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Delta Variante (Indien) nimmt zu

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Quelle: ecdc.europa.eu | 14-tägige COVID-19-Fallbenachrichtigungsrate pro 100.000, KW 21-22

Die Delta Variante des Coronavirus, früher indische Variante genannt, wird in den Niederlanden immer häufiger festgestellt. Dies geht aus der Keimüberwachung des RIVM hervor, bei der Proben auf Virusvarianten getestet werden. Allerdings rechnen die Experten kurzfristig nicht mit den Problemen, mit denen Großbritannien konfrontiert ist.
Die Zahl der Corona-Infektionen war vergangene Woche insgesamt um 38 Prozent niedriger als in der Woche zuvor. Insgesamt wurden 8981 Niederländer positiv getestet. Die Infektionszahlen haben damit den niedrigsten Stand seit dem Spätsommer letzten Jahres erreicht.[1][2][3]

7-Tage-Inzidenz liegt bei 53

Und die Zahl der positiven Tests pro 100.000 Einwohner sank im Vergleich zu einer Woche zuvor von 84 auf 53. Die Zahl der Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten, ist um 44% gesunken. 19% weniger neue COVID-19-Patienten wurden auf die Intensivstation aufgenommen als eine Woche zuvor.

Die Reproduktionszahlen R basierend auf der Anzahl positiver Corona-Tests, Krankenhauseinweisungen und Intensiveinweisungen liegen unter 1.

  Letzte Berechnung Vorwoche
Reproduktionszahlen am 31. Mai 2021
am 24. Mai 2021
Infektionzahlen 0.78 (0.74 - 0.81) 0.90 (0.86 - 0.93)
Jrankengausaufnahmen (Quelle: NICE) 0.81 (0.56 - 1.09) 0.85 (0.64 - 1.09)
IC-Aufnahmen (Quelle: NICE) 0.89 (0.18 - 1.80) 0.73 (0.26 - 1.35)
Ansteckende Personen am 7. Juni 2021
am 31.Mai 2021
Anzahl ansteckender Personen

41.684 (27.349 - 56.585)

60.944 (42.700 - 79.534)

Junge Reisende

In der vergangenen Woche hat das RIVM einen Anstieg an jungen Menschen gesehen, die nach einem Auslandsurlaub positiv auf Corona getestet wurden. Es wird daher aufgerufen, dass junge Menschen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren, die aus Spanien und Portugal aus dem Urlaub zurückkehren, sich bei GGD testen zu lassen. Auch ohne Beschwerden.

COVID-19 Meldungen pro Sicherheitsregion [3]

Tabelle 1: Anzahl der COVID-19-Patienten, die bei den GGDs gemeldet wurden bzw. verstorben sind pro Sicherheitsregion in der vergangenen Woche insgesamt und pro 100.000 (100k) Einwohner [a][b]

Veilig­heids­regio[c] ge­mel­dete Infek­tionen ge­mel­dete Ster­be­fälle
  Anzahl pro 100.000 Anzahl pro 100.000
Total 9160 52.6 11 0.1
Gelderland-Zuid 434 77.3 0 0.0
Haaglanden 849 76.0 0 0.0
Gelderland-Midden 504 72.3 0 0.0
Rotterdam-Rijnmond 904 68.3 2 0.2
Brabant-Noord 418 63.7 0 0.0
Twente 374 59.3 1 0.2
Utrecht 796 58.8 0 0.0
Limburg-Noord 304 58.5 1 0.2
Amsterdam-Amstelland 609 56.9 3 0.3
Hollands-Midden 450 55.6 0 0.0
Midden- en West-Brabant 610 54.2 1 0.1
Zuid-Holland-Zuid 242 52.7 0 0.0
Kennemerland 289 52.6 1 0.2
Zaanstreek-Waterland 174 51.3 0 0.0
Brabant-Zuidoost 339 43.4 2 0.3
Limburg-Zuid 251 42.0 0 0.0
Noord- en Oost-Gelderland 340 41.1 0 0.0
Zeeland 154 40.2 0 0.0
IJsselland 206 38.8 0 0.0
Drenthe 173 35.0 0 0.0
Fryslân 160 24.6 0 0.0
Groningen 161 27.5 0 0.0
Noord-Holland-Noord 175 26.4 0 0.0
Gooi en Vechtstreek 80 31.1 0 0.0

[a] Betrifft die Anzahl der Personen positiv für SARS-CoV-2 oder verstorben an COVID-19 mit einem Datum der Benachrichtigung an die GGD oder einem Todesdatum im Zeitraum vom 8. Juni um 10:01 Uhr bis zum 15. Juni 2021 um 10:00 Uhr.
[b] Seit dem 1. Juni kann sich jeder mit Beschwerden testen lassen. Ab dem 1. Dezember 2020 können sich auch Personen ohne Beschwerden testen lassen, wenn sie einem Infektionsrisiko ausgesetzt waren. Nicht alle mit SARS-CoV-2 infizierte Personen werden getestet. Die tatsächlichen Zahlen in den Niederlanden sind daher wahrscheinlich höher als die hier genannten Zahlen. Die tatsächliche Anzahl der verstorbenen COVID-19-Patienten ist höher als die Anzahl der verstorbenen Patienten, die gemeldet wurden. Dies liegt daran, dass keine Meldepflicht besteht für die Sterbeursache COVID-19. Die hier dargestellten Sterblichkeitszahlen werden daher zu niedrig und grau dargestellt. Das RIVM wird nicht darüber informiert, wer sich erholt hat.
[c] Von den Berichten, die dem RIVM zwischen dem 8. Juni, 10:01 Uhr und dem 15. Juni 2021, 10:00 Uhr gemeldet wurden, waren 1 Personen bei den Sicherheitsregionen unbekannt.

