonntag nach mehr als 60 Stunden Isolation, in denen er ohne funktionierende Kommunikationsmittel, Nahrung oder frisches Wasser ausharren musste. Der Mann hatte sich mit Teilen seines Segelbootes eine provisorische Unterkunft gebaut. Ein zufällig vorbeifahrendes Segelboot entdeckte schließlich das halb gesunkene Schiff und alarmierte die Küstenwache. Die Rettungsaktion verlief erfolgreich, doch die Helfer betonten, dass der Vorfall leicht hätte tödlich enden können.
Große Investition in den Niederlanden: Der amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly plant eine neue Produktionsstätte in Katwijk (Provinz Zuid-Holland) mit einem Investitionsvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Die Fabrik soll bis zu 500 Dauerarbeitsplätze und rund 1.500 Bauarbeitsplätze schaffen und Medikamente für Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Immunleiden und Adipositas herstellen. Das Werk soll Milliarden Tabletten für den weltweiten Markt produzieren und gilt als eine der größten Auslandsinvestitionen in den Niederlanden der vergangenen Jahre. Die Anlage wird Teil des Leiden Bio Science Parks sein und die pharmazeutische Lieferkette in Europa stärken.
Der Verband der Niederländischen Gemeinden (Vereniging van Nederlandse Gemeenten, VNG) warnt, dass jüngste Äußerungen über angeblichen Wahlbetrug eine Bedrohung für den demokratischen Rechtsstaat darstellen. Laut der Organisation werden Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gemeindemitarbeiter ohne jede sachliche Grundlage diskreditiert, wodurch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die demokratischen Institutionen geschwächt werde. Die Erklärung folgt, nachdem PVV-Vorsitzender Geert Wilders am Freitag auf X Beiträge teilte, die Manipulationen im Wahlverfahren andeuten. Die VNG bezeichnet die Vorwürfe als „tendenziös“ und „ohne jeden Beweis“ und sieht darin eine direkte Gefahr für die demokratische Ordnung des Landes.
D66 liegt nach Auszählung aller niederländischen Gemeinden vor der PVV. Das hat die Wahlredaktion der Nachrichtenagentur ANP auf Basis vorliegender Ergebnisse und historischer Daten festgestellt. Offen sind nur noch die Briefstimmen aus dem Ausland. Die formelle Feststellung der Gesamtergebnisse übernimmt die Kiesraad in der kommenden Woche. Politisch sind die Konsequenzen erheblich, da Reststimmen die endgültige Sitzverteilung noch leicht verschieben können. Parallel sorgt die öffentliche Infragestellung des ANP-Befundes durch PVV-Chef Geert Wilders in sozialen Medien für Debatten über Vertrauen in Verfahren und Institutionen. Einordnung: Der Wahlausgang bleibt formal offen, der Ton verschärft sich, die Faktenlage spricht aktuell für D66, die finale Entscheidung liegt bei dem Kiesraad.
Trinkwasser muss abgekocht werden: In mehreren Teilen der Region Utrecht ist das Leitungswasser verunreinigt. Das Wasserunternehmen Vitens hat am Samstagmorgen ein offizielles Kochadvies herausgegeben. Betroffen sind rund 125.000 Haushalte in Utrecht, Bilthoven, Bosch en Duin, De Bilt, Bunnik, Groenekan, Maarssen, Oud Zuilen, Tienhoven, Westbroek und Zeist. Das Wasser darf erst nach drei Minuten Abkochen getrunken oder zur Zubereitung von Speisen genutzt werden. Die Maßnahme gilt, nachdem in einer Trinkwasseranlage Enterokokken nachgewiesen wurden, Bakterien, die normalerweise im menschlichen Darm vorkommen. Laut Vitens sind insbesondere Personen mit geschwächtem Immunsystem gefährdet. Dazu zählen vor allem Schwangere, Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen oder anderen gesundheitlichen Einschränkungen. Wer leichte Beschwerden wie Durchfall, Bauchschmerzen oder Übelkeit verspürt, müsse laut dem Versorger nicht sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Empfohlen wird in solchen Fällen, ausreichend zu trinken und die Entwicklung der Symptome zu beobachten. Das Unternehmen testet das Wasser laufend und erwartet frühestens bis Dienstag neue Ergebnisse.
