We create

team spirit

Der Blog für Deutschsprachige im Ausland

Besorgniserregend: 14 Regionen mit extra Maßnahmen

von

Bestroffene Sicherheitsregionen | Erstellt mit LocalFocus durch DACHIST.org

[Nachtrag der Redaktion: Ab dem 29.09. um 18 Uhr gelten landesweite neue Maßnahmen. Die Maßnahmen, die hier beschrieben, werden ersetzt.]

Der niederländische Premierminister Mark Rutte kündigte heute an, dass am Sonntagabend ab 18 Uhr weitere Maßnahmen acht Regionen gelten werden. Vor einer Woche wurden bereits in 6 Sicherheitsregionen zusätzliche Maßnahmen eingeführt. Diese regionalen Maßnahmen in den vierzehn „besorgniserregenden“ Regionen sind ähnlich, aber auch auf die regionalen Unterschiede abgestimmt. Zudem drohen auch weitere Maßnahmen für die am stärksten betroffenen Gebiete.

Rutte sagte heute Nachmittag während seiner wöchentlichen Pressekonferenz, dass es insbesondere in der Randstad "schlecht läuft". Nächste Woche wird entschieden, ob die Regionen rund um Amsterdam, Den Haag und Rotterdam die dritte von drei Alarmstufen bekommen: ernst. Dies würde in dort neue Maßnahmen zur Folge haben.

Definitiv erhalten acht Regionen von nun an die Alarmstufe "besorgniserregend", die zweite Alarmstufe. Ab nächsten Sonntagabend darf es nach Mitternacht keinen Einlass mehr in der Gastronomie geben. Die Gastronomie muss dann um 1 Uhr nachts schließen. Die maximale Größe für Gruppen und Gesellschaften ist auf 50 Personen begrenzt. In Außenbereichen dürfen es mehr sein, wenn dies bei der jeweiligen Gemeinde gemeldet wird. Es gibt zudem pro Region auch weitere Maßnahmen, die auf die lokalen Umstände abgestimmt sind.

Bei den neuen acht Regionen handelt es sich um Brabant-Noord, Brabant Zuidoost, Flevoland, Gelderland-Zuid, Groningen, Gooi- en Vechtstreek, Zuid-Holland-Zuid und Zaanstreek-Waterland. Letzte Woche Freitag wurden bereits strenge Maßnahmen für Amsterdam-Amstelland, Haaglanden, Hollands Midden, Kennemerland, Rotterdam-Rijnmond und Utrecht angekündigt.

Extra Maßnahmen, die aktuell für Alarmstufe "besorgniserregend" gelten

  • In der Gastronomie endet der Einlass der Gäste um Mitternacht. Dann schaltet sich auch die Musik aus. Diese Einrichtungen schließen um 1 Uhr morgens.
    Ein Imbiss, also dort wo Essen ausschließlich abgeholt werden kann, kann bis 02:00 Uhr geöffnet sein. Die Besucher müssen einen Abstand von 1,5 Metern einhalten können. Nach 1:00 Uhr darf kein Alkohol zur Verwendung vor Ort verkaufen werden. Um 02:00 Uhr muss auch ein Imbiss geschlossen sein.
    Zu den gastronomischen Einrichtungen zählen auch Cafés, Shisha-Lounges, Kinos, Casinos, Spielhallen, Theater, Studentenvereinigungen, Sportkantinen und Strip-Clubs.
  • Der Aufenthalt in Gruppen oder Gesellschaften mit mehr als 50 Personen ist verboten. Dies gilt beispielsweise für Partys, Borrels und Ausflüge für Gruppen dieser Größe. Dies gilt sowohl drinnen als auch draußen. Es gibt eine Reihe von Ausnahmen von dieser Regel, wie Demonstrationen, religiöse Versammlungen, Beerdigungen sowie Tanz- und Theaterpraktiken.

