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Weniger Meldungen, prozentualer positiver Anstieg

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Quelle: ecdc.europa.eu | 14-tägige COVID-19-Fallbenachrichtigungsrate pro 100.000, KW 11-12

Das RIVM meldet heute, dasss in der Woche vom 31. März bis 6. April 48.186 Personen ein positives Coronatestergebnis erhielten. Dies ist ein Rückgang von 7% gegenüber der Vorwoche. Die Anzahl der durchgeführten Tests ist in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um 10% gesunken. Dieser Rückgang kann auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass sich am Osterwochenende weniger Menschen testen ließen. In den kommenden Tagen wird klar, ob sich der Rückgang der Anzahl positiver Testergebnisse fortsetzen wird. Der Anteil der Personen mit positivem Testergebnis stieg gegenüber der Vorwoche auf 8,9% (8,5%). Die Reproduktionszahl liegt jetzt knapp über 1. Die Zahl der neuen Patienten, die mit COVID-19 auf die Intensivstation aufgenommen wurden, stieg in der vergangenen Woche um fast 20%. Die Zahl der neu ins Krankenhaus aufgenommenen COVID-19-Patienten entsprach in etwa der Zahl der Vorwoche (-3%).[1][2][3]

In der vergangenen Kalenderwoche hatten sich mehr als 498.000 Menschen an den Teststandorten der niederländischen Gesundheitsämter (GGD), von denen die Testergebnisse für fast 497.000 Tests bekannt sind, auf SARS-CoV-2 testen lassen. Dies entspricht einem Rückgang von fast 54.000 Tests (-10%) gegenüber der Vorwoche.

Vom 31. März bis 6. April erhielten 276 Personen pro 100.000 Einwohner ein positives Coronatestergebnis. In der Woche zuvor waren dies 298 pro 100.000 Einwohner. In den Sicherheitsregionen Limburg-Noord und Zuid-Holland-Zuid wurden mehr als 350 Personen pro 100.000 Einwohner mit einem positiven Coronatestergebnis gemeldet.

Die Abnahme der Anzahl positiver Testergebnisse war in allen Altersgruppen sichtbar. Der relative Rückgang war in den Altersgruppen unter 18 Jahren (-11%) und ab 80 Jahren (-15%) am größten. Nur in der Altersgruppe ab 80 Jahren ist die Anzahl der Meldungen pro 100.000 in der vergangenen Woche niedriger als in Woche 11.

COVID-19 Meldungen pro Sicherheitsregion [3]

Tabelle 1: Anzahl der COVID-19-Patienten, die bei den GGDs gemeldet wurden bzw. verstorben sind pro Sicherheitsregion in der vergangenen Woche insgesamt und pro 100.000 (100k) Einwohner [a][b]

Veilig­heids­regio[c] ge­mel­dete Infek­tionen ge­mel­dete Ster­be­fälle
  Anzahl pro 100.000 Anzahl pro 100.000
Total 47464 272.7 88 0.5
Zuid-Holland-Zuid 1873 407.7 3 0.7
Limburg-Noord 1957 376.3 9 1.7
Brabant-Noord 2328 354.9 4 0.6
Zaanstreek-Waterland 1183 348.8 3 0.9
Hollands-Midden 2676 330.8 2 0.2
Gelderland-Zuid 1772 315.5 3 0.5
Brabant-Zuidoost 2329 298.4 5 0.6
Kennemerland 1637 297.7 3 0.5
Haaglanden 3297 295.2 1 0.1
Rotterdam-Rijnmond 3853 291.1 12 0.9
Midden- en West-Brabant 3252 288.7 1 0.1
Noord- en Oost-Gelderland 2242 270.9 1 0.1
Zeeland 1025 267.3 0 0.0
Utrecht 3533 260.8 6 0.4
Noord-Holland-Noord 1689 254.8 5 0.8
Amsterdam-Amstelland 2681 250.4 9 0.8
Limburg-Zuid 1489 249.3 2 0.3
IJsselland 1232 231.9 1 0.2
Fryslân 1488 228.9 5 0.8
Gelderland-Midden 1432 205.6 4 0.6
Flevoland 830 196.2 1 0.2
Twente 1225 194.1 0 0.0
Gooi en Vechtstreek 498 193.7 1 0.4
Drenthe 945 191.4 2 0.4
Groningen 998 170.3 5 0.9