Ein Wahlabend voller Spannung und Unsicherheit: Nach Auszählung von fast 98 Prozent der Stimmen liegen die niederländischen Parteien D66 und PVV praktisch gleichauf. Beide erreichen laut der ANP-Verkiezingsdienst 26 Sitze in der neuen Tweede Kamer. Der Unterschied beträgt nur rund 2300 Stimmen zugunsten von D66. Da noch Ergebnisse aus mehreren Gemeinden, aus dem Ausland und von den Karibikinseln fehlen, ist das Rennen um den ersten Platz offen. In Venray konnte wegen eines Brandes im Rathaus noch nicht gezählt werden – ein Ort, in dem die PVV traditionell stark ist. Gleichzeitig stehen noch 20 Prozent der Stimmen aus Amsterdam aus, was D66 weitere Punkte bringen könnte. Eine endgültige Entscheidung wird erst mit der offiziellen Feststellung durch den Kiesraad am 7. November erwartet.
Erste Exitpoll zeigt ein enges Rennen bei den Parlamentswahlen. Nach Schließung der Wahllokale um 21 Uhr liegt die Partei D66 laut der von Ipsos im Auftrag von NOS und RTL durchgeführten Exitpoll mit 27 Sitzen an der Spitze. Die PVV von Geert Wilders folgt mit 25 Sitzen, die VVD erreicht 23 Sitze. Dahinter liegen GroenLinks/PvdA mit 20 und das CDA mit 19 Sitzen. Diese Prognose basiert auf Befragungen in 65 Wahllokalen im ganzen Land und weist laut NOS eine Fehlermarge von bis zu zwei Sitzen auf. Damit zeichnet sich ein äußerst knappes Rennen ab, das den Ausgang der Regierungsbildung entscheidend beeinflussen dürfte.
Auftakt im vielbeachteten Prozess gegen den Sänger Marco Borsato: Nach fast vier Jahren Ermittlungsarbeit hat am Dienstag die inhaltliche Verhandlung vor dem Gericht in Utrecht begonnen. Der 58-jährige niederländische Musiker wird beschuldigt, im Jahr 2014 eine damals 15-jährige Tochter seiner langjährigen Fanclub-Vorsitzenden unsittlich berührt zu haben. Das Openbaar Ministerie (OM) forderte fünf Monate Haft wegen sexueller Handlungen mit einer Minderjährigen. Das Verfahren zieht enorme mediale Aufmerksamkeit auf sich: Mehr als 80 akkreditierte Journalistinnen und Journalisten berichteten aus dem Gerichtssaal. Borsato, der sämtliche Vorwürfe entschieden zurückweist, reagierte emotional und verließ die Sitzung nach der Verkündung der Strafforderung über die Hintertür des Gebäudes.
Uhrenumstellung in Europa: In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die Sommerzeit. Um 03.00 Uhr wird die Uhr um eine Stunde zurückgestellt, wodurch die Niederlande zur mitteleuropäischen Normalzeit zurückkehren. Damit können die Menschen eine Stunde länger schlafen, zugleich wird es morgens früher hell und abends schneller dunkel. Die Umstellung ist Teil einer EU-weiten Regelung, die seit 1980 gilt. Während die Zeitumstellung ursprünglich der Energieeinsparung diente, wird ihr Nutzen heute zunehmend in Frage gestellt. Verschiedene Organisationen wie die Hersenstichting fordern daher die Abschaffung der halbjährlichen Umstellung zugunsten einer dauerhaften Winterzeit, die dem natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus am besten entspreche.