  • Es besteht die Pflicht, dass Treffen mit mehr als 50 Personen gemeldet werden. Dies gilt beispielsweise für ein öffentlich zugängliches Konzert in einem Park. Der Veranstalter muss 48 Stunden vor Beginn des Treffens ein digitales Formular ausfüllen. Es gibt eine Reihe von Ausnahmen von dieser Meldepflicht, z. B. Anlässe mit Gastronomiegenehmigung, religiöse Versammlungen (Supermärkte), Geschäfte, Bibliotheken, Kulturinstitutionen und ähnliche Orte, an denen ein fließender Besucherstrom vorhanden ist.

Zusätzliche Maßnahmen, die nur in der jeweiligen Sicherheitsregion gelten

Jede Sicherheitsregion kann auch weitere Maßnahmen über Notverordnungen einführen. Es gelten dann in diesen Regionen: landesweite Maßnahmen + Maßnahmen der Alarmstufe + regionale, zusätzliche Maßnahmen.

Amsterdam-Amstelland

Um illegale Parteien in Amsterdam-Amstelland zu bekämpfen, wird die Sicherheitsregion nachts Teile des Amsterdamse Bos und des Ouderkerkerplas vorbeugend schließen. Es gibt auch diverser Kommunikationskampagnen. So sollen junge Menschen ermutigen werden, die Grundregeln einzuhalten.

An Orten, an denen eine relativ große Anzahl von Menschen infiziert werden, beispielsweise in Schulen, in Gastronomie-Einrichtungen und in Studentenvereinigungen, werden die Corona-Präventionsteams der Gesundheitsämter und der Kommunen sogenannte Präventionspakete anbieten.

https://www.amsterdam.nl/nieuws/nieuwsoverzicht/coronavirus/

Brabant-Noord

Die Sicherheitsregion Brabant-Noord wird aktiver werden, um die Coronamaßnahmen durchzusetzen und schnell Bußgelder erteilen oder Schließungen von Orten durchsetzen. Es wird auch Fensterzeiten für Risikogruppen geben. Das wird bei den Behörden umsetzt und Geschäfte werden gegeben, dies auch zu machen. Es wird auch neue Kampagnen geben, um mehr Aufmerksamkeit bei Studierenden und Jugendlichen zu bekommen. Gespräche mit Unternehmen und einigen Sektoren sollen zu einer besseren Einhaltung der Grundregeln leiten.

https://www.vrbn.nl/update-coronavirus/

Brabant-Zuidoost

In Brabant-Zuidoost werden keine zusätzlichen Maßnahmen eingeführt. Man beschränkt sich dort auf die Regeln, die für alle Gebiete mit dieser Alarmstufe gelten.

https://www.vrbzo.nl/

Flevoland

Die Sicherheitsregion Flevoland wird die rechtliche Verfolgung und Kontrolle intensivieren. Das Grundprinzip ist, dass gefährdete Zielgruppen geschützt werden.

https://www.veiligheidsregioflevoland.nl/

Gelderland-Zuid

Die Sicherheitsregion Gelderland-Zuid wird keine zusätzlichen Maßnahmen hinzufügen. Dies kann aber noch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Es wird auch nochmals darauf hingewiesen, dass man nur 6 Besucher zu Hause empfangen soll.

https://www.vrgz.nl/

Gooi en Vechtstreek

In der Sicherheitsregion Gooi en Vechtstreek sollen schutzbedürftigen Menschen einen zusätzlichen Schutz bekommen. Darüber hinaus untersucht die Sicherheitsregion die Kommunikationsmethoden, aber auch die Strafverfolgung.

https://www.vrgooienvechtstreek.nl/categorie/coronanieuws/

Groningen

Die Sicherheitsregion Groningen hat bereits zusätzliche Kommunikationskampagnen entwickelt, die insbesondere internationale Studierende erreichen sollen. Darüber hinaus werden Gespräche mit Bildungseinrichtungen und Studentenvereinigungen geführt.