[a] Betrifft die Anzahl der Personen positiv für SARS-CoV-2 oder verstorben an COVID-19 mit einem Datum der Benachrichtigung an die GGD oder einem Todesdatum im Zeitraum vom 30. März um 10:01 Uhr bis zum 6. April um 10:00 Uhr.
[b] Seit dem 1. Juni kann sich jeder mit Beschwerden testen lassen. Ab dem 1. Dezember 2020 können sich auch Personen ohne Beschwerden testen lassen, wenn sie einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren. Nicht alle mit SARS-CoV-2 infizierte Personen werden getestet. Die tatsächlichen Zahlen in den Niederlanden sind daher wahrscheinlich höher als die hier genannten Zahlen. Die tatsächliche Anzahl der verstorbenen COVID-19-Patienten ist höher als die Anzahl der verstorbenen Patienten, die gemeldet wurden. Dies liegt daran, dass keine Meldepflicht besteht für die Sterbeursache COVID-19. Die hier dargestellten Sterblichkeitszahlen werden daher zu niedrig und grau dargestellt. Das RIVM wird nicht darüber informiert, wer sich erholt hat.
[c] Von den Berichten, die dem RIVM zwischen dem 30. März, 10:01 Uhr und dem 6. April, 10:00 Uhr gemeldet wurden, waren 22 Personen bei den Sicherheitsregionen unbekannt.

Krankenhaus- und IC-Intensivstationen

In der vergangenen Woche wurden 1.588 Menschen mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert. Das sind 45 weniger Zulassungen als in der Woche zuvor (-3%). Die Zahl der Menschen, die so krank wurden, dass sie auf die Intensivstation (IC) aufgenommen werden mussten, betrug 376. Das sind 59 neue IC-Neuaufnahmen mehr als in der Woche zuvor (+19%). Der Druck auf Krankenhäuser und Krankenhauspersonal bleibt hoch.

Reproduktionszahl

Die Reproduktionszahl am 22. MärzA betrug 1,01 (Untergrenze 0,99 - Obergrenze 1,03). Das bedeutet, dass 100 Menschen mit Coronavirus zusammen 101 andere Menschen infizieren. Die Zahl der Infektiösen betrug am 29. März fast 154.000.

Hochinzidenzgebiet

In den Niederlanden liegt die 7-Tage-Inzidenz deutlich über 200 Infektionen pro 100.000 Einwohner. Dies und auch weitere Faktoren waren der Anlass, dass alle Landesteile seitens der deutschen Behörden zum Hochinzidenzgebiet erklärt wurden.

Für Reisende, die aus den Niederlanden nach Deutschland reisen, gilt nun eine Testpflicht vor der Einreise. Als Tests werden sowohl PCR-Tests als auch PoC-Schnelltests eines befugten medizinischen Dienstleisters sowie Selbsttests unter Aufsicht fachkundigen Personals akzeptiert. Der Testnachweis kann auf Papier oder in digitaler Form – zum Beispiel durch Vorzeigen eines Dokuments auf dem Mobiltelefon – erbracht werden. Der Testnachweis ist grundsätzlich bereits bei Einreise mitzuführen. Grenzpendlern ist es gestattet, den Test nach Einreise unverzüglich – etwa unmittelbar nach Ankunft am Arbeitsplatz – nachzuholen. Der negative Test ist nur 48 Stunden ab Testvornahme gültig, bei Grenzenpendlern und bestimmten Familienbesuche gilt er 72 Stunden. Schnelltests kosten in den Niederlanden zwischen 60 und 120 EUR. Der Preis für einen PCR Test liegt bei rund 150 EUR. Wer einen positiven Test hat, darf nicht über die Grenze und muss sich absondern. Der Testanbieter ist verpflichtet, um eine Meldung mit allen Daten der positiv getesteten Person beim GGD durchzuführen.

