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Ein deutlicher Anstieg der Infektionszahlen

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5.427 Niederländer wurden in den letzten 7 Tagen positiv auf das Corona-Virus getestet, berichtet das RIVM heute. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den 3.597 Infektionen in der Vorwoche. Der Prozentsatz der positiv getesteten Personen stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent. Die Reproduktionszahl stieg von 0,99 auf 1,17.

Aktuelle Fallzahlen

Letzte Woche die niederländischen Gesundheitsämter 5.427 neue Personen, die positiv auf COVID-19 in den Niederlanden getestet wurden. Dies bedeutet, dass die Anzahl der neu gemeldeten Personen mit einem positiven Testergebnis viel höher ist als in der Vorwoche mit 3.597 Personen. Dabei stieg im ganzen Land die Zahl der positiv getesteten Personen. Dabei war der größte Anstieg in Südholland und Nordholland zu verzeichnen. Der Anstieg ist in allen Alterskategorien sichtbar, wobei der größte Anstieg in der Alterskategorie 20-24 Jahre festgestellt wurde.[1]

Vom 2. bis 8. September wurden 43 Personen gemeldet, die wegen COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. In der Woche zuvor waren dies 57 Patienten. Die NICE Stiftung meldete letzte Woche 89 Neuaufnahmen von COVID-19 in den Krankenstationen von Krankenhäusern. In der Woche zuvor waren dies 65 Neuaufnahmen von COVID-19-Patienten auf der Krankenstation. NICE meldet 19 Neuaufnahmen auf Intensivstationen. In der Woche zuvor waren es 11.[2]

In der vergangenen Woche starben 17 COVID-19-Patienten. Dies ist 7 weniger als in der Woche zuvor.

Verhaltensforschung

Seit der jüngsten Auflebung des neuen Corona-Virus empfinden immer mehr Menschen das Virus als bedrohlich. Gleichzeitig hat die Unterstützung für die Maßnahmen zugenommen und die Menschen halten sich mehr an die niederländischen Verhaltensregeln. Am auffälligsten ist die Zunahme der Tests: 32% der Personen mit Beschwerden, die auf eine COVID-19-Infektion hinweisen können, lassen sich testen. Das ist fast doppelt so viel wie im Juli. Viele Menschen mit Beschwerden gehen allerdings immer noch nach draußen. Dies geht aus der sechsten Runde der Verhaltensforschung hervor, die vom RIVM und den städtischen Gesundheitsämtern (GGD) zwischen dem 19. und 23. August durchgeführt wurde.

26% der Studienteilnehmer geben an, in den letzten 6 Wochen erfahren zu haben, dass sie möglicherweise mit COVID-19 Symptome hatte. Mehr als die Hälfte (54%) glaubt, dass dies auf eine Grunderkrankung wie Asthma oder Allergien zurückzuführen ist. Dennoch wurden 21% dieser Leute getestet, nur um sicherzugehen. Von den Menschen mit neuen Beschwerden haben sich sogar 45% in den letzten 6 Wochen selbst getestet. 85% der Menschen geben an, sich innerhalb von 4 Tagen nach Beginn der Beschwerden selbst getestet zu haben, 59% sogar innerhalb von 2 Tagen.

Menschen mit Beschwerden (unabhängig davon, ob sie einer Grunderkrankung zugeschrieben werden oder nicht) gehen jedoch häufig nach draußen: 90% kaufen ein, 43% besuchen Familie oder Freunde und 41% gehen in die Gastronomie. Trotz der Tatsache, dass sich Menschen dafür aussprechen, zu Hause zu bleiben, wenn sie Beschwerden haben (84% unterstützen diese Richtlinie), scheinen sich viele Menschen nicht daran zu halten.[3]

Prozentsatz der positiven Tests

Zwischen dem 31. August und dem 7. September ließen sich 180.182 Personen bei den niederländischen Gesundheitsämtern testen. In der Woche zuvor ließen sich 163.572 Personen testen. Von den Personen, die sich letzte Woche selbst testen ließen und deren Testergebnis bekannt ist, haben 2,8% ein positives Ergebnis; in der Vorwoche waren es 2,2%. Der Prozentsatz war in Südholland am höchsten, insbesondere in der GGD-Region Haaglanden mit 7,4%.

Reproduktionszahl

Im Vergleich zur letzten Woche ist die Reproduktionszahl von 0,99 auf 1,17 (mit einem Konfidenzintervall von 1,08 bis 1,27) gestiegen. In Deutschland liegt R bei 1,12.[4] Dabei liegen die Grenzen des Prädiktionsintervalls bei 0,87 und 1,37.* Die Reproduktionszahl R zeigt, wie viele andere Personen durchschnittlich eine Person mit dem neuartigen Coronavirus infizieren. In dem aktuellen Fall bedeutet dies, dass 100 Personen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert sind, 117 weitere Personen infizieren.

Neues Corona-Dashboard für Wohlstandsanalyse

Das niederländische Dashboard Coronavirus wird ständig erweitert und stellt die aktuellen Fallzahlen aus mehrere Perspektiven dar. Seit dem 1. September 2020 sind auch die Zahlen und Risikoeinstufungen für jede Gemeinde auf dem Dashboard zu sehen. Dadurch wird es zunehmend möglich, gezieltere und lokale Maßnahmen zu ergreifen.

Das Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS, das niederländische Zentrales Amt für Statistik) hat ein weiteres Dachboard publiziert, das den Wohlstand in der Coronazeit zeigt. Verschiedene Grafiken zeigen schnell die Entwicklung zu Themen wie Umwelt, Arbeit, Sicherheit und andere Themen. Durch einen Klick auf die jeweilige Grafik öffnet sich eine Unrerseite mit detaillierten Informationen. Dieses Dashboard befindet sich auf: https://www.cbs.nl/nl-nl/visualisaties/welvaart-in-coronatijd


Quellen:
[1] RIVM (08.09.2020, 14:10). Stijging aantal nieuwe COVID-19-meldingen. Abgerufen am 8. September 2020, https://www.rivm.nl/nieuws/stijging-aantal-nieuwe-covid-19-meldingen
[2] Stichting NICE (08.09.2020). COVID-19 infecties op de IC’s. Abgerufen am 8. September 2020, https://stichting-nice.nl/covid-19-op-de-ic.jsp
[3] RIVM (07.09.2020, 10:00). Meer mensen laten zich testen bij klachten, thuisblijven blijft lastig. Abgerufen am 8. September 2020, https://www.rivm.nl/nieuws/meer-mensen-laten-zich-testen-bij-klachten-thuisblijven-blijft-lastig
[4] RKI (08.09.2020). Nowcasting und R-Schätzung: Schätzung der aktuellen Entwicklung der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland. Abgerufen am 8. September 2020, https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Projekte_RKI/Nowcasting.html

*Prädiktionsintervalle ähneln Konfidenzintervallen, sind jedoch aufgrund ihrer Eigenschaften nicht mit ihnen zu verwechseln.

Hinweis: Wie immer ist es so, dass es zu verspäteten Meldungen kommt. Daher sind nicht alle Patienten in der vergangenen Woche im Krankenhaus aufgenommen. Einige in der letzten Woche registrierte Patienten wurden bereits in der Woche zuvor aufgenommen. Nicht alle der gemeldeten Patienten starben in der vergangenen Woche.

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