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Code orange: Hitzewarnung

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Quelle: knmi.nl

In den kommenden Tagen wird es im ganzen Land eine anhaltende Hitze geben. Ab Samstag kann es besonders im Süden und Südosten extrem heiß werden, mit Höchsttemperaturen von 35°C oder etwas darüber. In städtischen Gebieten können auch anderswo im Land 35°C erreicht werden. Die Nächte werden auch allmählich wärmer, mit Minimumtemperaturen über 18°C von Nacht bis Sonntag, in städtischen Gebieten auch über 20°C. Das sehr heiße Wetter wird voraussichtlich bis Mitte nächster Woche anhalten.

In den Niederlanden herrschen landesweite sommerliche Temperaturen. In den kommenden Tagen wird es noch wärmer. Für viele bedeutet dies, den Strand oder den Garten zu genießen. Für andere ist es nicht so schön und für Gruppen schutzbedürftiger Menschen birgt das heiße Wetter sogar Risiken. Aus diesem Grund aktivierte das RIVM (Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt) ab dem 6. August 2020 den Nationalen Wärmeplan. Es gibt auch eine Smogwarnung. Wenn Sie besonders darauf achten, können Sie die durch das warme Wetter verursachten Gesundheitsprobleme begrenzen.

Der nationale Wärmeplan und die Smogwarnung gelten landesweit. Laut dem niederländischen Wetterinstitut KNMI kann das warme Wetter bis Mitte nächste Woche anhalten.

Maßnahmen gegen Beschwerden durch Wärme:

  • Trinken Sie genug!
  • Tragen Sie dünne Kleidung, die vor Sonnenbrand schützt.
  • Suche Sie Schatten auf.
  • Schmieren Sie sich gut mit Sonnenschutzmitteln ein.
  • Begrenzen Sie die körperliche Anstrengung am Nachmittag und am frühen Abend.
  • Halten Sie das Haus mit Jalousien, Ventilatoren oder Klimaanlage kühl.
  • Achten Sie besonders auf Menschen in Ihrer Umgebung, die Pflege benötigen.

Anhaltende Hitze

Der Nationale Wärmeplan ist in der Tat eine Warnung vor Hitze und den damit verbundenen Risiken und ein Aufruf, einander besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Der Wärmeplan richtet sich in erster Linie an Menschen mit gefährdeter Gesundheit, wie ältere Menschen, Babys, chronisch Kranke, übergewichtige Menschen, Menschen in Pflegeheimen und Menschen in sozialer Isolation. Diese Menschen müssen nach Dehydration und Überhitzung Ausschau halten.

Smog durch Ozon

Smog aus Ozon entsteht durch die Ansammlung von Luftverschmutzung an sonnigen Tagen. Das RIVM rät smogempfindlichen Menschen, drinnen zu bleiben und schwere körperliche Anstrengungen zu begrenzen.

Der Informationsschwellenwert der EU für die Europäische Union beträgt 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Menschen, die empfindlich auf Smog reagieren, können dann Beschwerden haben. Das RIVM gibt dann eine Warnung aus. Die Luftqualität ist laut niederländischem Luftqualitätsindex in diesem Fall  "schlecht". Die EU-Alarmschwelle beträgt 240 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter Luft. Die Luftqualität ist dann laut niederländischem Luftqualitätsindex „sehr schlecht“. Wenn dieser Wert überschritten wird, können alle Personen Beschwerden haben. Wenn dies droht, wandelt RIVM die Smogwarnung in einen Smogalarm um.

Kode Orange

Das niederländische Wetter Institut KNMI hat heute für die Provinzen Gelderland, Nordbranbant, Limbug und Zeeland die Wetterwarnung von gelb uf orange erhöht. Mit Ausnahme der Watteninseln haben alle anderen Gebiete die Warnstufe gelb. Die Watteninseln sind gelb, da dort niedrigere Temperaturen sind.

Brücken

Die Hitze macht den niederländischen Brücken sehr zu schaffen. So meldet das niederländische Verkehrsministerium (Rijkswaterstaat), dass die Merwede-Brücke aufgrund der Hitze ab 17:00 Uhr in beide Richtungen wegen Arbeiten geschlossen wurde. Sie wird wahrscheinlich erst morgen früh um 8 Uhr wieder für den Verkehr öffnen. Großsegler können die Brücke erst am Samstag ab 12.00 Uhr passieren. Rijkswaterstaat wird den beweglichen Teil der Brücke um mehr als 1 Zentimeter verkürzen, damit die Brücke in den kommenden Tagen nicht aufgrund der Hitze hängen bleibt. Dies erfolgt zusätzlich zur Kühlung der Brücke vorbeugend, um Schäden zu vermeiden.

Im ganzen Land sieht man Tankfahrzeuge, die die beweglichen Brücken mit Wasser kühlen. Für Touristen ist dies immer ein interessanter Anblick.

Tipp

Die meisten Niederländer machen Urlaub im eigenen Land. Daher sind viele Strände voll und nur schwer erreichbar. Unsere Tipps:

  • Reisen Sie sehr früh an! In dem Fall fängt der frühe Vogel nicht den Wurm, sondern hat noch einen Platz am Strand.
  • Gehen Sie nicht zu den Hauptstränden, sondern einfach mal ein bis zwei Kilometer weiter.
  • Nehmen Sie immer, auch während der An- und Abreise, genug Trinkwasser mit.
  • Es gibt auch viele Seen im Landesinneren, suchen Sie diese auf.
  • Wenn Sie doch zum Strand wollen, nutzen Sie Google Maps. Sie können dort die Verkehrslage beobachten. Sind die Straßen dunkelrot, können Sie besser umdrehen und irgendwo anders hin fahren.

Weitere Informationen

Nutzen Sie die unten stehenden Links und auch die Twitteraccounts der Regionen um mehr Informationen zu bekommen.


Quelle:
KNMI, RIVM, Rijkswaterstaat

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