Zusätzlich zur Testpflicht besteht zudem eine Anmeldepflicht für Einreisende aus den Niederlanden. Die Anmeldung muss vor Ankunft auf einreiseanmeldung.de erfolgen. Von der Anmeldepflicht sind Durchreisende und Aufenthalte unter 24 Stunden in Nordrhein-Westfalen (NRW) ausgenommen. Eine weitere Ausnahme von der Anmeldepflicht gilt beispielsweise für den ‚kleinen Grenzverkehr‘ – also bei einem Aufenthalt unter 24 Stunden. Ein Coronatest muss aber auf jeden Fall mitgeführt werden.

Für Einreisende nach NRW aus allen übrigen vom Robert Koch-Institut aufgelisteten Risiko- und Hochinzidenzgebieten (ausgenommen die Virusvarianten-Gebiete) gibt es eine Quarantänepflicht nur dann, wenn sie entgegen der Verpflichtung nach Bundesrecht keine Einreisetestung haben vornehmen lassen. Reisende aus einem Hochinzidenzgebiet haben nach der Einreiseverordnung des Bundes bereits zum Zeitpunkt der Einreise ein negatives Testergebnis vorzuweisen. Eine mangels Einreisetestung zunächst einzuhaltende Quarantäne kann jederzeit durch einen negativen Test beendet werden.

Es lohnt sich daher sehr, um die Regelungen des jeweiligen Bundesland gut zu lesen. Eine Übersicht zu den Coronaportalen der Bundesländer finden Sie hier.

Copyright: DACHIST

Ausbreitung verhindern? Halten Sie sich an die grundlegenden Maßnahmen!

Das RIVM weißt wiederum darauf hin, dass das Virus keine Gelegenheit verpasst, sich zu verbreiten. Um sicherzustellen, dass der Druck auf das Gesundheitswesen abnimmt, ist und bleibt es notwendig, so weit wie möglich zu Hause zu bleiben, bei Beschwerden, die möglicherweise mit COVID-19 vereinbar sind, zu Hause zu bleiben und sich testen zu lassen. Um die weitere Verbreitung des Virus zu verlangsamen, ist es wichtig, dass sich alle an die Maßnahmen und Grundregeln halten. Halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Metern ein. Bleiben Sie so oft wie möglich zu Hause und haben Sie Kontakt zu so wenigen Menschen wie möglich. Zuhause arbeiten. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Beschwerden haben und lassen Sie sich testen. Waschen Sie Ihre Hände oft, besonders wenn Sie irgendwo ankommen.

Symptome? Lassen Sie sich gratis testen!


Quellen:
[1] RIVM (06.04.2021, 14:50). Minder meldingen, percentage positief gestegen. Abgerufen am 6. April 2021, von https://www.rivm.nl/nieuws/minder-meldingen-percentage-positief-gestegen
[2] Stichting NICE (06.04.2021). COVID-19 infecties op de IC’s. Abgerufen am 6. April 2021, https://stichting-nice.nl/covid-19-op-de-ic.jsp
[3] RIVM (06.04.2021). Wekelijkse update epidemiologische situatie COVID-19 in Nederland. Abgerufen am 6. April 2021, https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/actueel/wekelijkse-update-epidemiologische-situatie-covid-19-in-nederland

A Schätzungen des R von vor mehr als 14 Tagen sind zuverlässig. Wenn das R auf Daten vor weniger als 14 Tagen basiert, sind die Unsicherheiten größer. Deshalb verwendet das RIVM immer das R von vor 14 Tagen an.

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