Jubiläumsausgabe voller Spannung und Nostalgie – Die niederländische TV-Sendung Wie is de Mol? feiert in diesem Herbst ihr 25-jähriges Bestehen mit einer besonderen Jubiläumsausgabe. Acht Folgen lang treten erneut Prominente gegeneinander an, um in abenteuerlichen Missionen Geld für den gemeinsamen Gewinn zu erspielen – während ein geheimer Saboteur, der „Mol“, ihre Bemühungen heimlich sabotiert. Gedreht wurde in Portugal, wo Landschaft, Kultur und Kulisse für besonders stimmungsvolle Bilder sorgen.
In den Niederlanden mehren sich Fälle, in denen Betrüger sich als Polizisten ausgeben und vor allem ältere Menschen mit einem scheinbar hilfsbereiten Auftritt täuschen. Einordnung: Die Polizei startete gemeinsam mit Omroep MAX eine landesweite Präventionskampagne und verweist auf Hunderte Vorfälle pro Monat sowie klare Handlungsregeln für Betroffene. Das Phänomen ist aktuell auch durch einen Fall in Amsterdam besonders präsent. Dort wurde eine 80 Jahre alte Frau im August tot in ihrer Wohnung gefunden. Ermittlungen stützen den Verdacht, dass zuvor ein Anruf eines angeblichen Beamten und ein Besuch an der Wohnungstür vorausgingen. Zwei Verdächtige im Alter von 20 und 23 Jahren sitzen in Untersuchungshaft. Parallel informieren Polizei und Medienhäuser gezielt über typische Maschen und geben konkrete Verhaltenstipps, darunter die sofortige Prüfung über die Notrufnummer 112.
Rettung aus umfluteter Vogelhütte: Ein Ausflug in die Natur endete am Freitagnachmittag für eine Frau mit zwei Kindern im niederländischen Oldambt mit einem unerwarteten Abenteuer. Durch aufkommendes Hochwasser und starke Windböen wurde der Rückweg über den hölzernen Stegpfad zur Vogelbeobachtungshütte „Kiekkaaste“ abgeschnitten. Das Trio saß in der Hütte fest, bis Einsatzkräfte der Feuerwehr Finsterwolde sie schließlich mit einem Rettungsboot in Sicherheit brachten. Nach Angaben der Feuerwehr blieben die Drei unverletzt, wurden aber vorsorglich vom Rettungsdienst untersucht.
Große Verkehrsprobleme und kilometerlange Staus – Wegen eines Erdfalls (sogenanntes Sinkhole) in der Mittelböschung der A12 bei Arnhem ist die Hauptfahrbahn in Richtung Deutschland seit Donnerstagmorgen vollständig gesperrt. Das Loch wurde in der Nacht auf Donnerstag während Bauarbeiten entdeckt und liegt in der Nähe des Brückenkopfes der IJsselbrücken. Nach Angaben von Rijkswaterstaat handelt es sich um eine etwa zwei Meter tiefe und einen Quadratmeter große Vertiefung, die durch ausgespülten Sand entstanden ist. Seitdem kommt es in der Region Arnhem zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Nach Einschätzung der Behörde werden die Reparaturarbeiten voraussichtlich noch bis Sonntag andauern. Autofahrer müssen großräumig ausweichen und mit teils mehr als einer Stunde Verzögerung rechnen. Der Verkehr wird derzeit über die Parallelfahrbahn und Umleitungen bei Velperbroek geführt.
Ab Donnerstagabend gilt in den Niederlanden eine Unwetterwarnung der Stufe Code Oranje. Das Königliche Niederländische Meteorologische Institut (KNMI) warnt vor Sturm Benjamin, der vom Südwesten her aufzieht und sehr schwere Windstöße von bis zu 120 Kilometern pro Stunde mit sich bringt. Vor allem die westlichen Küstenprovinzen müssen mit erheblichem Sturm- und Verkehrsschaden rechnen. Für den Rest des Landes gilt Code Gelb. Laut KNMI beginnt der Sturm gegen 18 Uhr in Zeeland, erreicht gegen 20 Uhr Zuid-Holland und später in der Nacht Noord-Holland und die Waddeneilanden. Experten raten, nicht zu unterschätzen, dass es zunächst ruhig sein kann, bevor die Windgeschwindigkeiten binnen Minuten stark zunehmen. Auch Rijkswaterstaat bereitet vorsorgliche Maßnahmen vor, etwa an der Hollandsche IJsselkering. Am Freitag lässt der Wind nur langsam nach.