Die Ordnungsbehörden wollen werden auch gezielte Kontrollen an Orten durchführen, an denen sich Menschen versammeln, z. B. an Party- und Konferenzorten, in Cafés, Restaurants und Sportkantinen.

https://veiligheidsregiogroningen.nl/

Haaglanden

Die Region Haaglanden werden mehr Kontrollen in Gastronomie, bei Sportanlagen und Studentenvereinigungen durchgeführt. Nach einem Verstoß gegen die Regeln erhält der Standort eine Warnung. Wenn mehrere Verstöße festgestellt werden, erfolgt eine vorübergehende Schließung.

Die Region achtet besonders auf die Einhaltung der Regeln als Ausgangspunkt und entwickelt Kampagnen. Es wird dringend an alle Einwohner appelliert, um Verantwortung zu übernehmen und die Maßnahmen einzuhalten. Zu diesem Zweck nimmt Haaglanden auch Gespräche mit bestimmten Zielgruppen und Sektoren auf.

https://www.vrh.nl/

Hollands Midden

Eine Analyse der Gesundheitsämter in der Sicherheitsregion Hollands Midden zeigt, dass in der Region Hollands Midden mit Abstand die meisten Infektionen im privaten Bereich stattfinden. Die Sicherheitsregion hat wenig direkten Einfluss auf die Privatsphäre der Bewohner. Zusätzliche Anordnungen oder Verbote werden daher in der Region noch nicht eingeführt.

https://www.vrhm.nl/

Kennemerland

In der Sicherheitsregion Kennemerland werden zusätzliche Kontrollen in Sektoren mit vielen Infektionen durchgeführt, beispielsweise in Sportvereinen. Außerdem dürfen Personen in bestimmten Gebieten, wie Erholungsgebiete, nachts nicht mehr kommen. Auf diese Weise versucht die Region, illegale Parteien zu bekämpfen.

An den Stränden von Zandvoort und Bloemendaal war es bereits verboten, Tonausrüstung und Musikinstrumente zu benutzen. Diese Maßnahme funktioniert gut und bleibt bei Bedarf bis zum 1. Oktober oder länger in Kraft.

Die Region Kennemerland wird Kommunikationkampagnen für junge Erwachsene, Studenten und Migranten entwickeln. Zudem werden auch Sportvereine, Schulen, Supermärkte und die Gastronomie auf ihre Verantwortung angesprochen.

https://www.vrk.nl/

Rotterdam-Rijnmond

In der Sicherheitsregion Rotterdam-Rijnmond wird die Ordnungsbehörden bestimmte Zielgruppen, darunter Studentenvereinigungen, Sportanlagen und Partyhallen, gezielter kontrollieren.

Um die Dringlichkeit der Einhaltung der Maßnahmen hervorzuheben, werden öffentliche Kampagnen entwickelt, verstärkt für Gebiete mit vielen Infektionen. Es werden auch Gespräche mit Gruppen geführt, bei denen relativ viele Infektionen diagnostiziert werden. Dies schließt junge Menschen, Studenten und Menschen mit Migrationshintergrund ein.

Öffentliche Gebäude wie Rathäuser, gemeinnützige Einrichtungen, Bibliotheken und Schwimmbäder sind für die Risikogruppen zeitlich begrenzt. Darüber hinaus werden Fachverbände, Museen und Geschäfte gebeten, Fensterzeiten für diese schutzbedürftige Personen festzulegen.