Delta Variante

In dieser Woche wurden aktuell 610 Proben intensiv untersucht. Die indische Variante wurde in 1,1 Prozent aller Fälle gefunden. Dieser Anteil ist 120 Prozent höher als letzte Woche. Obwohl die Keimüberwachung nur sieben positive Tests umfasst, gilt die Studie als Bild der Ausbreitung des Virus in den Niederlanden. Es wird demnach noch mehr Fälle geben.

Im Labor untersucht das RIVM , welche Varianten in den Niederlanden auftreten und was das für die Verbreitung in den Niederlanden bedeutet. Dies wird Keimüberwachung (kiemsurveillance) genannt. Die Ergebnisse werde mit einer Verzögerung von ca. zwei Wochen bekannt gegeben. So kann es sein,dass die niederländischen Gesundheitsämter (GGD) bereits Cluster bekämpfen, dies aber erst verzögert durch das RIVM bekannt gegeben wird.

In den Niederlanden ist es für die Delta Variante schwieriger, sich schnell zu verbreiten, schreibt NU.nl heute. RIVM weist auch auf die in Großbritannien und den Niederlanden verwendeten Impfstoffe hin. Bisher scheinen Impfstoffe weniger wirksam, aber ausreichend wirksam gegen die indische Variante zu sein. "Allerdings hat die britische Regierung den AstraZeneca-Impfstoff voll ausgeschöpft, der mit dieser Variante nach einem Schuss weniger Schutz bietet als beispielsweise der hier häufiger eingesetzte Pfizer-Impfstoff", sagte ein Sprecher. "Gerade bei AstraZeneca braucht man wirklich den zweiten Schuss.", ist auf NU.nl zu lesen.

RIVM betont, dass es in England mehr Verbindungen zu Indien gebe und die Situation dort daher schwer mit den Niederlanden zu vergleichen sei. Laut der Virologin Koopmans, der auch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angehört, muss das Vordringen der indischen Variante genau beobachtet werden. Koopmans sagt, dass es ein Rennen zwischen den Geimpften und dem Aufkommen neuer Varianten wie dieser sei. Sie erwartet, dass die Niederlande nicht sofort in Probleme geraten, schreibt das AD.

Anfang Mai war die Variante noch für ein Viertel der Infektionen bei den Briten verantwortlich. Vergangene Woche berichtete Gesundheitsminister Matt Hancock, dass mittlerweile 91 Prozent aller Fälle betroffen seien.

Lockerungen? Halten Sie sich auch nach einem negativen Test und einer Impfung an die Maßnahmen

Auch nach der Impfung besteht noch ein geringes Risiko, dass Sie krank werden. Über 12,5 Millionen sind inzwischen in den Niederlanden geimpft, aber nur jeder vierte Mensch in den Niederlanden ist vollständig geimpft. Viele Menschen sind daher noch nicht (vollständig) geschützt und können sich daher mit dem Virus infizieren.

Neben Impfungen ist die Beibehaltung und Befolgung der (grundlegenden) Maßnahmen der beste Weg, um eine Infektion von Menschen zu verhindern. Auf diese Weise kan verhindert werden, dass sich das Virus erneut ausbreitet und die Lockerungen möglicherweise rückgängig gemacht werden müssen. Weniger Infektionen bedeuten weniger Krankenhauseinweisungen

Halten Sie daher einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen ein. Bleiben Sie zu Hause, wenn Sie Beschwerden haben, auch wenn Sie geimpft wurden, und lassen Sie sich testen. Tests sind auch wichtig, wenn Sie bereits geimpft wurden. Sie können sich immer noch infizieren und andere infizieren. Waschen Sie Ihre Hände regelmäßig. Haben Sie ein positives Ergebnis beim Selbsttest? Bleiben Sie zu Hause isoliert, lassen Sie Ihre Mitbewohner in Quarantäne gehen und wenden Sie sich an den GGD. So stoppen wir die Ausbreitung des Virus.


Quellen:
[1] RIVM (15.06.2021, 16:40). Varianten van het coronavirus SARS-CoV-2. Abgerufen am 16. Juni 2021, von https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/virus/varianten
[2] Stichting NICE (16.06.2021). COVID-19 infecties op de IC’s. Abgerufen am 16. Juni 2021, https://stichting-nice.nl/covid-19-op-de-ic.jsp
[3] RIVM (16.06.2021). Wekelijkse update epidemiologische situatie COVID-19 in Nederland. Abgerufen am 16. Juni 2021, https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/actueel/wekelijkse-update-epidemiologische-situatie-covid-19-in-nederland

A Schätzungen des R von vor mehr als 14 Tagen sind zuverlässig. Wenn das R auf Daten vor weniger als 14 Tagen basiert, sind die Unsicherheiten größer. Deshalb verwendet das RIVM immer das R von vor 14 Tagen an.

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