Offizielle Stellen raten Wählerinnen und Wählern, sich vor der Parlamentswahl am 29. Oktober ausschließlich auf verlässliche und überprüfbare Informationsquellen zu stützen. Die Autoriteit Persoonsgegevens (AP) warnt davor, KI-Chatbots als Entscheidungshilfe zu nutzen, da deren Empfehlungen häufig verzerrt und intransparent sind. Der Kiesraad erklärt die Abläufe rund um Stimmabgabe und Auszählung und betont die Bedeutung offener Kontrolle. Die Rijksoverheid erinnert an den organisatorischen Rahmen der Wahl und ruft dazu auf, Verantwortung für eine bewusste Stimmabgabe zu übernehmen.
In der niederländischen Hauptstadt haben Unbekannte in der Nacht auf Montag die Eingangsschlösser von rund vierzig Albert-Heijn-Filialen verklebt. Die Aktion richtet sich gegen den Verkauf israelischer Produkte und führte dazu, dass zahlreiche Supermärkte verspätet öffneten. Nach Angaben der Polizei und der Supermarktkette Albert Heijn wurden die Mitarbeiter zunächst in umliegenden Filialen untergebracht, bevor die Geschäfte im Laufe des Vormittags wieder öffnen konnten. Die Demonstrierenden fordern ein Ende des Handels mit israelischen Waren, den sie als Unterstützung von Kriegsverbrechen bezeichnen. Albert Heijn will Anzeige erstatten und betont, dass man sich stets an nationale und internationale Gesetze halte.
Sicherheitsstufe erhöht und Innenstadt teils gesperrt: Die niederländische Hauptstadt bereitet sich heute auf eine groß angelegte Demonstration gegen die Asyl- und Einwanderungspolitik vor. Die Kundgebung, ursprünglich auf dem Dam geplant, wurde von Bürgermeisterin Femke Halsema aus Sicherheitsgründen auf das Museumplein verlegt. Um mögliche Zwischenfälle zu vermeiden, gilt von 9 bis 19 Uhr ein weitreichendes Sicherheitsrisikogebiet. Dieses umfasst neben dem Museumplein auch das Centraal Station, das Wallengebiet, den Nieuwmarkt, den Dam sowie das Rembrandtplein. Die Polizei darf in diesen Zonen präventiv kontrollieren und es gilt ein Verbot für das Tragen von gesichtsverhüllender Kleidung bei Störungen der öffentlichen Ordnung. Die Stadt will damit Konfrontationen und Ausschreitungen verhindern und die Sicherheit von Demonstrierenden, Anwohnern und Besuchern gewährleisten.
Nach einer bestätigten Bedrohung durch eine belgische Terrorzelle hat PVV-Chef Geert Wilders alle Wahlkampfaktivitäten ausgesetzt. Der niederländische Rechtspopulist wurde von der Nationaal Coördinator Terrorismebestrijding en Veiligheid (NCTV) informiert, dass er von den festgenommenen Verdächtigen einer in Belgien vereitelten Anschlagsserie als mögliches Ziel genannt wurde. Neben dem belgischen Premierminister Bart De Wever und Antwerpens Bürgermeisterin Els van Doesburg stand auch Wilders auf der Liste. Zwar sieht die NCTV laut niederländischem Justizministerium keine akute Restgefahr, doch Wilders erklärte, er fühle sich unsicher und ziehe sich vorerst aus dem Wahlkampf zurück. Damit wird er weder beim Radio- noch beim RTL-Fernsehdebatte der Spitzenkandidaten auftreten. Belgien hatte am Vortag drei Verdächtige festgenommen, die im Verdacht stehen, einen jihadistisch motivierten Anschlag auf Politiker vorbereitet zu haben.
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