Besondere Aufmerksamkeit für die Einhaltung der Grundregeln gilt im öffentlichen Leben wie Geschäfte, der Gastronomie und zu Hause. Händewaschen, Desinfizieren, 1,5 Meter Abstand halten, Gehwege einhalten, Einkaufskörbe zählen und desinfizieren sind wichtige Punkte. Der Gesundheitscheck und die Registrierung sind in der Gastronomie verpflichtet.

https://vr-rr.nl

Utrecht

Auch in der Domstadt Utrecht werden die Kontrollen und die Strafverfolgung verschärft. Das Hauptaugenmerk liegt auf einer strengeren Überwachung und einer intensiveren Durchsetzung in Parks, Gebieten mit einem hohen Risiko für illegale Parteien und Sektoren, in denen eine übermäßige Kontamination auftritt.

In Utrecht werden ebenfalls Kampagnen durchgeführt und Gespräche mit bestimmten Zielgruppen geführt. Dachverbände von Sport-, Studien- und Sozialvereinen müssen einen Aktionsplan ausarbeiten, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Es werden auch weitere Regelungen, wie Fensterzeiten für Risikogruppen untersucht.

https://www.vru.nl/

Zaanstreek-Waterland

In der Sicherheitsregion Zaanstreek-Waterland wird es diese zusätzlichen Regeln geben:

Es wird mehr überwacht und verfolgt werden, um so zum Bespiel illegale Feiern zu verhindern. Es werden spezielle Besuchszeiten für schutzbedürftige Gruppen an Orten wie Bibliothek, Schwimmbad und Museum eingeführt.

Mit Supermärkten, Baumärkten, Gartencentern und Geschäften wird gesprochen, um eine erneute und strengere Überwachung der bestehenden Grundregeln zu bitten. Auch sollen Unternehmen darauf hingewiesen werden, um für die Mitarbeiter zu sorgen und diese möglichst zu Hause arbeiten zu lassen.

Es werden Kampagnen für Menschen im Alter von 15 bis 29 Jahren durchgeführt. Zudem wird es eine gezielte Kommunikation mit Stadtteilen, Bezirken oder Zielgruppen geben, wenn die Zahlen dies begründen.

https://www.veiligheidsregiozaanstreekwaterland.nl

Zuid-Holland-Zuid

In der Sicherheitsregion Zuid-Holland-Zuid werden Bewohner der Region mittels Kampagnen informiert. Dies sollte insbesondere die Jugendlichen in der Region erreichen. Darüber hinaus hat die Sicherheitsregion angekündigt, die Strafverfolgung und Kontrolle zu intensivieren.

https://www.zhzveilig.nl/

In eigener Sache

Unterstützen Sie uns

Unsere Aktivitäten und auch diese Webseite sind gratis. Wir machen das gerne und freiwillig. Wir freuen uns allerdings um jede Unterstützung - sowohl durch Mitarbeit als auch durch die Spende einer Tasse Kaffee über PayPal.

Wir sind Ihnen dafür sehr dankbar.

Hinweis:
Sie sollten sich auf den offiziellen Webseiten der niederländischen und/oder deutschen Behörden/Organisationen informieren. klimeck consulting oder DACHIST übernimmt keinerlei Verantwortung oder Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Informationen, für Abweichungen der Programminhalte von Originaltexten, Übertragungsfehler von Schriftstücken und Irrtümer bei Dokumenten, die für die Internetseiten erstellt wurden, sowie unbefugte Veränderung der Angaben auf dem Server durch Dritte und dadurch entstandenen Schaden. Die Inhalte dieser Internetseiten dienen nicht der Erteilung medizinischer oder anderer Ratschläge oder Anweisungen in Bezug auf Arzneimittel oder bestimmte Therapien. Die auf dieser Website enthaltenen Informationen stellen keine Alternative zur Beratung durch einen Arzt oder Apotheker dar. Wer Hilfe und/oder Rat zu spezifischen Gesundheitsproblemen benötigt, wendet sich bitte ausschließlich an einen Arzt.


Hinweis für die Presse: Wir stehen täglich zwischen 7 und 23 Uhr unter der Rufnummer +49 2832 406 309 und +31 626 610 380 zur Verfügung. Sie können uns auch jederzeit über erreichen.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 1 plus 4.