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Erleichterung für Public Viewing in den Niederlanden

So ähnlich könnte ein Public Viewing in Amsterdam aussehen. | Quelle: DALLE

NIEDERLANDE · Die Fußball-Europameisterschaft läuft bereits seit einer Woche, und in den Niederlanden gab es heute eine erfreuliche Nachricht für Bars, Restaurants und Veranstalter: Die NOS und NPO haben beschlossen, die Gebühren für die Übertragung der Spiele auf öffentlichen Bildschirmen drastisch zu senken. Diese Maßnahme, die ab sofort in Kraft tritt, sorgt für große Erleichterung unter den Gastronomen, die bislang von den hohen Lizenzkosten abgeschreckt wurden.

Die Reduzierung der Gebühren um über 75 Prozent, die nach intensiven Verhandlungen mit der Lizenzagentur Videma beschlossen wurde, zielt darauf ab, die finanziellen Belastungen der Veranstalter zu mindern. Diese Entscheidung folgt auf zahlreiche Forderungen und positive Impulse aus der Politik, die überhöhten Kosten zu senken. Nun können die Niederländer ihre Tradition des gemeinsamen Fußballschauens unbeschwert fortsetzen und die restlichen Spiele der Europameisterschaft genießen.

Tipp: Nutze unsere Public Viewing Übersicht auf public-viewing.nl. Heute spielen übrigens um 21:00 Uhr die Niederlande gegen Frankreich.  

Das Voetbal Kijken hat in den Niederlanden eine lange Tradition und wird besonders während großer Turniere wie der Europameisterschaft oder der Weltmeisterschaft zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Die Stimmung auf den öffentlichen Plätzen und in den Biergärten ist einzigartig und bringt Menschen aus allen Lebensbereichen zusammen. Doch in diesem Jahr standen viele Veranstalter aufgrund der exorbitant gestiegenen Lizenzgebühren vor großen Herausforderungen.

Bis vor Kurzem mussten Bar- und Restaurantbesitzer sowie andere Veranstalter tief in die Tasche greifen, um die erforderlichen Lizenzen für die Übertragung der Spiele zu erwerben. Die Kosten beliefen sich auf mehrere zehntausend Euro pro Spiel, was viele dazu veranlasste, von der Organisation solcher Events abzusehen. Dies änderte sich heute, als die NOS und NPO nach intensiven Verhandlungen und einer umfassenden Bewertung der Situation die Gebühren auf das Niveau von 2014 reduzierten, was eine Reduzierung von über 75 Prozent gegenüber den vorherigen Tarifen bedeutet. Diese Anpassung gilt rückwirkend für die gesamte Dauer der Europameisterschaft, und diejenigen, die bereits eine Lizenz erworben haben, werden entschädigt.

Die Lizenzagentur Videma spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Sie ist verantwortlich für die Vergabe der Rechte zur öffentlichen Aufführung der Spiele. In der Vergangenheit führte die Komplexität der Lizenzanforderungen oft zu Unsicherheit und Verwirrung unter den Veranstaltern. Mit den neuen Regelungen und der aktiven Kommunikation seitens Videma sollen diese Hürden nun beseitigt werden.

Neben den Lizenzgebühren gelten aber auch noch andere Bestimmungen. In den niederländischen Städten und Gemeinden wurden spezifische Richtlinien für die Nutzung von Bildschirmen während der Europameisterschaft festgelegt. Diese Regelungen sollen sicherstellen, dass das Public Viewing sicher und geordnet abläuft, ohne die öffentliche Ordnung zu stören. Beispielsweise wird das Aufstellen von Bildschirmen auf öffentlichen Plätzen nur für die entscheidenden Spiele der Viertel- und Halbfinale sowie das Finale erlaubt. Zudem müssen Sicherheits- und Notfallpläne vorgelegt werden, um die Sicherheit der Zuschauer zu gewährleisten. In Amsterdam ist es den gastronomischen Betrieben erlaubt, Bildschirme auf ihren Terrassen aufzustellen, solange bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Ausrichtung der Bildschirme nach innen und die Überwachung des geordneten Ablaufs.

Darüber hinaus hat die UEFA eigene Richtlinien, die beachtet werden müssen. Diese umfassen Unterschiede zwischen Veranstaltungen mit oder ohne Eintrittsgeld. Die UEFA schützt ihre Partner und Einnahmen, weshalb Werbung und Sponsoring in der direkten Umgebung von Public Viewing-Events streng geregelt und oft verboten sind. Auch dürfen keine UEFA-Logos oder -Marken ohne Genehmigung verwendet werden, und der TV-Signal muss unverändert übernommen werden.

Diese umfassenden Maßnahmen zeigen, dass das Public Viewing weiterhin ein fester Bestandteil der niederländischen Fußballkultur bleibt. Die deutliche Reduzierung der Lizenzgebühren und die klaren Regelungen durch die lokalen Behörden werden sicherlich dazu beitragen, dass die Fans in diesem Sommer die restlichen Spiele der Europameisterschaft in vollen Zügen genießen können. Diese positiven Entwicklungen lassen auf eine erfolgreiche und freudige Europameisterschaft hoffen, bei der das gemeinschaftliche Erlebnis im Vordergrund steht.

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