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Rijkswaterstaat sucht nach nachhaltigen Lösungen für Amelands immer enger werdenden Fahrwasser

| letzte Änderung 06. Juli 2023 19:41 | Redaktion

Hinweis der Redaktion: Dieser Artikel wird nicht mehr gepflegt. Interessierte sollten "Anreise nach Ameland und Schiermonnikoog: Informationen zu den neuesten Änderungen" lesen.

Versandung Hafeneinfahrt Ameland | Foto: HOLLAND.guide

Rijkswaterstaat, die niederländische Wasser- und Straßenverwaltung, untersucht sechs potenzielle Lösungen für die zunehmend sich verengende Schifffahrtsstraße zwischen dem friesischen Holwerd und Ameland. Diese Bemühungen sind Teil einer umfangreicheren Untersuchung mit dem Ziel, die langfristige Erreichbarkeit von Ameland sicherzustellen. Ein Bericht über diese Studie soll im Laufe des Sommers an den Minister für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, Mark Harbers, gesendet werden.

Zwei Hauptlösungsstrategien stehen im Zentrum der Untersuchung: Die Verlagerung des Fährdienstes in Holwerd (friesisch: Holwert), um eine alternative Route für die Fähren zu ermöglichen, und die Optimierung der bestehenden Fährverbindung.

Die Reederei Wagenborg Passagiersdiensten hat die Anzahl der Abfahrten von und nach Ameland drastisch reduziert, da die Fahrwasser nach ihrer Einschätzung so eng geworden sind, dass es nicht mehr sicher ist, wenn Fähren einander passieren. Diese Entscheidung stieß auf starken Widerstand auf Ameland, da die Bewohner und Touristen hauptsächlich auf die Fähre angewiesen sind, um zum Festland und zurück zu gelangen.

Inzwischen baggert Rijkswaterstaat das Fahrwasser täglich, was sowohl negative Auswirkungen auf die Natur des Wattenmeers als auch hohe Kosten verursacht. In dem Bestreben, eine nachhaltigere Lösung zu finden, wurden bereits Untersuchungen zur Anpassung des Fährdienstes und dessen Auswirkungen auf die Ökologie des Gebietes durchgeführt.

Im Rahmen der Studie "Zukunftsfähige Erreichbarkeit Ameland 2030" untersucht Rijkswaterstaat zusammen mit der Gemeinde Ameland, der Gemeinde Noardeast-Fryslân, dem Wasserbezirk Fryslân, der Provinz Fryslân, den Bewohnern, Interessenverbänden und Experten, welche Lösung für die langfristige Erreichbarkeit von Ameland die nachhaltigste und zuverlässigste wäre. Hierbei wird auch der bestehende Verkehrsinfrastruktur in Betracht gezogen, einschließlich der öffentlichen Verkehrsmittel zum Fährhafen und den Parkmöglichkeiten für Autos.

Als Teil dieser Studie wurden verschiedene Lösungsansätze untersucht, einschließlich der Verbesserung des bestehenden Verkehrssystems und der Verlagerung des Hafens auf Ameland und auf dem Festland. Optionen wie der Bau einer Brücke, eines Tunnels oder einer Seilbahn wurden aufgrund ihrer hohen Kosten und ihrer mangelnden Übereinstimmung mit den Kernwerten der Wattenmeerlandschaft ausgeschlossen.

Rijkswaterstaat wird die potenziellen Lösungen nun weiter ausarbeiten und dabei das Feedback aus der Gemeinde berücksichtigen. Nächste Woche finden Informationsabende statt, um den Prozess und die möglichen Lösungen zu diskutieren.

Unabhängig von den Ergebnissen der aktuellen Untersuchung ist es für Rijkswaterstaat entscheidend, eine langfristige Lösung für die immer häufiger auftretende Verlandung des Fahrwassers zwischen Holwerd und Ameland zu finden. Die aktuelle Situation mit täglichen Baggerarbeiten ist nicht nur schädlich für die Natur des Wattenmeers und sehr kostspielig, sondern auch unbefriedigend für die Nutzer des Fährdienstes. Daher ist Rijkswaterstaat bestrebt, proaktiv eine dauerhafte Lösung für die Erreichbarkeit von Ameland nach 2030 zu entwickeln.

Die nächsten Schritte in diesem Prozess beinhalten Informationsabende in der nächsten Woche, um die verschiedenen Optionen und den Fortschritt der Untersuchungen zu diskutieren. Durch die Einbeziehung der Gemeinde in diesen Prozess hofft Rijkswaterstaat, eine Lösung zu finden, die sowohl den ökologischen als auch den Verkehrsbedürfnissen gerecht wird.

Obwohl Rijkswaterstaat eine umfassende Untersuchung durchführt und aktive Gespräche mit den betroffenen Parteien führt, muss man festhalten, dass das Problem der Fahrwasserverengung bereits seit Jahrzehnten bekannt ist. Man fragt sich, warum es so lange gedauert hat, eine langfristige und nachhaltige Lösung für dieses Problem zu finden. Einige Kritiker argumentieren, dass die früheren Regierungen und Behörden diese dringende Frage zu lange ignoriert oder aufgeschoben haben, anstatt proaktiv nachhaltige Lösungen zu suchen.

Jetzt, da die Situation immer prekärer wird und dringende Maßnahmen erforderlich sind, hoffen wir, dass Rijkswaterstaat und die beteiligten Parteien in der Lage sein werden, schnell eine effektive und umweltfreundliche Lösung zu finden. Darüber hinaus sind die Folgen der Änderung des Fahrplans weitreichend und beeinflussen nicht nur die über 25.000 Buchungen, sondern haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Bewohner und die Wirtschaft der Insel. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass eine langfristige Lösung gefunden wird, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht wird.

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